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Gedenkstätte Lübecker Märtyrer

Konstant hohe Besucherzahl, noch mehr Schulklassen

Veröffentlicht am: 14. April 2026
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Nils Bergmann/

Eine sehr erfreuliche Bilanz kann die Gedenkstätte Lübecker Märtyrer für das vergangene Jahr ziehen: 2025 haben rund 18.500 Besucher die Gedenkstätte in der Lübecker Altstadt besucht. Damit konnte das Rekordergebnis des Jahres 2024 fast wiederholt werden.

43 Schulklassen und 50 weitere Gruppen haben sich 2025 über die Terrorherrschaft der Nationalsozialisten und den Widerstand des evangelischen Pastors Karl Friedrich Stellbrink und der drei katholischen Priester Johannes Prassek, Hermann Lange und Eduard Müller informiert. Damit konnte die Zahl der Schulklassenbesuche noch einmal gesteigert werden. Bei den Führungen und Projekten ging es auch immer um die Frage, was Menschen dazu bewegt hat, sich der menschenverachtenden Weltanschauung anzuschließen oder ihr zu widerstehen. “Wir schauen bei unseren Führungen und Projekten nie nur auf ein 80 oder 90 Jahre zurückliegendes Kapitel der deutschen Geschichte zurück. Es geht immer auch um die Frage, wo uns heute Ausgrenzung, Hass und Diskriminierung begegnen und wie wir uns heute entscheiden,” betont der Leiter der Gedenkstätte Lübecker Märtyrer, Jochen Proske.

Die Gedenkstätte Lübecker Märtyrer befindet sich im Anbau der katholischen Propsteikirche Herz Jesu (Parade 4) in der Lübecker Altstadt. Sie ist täglich geöffnet, der Eintritt ist frei. Führungen und Schulklassenprojekte können unter info@luebeckermaertyrer.de angefragt bzw. gebucht werden.

Lübecker Märtyrer - Die Ökumene des Blutes

Am 10. November 1943 wurden im Hamburger Gefängnis am Holstenglacis vier Geistliche durch das Fallbeil hingerichtet. Im Abstand von jeweils nur drei Minuten sterben die katholischen Kapläne Eduard Müller, Johannes Prassek und Hermann Lange sowie der evangelische Pastor Karl Friedrich Stellbrink. Sie hatten öffentlich gegen die Verbrechen des Nazi-Regimes Stellung bezogen. Im Zeugnis durch ihr Leben und Sterben haben sie die trennenden Grenzen der Konfessionen überwunden und wurden zum leuchtenden Beispiel wirklicher Ökumene. 

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