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Presse- und Informationsstelle

Veröffentlicht am: 4. September 2023
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Viktor Bystrov/ unsplash.com

Marco Chwalek

stv. Pressesprecher und Pressearbeit Schleswig-Holstein
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Martin Innemann

stv. Pressesprecher und Pressearbeit Mecklenburg
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Pressemitteilungen

  • 2024
    • Erzbischof Heße gratuliert dem neuen Bischof von Osnabrück - 28.05.24

      Der Hamburger Erzbischof Stefan Heße hat dem Bistum Osnabrück und seinem ernannten neuen Bischof Dominicus Meier gratuliert. Der Erzbischof erklärte dazu heute (28. Mai) in Hamburg:

      „Ich gratuliere dem Bistum Osnabrück und seinem neu ernannten Bischof Dr. Dominicus Meier von ganzem Herzen! Ich freue mich, dass Papst Franziskus nach langen Monaten der Vakanz heute den Bischofsstuhl in Osnabrück neu besetzt hat.

      Mit Dominicus Meier bekommen wir in unserer norddeutschen Metropolie einen echten Sauerländer, also einen sehr bodenständigen Menschen. Seit vielen Jahren ist er in Paderborn Weihbischof, der sehr aufmerksam Menschen und Situationen wahrnehmen kann. In der Migrationskommission der Deutschen Bischofskonferenz ist Weihbischof Meier mein Stellvertreter im Vorsitz. Von daher sind ihm die globalen Herausforderungen von Flucht und Migration als Charakteristikum unserer Zeit bestens bekannt.

      Dominicus ist Mönch durch und durch. Mit der reichen Erfahrung eines Benediktinermönchs kann er seinen bischöflichen Dienst in Osnabrück beginnen. Das wird ihm bei den Herausforderungen und Veränderungen, vor denen wir als Kirche heute stehen, eine gute und solide Grundlage sein für alle Entscheidungen, die es für eine gute und gesegnete Zukunft zu treffen gilt.

      Herzlich heiße ich Bischof Dominicus in unserer Metropolie willkommen. Ich freue mich auf ein gutes Miteinander und wünsche dazu Gottes reichen Segen und Beistand!“

    • Heße: „Grundgesetz spiegelt zentralen Wert meines Glaubens“ - 21.05.24

      Erzbischof schreibt Katholiken einen Brief

      Erzbischof Stefan Heße hat den Katholikinnen und Katholiken im Erzbistum Hamburg einen Brief zum 75. Geburtstag des Grundgesetzes geschrieben. „Als Deutscher bin ich dankbar für unsere Verfassung“, schreibt Heße. Sie sei mehr als ein Gesetz. „Sie gibt uns eine Vision für unser Zusammenleben – auch für Europa –,  die ich aus voller Überzeugung teile. Das Grundgesetz spiegelt einen zentralen Wert meines christlichen Glaubens wider: Jeder Mensch verdient, allein weil er Mensch ist, ein uneingeschränktes Ja.“

      Die Achtung der Menschenwürde, Gleichheit, Gleichberechtigung und Freiheit seien keine Selbstverständlichkeit. „Diese Werte sind ein Schatz, den es zu bewahren und zu leben gilt: in der Politik, in der Rechtsprechung und vor allem in unserem täglichen Miteinander, auch im Umgang mit den Schwachen und Geflüchteten“, so der Erzbischof.

      Er stellt einen Vergleich mit der Fußball-Europameisterschaft an, die bald in Deutschland stattfindet. Guter Fußball lebe von starken Spielerinnen und Spielern, die aber auch echte Teamplayer sein müssten. Teamgeist, Rücksichtnahme auf die anderen, Zusammenspiel und alles geben seien ebenso wichtig wie Zusammenhalt, Fairness und Respekt vor dem Gegner.

      Genau darauf komme es auch im Zusammenleben in Deutschland an. Was viele am Fußball so begeistere, sei auch wichtig für die Demokratie. „Wie die Spielregeln auf dem Fußballplatz, so bestimmt das Grundgesetz die Regeln unseres Zusammenlebens. Wir alle stehen als Spielerinnen und Spieler auf dem Platz“, schreibt Heße.

      Auf der Internetseite www.75-gg.de ist unter anderem ein Video mit Erzbischof Stefan Heße und auch ein Gewinnspiel zu finden. Das Schreiben des Erzbischofs erreicht in diesen Tagen rund 270.000 Haushalte in Hamburg, Mecklenburg und Schleswig-Holstein. Heße schreibt den katholischen Christen im Erzbistum Hamburg zwei- bis dreimal im Jahr einen Brief.

       

      Der Brieftext im Wortlaut:

      (Anrede),

      Ihre Würde ist unantastbar und genießt höchsten Schutz. Sie haben das Recht auf freie Entfaltung Ihrer Persönlichkeit und auf Gleichbehandlung vor dem Gesetz. Ihre Meinungs- und Religionsfreiheit sind unverletzliche Rechte.

      Das alles garantiert Ihnen unser Grundgesetz. Am 23. Mai ist es 75 Jahre alt. Als Deutscher bin ich dankbar für unsere Verfassung. Sie ist mehr als ein Gesetz. Sie gibt uns eine Vision für unser Zusammenleben – auch für Europa –,  die ich aus voller Überzeugung teile. Das Grundgesetz spiegelt einen zentralen Wert meines christlichen Glaubens wider: Jeder Mensch verdient, allein weil er Mensch ist, ein uneingeschränktes Ja.

      Der Blick in die Welt lehrt: Die Achtung der Menschenwürde, Gleichheit, Gleichberechtigung und Freiheit sind keine Selbstverständlichkeit. Diese Werte sind ein Schatz, den es zu bewahren und zu leben gilt: in der Politik, in der Rechtsprechung und vor allem in unserem täglichen Miteinander, auch im Umgang mit den Schwachen und Geflüchteten. Aber was heißt das konkret?

      Ich weiß nicht, ob Sie sich auf die Fußball-Europameisterschaft freuen. Guter Fußball lebt von starken Spielerinnen und Spielern, die aber auch echte Teamplayer sind. Teamgeist, Rücksichtnahme auf die anderen, Zusammenspiel und alles geben sind ebenso wichtig wie Zusammenhalt, Fairness und Respekt vor dem Gegner. Und: Was wäre Fußball ohne Fans?

      Genau darauf kommt es auch in unserem Zusammenleben in Deutschland an.

      Was viele von uns am Fußball so begeistert, ist auch wichtig für unsere Demokratie.

      Wie die Spielregeln auf dem Fußballplatz, so bestimmt das Grundgesetz die Regeln unseres Zusammenlebens. Wir alle stehen als Spielerinnen und Spieler auf dem Platz.

      Ich wünsche dem Grundgesetz viele treue Fans und gratuliere uns zum 75. Jubiläum.

      Mit herzlichen Grüßen

      Ihr

       

      Dr. Stefan Heße

      Erzbischof von Hamburg

    • Wie das Erzbistum Hamburg das Thema Inklusion öffentlich sichtbar macht - 14.05.24

      Das Erzbistum Hamburg hat am Billhorner Röhrendamm 151 in Hamburg-Rothenburgsort ein Wohngebäude mit 52 Wohnungen errichtet. Die Gebäudefassade wird jetzt durch ein 16 Meter hohes und 14 Meter breites Wandbild, ein sogenanntes Mural, ergänzt. Der international bekannte deutsche Graffitikünstler Case Maclaim wird die Fassade ab dem 21. Mai gestalten. Sein Mural zeigt einen Menschen im Rollstuhl aus der Vogelperspektive, dessen Gesicht in einem Spiegel sichtbar wird.

      Rene Pourrier, Leiter der Abteilung Immobilien und Bau im Erzbistum, sagt: „Unser Neubauprojekt in Rothenburgsort am Billhorner Röhrendamm 151 wird um eine künstlerische Gestaltung der Gebäudefassade ergänzt. Mit dem Mural wollen wir ein künstlerisches Urban Art-Projekt initiieren, das sich sehr gut in das städtische Wohnquartier einfügt und eine Plattform zur sozialen Auseinandersetzung mit dem wichtigen Thema ‚Inklusion‘ bietet.“

       

    • Start Erweiterungsneubau der Katholischen Bonifatiusschule in Wilhelmsburg - 02.05.24

      Die Schulentwicklung im Hamburger Süden nimmt Fahrt auf: Das Erzbistum Hamburg stellt die Katholische Bonifatiusschule in Wilhelmsburg neu auf und investiert etwa 30 Millionen Euro in die Erweiterung des Grund- und Stadtteilschulstandortes an der Bonifatiusstraße. Geplant ist ein fast 2.600 m² großer Erweiterungsneubau mit Klassen- und Fachklassentrakt, der Neubau einer Sporthalle, die umfassende Sanierung bestehender Schulgebäude, der Einbau einer Schullehrküche sowie die Erweiterung und Umgestaltung des Außengeländes.

      „Mit dieser umfangreichen Neuaufstellung der Katholischen Bonifatiusschule setzen wir als Erzbistum Hamburg ein deutliches Ausrufezeichen für die schulische Bildung und Erziehung in dieser Stadt“, erklärt Generalvikar Pater Sascha-Philipp Geißler bei der Vorstellung der Baupläne. „Wir investieren hier, um auch zukünftigen Generationen von Schülerinnen und Schülern das zu ermöglichen, was sich ihre Familien wünschen: exzellente Bildung, christliche Werteerziehung und Herzensbildung von Beginn an. Dafür steht hier in Wilhelmsburg die Boni“, so Geißler.

      Nach dem bereits erfolgten Abbruch des alten Gemeindehauses auf dem Schulgelände und der bevorstehenden Aufstellung von Interimscontainern für Unterrichtsräume und Lehrerzimmer soll nach den Sommerferien zunächst die umfassende Innensanierung und der damit einhergehende Leerzug des denkmalgeschützten Hauptgebäudes in Angriff genommen werden. Im Herbst folgt dann der Baubeginn für den benachbarten viergeschossigen, komplett barrierefreien Erweiterungsbau mit 12 Unterrichtsräumen, der sich in der Gebäudekubatur und mit der vorgehängten rötlichen Ziegelfassade optisch an das Altgebäude anpasst.

      Nördlich an diesen Erweiterungsbau schließt sich ein zweigeschossiger Fachklassentrakt an – mit einem 200 m² großen, unterrichtlich nutzbaren Flachdach für die Naturwissenschaften. In den Neubauten werden sich die Unterrichtsräume um „offene Lernlandschaften“ anordnen. Der Innenausbau wird durch einen hohen Anteil an Holzelementen gekennzeichnet sein. Die Fertigstellung dieser ersten Sanierungs- und Neubaumaßnahmen ist für März 2026 vorgesehen. „Mit der Schulerweiterung stellen wir uns nicht nur räumlich, sondern vor allem auch pädagogisch neu auf. Wir werden den Unterricht ganz neu denken“, erklärt Schulleiterin Bianca Neugebauer ihr Konzept. „Wir wollen noch mehr individuelles und selbständiges Arbeiten ermöglichen und viel Platz für Differenzierung, für kreatives und forschendes Lernen schaffen“, so Neugebauer.

      Im April 2026 folgt dann der Start umfassender Sanierungsarbeiten an zwei weiteren Altgebäuden – mit energetischer Fassadensanierung, Fensteraustausch, neuem Dachaufbau, der Überarbeitung aller Wand-, Boden- und Deckenflächen sowie dem Einbau einer Lehrküche. Die Energieversorgung der Neubauten soll zukünftig über Wärmepumpen erfolgen. Mit dem Abschluss der Sanierungsarbeiten sollen dann zu Beginn des Jahres 2027 auch die Interimscontainer abgebaut werden, um den letzten Neubau angehen zu können: die mehr als 1.000 m² große Sporthalle im östlichen Bereich des Schulgeländes. Die Dachfläche über den Nebenräumen des Neubaus ist als Schulhoffläche mit einem Spielfeld und weiteren Aufenthaltsflächen konzipiert. Das Dach der Sporthalle selbst besteht aus vier Satteldächern, die optisch die angrenzende Wohnbebauung aufnehmen. An der Westfassade wird eine Kletterwand integriert, im Seitengebäude ist ein Raum für eine Fahrradwerkstatt vorgesehen. Die Fertigstellung des neuen Sportgebäudes namens „Olympia“ ist für März 2028 geplant. Der Pausenhof wird von derzeit 2.400 m² auf zukünftig 4.150 m² Grundfläche erweitert. Neue Sportböden, Spielgeräte und Aktivmöbel werden zu mehr Pausenaktivitäten anregen.
      „Mit der zweiten Sporthalle an unserem Schulstandort und den geplanten Außenanlagen eröffnen sich auch für unseren Ganztag neue Möglichkeiten“, freut sich Bianca Neugebauer auf die Zukunft. Angestrebt sei zudem eine Kooperation mit den Hamburg Towers, der in Wilhelmsburg ansässigen Basketballmannschaft, die im Gegenzug Hallenzeiten für die Nachwuchsarbeit erhalte.

      „Mit den Erweiterungsbauten stellen wir diesen Standort absolut zukunftsfähig auf. Die neuen naturwissenschaftlichen Räume, viele kreative und sportliche Freiflächen, die Lehrküche und der mehrfach ausgezeichnete Bildungsraum GeoSystemErde bieten Kindern und Jugendlichen hier wirklich herausragende Entwicklungsmöglichkeiten“, erklärt Dr. Christopher Haep, Leiter der Abteilung Schule und Hochschule. Das Erzbistum setze sich konsequent und mit großem Nachdruck für die Weiterentwicklung und Profilierung des katholischen Schulsystems in der Hansestadt ein. „Zugleich gehen die wirtschaftliche Konsolidierung und die Investitionen Hand in Hand. Wir arbeiten mit Augenmaß und über einen langfristigen Zeitraum an dem Ziel einer ausgeglichenen Bilanz bei gleichzeitiger Investition in die Zukunft. Der Einwerbung von Drittmitteln und mäzenatischer Unterstützung werden wir in den kommenden Monaten unsere besondere Aufmerksamkeit widmen“, so Haep.

      Allein in diesem Jahr wird das Erzbistum rund 30 Millionen Euro an Investitionen in Schulbau und Sanierung vorsehen, um die Schulstandorte zukunftsfähig aufzustellen. „Unser erklärtes Ziel ist es seit 2018 unverändert, 15 katholische Schulen in der Hansestadt weiter zu betreiben und bestmöglich zu entwickeln“, erklärt Generalvikar Geißler. Die Summe der geplanten Gesamtinvestitionen des Erzbistums Hamburg für die Schulentwicklung liege insgesamt bei etwa 150 Millionen Euro. Davon seien etwa 135 Millionen Euro für die katholischen Schulen in Hamburg vorgesehen. „Die Neubaupläne an diesem wichtigen Vor-, Grund- und Stadtteilschulstandort sind also ein deutliches Signal, dass wir als Erzbistum zu diesem Schulsystem in unserer Stadt stehen. Ohne Wenn und Aber“, bekräftigt Geißler.

       

    • Erzbischof beriet mit Fachleuten über kirchliche Flüchtlingsarbeit - 30.04.24

      Auf Einladung des Sonderbeauftragten für Flüchtlingsfragen und Vorsitzenden der Migrationskommission der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Stefan Heße (Hamburg), hat heute (30. April 2024) in Köln der achte Katholische Flüchtlingsgipfel stattgefunden. Rund 200 Fachleute der kirchlichen Flüchtlingsarbeit berieten über den Flüchtlingsschutz in der Europäischen Union. Ein besonderer Fokus lag dabei auf dem Beitrag der Kirche für eine menschenwürdige Aufnahme und Versorgung von Geflüchteten.

      „Das kirchliche Engagement für Schutzsuchende ist weiterhin lebendig“, betonte Erzbischof Heße zu Beginn des Gipfels. So hätten sich 2023 im Raum der katholischen Kirche 5.775 Hauptamtliche und rund 36.600 Ehrenamtliche für die Anliegen von Geflüchteten engagiert. „Allein in Deutschland konnten durch die kirchliche Flüchtlingshilfe über 525.000 Schutzsuchende erreicht werden“, so Heße weiter.

      Mit Blick auf die teils hitzige Migrationsdebatte stellte er fest: „Nicht Polemik und Polarisierung bringen uns weiter – gefragt sind vielmehr konkrete humanitäre Lösungsansätze – in Deutschland, Europa und weltweit. Dies gilt vor allem dann, wenn der Flüchtlingsschutz unter Druck gerät, wie es aktuell wieder der Fall ist.“

      Eine deutliche Absage erteilte der Erzbischof der politischen Forderung, den Flüchtlingsschutz in Drittstaaten außerhalb der EU auszulagern: „Die überwiegende Mehrzahl aller Geflüchteten wird nach wie vor in Ländern des Globalen Südens aufgenommen. Angesichts dieser ohnehin bestehenden Schieflage erscheint der Ruf nach einer immer stärkeren Auslagerung des Flüchtlingsschutzes in ärmere Regionen dieser Welt geradezu grotesk.“ Mit Nachdruck plädierte er für eine gerechte Verantwortungsteilung in Europa und weltweit.

    • Beate Bäumer ist neue Vorsitzende des GVK/ARD Telemedienausschusses - 26.04.24

      Die Leiterin der katholischen Büros in Schleswig-Holstein und Hamburg, Beate Bäumer, wurde am Dienstag in Leipzig zur Vorsitzenden des GVK/ARD Telemedienausschusses gewählt und ist damit neues Mitglied der Gremienvorsitzendenkonferenz (GVK) der ARD.

      Die GVK koordiniert die Tätigkeit der Aufsichtsgremien der ARD Sie berät die Intendantenkonferenz der ARD, insbesondere bei grundsätzlichen Fragen der Programmgestaltung und -struktur, der Unternehmensstrategie und der Rundfunkpolitik.

      Maßgebliche Aufgabe der GVK ist die Koordinierung und Abstimmung der Gremientätigkeit in der föderalen ARD im Bereich Finanzen, Telemedien und Angebotsqualität.

      Die GVK setzt sich zusammen aus den jeweiligen Vorsitzenden der Rundfunk- und Verwaltungsräte der neun Landesrundfunkanstalten sowie der Deutschen Welle, weitere Mitglieder sind die Vorsitzenden des ARD-Programmbeirates sowie des GVK-Telemedienausschusses. Als ständige Gäste nehmen die Vorsitzenden des Programmbeirates ARTE Deutschland sowie des Hörfunkrates des Deutschlandradios an den an den Sitzungen der GVK teil.

    • Erzbistum Hamburg: Weniger Kirchensteuern als geplant - 22.04.24

      Die Kirchensteuereinnahmen des Erzbistums Hamburg sind im Jahr 2023 hinter den Planungen zurückgeblieben. Sie beliefen sich auf 117,9 Millionen Euro. Erwartet hatte das Erzbistum 122,3 Millionen Euro. Diese Entwicklung setze sich nach vorläufigen Ergebnissen auch in den ersten Monaten des Jahres 2024 fort, berichtete die Leiterin des Controllings im Erzbistum, Katharina Gödecke, dem Wirtschaftsrat am vergangenen Wochenende in Hamburg. „Die Auswirkungen des Inflationsausgleichsgesetzes und sinkende Mitgliederzahlen sind die Hauptgründe für den Rückgang“, sagte Verwaltungsdirektor Alexander Becker. Wichtig sei es nun, weitere Einsparpotentiale auszumachen. Dies sei in den vergangenen Jahren bereits gut gelungen, so Becker: „Wir müssen aber weiter nach Bereichen suchen, in denen wir besser werden können.“

      Demgegenüber konnte die Stabsstelle Controlling auf ein voraussichtlich positives operatives Ergebnis des Jahres 2023 hinweisen. Einsparungen im Personal- und Sachbereich hätten hier positive Auswirkungen gehabt. Allerdings seien auch Risiken etwa durch Verrechnung der Kirchensteuern mit anderen Bistümern und Instandhaltungen, die nicht durchgeführt worden seien, vorhanden.

      Die Amtszeit des ersten Wirtschaftsrates im Erzbistum Hamburg wird im Sommer enden. Erzbischof Stefan Heße dankte allen Mitgliedern dafür, dass sie ihre Kompetenzen mit großem Zeiteinsatz in das Gremium und seine Ausschüsse eingebracht hätten. Der zweite Wirtschaftsrat des Erzbistums wird sich in der zweiten Jahreshälfte konstituieren. 

    • Nuntius Eterovic spricht über die Diplomatie des Heiligen Stuhls - 18.04.24

      Der Apostolische Nuntius in Deutschland, Erzbischof Nikola Eterovic, ist am Montag, 22. April, in der Katholischen Akademie Hamburg (Herrengraben 4) zu Gast. Um 19 Uhr spricht er über die Diplomatie des Heiligen Stuhls.

      Der Heilige Stuhl ist das oberste Leitungsorgan der katholischen Kirche, an dessen Spitze der Papst steht. Der Heilige Stuhl ist auch ein Völkerrechtssubjekt und pflegt diplomatische Beziehungen zu 186 Ländern. Dabei betreibt der Heilige Stuhl häufig eine geräuscharme Diplomatie, weshalb nicht selten Diplomaten des Heiligen Stuhls als Vermittler in Konflikten eingesetzt werden.

      Der Abend steht unter der Überschrift „Die leise Macht. Die Diplomatie des Heiligen Stuhls“.

    • Grundsteinlegung für Barmbeks neuen „Sophien-Campus“ - 18.04.24

      Erzbistum errichtet Schulneubau für 25 Millionen Euro mit Kita, Mensa, Sporthalle und grünem Klassenzimmer am Mesterkamp-Quartier


      Die Schulentwicklung des Erzbistums Hamburg nimmt weitere konkrete Formen an. In unmittelbarer Nachbarschaft zum Barmbeker Mesterkamp-Quartier entsteht derzeit der „Sophien-Campus“, der 25 Millionen Euro teure Neubau der Katholischen Sophienschule. Die moderne dreizügige Vor- und Grundschule mit Kita, Mensa, grünem Klassenzimmer und eigener Sporthalle ist eines der großen Schulentwicklungsprojekte, die die Katholische Kirche in Hamburg in diesem Jahr beginnt. Zum nächsten Schuljahr 2025/26 soll der Sophien-Campus bereits bezugsfertig sein. Zukünftig werden 360 Kinder die Vor- und Grundschuljahrgänge besuchen können. „Ich freue mich sehr, dass es endlich in die Höhe geht und wir hier in Barmbek ein wichtiges Zukunftsprojekt verwirklichen können“, sagte Generalvikar Pater Sascha-Philipp Geißler. Mit weißem Bauhelm legte der Pallottinerpater gemeinsam mit den Schülern Maria und Jannik sowie Elina und Iva, mit Schulleiterin Beatrice Lipschütz, Kita-Leiterin Christine Kirchner und Schulabteilungsleiter Dr. Christopher Haep eine mit aktueller Tageszeitung, Schulchronik, Münzen und Bildern befüllte Kupferkapsel in das Mauerwerk im Untergeschoss ein.

      Foyer, Aula und Mensa im Erdgeschoss sowie Lern- und Gruppenräume in den beiden Obergeschossen gruppieren sich um einen offenen dreigeschossigen Erschließungsbereich. Alle Klassenzüge verfügen zukünftig über zuschaltbare Gruppen- und Differenzierungsräume. Als verbindendes Element in den Obergeschossen sieht der vom Hamburger Architekturbüro Bieling Architekten entworfene, etwa 5.000 m² große Neubau eine Öffnung zu einer Gartenterrasse vor, die wahlweise als Schulgarten oder grünes Klassenzimmer genutzt werden kann. Zusätzliches Highlight ist der angrenzende Raum der Stille.
      Die in das Erdgeschoss integrierte Kindertagesstätte mit zwei Krippen- und zwei Elementargruppen erhält im rückwärtigen Bereich des Schulhofes einen eigenen Außenbereich. Die Ordnung und das Material der denkmalgeschützten Fassade der Kirche finden sich in den profilierten Klinkerflächen des barrierefreien Neubaus wieder und ermöglichen unter Lichteinfall eine belebende Plastizität. „Dieser neue Sophien-Campus ist ein einzigartiges Ensemble aus Schule und Kindertagesstätte, Kloster und Kirche. Mit diesem Rahmen bieten wir Kindern herausragende Entwicklungsmöglichkeiten“, erklärte Dr. Christopher Haep, Leiter der Abteilung Schule und Hochschule des Erzbistums Hamburg.

      Der lichtdurchflutete Neubau beinhaltet eine Sporthalle, deren Volumen sich zur Hälfte im Untergeschoss verbirgt. Der Pausenhof wird durch große Fensterelemente in das schulische Leben einbezogen. Die breite hölzerne Lesetreppe mit vielfältigen Sitzgelegenheiten dient der Leseförderung und ist u.a. für Vorlesepausen und Autorenlesungen vorgesehen. Die neue Aula mit ihren mobilen Beleuchtungs- und Bühnenelementen kann multifunktional genutzt werden – als Unterrichtsfläche für Musik und darstellendes Spiel, für Konzerte, Vorträge und Versammlungen. Die pädagogischen Räume der Sophienschule sind in Clustern angeordnet: Klassen-, Differenzierungs- und Beratungsräume umgeben jeweils einen sogenannten Marktplatz. Es sind Orte für individualisiertes Lernen mit besonderen pädagogischen Materialien, mit Lese- und Arbeitsinseln. „Die multifunktionalen Räume und Flächen werden dem Anspruch moderner Pädagogik und Didaktik gerecht und ermöglichen exzellente Synergieeffekte im Unterrichts- und Ganztagsbereich“, so Haep.

      Das Einzugsgebiet der derzeit zweizügigen Grundschule mit rund 240 Kindern aus 30 Nationen erstreckt sich geografisch im Wesentlichen auf die Stadtteile Barmbek, Steilshoop und Bramfeld. Während der Bauphase sind die Vor- und Grundschule sowie die Kindertagesstätte in der etwa zwei Kilometer entfernt liegende ehemaligen Franz-von-Assisi-Schule am Lämmersieth untergebracht. Die Kindertagesstätte betreut derzeit 40 Kinder in einer Krippen- und einer Elementargruppe.

      „Wir legen heute nicht nur den ersten Grundstein fürs Lesen, Schreiben und Rechnen, wir legen zugleich auch einen Grundstein für christliche Werte, für Verantwortung und Nächstenliebe, für Respekt und Toleranz“, erklärte Schulleiterin Beatrice Lipschütz. „Die Kinder werden hier - von der Krippe bis zur vierten Klasse – prägende Jahre erleben. Und wir werden alles dafür tun, sie zu verantwortungsvollen und empathischen Menschen zu erziehen. Menschen, die unsere Gesellschaft mehr denn je braucht“, so Lipschütz.

      Die Gesamtinvestitionen für die Schule liegen bei ca. 25 Millionen Euro. Unterstützung erfährt das Erzbistum Hamburg als größter freier Schulträger von privater Seite: Mit einer Millionenspende beteiligt sich die Hamburger Familie Franke, die bereits in dritter Generation unternehmerisch tätig ist und ihre geschäftlichen und privaten Wurzeln in Barmbek-Uhlenhorst hat, an dem Zukunftsprojekt. „Die katholischen Schulen sind ein wichtiger Teil des Kirchenlebens in Hamburg und die Katholische Sophienschule ist ein wichtiger Teil von Barmbek-Süd. Meine Familie und ich sind froh, dazu beitragen zu können, damit diese Schule hier neu gebaut und somit auch von zukünftigen Generationen besucht werden kann“, erklärte Andreas Franke. Generalvikar Geißler unterstrich die besondere Bedeutung dieser Unterstützung für das katholische Schulwesen in der Millionenmetropole: „Wir haben hier eine einzigartige Kooperation zwischen einer mäzenatisch engagierten Familie und dem Erzbistum Hamburg als Schulträger. Das ist großartig und wegweisend – und wir hoffen sehr, dass wir diese Unterstützung auch bei zukünftigen Bauprojekten gewinnen können.“ Der Blick des Chefs der Bistumsverwaltung richtet sich nun u.a. auf die geplanten Neu- und Erweiterungsbauten auf dem Gelände der Katholischen Bonifatiusschule in Wilhelmsburg, die ebenfalls in 2024 starten werden.

    • Ökumenischer Kreuzweg Lübeck 2024 fragt „Was eint“? - 25.03.24

      Landtagspräsidentin Kristina Herbst gestaltet zweite Station

      Mehrere hundert Menschen werden am kommenden Karfreitag (29. März) in Lübeck wieder den ältesten Kreuzweg Deutschlands gehen und beten. Mit einem Holzkreuz ziehen die Gläubigen durch die Lübecker Altstadt und erinnern an fünf Stationen an das Leiden und Sterben von Jesus Christus. Start ist um 10 Uhr in der St. Jakobi-Kirche (Koberg), Ende auf dem Jerusalemsberg vor den Toren der Stadt.

      Der diesjährige Kreuzweg steht unter der Überschrift „Was eint“. An den fünf Stationen werden kurze Ansprachen gehalten von Erzbischof Dr. Stefan Heße, Kristina Herbst, Präsidentin des Schleswig-Holsteinischen Landtages, Marita Glöckner, Leitung der Lübecker Utkiek-Schule, dem Journalisten Matthias Baerens und der amtierenden EKD-Ratsvorsitzenden, Bischöfin Kirsten Fehrs.

      „Der Kreuzweg ist für mich ein wichtiges Zeichen, das den christlichen Glauben im Norden sichtbar macht. Wir erinnern uns an Jesu Leben, Leiden und Sterben und übertragen dies in die heutige Zeit. Das Kreuz und das leere Grab erinnern uns an den Triumph des Lebens über den Tod“, so Erzbischof Heße im Vorfeld des Kreuzweges.

      Bischöfin Kirsten Fehrs sagte ergänzend: „Durch das Tragen des Kreuzes und die Prozession empfinden wir das Leid Jesu nach und wie verlassen er sich damals auf seinem Weg gefühlt haben muss. Einsam, kriegserschüttert, hoffnungslos fühlen sich auch heute viele Menschen in unruhigen Zeiten. Deshalb ist es so wichtig, dass vom Kreuzweg die Botschaft von Zusammenhalt und Mitgefühl ausgeht.“

       

      Zum Thema „Lübecker Kreuzweg“:

      Kirchenhistoriker halten ihn für den ersten deutschen Kreuzweg: 
      Der Weg von der Jakobi-Kirche zum Jerusalemsberg ist mit 1.650 Metern exakt so lang wie die „Via dolorosa“ in Jerusalem. Diesen Weg soll Jesus nach seiner Verurteilung durch Pontius Pilatus bis zum Ort der Kreuzigung gegangen sein.

      Hinrich Konstin war im 15. Jahrhundert ein angesehener Kaufmann und Ratsherr der blühenden Hansestadt Lübeck. Für sein Seelenheil hatte er eine Pilgerreise nach Jerusalem unternommen. Den Lübschen Sagen nach soll er sehr jähzornig gewesen sein und seiner Frau „großes Herzeleid“ angetan haben. Er starb 1482 kinderlos und verfügte in seinem Testament, dass von seinem Vermögen ein Kreuzweg gebaut werden sollte.

      Noch heute erinnern „Konstinkai“ und „Konstinstraße“ an den Stifter.

      Der Kreuzweg beginnt an einem Relief der evangelischen Jakobi-Kirche. „Hir beginet de crucedracht Christi bute de borchdare to Jherusale“ (Hier beginnt die Kreuztragung Christi durch das Burgtor zum Jerusalemsberg).

      Vor den Stadtmauern hatte Konstin den Jerusalemsberg aufschütten lassen. Hier an der Konstinstraße sieht man heute neben dem Brahms-Institut einen rund vier Meter hohen Hügel. Ursprünglich muss er höher gewesen sein, denn die Franzosen hatten während ihrer Belagerung 1813 einen Teil abgetragen. 17 stattliche Eichen umrahmen das Denkmal mit der Kreuzigung Jesu.

      Seit Anfang der 2000er Jahre (vermutlich 2003/4) gehen an die 800 Gläubige diesen Kreuzweg wieder regelmäßig an jedem Karfreitag um 10 Uhr.

    • Erzbischof Heße feiert Gottesdienste am Beginn der Karwoche - 21.03.24

      Der Palmsonntag erinnert an den Einzug Jesu in Jerusalem

      Am Palmsonntag, 24. März, beginnt die Karwoche oder Heilige Woche, in der die Christen an das Leiden und Sterben Jesu erinnern. Der Gottesdienst dieses Tages steht im Zeichen des Einzugs Jesu in Jerusalem.

      Erzbischof Stefan Heße feiert um 10 Uhr ein Pontifikalamt im Hamburger St. Marien-Dom. Im Gottesdienst wird die Passion, der Bericht vom Leiden und Sterben Jesu, gelesen.

      Am Montag, 25. März, feiert Erzbischof Heße um 10.30 Uhr zusammen mit Priestern, Diakonen und Gläubigen aus Hamburg, Mecklenburg und Schleswig-Holstein die Chrisammesse. In dem Gottesdienst im St. Marien-Dom werden die heiligen Öle geweiht, die während des Jahres bei der Spendung der Sakramente in den katholischen Gemeinden verwendet werden.

      Das Chrisam, eine Mischung aus Olivenöl, Balsam, Vanilleextrakt, Zimtöl und Myrrhe ist ein Sinnbild für die vom Geist Gottes ausgehende geistliche Kraft. Es wird bei jeder Taufe und Firmung, bei der Priesterweihe und auch bei der Weihe von Altären und Kirchen verwendet.


      Stichwort: Palmsonntag

      Nach dem Bericht der vier Evangelien ist Jesus vor seinem Leiden und Sterben feierlich in Jerusalem eingezogen. Die Menschen jubelten ihm zu, breiteten ihre Kleider auf dem Weg aus und streuten grüne Zweige. Daran erinnert der Palmsonntag eine Woche vor Ostern.

      Um 600 setzte sich der Brauch durch, das Einzugsgeschehen dramaturgisch nachzuahmen. Im Mittelalter ritt ein Christus-Darsteller auf einem hölzernen Esel in der Prozession mit.

      Heute beginnt die Liturgie des Palmsonntags mit der Palmweihe außerhalb der Kirche. Nach der Segnung der Palmzweige zieht die Gemeinde in einer Prozession in die Kirche ein. Im Gottesdienst wird die „Passion“, der Bericht vom Leiden und Sterben Jesu, gelesen.

      Es ist ein katholischer Brauch, die Palm-, Oliven- oder Buchsbaumzweige zuhause als segenbringendes Zeichen am Kreuz zu befestigen. Zur Tradition des Palmsonntags gehören auch die Palmstöcke der Kinder: Stöcke werden mit Buchsbaumzweigen und Süßigkeiten geschmückt und mit farbigen Schleifen und Papierkrausen verziert.

    • Heße: „Sind wir nicht alle Kinder Gottes?“ - 11.03.24

      Der Hamburger Erzbischof Stefan Heße hat den islamischen Gemeinschaften in Hamburg und Schleswig-Holstein seine guten Wünsche zum Beginn des Fastenmonats Ramadan übermittelt. Angesichts der aktuellen Krisen betont Heße in seinem Schreiben die Verantwortung, „die uns als Religionsgemeinschaften für ein gutes, respektvolles Miteinander und für die friedliche Weiterentwicklung unserer Gesellschaft zukommt“.

      Seit dem Terrorangriff der Hamas am 7. Oktober hätten nicht nur antisemitische Vorfälle, sondern auch der antimuslimische Rassismus in Deutschland drastisch zugenommen. „Sowohl das eine wie das andere verurteilen wir aufs Schärfste“, schreibt der Erzbischof und erinnert an die Stellungnahme der katholischen Bischöfe gegen „einen rechtspopulistischen oder sogar rechtsextremen Ungeist des völkischen Denkens“.

      „Mir scheint es in dieser Zeit umso wichtiger, dass wir nicht allein an unserer Religion Freude haben, sondern dafür Sorge tragen, dass diese nicht dazu genutzt wird, Menschen gegeneinander aufzustacheln, sondern zusammenzuführen. Sind wir nicht alle Kinder Gottes und wer, wenn nicht wir, müssen das immer wieder in Erinnerung rufen?“ schreibt Heße am Ende seines Briefes.

    • Anmeldezahlen Schuljahr 2024/25: Steigende Schülerzahlen an Hamburgs katholischen Gymnasien - 27.02.24

      Gesamtschülerzahl liegt bei 6.208
      Schulbauinvestitionen in Billstedt, Barmbek und Wilhelmsburg


      Katholische Gymnasien in Hamburg verzeichnen einen deutlichen Anstieg der Schülerzahlen für das kommende Schuljahr 2024/25. Spitzenreiter bei den weiterführenden Schulen sind die Sankt-Ansgar-Schule und die Sophie-Barat-Schule mit einem Plus von. 41,3% bzw. 36% bei den neuen Fünftklässlern. Ein deutliches Plus verzeichnet das Erzbistum Hamburg als größter Privatschulträger der Stadt auch bei den beginnenden Erstklässlern in Eimsbüttel (48,4%), Wilhelmsburg (22%) und Blankenese (11,3%).

      Insgesamt werden im kommenden Schuljahr voraussichtlich 6.208 Schülerinnen und Schüler eine katholische Schule in der Hansestadt besuchen. Im Vergleich zum Vorjahr sinkt die Gesamtzahl zwar leicht um 35 Kinder und Jugendliche (-0,56%, 2023/24: 6.243) – allerdings wegen bereits auslaufender Schulstandorte. „Es ist uns gelungen, trotz des laufenden Abbaus des Niels-Stensen-Gymnasiums sowie des Stadtteilschulzweiges der Katholischen Schule Harburg den damit einhergehenden Verlust von mehr als 100 Schülerinnen und Schülern durch Anmeldezuwächse annähernd auszugleichen. Das ist ein überaus positives Zeichen für die Gesamtentwicklung“, erklärt Dr. Christopher Haep, Leiter der Abteilung Schule und Hochschule im Erzbistum Hamburg. „Wir sind bei der umfassenden Erneuerung unseres katholischen Schulsystems auf einem guten Weg“, so Haep.

      3.731 Jungen und Mädchen besuchen eine von 13 Vor- und Grundschul-Standorten im Hamburger Stadtgebiet (2023/24: 3.750). Die geringere Gesamtzahl (-19 Schüler) ergibt sich durch zukünftige Schülerfrequenzsenkungen u.a. in den Grundschulklassen der Wilhelmsburger Bonifatiusschule und der Billstedter St. Paulus-Schule, die die Lernqualität weiter steigern sollen. Zu den größten Grundschulen zählen die Katholische Schule Bergedorf (466 Vor- und Grundschüler), die Katholische Schule Farmsen (421) sowie die Katharina-von-Siena-Schule in Langenhorn (382). Besondere Anmeldezuwächse bei den Erstklässlern im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen die Katholische Schule Am Weiher (+15 Schüler, +48,4%), die Katholische Bonifatiusschule Wilhelmsburg (+13 Schüler, +22%), die Katholische Schule Blankenese (+ 6 Schüler, + 11,3%) und die Katholische Schule Bergdorf (+8 Schüler, +8,3%).

      Mit insgesamt 1.654 Schülern (2023/24: 1.614) und somit einem Plus von 40 Schülern werden die katholischen Gymnasien in das neue Schuljahr starten. Große Zuwächse gab es vor allem bei den Fünftklässler-Anmeldungen: Dort steigerte sich die jesuitisch geprägte Sankt-Ansgar-Schule um 33 Schüler von derzeit 80 auf zukünftig 113 Schüler – ein Plus von 41,3%. Die Sophie-Barat-Schule steigerte die Anmeldezahlen für die fünften Klassen um 36 Schüler auf zukünftig insgesamt 136 Jungen und Mädchen (2023/24: 100) – ein Plus von 36%. Insgesamt besuchen 863 Schüler (2023/24: 829) die Sophie-Barat-Schule, 729 Schüler (2023/24: 692) die Sankt-Ansgar-Schule und 62 Schüler (2023/24: 93) die letzten Jahrgänge des im Sommer 2025 auslaufenden Niels-Stensen-Gymnasiums.

      823 Schüler (2023/24: 879) besuchen in Hamburg zukünftig eine katholische Stadtteilschule bzw. einen katholischen Stadtteilschulzweig, die an den katholischen Gymnasien zuhause sind: Stadtteilschuloberstufe an der Sankt-Ansgar-Schule (64 Schüler), Stadtteilschuloberstufe an der Sophie-Barat-Schule (68 Schüler) sowie Stadtteilschuloberstufe am Niels-Stensen-Gymnasium (44 Schüler). Die geringere Gesamtschülerzahl dieser Schulform ergibt sich durch die erfolgte Aufgabe von Stadtteilschulen in den vergangenen Jahren und durch den noch laufenden Abbau des Stadtteilschulzweigs der Katholischen Schule Harburg.

      Mit 306 Schülern hat die Katholische Schule St. Paulus in Billstedt den größten Stadtteilschulzweig im katholischen Schulsystem, gefolgt von der Katholischen Bonifatiusschule in Wilhelmsburg (299 Schüler). „Unsere Stadtteilschulen in Wilhelmsburg und in Billstedt erfreuen sich seit Jahren großer Beliebtheit. Deswegen ist es richtig, an diesen beiden Standorten fokussiert und nachhaltig zu investieren“, begründet Dr. Christopher Haep die laufenden Bauinvestitionen in ein Fachunterrichtsgebäude in Billstedt sowie die Neubauplanungen für ein weiteres Unterrichtsgebäude und in eine neue Sporthalle auf dem Schulgelände an der Bonifatiusstraße in Wilhelmsburg.

      An der Katholischen Schule Harburg läuft hingegen der Stadtteilschulzweig im Sommer 2025 aus. „Wir werden die traditionsreiche Schule dann als Grundschule auf dem Campus des heutigen Niels-Stensen-Gymnasiums weiterentwickeln – mit ganz neuen räumlichen sowie pädagogischen Möglichkeiten“, skizziert Haep die Zukunftspläne des Erzbistums Hamburg. „Im Sommer 2025 geht’s für die neue KSH dann auf dem Schulgelände an der Alten Feuerwache weiter“, so Haep.

      Und die Schulentwicklung des Erzbistums Hamburg nimmt auch in Barmbek konkrete Formen an.
      So steht dort die Grundsteinlegung für eine moderne dreizügige Vor- und Grundschule – in unmittelbarer Nachbarschaft zum Mesterkamp-Quartier – unmittelbar bevor. Der ca. 5.000 m² große Neubau der Sophienschule wird neben einer Sporthalle, einer Aula und Mensa auch ein grünes Klassenzimmer, einen Raum der Stille und einen Kindergarten beinhalten. Die voraussichtlichen Gesamtinvestitionen liegen bei mehr als 25 Millionen Euro. Mit einer Millionenspende beteiligt sich die Hamburger Familie Franke, die ihre geschäftlichen und privaten Wurzeln in Barmbek-Uhlenhorst hat, an diesem Zukunftsprojekt. „Die Unterstützung durch Mäzene und die Kooperationen sind für uns als Privatschulträger ein wesentlicher Baustein für die zukünftige Entwicklung und nachhaltige Absicherung des katholischen Schulsystems“, erklärt Haep. So sei beispielsweise auch die Sanierung und Neugestaltung des Themenhauses an der Katholischen Schule St. Paulus in Billstedt durch großzügige Förderungen – u.a. durch die Ingeborg-Gross-Stiftung sowie die Swisslife-Stiftung für Chancenreichtum und Zukunft – ermöglicht worden. 

      Schülerinnen und Schüler an den katholischen Schulen spiegeln die Internationalität der Millionenmetropole wider: Im laufenden Schuljahr werden Kinder und Jugendliche aus insgesamt 78 Nationen unterrichtet. „Der kulturelle Reichtum an den katholischen Schulstandorten ist nicht nur ein großartiger Schatz für die Schulgemeinschaften und jeden einzelnen Schüler, sondern zugleich für unsere ganze Stadt. Das ist gelebte Integration, die unsere Gesellschaft gerade in diesen schwierigen Zeiten besonders braucht – in einer Zeit, die durch Hass, Fremdenfeindlichkeit und Populismus gekennzeichnet ist. Dem stellen wir uns mit einer verstärkten Demokratiebildung und einer Werteerziehung auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes entgegen. Tag für Tag neu“, erklärt Dr. Christopher Haep.

      Mit durchschnittlich 57 % stellen die katholischen Schülerinnen und Schüler die mit Abstand größte konfessionelle Gruppe dar. 20 % aller Kinder und Jugendlichen sind evangelisch, 23 % gehören einer anderen oder keiner Konfession an.

    • Am Aschermittwoch beginnt die 40-tägige Fastenzeit - 13.02.24

      Mit dem Aschermittwoch beginnt am 14. Februar die Fastenzeit vor Ostern. Im Hamburger St. Marien-Dom werden an diesem Tag Gottesdienste um 12.30 Uhr mit Erzbischof Stefan Heße und 18.15 Uhr mit Pfarrer Thorsten Wolfgang Weber gefeiert.

      Üblich ist es, dass katholische Christen sich an diesem Tag mit Asche ein Kreuz auf die Stirn zeichnen lassen. Es ist ein Symbol für die Vergänglichkeit des Lebens.

      Der Asche-Ritus ist seit dem 11. Jahrhundert belegt. Die geweihte Asche stammt von verbrannten Palmzweigen. Neben Karfreitag ist Aschermittwoch der einzige strenge Fastentag in der katholischen Kirche. Die Gläubigen sollen sich an diesen Tagen nur einmal satt essen und auf Fleischspeisen verzichten.

      In der Fastenzeit, auch „Österliche Bußzeit“ genannt, sollen Christen ihr Leben überprüfen und neu am Evangelium ausrichten. Viele verzichten dabei auf bestimmte Genussmittel oder Konsumgewohnheiten. Wichtige Elemente der Fastenzeit sind in der kirchlichen Tradition neben dem Fasten das Gebet und die Unterstützung bedürftiger Menschen. In diese Zeit fällt deshalb etwa die Spendenaktion Misereor, die 1958 als Beitrag der deutschen Katholiken zur Entwicklungshilfe gegründet wurde.

    • Erzbischof Stefan Heße unterstützt „Hamburg steht auf!“ - 16.01.24

      Der Hamburger Erzbischof Stefan Heße unterstützt die Kundgebung „Hamburg steht auf!“ gegen Rechtsextremismus am Freitagnachmittag (19. Januar) auf dem Hamburger Rathausmarkt. In einer Stellungnahme erklärte der Erzbischof:

      „Die Vorbereitung rechtsextremer Umsturz- und Vertreibungspläne in unserem Land hat ein bedrohliches Ausmaß erreicht. Was AfD-Politiker und weitere Rechtsextremisten mit dem verharmlosenden Schlagwort ‚Remigration‘ versehen, ist letztlich nichts anderes als ein zutiefst menschenverachtender und verstörender Plan zur systematischen Diskriminierung, massenhaften Ausweisung und Deportation von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte. Die neue Enthüllung scheint nur die Spitze des Eisbergs zu sein und lässt Parallelen zu den dunkelsten Zeiten unserer Geschichte erkennen. In bestimmten Kreisen gibt es bereits seit Längerem das Bestreben, rassistische Ressentiments und eine offene Verachtung der Menschenrechte salonfähig zu machen. Ideologische Allianzen zwischen rechtsextremen und vermeintlich bürgerlichen Milieus sind brandgefährlich. Als Kirche stellen wir uns solchen Tendenzen mit Entschiedenheit entgegen. Unser Platz ist an der Seite aller, die aufgrund ihrer Herkunft Anfeindungen erfahren. Es gilt, die Würde eines jeden Menschen zu verteidigen.“

    • Ökumenischer Gottesdienst zum Auftakt eines Corona-Symposiums - 15.01.24

      Am 19.1.2024 um 10 Uhr laden die Nordkirche und das Erzbistum Hamburg zu einem öffentlichen Gottesdienst zum Andenken an die Leidtragenden der Corona-Pandemie in die Pauluskirche in Kiel ein. Interessierte sind herzlich zum Besuch des Gottesdienstes eingeladen.

      Von einem Tag auf den anderen wurde 2020 das Leben der Menschen von der Corona-Pandemie bestimmt. Viele sind in den folgenden Monaten und Jahren erkrankt und gerieten in seelische oder existentielle Not, viele Verstorbene waren zu beklagen – und viele Menschen konnten sich nicht angemessen von verstorbenen Angehörigen, Freundinnen und Freunden verabschieden.

      Den Auftakt eines Corona-Symposiums des Schleswig-Holsteinischen Landtages und der Landesregierung bildet daher ein Ökumenischer Gottesdienst, den Erzbischof Dr. Stefan Heße (Erzbistum Hamburg) und Bischöfin Nora Steen (Sprengel Schleswig und Holstein der Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland) am 19.1.2024 um 10 Uhr in der Kieler Pauluskirche
      (Niemannsweg 16) feiern werden. Der Gottesdienst steht unter der Überschrift: "Anker für die Seele: Gedenken - Gefühle - Hoffnung". Dieser Teil des Symposiums ist einem würdigen Gedenken und Andenken gewidmet und bringt neben der Trauer und Unsicherheit auch das Aufatmen und die Hoffnung zur Sprache.

      Neben den Genannten werden Pastor Martin Haasler, Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Schleswig-Holstein (ACK-SH), sowie einzelne Vertreterinnen und Vertreter aus verschiedenen beruflichen und gesellschaftlichen Gruppierungen den Gottesdienst mitgestalten und in Statements oder Fürbitten auf die Sorgen, Belastungen und Hoffnungen der betroffenen Personen eingehen. Zu den Mitwirkenden zählen zudem Rabbiner Isak Aasvestad (Landesrabbiner des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden von Schleswig-Holstein) und Fatih Mutlu (Vorsitzender der Islamischen Religionsgemeinschaft Schleswig-Holstein e.V. SCHURA).

    • Weihbischof Eberlein segnet Wohnungsneubau in Rothenburgsort - 12.01.24

      Weihbischof Horst Eberlein segnet am Dienstag, 16. Januar, einen Wohnungsneubau im Hamburger Stadtteil Rothenburgsort. Neben der katholischen St. Erich-Kirche (Billhorner Röhrendamm 151) hat das Erzbistum Hamburg ein nachhaltiges Wohngebäude mit 52 Mietwohnungen im „KfW Energieeffizienzhaus-Standard 55“ und einer Gesamtwohnfläche von etwa 4.480 Quadratmetern errichtet. 30 Prozent der Wohnfläche sind als sozialer Wohnungsbau hergestellt. Acht Wohnungen sind barrierefrei. Die Wohnungsgrößen richten sich gezielt an Familien.

      Das Bauvorhaben wurde vom Hamburger Architekturbüro Quente Schwartz geplant und vom Generalunternehmer HOCHTIEF errichtet.

    • Hamburger Sternsingerinnen auf dem Weg zu Bundeskanzler Olaf Scholz - 05.01.24

      Vier Schülerinnen der Katholischen Grundschule Hammer Kirche aus Hamburg-Hamm vertreten am kommenden Montag, 8. Januar 2024, das Erzbistum Hamburg beim Sternsinger-Empfang von Bundeskanzler Olaf Scholz in Berlin. Die Grundschülerinnen Amelja, Julia, Aurelia und Valentina sowie GBS-Leiterin Silvia Fastner hatten sich im Vorfeld der 66. Aktion Dreikönigssingen für die Teilnahme beworben - und bei der Ziehung der Gewinner aus den 27 Bistümern das nötige Losglück.

      „Seht Ihr unseren Stern dort stehen, helles Licht in dunkler Nacht“, so erklang es bereits heute aus zahlreichen Mündern von Kindern der Katholischen Grundschule. Zur Vorbereitung der Aktion hatten sich die Mädchen und Jungen in der benachbarten Gemeindekirche getroffen. Sie probierten die königlichen Kleider an, setzten die goldenen Kronen auf, übten den Segensspruch und die Lieder – und wurden zuletzt selbst für die vor ihnen stehende Aufgabe von Franziskanerpater Gregor gesegnet. „Es ist eine großartige und traditionsreiche Solidaritätsaktion, die die Kinder mit ganz viel Freude unterstützen“, resümierte Leiterin Silvia Fastner nach der erfolgreichen Probe. Mit insgesamt 12 Kindern geht sie in diesem Jahr in Hamm an den Start. Das Sternsingen ist die weltweit größte Spendensammelaktion von Kindern für Kinder. „Ich mag es, anderen zu helfen, damit sie besser leben können. Und dass wir den Segen zu den Menschen bringen“, erklärte Amelja ihr Mitmachen, und Julia ergänzte: „Senioren hatten sogar schon mal Tränen in den Augen, als wir für sie gesungen haben.“ Am Samstag könnte es wieder dazu kommen. Denn dann sind die Schülerinnen und Schüler der Katholischen Schule Hammer Kirche in mehreren Seniorenheimen unterwegs, um Spenden zu sammeln und den Segen an die Türpfosten zu schreiben.

      Am Sonntag begibt sich Silvia Fastner, die die Sternsingeraktion seit nunmehr 25 Jahren betreut, dann mit ihren vier ausgewählten Grundschülerinnen auf die Reise nach Berlin. Bundeskanzler Olaf Scholz begrüßt am Montag zum dritten Mal in seiner Amtszeit die Sternsinger. 108 Königinnen und Könige aus allen 27 deutschen Diözesen sind traditionell dabei. Doch der Kanzler allein ist gar nicht das Highlight für die 61jährige. „Es ist natürlich nett, dass der Kanzler da ist. Aber das Wichtigste ist eigentlich das Zusammentreffen mit Hunderten Sternsingern aus ganz Deutschland“, sagte Fastner. Und die Kinder nickten zustimmend mit den Köpfen.

      Seit 1984 bringen die Sternsinger ihren Segen „Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus“ ins Bundeskanzleramt. „Gemeinsam für unsere Erde – in Amazonien und weltweit“ lautet das Motto der 66. Aktion Dreikönigssingen. Dabei machen die Sternsinger diesmal deutlich, wie wichtig der Schutz von Umwelt und Kulturen weltweit ist. Die Beispielregion ist Amazonien.

      Etwa 2.000 Kinder ziehen in den ersten Januartagen als „Heilige Drei Könige“ verkleidet durch Hamburg, Mecklenburg und Schleswig-Holstein. Im Rahmen der Sternsingeraktion schreiben sie den Segenswunsch „20­C+M+B+24“ mit Kreide an die Haustüren und bitten um eine Spende für die Kinder in den armen Ländern der Erde. Im Erzbistum Hamburg sammelten die Sternsinger im Jahr 2023 rund 352.000 Euro. 2022 waren es 312.000 Euro. Die Sternsingeraktion findet im Jahr 2024 zum 66. Mal statt. Bundesweite Träger sind das Kindermissionswerk Die Sternsinger und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).

       

    • Sternsinger bringen Segen ins Schweriner Schloss und die Staatskanzlei - 04.01.24

      Sternsinger werden Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und Landtagspräsidentin Birgit Hesse besuchen. Landtagspräsidentin Hesse empfängt am Freitag (5. Januar 2024) Sternsinger aus Vorpommern und Schwerin und Ministerpräsidentin Schwesig am Montag (8. Januar 2024) zehn Kinder aus Wismar und Neukloster, der katholischen Pfarrei St. Laurentius.

      In den Tagen um das kirchliche Dreikönigsfest (6. Januar) ziehen etwa 1.000 Kinder als „Heilige Drei Könige“ verkleidet durch die katholischen Gemeinden Mecklenburg-Vorpommerns. Mit dabei haben sie den Segen „20+C+M+B+24“ (Christus Mansionem Benedicat = Christus segne dieses Haus), der in die Häuser gebracht wird. Die Kinder bitten dabei um eine Spende für Kinderprojekte.

      Die Aktion Dreikönigssingen ist die größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder weltweit. Seit Beginn im Jahr 1959 haben die Sternsinger mehr als eine Milliarde Euro gesammelt. Bei der 66. Sternsingeraktion steht in diesem Jahr das Thema „Gemeinsam für unsere Erde – in Amazonien und weltweit“ im Mittelpunkt.

      Die Aktion wird getragen vom Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Jährlich können mit den gesammelten Spenden mehr als 1.500 Projekte für Not leidende Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützt werden.

      Insgesamt kamen bei der vergangenen Sternsingeraktion am Anfang 2023 bundesweit rund 45,5 Millionen Euro zusammen. In Mecklenburg-Vorpommern sammelten Kinder aus 37 Kirchengemeinden oder Gruppen mehr als 124.000 Euro (133.000 Euro im Vorjahr).

  • 2023
    • Sternsinger werben für Schutz von Umwelt und Kulturen - 29.12.23

      Etwa 2.000 Kinder ziehen in den ersten Januartagen als „Heilige Drei Könige“ verkleidet durch die katholischen Gemeinden in Hamburg, Mecklenburg und Schleswig-Holstein. Im Rahmen der Sternsingeraktion schreiben sie den Segenswunsch „20­-C+M+B+24“ (Christus Mansionem Benedicat = Christus segne dieses Haus) mit Kreide an die Haustüren und bitten um eine Spende für die Kinder in den armen Ländern der Erde. Im Erzbistum Hamburg sammelten die Sternsinger im Jahr 2023 rund 352.000 Euro. 2022 waren es 312.000 Euro.

      Die Sternsingeraktion findet im Jahr 2024 zum 66. Mal statt. „Gemeinsam für unsere Erde – in Amazonien und weltweit“ lautet das Motto der Aktion. Dabei machen die Sternsinger deutlich, wie wichtig der Schutz von Umwelt und Kulturen weltweit ist. Seit dem Start der Aktion 1959 kamen beim Dreikönigssingen insgesamt rund 1,31 Milliarden Euro zusammen, mit denen Projekte für benachteiligte und Not leidende Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa gefördert wurden. Mit den Mitteln aus der weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder werden Projekte in den Bereichen Bildung, Ernährung, Gesundheit, Kinderschutz, Nothilfe, pastorale Aufgaben und soziale Integration unterstützt.

      Bundesweite Träger sind das Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).

    • Erzbischof Heße predigt zum Jahreswechsel - 28.12.23

      Erzbischof Stefan Heße feiert am Silvesterabend um 18.15 Uhr im Hamburger St. Marien-Dom eine heilige Messe zum Jahresschluss. In dem Gottesdienst hält er auch die Predigt.

      Um 20.30 Uhr beginnt dann ein Silvesterkonzert „Mit Pauken und Trompeten“: Das Trompetentrio BoLeRo, Frithjof Koch (Pauken) und Christian Weiherer (Orgel) gestalten das Konzert. Der Eintritt zum Konzert kostet fünfzehn Euro (ermäßigt acht Euro).

      Am Neujahrstag werden im St. Marien-Dom Gottesdienste um 10 Uhr und um 18.15 Uhr gefeiert.

    • Anfang Januar 2024: Hamburger Sternsingerinnen beim Bundeskanzler - 19.12.23

      Vier Mädchen der Katholischen Grundschule Hammer Kirche aus Hamburg-Hamm vertreten Anfang Januar das Erzbistum Hamburg beim Sternsinger-Empfang von Bundeskanzler Olaf Scholz in Berlin. Die Grundschülerinnen Amelja, Julia, Aurelia und Valentina sowie GBS-Leiterin Silvia Fastner hatten sich im Vorfeld der 66. Aktion Dreikönigssingen für die Teilnahme beworben - und bei der Ziehung der Gewinner aus den 27 Bistümern das nötige Losglück.

      Bundeskanzler Olaf Scholz begrüßt zum dritten Mal in seiner Amtszeit die Sternsinger. 108 Königinnen und Könige aus allen 27 deutschen Diözesen sind traditionell dabei. Seit 1984 bringen die Sternsinger ihren Segen „Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus“ ins Bundeskanzleramt. Aus allen Himmelsrichtungen reisen sie in ihren prächtigen Gewändern, mit ihren goldenen Sternen und glänzenden Kronen in die Bundeshauptstadt. „Gemeinsam für unsere Erde – in Amazonien und weltweit“ lautet das Motto der 66. Aktion Dreikönigssingen. Dabei machen die Sternsinger deutlich, wie wichtig der Schutz von Umwelt und Kulturen weltweit ist. Die Beispielregion ist Amazonien. Bundesweit eröffnet wird die Aktion Dreikönigssingen am Freitag, 29. Dezember, in Kempten (Allgäu).

      Seit dem Start der Aktion 1959 kamen beim Dreikönigssingen insgesamt rund 1,31 Milliarden Euro zusammen, mit denen Projekte für benachteiligte und Not leidende Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa gefördert wurden. Mit den Mitteln aus der weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder werden Projekte in den Bereichen Bildung, Ernährung, Gesundheit, Kinderschutz, Nothilfe, pastorale Aufgaben und soziale Integration unterstützt. Bundesweite Träger sind das Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).

    • Erzbischof Heße: „Fiducia Supplicans“ ist ein Weihnachtsgeschenk - 18.12.23

      Der Hamburger Erzbischof Stefan Heße hat die vatikanische Erklärung „Fiducia supplicans“ begrüßt. „Sie ist ein Ausdruck des Respekts vor der Lebenswirklichkeit und der Lebensentscheidung von Menschen, die füreinander da sein wollen. Und sie gibt uns die Möglichkeit zu segnen, ohne etwas zu verlangen“, sagte Heße am Montag, 18. Dezember, in Hamburg. Die Erklärung sei für ihn ein „richtiges Weihnachtsgeschenk“.

    • Weihnachten im Dom - 18.12.23

      Im Hamburger St. Marien-Dom (Am Mariendom 1, Hamburg-St. Georg) beginnen die weihnachtlichen Gottesdienste am 24. Dezember, dem Heiligen Abend, um 15 Uhr mit einer Krippenfeier. Um 17 Uhr wird ein Feierliches Amt zum Heiligen Abend gefeiert. Um 21 Uhr feiert die kroatische Gemeinde die Christmette. Um 23 Uhr beginnt die Christmette mit Erzbischof Stefan Heße.

      Am 25. Dezember, dem Ersten Weihnachtstag, feiert Erzbischof Stefan Heße um 10 Uhr ein Pontifikalamt. Die portugiesische Gemeinde feiert um 12 Uhr ihren Weihnachtsgottesdienst und um 15 Uhr beginnt der weihnachtliche Gottesdienst der kroatischen Gemeinde. Um 18.15 Uhr wird eine Abendmesse gefeiert.

      Am 26. Dezember, dem Zweiten Weihnachtstag, sind die Heiligen Messen um 8.30 Uhr, 10 Uhr und um 18.15 Uhr. Um 15 Uhr feiert die kroatische Gemeinde eine heilige Messe.

      Um 12 Uhr beginnt im Dom eine Weihnachtsmatinée mit Christian Weiherer (Orgel) und Ulrich Cordes (Tenor). Auf dem Programm stehen Werke von Dubois, Adam, Cornelius und Dupré (Eintritt zehn Euro, ermäßigt sieben Euro).

    • Bootstaufe und Segnung in Kiel - 15.12.23

      Schleswig-Holsteins Innenstaatssekretärin Magdalena Finke hat am Donnerstag (14. Dezember 2023) das erste von insgesamt drei neuen Streifenbooten der Wasserschutzpolizei auf den Namen „Seestern“ getauft. Im Anschluss daran haben der katholische Polizeiseelsorger Manfred Pleus und sein evangelischer Kollege Pastor Christian Kiesbye das Boot gesegnet.

      In einer kurzen Feier wurde passend zum Thema „Wasser“ die Bibelstelle „Sturm auf dem See“ vorgelesen und das Boot mit Weihwasser gesegnet. „Mögen die Menschen an Bord dieses Polizeibootes sich immer neu an den erinnern, der unserem Leben halt und Grund und Sinn schenkt“, so die Polizeiseelsorger.

      „Das neue Standardstreifenboot bietet alles, damit die Einsatzräume an 24 Stunden und 7 Tagen die Woche geschützt werden. Und damit können wir mit guten Aussichten die in die Jahre gekommenen Streifenboote austauschen. Der neue Bootstyp lässt sich im Küstenmeer, in küstennahen Gewässern und in Häfen und Binnenwasserstraßen einsetzen und ist außergewöhnlich anwenderfreundlich. Vor allem, weil auf gute Fahreigenschaften und auf die Einsatztauglichkeit bei nahezu allen Wetter- und Wellenlagen geachtet wurde“, sagte die Innenstaatssekretärin.

       

    • Erzbistum Hamburg: Planung mit Risiken - 06.12.23

      Der Wirtschaftsrat des Erzbistums Hamburg hat den Wirtschaftsplan für das Jahr 2024 beschlossen. Der Haushalt hat einen Umfang von 230 Millionen Euro (2023: 259 Millionen Euro). Der Plan weist ein positives operatives Ergebnis in Höhe von 6,9 Millionen Euro aus. Durch Investitionen in den Schulentwicklungsplan, Sielsanierungen in den Pfarreien und den Abbau des Instandsetzungsstaus bei den Verwaltungsgebäuden ergibt sich insgesamt ein geplantes Jahresdefizit von 19,9 Millionen Euro. Das Gesamtergebnis fällt damit deutlich positiver aus als in den Vorjahren, da durch die „Zinswende“ keine Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen mehr erforderlich sind.

      In den einzelnen Aufgabenfeldern geht der größte Teil der operativ verwendeten Mittel mit 49 Prozent in die pastorale Arbeit: entweder als Personalkosten oder als direkte Haushaltszuweisungen an Pfarreien, die kategoriale Seelsorge, die muttersprachlichen Gemeinden und Vereine und Verbände im Erzbistum Hamburg. 25 Prozent der Mittel fließen in den Bereich Schule und Hochschule, um den Betrieb der Schulstandorte in Hamburg, Rostock und Schwerin, den außerschulischen Religionsunterricht sowie die pastorale Arbeit im Hochschulbereich sicherzustellen. Weitere Kernbereiche sind die Unterstützung des Caritasverbandes, der Kindertagesstätten in den Pfarreien und der Bildungs- und Ordenshäuser. Haupteinnahmequelle ist mit 122,1 Millionen Euro die Kirchensteuer. Öffentliche Mittel sind mit 53,6 Millionen Euro eine weitere wichtige Einnahmeposition. Davon macht der staatliche Finanzierungsbeitrag für die katholischen Schulen in Hamburg den größten Teil aus.

      Verwaltungsdirektor Alexander Becker sagte: „Die größten Risiken für das Erzbistum im Jahr 2024 stellen die unsichere Kirchensteuerentwicklung und die anhaltenden Preissteigerungen dar. Die erwarteten hohen Tarifabschlüsse können zu höheren Kirchensteuereinnahmen führen, erhöhen aber auch die Personalkosten im Erzbistum.“

      Becker sieht als bleibende Herausforderungen die Umsetzung des Schulentwicklungsplans, die Beseitigung des Investitionsstaus im sonstigen Immobilienbestand und die Umsetzung der Vermögens- und Immobilienreform. „Dies erfordert ein ausgewogenes wirtschaftliches Handeln zwischen Investitionen und kaufmännischer Vorsicht“, so Becker.

      Dem Wirtschaftsrat des Erzbistums Hamburg gehören derzeit 31 stimmberechtigte Mitglieder an, die „in wirtschaftlichen Fragen erfahren sind“, so die Ordnung des Gremiums. Die meisten Mitglieder werden von den Pfarreien des Erzbistums Hamburg entsandt.

    • Schüler starten Nikolausaktion in Hamburg - 30.11.23

      Die Not wohnungsloser und bedürftiger Menschen ist riesig, gerade in Großstädten wie Hamburg. Mit der diesjährigen Nikolausaktion „Gutes tun – kann jeder“ wollen Hamburgs katholische Schulen daher gemeinsam mit dem Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken auf die Missstände in der Gesellschaft hinweisen und bedürftige Menschen in den Fokus stellen. „Nicht nur hier rund um den Hauptbahnhof sehen wir, dass Menschen ihre Grundbedürfnisse nicht oder nur schwer stillen können. Und das darf uns nicht egal sein“, erklärte Erzbischof Stefan Heße zum Start der bundesweiten Sozialaktion des Bonifatiuswerkes im Haus der Bahnhofsmission. Zahlreiche Initiativen in der Stadt – getragen von der Caritas, der Bahnhofsmission, von Kirchengemeinden, staatlichen oder privaten Initiatoren – seien inzwischen zu festen Anlaufstellen der Unterstützung geworden. „Sie geben ein Stück Würde zurück. Und sie ermöglichen Schritte, um aus dem Teufelskreis herauszukommen“, so Heße.

      Doch den Schülerinnen und Schülern der katholischen Schulen geht es in diesen Tagen um mehr: Sie wollen Begegnungen ermöglichen und ins Gespräch kommen. Dafür haben sie mit Unterstützung des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken knallrote Tüten mit Lebensmitteln, Pflegeprodukten und handgeschriebenen Karten gepackt. Bis zum 9. Dezember sind die Schülerinnen und Schüler der katholischen Grund- und weiterführenden Schulen nun in den Stadtteilen unterwegs, um Begegnungen zu ermöglichen. Denn genau darum geht es: ins Tun kommen. Ob beim Wohlfühlmorgen für Bedürftige, bei Klaras Suppenküche, bei Mittagstischen und gemeinsamen Adventsfeiern in Eimsbüttel, Harburg, Langenhorn und Winterhude, beim Duschbus in Altona, in Wohnunterkünften in Billstedt oder beim CariCare-Tagestreff in der City – es gibt viele herausragende Initiativen, die Unterstützung benötigen. „So wie der Heilige Nikolaus ein Herz für arme, benachteiligte und bedürftige Menschen gezeigt hat, so setzen wir mit dieser Aktion in Hamburg und ganz Deutschland ein wahrnehmbares Zeichen für diejenigen, die oftmals keine gesellschaftliche Anerkennung erfahren“, sagte Bonifatiuswerk-Generalsekretär Monsignore Georg Austen.

      Und der Startschuss in der Bahnhofsmission war bewusst gewählt. Denn gerade dorthin kommen Menschen mit den unterschiedlichsten Bedürfnissen. „Jede dieser Begegnungen ist einmalig und wertvoll – für den Nächsten in Not da zu sein, ohne zu wissen, wer es sein wird und was die Person bewegt. Gerade in diesen herausfordernden Zeiten muss eine gesellschaftliche Lösung gefunden werden, um den bedürftigen und wohnungslosen Menschen nachhaltig zu helfen“, verdeutlichte Axel Mangat, Leiter der Bahnhofsmission.

       Prominente Unterstützung erhielten die Schülerinnen und Schüler für Ihr Engagement von Fernsehmoderator Juri Tetzlaff, der die Veranstaltung moderierte und die Werte des Heiligen Nikolaus hervorhob: "Ich unterstütze die Nikolausaktion des Bonifatiuswerkes, weil es mir wichtig ist, Menschen in Not zu helfen. Ich will, dass die Adventszeit für alle eine schöne Zeit ist. Durch meine Geschäftsreisen bin ich viel in Großstädten und an Bahnhöfen unterwegs und sehe das Leid. Und das ist nur die ‚Spitze des Eisbergs‘. Ich will Menschen etwas Gutes tun, die – aus welchen Gründen auch immer – am Rande unserer Gesellschaft stehen. Der Heilige Nikolaus hat mit seinen guten Taten ein Zeichen für Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft gesetzt. Mit diesen Werten kann ich mich voll und ganz identifizieren und es ist mir wichtig, dass sie bei allem Weihnachtszauber nicht in Vergessenheit geraten."

      Mit der Nikolausaktion „Gutes tun – kann jeder“ lädt das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken Menschen dazu ein, selbst Gutes zu tun. Mit einer Förderung durch das Hilfswerk entstehen dieses Jahr rund um den Nikolaustag 76 „Orte guter Taten“ in ganz Deutschland – allein 15 davon in Hamburg: in den Stadtteilen der katholischen Schulen.

    • Verleihung der Missio canonica an 32 katholische Lehrkräfte durch Erzbischof Heße - 20.11.23

      Erzbischof Stefan Heße verlieh jetzt in einem feierlichen Gottesdienst insgesamt 32 katholischen Lehrkräften die Missio canonica – eine kirchliche Erlaubnis für die Erteilung katholischen Religionsunterrichts. Im Rahmen der Eucharistiefeier im Kleinen Michel überreichte Hamburgs Oberhirte die Sendungsurkunden an Religionskräfte aus Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg.

      Bereits am Nachmittag hatte er – gemeinsam mit Dr. Christopher Haep, Leiter der Abteilung Schule und Hochschule, sowie Friederike Mizdalski, Referatsleiterin Religionspädagogik – mit den Pädagoginnen und Pädagogen über die Herausforderungen des Religionsunterrichts und das persönliche Wirken gesprochen. Haep betonte den besonderen Wert der Sendung als Ermutigung und Vertrauenserklärung. „Ihr Beitrag zur Verwirklichung des kirchlichen Sendungsauftrages ist gesamtgesellschaftlich nicht nur bedeutend. Er ist unverzichtbar“, so Haep. Wegen des Bekenntnischarakters des Faches sei es notwendig, den Unterricht nicht nur in der Beobachterperspektive zu erteilen, sondern dies stets auch in der Teilnehmerperspektive zu tun. Im Sinne einer kritischen Loyalität gelte es sich gerade bei kontrovers diskutierten kirchlichen Themen im Unterricht theologisch begründet zu positionieren und so zu einer lebendigen Kirche beizutragen.

      Erzbischof Heße überreichte den Pädagoginnen und Pädagogen im anschließenden Gottesdienst ihre Urkunden und eine Kerze. Er erinnerte daran, dass der eigentlich Einladende und Sendende nicht er, sondern Christus selbst sei. „Christus ruft und sendet Sie. Ich bin nur der Mittelsmann“, erklärte Heße. Mit Blick auf die verteilten Kerzen ermunterte der Erzbischof dazu, „die jungen Menschen im richtigen Licht zu erkennen“, um ihnen Perspektiven zu eröffnen. „Geben sie den liebenswürdigen Blick bitte nie auf, denn dann können sich junge Menschen entwickeln, verändern und im Glauben wirklich reifen“, so Heße.

    • „Uns eint die Sorge um die Menschen“- Erzbischof Heße im Gespräch mit Generalkonsulinnen und Generalkonsuln - 19.11.23

      Zu einem Austausch im kleinen Kreis hat Erzbischof Dr. Stefan Heße die Generalkonsulinnen und Generalkonsuln aus Kroatien, Argentinien, der Ukraine, Portugal, Griechenland und aus Peru eingeladen. „Uns eint die Sorge um die Menschen, die hier bei uns im Norden eine zweite Heimat gefunden haben. Einige leben schon sehr lange hier, andere erst seit einigen Monaten. Für sie alle sind häufig die Kirchengemeinde und der Gottesdienst in der Muttersprache ein wichtiger Halt im Alltag. Gleichzeitig ist das heimatliche Konsulat für sie oftmals eine besondere Verbindungsstelle zwischen der Heimat und Norddeutschland“, schrieb Erzbischof Dr. Stefan Heße in der Einladung zu diesem Abend.

      Nach einer Andacht in der St. Ansgar-Kapelle kamen auch tagespolitische Fragen zur Sprache. Ferner berichtete der Erzbischof über seine Reisen nach Lesbos in Griechenland, wo er ein Lager für Geflüchtete besucht hat, und nach Lissabon zum Weltjugendtag.

    • Sankt-Ansgar-Schüler im Gespräch mit dem ehemaligen Obdachlosen Jan und Kinderbuchautorin Kirsten Boie - 17.11.23

      Das erste Aha-Erlebnis hatten die Fünftklässler der Sankt-Ansgar-Schule gleich am Anfang der Lesung mit Kinderbuchautorin Kirsten Boie aus ihrem Werk „Ein mittelschönes Leben“ – als sie der ehemalige Obdachlose Jan perfekt in sieben Fremdsprachen begrüßte. Und es waren genau diese überraschenden Erkenntnisse, die den besonderen Wert der vormittäglichen Veranstaltung im Haus der Bahnhofsmission für die 75 Jungen und Mädchen ausmachen sollte.

      Ruhig und konzentriert folgten die Ansgar-Schüler nicht nur den Schilderungen von Kirsten Boie aus ihrem berührenden Werk über den Weg eines Menschen in die Obdachlosigkeit, sondern vor allem den lebensnahen, authentischen Erzählungen des zweifachen Vaters und ehemaligen Schauspielers sowie Obdachlosen Jan. Ohne Umschweife nahm er die Kinder mit in seine damalige Welt, erklärte ihnen Nöte, Ängste und Enttäuschungen, aber verdeutlichte auch Hoffnungen, Hilfsangebote und genutzte Chancen, um sich selbst einen neuen Lebensweg eröffnen zu können. „Man sollte sich nicht immer auf andere, sondern auf sich selbst verlassen, um da wieder rauszukommen“, erklärte Jan, um anschließend von vergeblichen Versuchen zu berichten, wieder Fuß zu fassen in einem neuen Job. Als Taxifahrer hatte es in München nicht geklappt. Erst der Zeitungsverkauf des Hamburger Stadtmagazins Hintz & Kunzt habe ihm wichtige Hilfestellung und auch notwendige Einnahmen beschert.

      Tränen kommen ihm, als er von seiner Tochter berichtet. Als er der damaligen Studentin erstmals von seiner Situation berichtete, sei sie spontan zu ihm gekommen. „Fünf Tage und fünf Nächte hat sie mit mir auf der Straße gelebt. Das war Kraft durch Liebe für mich“, erzählte Jan – und konnte dabei nur schwer Tränen der Rührung zurückhalten. Berührt schienen auch die Fünftklässler, die wie gebannt an den Lippen des ehemaligen Obdachlosen hingen. „Ihr seid das neue Leben für mich“, dankte Jan den jungen Zuhörern. Hoffnungsvoll, ihre Sicht auf bedürftige Menschen auf der Straße verändert zu haben.

    • Erzbischof Heße: „In der Bilderflut braucht es Vorbilder“ - 10.11.23

      Heute (10. November) erinnert der Hamburger Erzbischof Stefan Heße an die vier Lübecker Geistlichen Johannes Prassek, Hermann Lange, Eduard Müller und Karl Friedrich Stellbrink, die vor 80 Jahren in Hamburg von den Nationalsozialisten ermordet wurden. „In einer Welt, die medial von Bildern überflutet ist, braucht es mehr denn je Vorbilder, an denen sich Menschen orientieren können“, sagte Heße. „Furchtlos für die Wahrheit und die Menschenwürde einzustehen bis zum Schluss, das ist das Lebenszeugnis, das uns diese vier Männer geben“, so der Erzbischof weiter.

      Erzbischof Heße legte am Morgen mit Schülerinnen und Schülern einen Kranz am Ort der Hinrichtung der vier Geistlichen nieder. Um 18 Uhr, der Todesstunde der Männer, feiert er den Gedenkgottesdienst in der Lübecker Propsteikirche Herz Jesu. Die Feiern im Erzbistum dauern an verschiedenen Wirkungsstätten der Märtyrer bis zum Sonntag an. Der Erzbischof kann deswegen nicht an der Sitzung des Synodalen Ausschusses in Essen teilnehmen.

    • Geißler: „Antisemitismus widerspricht dem christlichen Glauben fundamental“ - 08.11.23

      Katholiken haben nach den Worten des Hamburger Generalvikars Sascha-Philipp Geißler aus ihrem Glauben heraus die Aufgabe, Antisemitismus und Rassismus zu widersprechen und ihm entgegenzutreten. „Antisemitismus widerspricht dem christlichen Glauben fundamental“, so Geißler in einer heute (8. November) veröffentlichten Erklärung zur Reichspogromnacht am 9. November vor 85 Jahren. Er beklagte die steigende Zahl antisemitischer Übergriffe in Deutschland und widersprach der Behauptung, „dass das alles importierter Antisemitismus sei“.

      Geißler bedauerte auch das weitgehende Schweigen der katholischen Kirche zur Pogromnacht vor 85 Jahren. Zwar habe es einzelne mutige katholische Stimmen gegeben, aber von den deutschen Bischöfen habe es damals keinen offiziellen Protest gegeben. „Und das, obwohl die Rassenideologie und der Antisemitismus von ihnen und vom Papst als unvereinbar mit dem christlichen Glauben erkannt wurden“, so der Generalvikar.

      Die Erklärung von Generalvikar Pater Sascha-Philipp Geißler im Wortlaut:

      Ein Tag der Mahnung

      Vor 85 Jahren fand am 9. November die sogenannte „Reichskristallnacht“ statt. Der Begriff wird in Deutschland nicht mehr verwendet, verharmlost er doch die Geschehnisse dieser Nacht. Denn weit mehr als Glas, als „Kristall“ ist damals zerbrochen. In der Pogromnacht wurden etwa 1500 jüdische Menschen ermordet, fast alle Synagogen in Deutschland zerstört, unzählige Geschäfte und Wohnungen verwüstet, die Inhaber und Bewohner gedemütigt, misshandelt und beraubt. Dies geschah in aller Öffentlichkeit. Wenige schritten ein und stellten sich an die Seite der jüdischen Mitbürger.

      Das gilt auch weitgehend für die damalige katholische Kirche. Ja, es gab mutige, einzelne katholische Stimmen, wie beispielsweise die des katholischen Berliner Dompropsts, Bernhard Lichtenberg, der seinen Widerstand gegen die Nationalsozialisten vor 80 Jahren mit dem Leben bezahlte. Von den deutschen Bischöfen gab es damals keinen offiziellen Protest gegen die Pogromnacht; und das, obwohl die Rassenideologie und der Antisemitismus von ihnen und vom Papst als unvereinbar mit dem christlichen Glauben erkannt wurden.

      Die Gründe dafür waren vielschichtig. Ein Hauptgrund war die Angst, dass das öffentliche Eintreten für die jüdischen Mitbürger den Kampf der Nationalsozialisten gegen die katholische Kirche in Deutschland verschärfen würde. Die Sorge um die katholische Kirche und ihre Mitglieder war größer als die Sorge um die anderen.

      Und heute? Wir müssen feststellen, dass Antisemitismus in unserer Gesellschaft hier und heute immer noch vorhanden ist. Die steigenden Zahlen antisemitischer Vorfälle und Übergriffe geben darüber erschreckend Auskunft. Die Behauptung, dass das alles importierter Antisemitismus sei, ist schlicht falsch. Das muss mit aller Deutlichkeit gesagt werden.

      Ebenso muss angesichts der aktuellen Situation in Israel klar gesagt werden, dass Aufrufe zur Vernichtung des Staates Israel, das wahllose und zum Teil bestialische Ermorden von unschuldigen israelischen Staatsbürgern, wie es die Hamas praktiziert hat und nach eigenen Aussagen weiterhin praktizieren will, dass die Geiselnahme von Zivilisten durch die Hamas durch nichts gerechtfertigt und eindeutig zu verurteilen sind. Als Christ erbitte ich bei Gott für alle Menschen in Israel und Palästina neue Impulse und Wege zu einem gerechten und friedlichen Zusammenleben und ein Ende des menschenverachtenden Terrorismus.

      Antisemitismus, in welcher Form auch immer, widerspricht dem christlichen Glauben fundmental. Antisemitismus ist in sich menschenfeindlich und in keiner Weise zu rechtfertigen, in keiner Weise zu akzeptieren. Uns als Katholiken kommt aus unserem Glauben heraus die Aufgabe zu, das immer wieder deutlich zu machen, auch im Widerspruch zu offen antisemitischen oder rassistischen Parolen, Pöbeleien und Entgleisungen.

      So ist der 9. November auch für uns Katholiken ein wichtiger Tag der Mahnung. Ein Tag zum Innehalten, ein Tag zum Trauern, ein Tag zum Erinnern an das, was geschehen ist und nie wieder geschehen darf.

      Sascha-Philipp Geißler SAC
      Generalvikar des Erzbistums Hamburg

       

    • Lösungen für Gebäude des Lübecker Marien-Krankenhauses gefunden - 08.11.23

      Nachdem der Umzug des Lübecker Marien-Krankenhauses auf den Campus des UKSH erfolgreich umgesetzt wurde und eine Perspektive für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eröffnet, wurde nun auch eine zukunftsfähige Lösung für die Nachnutzung der Räume im ehemaligen Marien-Krankenhaus gefunden:

      Das benachbarte Caritashaus Simeon aus der Lübecker Hartengrube wird in die Räumlichkeiten des ehemaligen Krankenhauses einziehen. Ferner wird auf rund 400 Quadratmetern im Gebäude ein ambulantes Operationszentrum entstehen. „Damit lösen wir unser Versprechen ein, das Bestmögliche auch für das Gebäude vom Marien-Krankenhaus zu finden. Mit der Vermietung an Caritas und Ärzte steht das Haus weiter ganz im Zeichen der Versorgung des Menschen“, sagt Alexander Becker, Verwaltungsdirektor des Erzbistums Hamburg.

      Durch die langfristige Vermietung der Räumlichkeiten an die Caritas können etwa 85 Plätze in der Alten- und Pflegehilfe im größten Teil des Gebäudes realisiert werden. Ein Umzug ist nach einer grundlegenden Modernisierung des Gebäudes für 2025/2026 geplant. „Den Bewohnerinnen und Bewohnern des Caritashauses Simeon können wir so nun endlich die lang ersehnte Perspektive eines modernen Pflegeheims in bester Lage von Lübeck bieten“, freut sich Matthias Timmermann, Diözesancaritasdirektor des Caritasverbandes für das Erzbistum Hamburg. „Wir hoffen, unsere Planungen für das ehrgeizige Projekt zügig voranbringen zu können und setzen dabei auf die Unterstützung der Politik und Verwaltung“.

      Ambulantes OP-Zentrum auf 400 Quadratmetern geplant

      Dr. Henning Frenzel und Dr. Ralf Katzbach vom HNO Zentrum Lübeck arbeiten zusammen mit dem Erzbistum Hamburg intensiv an der Realisierung eines eigenen OP-Zentrums in Teilen des ehemaligen Marien-Krankenhauses. Hierzu sollen der ehemalige Kreißsaal sowie zwei angrenzende Operationssäle umgebaut werden. Dr. Henning Frenzel: „Wir sind guter Dinge, die Planungen gehen zügig voran und wir hoffen, den durch den Umzug des Marien-Krankenhauses hervorgerufenen Engpass im Bereich der ambulanten HNO-Operationen schnell beseitigen zu können. Von allen Seiten erfahren wir Unterstützung, so dass eine Eröffnung in der ersten Jahreshälfte durchaus realistisch ist“. 

      „Wir freuen uns, dass das Erzbistum schon jetzt ein innovatives Gesamtkonzept für den Standort Parade entwickeln konnte und wir ein Teil davon sein werden. Auf der Basis der vorhandenen Infrastruktur des ehemaligen Marien-Krankenhauses eine Pflegeeinrichtung und ein OP-Zentrum zu etablieren und das vorhandene Schlaflabor zu erhalten, macht Sinn“, so Dr. Ralf Katzbach .

      Eine Erweiterung des geplanten ambulanten OP-Zentrums mit anderen Fachdisziplinen ist denkbar, sodass die enge Verzahnung mit den umliegenden Facharztpraxen und medizinischen Dienstleistern erhalten bleiben kann. Im Gebäude befindet sich zudem ein Schlaflabor; hier werden derzeit Gespräche über die zukünftigen Räumlichkeiten im Haus geführt.
      Über die Nachnutzung des bisherigen Caritashaus Simeon in der Hartengrube sind die Caritas und die katholische Pfarrei unter Beteiligung des Erzbistums im Gespräch.

    • Erzbischof Heße ernennt drei Domkapitulare - 12.10.23

      Erzbischof Stefan Heße hat heute (10. Oktober) drei Priester des Erzbistums Hamburg zu neuen Domkapitularen ernannt. Die neuen Mitglieder des Domkapitels sind Thorsten Weber (60), Pfarrer der Pfarrei St. Ansgar in Hamburg, Dietmar Wellenbrock (58), Pfarrer der Pfarrei Herz Jesu in Rostock und Peter Wohs (64), Pfarrer der Pfarrei Seliger Eduard Müller in Neumünster. Die Einführung der neuen Domkapitulare soll am 8. Dezember im Hamburger St. Marien-Dom erfolgen.

      Stichwort: Domkapitel

      Das Domkapitel ist das leitende Gremium an katholischen Bischofskirchen. Ist die Bischofskirche Sitz eines Erzbischofs oder Metropoliten, wird das Domkapitel auch als Metropolitankapitel bezeichnet.
      Vorsitzender des Domkapitels ist der Dompropst, der das Kapitel nach außen vertritt und die Kapitelssitzungen leitet. Das Domkapitel unterstützt den Bischof in der Leitung und Verwaltung des Bistums. Eine wichtige Aufgabe besteht darin, nach dem Amtsverzicht oder Tod eines Bischofs den neuen Bischof zu wählen.
      Zum Hamburger Domkapitel gehören derzeit Dompropst Berthold Bonekamp, Weihbischof Horst Eberlein und die Domkapitulare Thomas Benner, Georg Bergner, Christoph Giering und Franz-Peter Spiza.

    • Erzbischof Dr. Stefan Heße zu den Angriffen auf Israel - 08.10.23

      „Es sind furchtbare Bilder und Nachrichten, die uns aus Israel erreichen. Der Raketenbeschuss aus Gaza und die eskalierende Gewalt erschüttern mich zutiefst. Ein weiterer Kriegsherd, der unsere Welt ins Wanken bringt. Wir brauchen dringend eine Friedenslösung, einen Friedensprozess für den Nahen Osten. Mit meinen Gedanken bin ich jetzt bei den Menschen vor Ort. Ich habe heute in allen Gottesdiensten für die Opfer und deren Angehörige gebetet und rufe unsere Gemeinden im Erzbistum auf, dies auch zu tun und Gott um Frieden zu bitten.“

    • Christoph Giering wird neuer katholischer Dekan in Schleswig-Holstein - 22.09.23

      Propst Christoph Giering (63) aus Lübeck wird zum 1. Oktober 2023 neuer katholischer Dekan für Schleswig-Holstein. Dies hat Erzbischof Dr. Stefan Heße am gestrigen Donnerstag bei einem Treffen der Pfarreileitungen mitgeteilt. Als Dekan vertritt Giering den Erzbischof in bestimmten Aufgaben in Schleswig-Holstein. Jede Region im Erzbistum Hamburg hat einen Dekan. Aufgabe der Dekane ist es im Wesentlichen, die Pfarrer in ihr neues Amt einzuführen, sie regelmäßig zu versammeln und sich mit ihnen abzustimmen. Giering folgt auf Thomas Benner, der nun Dekan in der Hansestadt Hamburg wird. 

      Christoph Giering wurde 1960 in Hamburg geboren. 1988 wurde er in Osnabrück zum Priester geweiht. Danach arbeitete er als Seelsorger in Osnabrück und Bremen. 1996 wurde er Pfarrer in Itzehoe, 2008 kam er als Pfarrer nach Hamburg-Niendorf. Seit 2016 leitet er die Lübecker Pfarrei "Zu den Lübecker Märtyrern".

    • Thomas Benner wird neuer katholischer Dekan in Hamburg - 21.09.23

      Propst Thomas Benner (62), zuletzt katholischer Dekan für Schleswig-Holstein und Pfarrer in Kiel, wird zum 1. Oktober neuer katholischer Dekan für Hamburg. Zugleich übernimmt er zusammen mit Pfarrer Pavlo Vorotnjak die Leitung der Pfarrei Heilig Geist in Hamburg. Als Pfarrer wird er am Sonntag, 5. November in der St. Bonifatius-Kirche in Hamburg-Eimsbüttel (Am Weiher 29) eingeführt. Als Dekan vertritt Benner Erzbischof Stefan Heße in bestimmten Aufgaben in der Hansestadt. Benner ist Nachfolger von Domkapitular Peter Mies, der am 13. August verstorben ist.

      Thomas Benner wurde 1960 in Thuine/Emsland geboren. 1987 empfing er in Osnabrück die Priesterweihe und arbeitete danach zunächst als Seelsorger in Kiel und Neumünster. 1992 wurde er Kaplan und Sekretär des Osnabrücker Bischofs Ludwig Averkamp. 1997 wurde er Regens des Hamburger Priesterseminars. Ein Jahr später schloss er eine theologische Promotion ab. 2013 übernahm er die Leitung der Pfarrei in Hamburg-Blankenese. 2018 wechselte er als Pfarrer und Propst nach Kiel. Von dort ist er nun nach Hamburg zurückgekehrt.

    • 25 Jahre katholische Don-Bosco-Schule in Rostock - 08.09.23

      Die katholische Don-Bosco-Schule in Rostock begeht in diesen Tagen ihr 25-jähriges Jubiläum mit einer Zirkusprojektwoche und Festgottesdienst im Zirkuszelt mit Weihbischof Horst Eberlein. Vom 11. bis 16. September tauschen die Kinder den Klassenraum mit einem Zirkuszelt. „Die Kinder werden in eine Welt der Sinne mit Scheinwerferlicht, dem Duft von Sägemehl und Lampenfieber, Vorhang und Publikum eintauchen. Sie werden in vier atemberaubenden Shows Jonglagen, Trapezkünste, Trampolinsprünge, Menschenpyramiden, Leiterakrobaten, Feuerspucken, Zauberei, Clownerie und vieles mehr zeigen und versuchen, ihre Darbietungen mit Leichtigkeit und einem Lächeln zu präsentieren“, sagt Grundschulleiter Clemens Kastner. Dafür werde extra ein Zirkuszelt für 750 Personen im Kringelgrabenpark in der Rostocker Südstadt (Höhe Erich-Weinert-Str. 20-23) aufgebaut. „Ältere Schüler werden selbst als Teamer ausgebildet und eine Gruppe anleiten. Alle Bildungsbereiche, die Förderung von Gemeinschaftssinn, Verantwortung, Sozialkompetenz und Freude werden miteinander verbunden“, sagt Kastner.

      Mehr als 700 Schülerinnen und Schüler werden die ganze Woche über in vier Gruppen trainieren und proben. Am Ende der Woche präsentieren sie ihr persönliches Zirkustalent in einer der vier Zirkusshows: Freitag (15. September) ab 19 Uhr, Samstag (16. September) um 10 Uhr, 13 Uhr und 16 Uhr. Eingeladen zu den sind Shows sind auch die Anwohner. Die Tickets können an der Kasse für 10,00 Euro bzw. 6,00 Euro (ermäßigt) gekauft werden.

      Weihbischof Horst Eberlein, seinerzeit Pfarrer in Rostock, als die katholische Schule in der Hansestadt wiedereröffnet wurde, wird mit den Kindern, Lehrkräften und Eltern am Donnerstag, 14. September, um 17 Uhr einen Festgottesdienst im Zirkuszelt feiern. Die eigentlich 1929 gegründete katholische Schule wurde 1938 von den Nationalsozialisten widerrechtlich geschlossen. An eine Wiedereröffnung war in der DDR nicht zu denken. Erst am 22. August 1998 konnte die Schule, zunächst als Grundschule, ihre Arbeit wieder aufnehmen und erhielt den Namen des italienischen Ordensgründers Giovanni (Johannes) Bocso. Er wird in der katholischen Kirche als Heiliger verehrt. Heute lernen rund 850 Schülerinnen und Schüler unterrichtet von rund 90 Lehrkräften und Erziehern in modernen Schulgebäuden und können in der kooperativen Gesamtschule Abschlüsse bis zum Abitur machen.

    • Sternsinger im Norden sammeln mehr als 350.000 Euro - 18.08.23

      Die Sternsinger im Erzbistum Hamburg haben zu Beginn des Jahres 352.324,66 Euro in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg gesammelt. Nach zwei Corona-Wintern mit zahlreichen Einschränkungen konnten sich die Kinder und Jugendlichen bei der 65. Aktion Dreikönigssingen wieder persönlich auf den Weg zu den Menschen machen, ihre Lieder an den Häusern und Wohnungen singen und den christlichen Segen über die Türen schreiben. Im Erzbistum Hamburg waren 68 Gemeinden und Gruppen unterwegs. Bundesweit kamen rund 45,5 Millionen Euro zusammen, mit denen Projekte für benachteiligte und Not leidende Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa gefördert werden. Rund um den kommenden Jahreswechsel werden sich die Sternsinger bei ihrer 66. Aktion Dreikönigssingen auf den Weg zu den Menschen machen. „Gemeinsam für unsere Erde – in Amazonien und weltweit" heißt dann ihr Leitwort.

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      Ergebnisse nach Bundesländern:

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      • Hamburg: 140.499,92 Euro / 15 Gemeinden und Gruppen – Vorjahr: 90.898,36 Euro / 8 Gemeinden und Gruppen
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      • Schleswig-Holstein: 104.976,24 Euro / 27 Gemeinden und Gruppen – Vorjahr: 117.034,19 Euro / 10 Gemeinden und Gruppen
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      • Mecklenburg-Vorpommern: 124.386,39 Euro / 37 Gemeinden und Gruppen – Vorjahr: 133.259,96 Euro / 18 Gemeinden und Gruppen
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    • Sternsinger im Norden sammeln mehr als 350.000 Euro - 18.08.23

      Die Sternsinger im Erzbistum Hamburg haben zu Beginn des Jahres 352.324,66 Euro in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg gesammelt. Nach zwei Corona-Wintern mit zahlreichen Einschränkungen konnten sich die Kinder und Jugendlichen bei der 65. Aktion Dreikönigssingen wieder persönlich auf den Weg zu den Menschen machen, ihre Lieder an den Häusern und Wohnungen singen und den christlichen Segen über die Türen schreiben. Im Erzbistum Hamburg waren 68 Gemeinden und Gruppen unterwegs. Bundesweit kamen rund 45,5 Millionen Euro zusammen, mit denen Projekte für benachteiligte und Not leidende Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa gefördert werden. Rund um den kommenden Jahreswechsel werden sich die Sternsinger bei ihrer 66. Aktion Dreikönigssingen auf den Weg zu den Menschen machen. „Gemeinsam für unsere Erde – in Amazonien und weltweit" heißt dann ihr Leitwort.

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      Ergebnisse nach Bundesländern:

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      • Hamburg: 140.499,92 Euro / 15 Gemeinden und Gruppen – Vorjahr: 90.898,36 Euro / 8 Gemeinden und Gruppen
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      • Schleswig-Holstein: 104.976,24 Euro / 27 Gemeinden und Gruppen – Vorjahr: 117.034,19 Euro / 10 Gemeinden und Gruppen
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      • Mecklenburg-Vorpommern: 124.386,39 Euro / 37 Gemeinden und Gruppen – Vorjahr: 133.259,96 Euro / 18 Gemeinden und Gruppen
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    • Erzbistum Hamburg: 130 junge Menschen fahren zum Weltjugendtag nach Lissabon - 19.07.23

      Aus dem Erzbistum Hamburg nehmen 130 junge Menschen am Weltjugendtag teil, der Anfang August in Lissabon stattfindet. Auch Erzbischof Stefan Heße wird in die portugiesische Hauptstadt reisen und an dem Begegnungstreffen teilnehmen.

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      Bereits am Sonntag, 23. Juli, kommt es zu einem Vortreffen in der St. Marien-Gemeinde in Hamburg-Harburg. Daran werden auch 15 Gäste aus dem argentinischen Partnerbistum Iguazú teilnehmen. Am Mittwoch, 26. Juli, fliegt die Gruppe dann nach Portgual. Zunächst ist sie im Bistum Leira-Fatima zu Gast, wo es im Vorfeld des Weltjugendtages zu Begegnungen mit jungen Menschen aus anderen deutschen Bistümern kommt. Der eigentliche Weltjugendtag findet dann vom 1. bis 6. August in Lissabon statt. Auch Papst Franziskus wird daran teilnehmen.

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      Der erste Weltjugendtag wurde 1985 in Rom auf Initiative von Papst Johannes Paul II. veranstaltet. In Lissabon ist es nun die 37. Veranstaltung dieser Art. Im Mittelpunkt stehen die Begegnungen junger Christinnen und Christen aus der ganzen Welt, die Auseinandersetzung mit Glaubensfragen und die Feier des Glaubens in unterschiedlichen Gottesdienstformen.

    • Heße: „Weihbischof Jaschke hat dem Wort Gottes eine unverwechselbare Stimme gegeben“ - 15.07.23

      Rund 500 Trauergäste haben heute (15. Juli) vom verstorbenen Hamburger Weihbischof Hans-Jochen Jaschke Abschied genommen. Erzbischof Stefan Heße feierte das Pontifikalrequiem zusammen mit mehreren deutschen Bischöfen im St. Marien-Dom. Er würdigte den Verstorbenen als „Mann des Wortes", der sich besonders dem Wort Gottes zugewandt habe. „Daraus hat er geschöpft und davon hat er in der Verkündigung, ob auf der Kanzel oder im Fernsehen, gesprochen", so Heße. Dem Wort Gottes habe er eine unverwechselbare Stimme gegeben, im Klang und in den Gedanken, die er ins Heute übersetzt und aktualisiert habe. Am Ende des Gottesdienstes wurde Weihbischof Jaschke in der Krypta des St. Marien-Doms beigesetzt.

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      Unter den Trauergästen waren die Bundestagsvizepräsidentin Aydan Özoğuz, der Vizepräsident des schleswig-holsteinischen Landtags, Peter Lehnert, die Hamburger Wirtschaftssenatorin Melanie Leonhard, der Hamburger Finanzsenator Andreas Dressel und der Doyen des konsularischen Korps, Generalkonsul Kristijan Tušek. Aus der evangelischen Kirche waren Bischöfin Kirsten Fehrs, Bischof Gothart Magaard und die frühere Hamburger Bischöfin Maria Jepsen unter den Gästen. Die koptische Kirche war durch Bischof Damian vertreten und die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Hamburg durch ihren Vorsitzenden, Pastor Uwe Onnen. Für die islamischen Gemeinschaften nahmen Fatih Yildiz (Schura Hamburg) und Fatih Mutlu (Schura in Schleswig-Holstein) an dem Requiem teil.

    • Weihbischof Hans-Jochen Jaschke ist tot - 11.07.23

      Der Hamburger Weihbischof Hans-Jochen Jaschke ist tot. Er starb am Dienstag, 11. Juli, in Hamburg. Jaschke wurde 81 Jahre alt. In einer ersten Würdigung nannte Erzbischof Stefan Heße den Verstorbenen einen herausragenden Priester, der sich außerordentlich um die katholische Kirche in Norddeutschland verdient gemacht habe. „Meinungsstark, mit einer klaren Haltung und ohne Berührungsängste hat Weihbischof Jaschke der Kirche in der Öffentlichkeit ein Gesicht gegeben, und das weit über Norddeutschland hinaus", sagte Heße und hob besonders Jaschkes Engagement für die Ökumene und den interreligiösen Dialog hervor.

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      Hans-Jochen Jaschke wurde 1941 im oberschlesischen Beuthen geboren und wuchs in Bückeburg auf. Nach dem Theologiestudium in Frankfurt und Münster wurde er 1967 in Osnabrück zum Priester geweiht und arbeitete danach als Seelsorger in Bremen. Ein Promotionsstudium bei Professor Joseph Ratzinger in Regensburg schloss er 1974 mit einer Arbeit über den Kirchenvater Irenäus von Lyon ab. Anschließend leitete er bis 1983 das Niels-Stensen-Kolleg, das Studienhaus des Bistums Osnabrück in Münster, und war anschließend Pfarrer in Quakenbrück. 1989 empfing er in Osnabrück die Bischofsweihe und war danach Weihbischof des Bistums Osnabrück in Hamburg und Schleswig-Holstein. 1995 wurde er Weihbischof im neuerrichteten Erzbistum Hamburg. 2016 wurde er mit Erreichen der Altersgrenze für Bischöfe emeritiert.

    • Erzbistum Hamburg schließt Bischof-Theissing-Haus in Teterow - 11.07.23

      Das Erzbistum Hamburg schließt das Bischof-Theissing-Haus in Teterow zum 31. Dezember 2023. Gründe für die Schließung sind der jährliche Finanzbedarf des Jugendbeleghauses in Höhe von rund 220.000 Euro und die geringe Auslastung. Von der Schließung sind fünf Mitarbeitende betroffen, für die Ausgleichsmaßnahmen gesucht werden. Das Bischof-Theissing-Haus in Teterow hat 56 Betten und ein großes Außengelände mit einem Zeltplatz. Das Haus wird zurzeit für die Unterbringung von Menschen genutzt, die vor dem Krieg in der Ukraine geflüchtet sind. Wenn diese Nutzung nicht mehr erforderlich ist, wird das Haus als Jugendhaus nicht wiedereröffnet. Die künftige Nutzung des Gebäudes und des Grundstücks ist noch offen.

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      Zur Abfederung des Mehraufwands bei weiteren Wegen oder höheren Unterbringungskosten soll der Jugendfonds des Erzbistums aufgestockt werden. Zudem wird die Pastorale Dienststelle (zuständige Abteilung im Erzbischöflichen Generalvikariat) gemeinsam mit den betroffenen Verbänden und Gruppen Unterstützungsmöglichkeiten erarbeiten. Im Erzbistum Hamburg bestehen als Jugendhäuser weiterhin das Andreas-Haus in Büsum, das Jugendhaus St. Benedikt im Kloster Nütschau, das Schullandheim Dreilützow und das Niels-Stensen-Haus in Wentorf.

    • Erzbistum schließt Jugendbeleghaus Kührener Brücke - 11.07.23

      Das Erzbistum Hamburg schließt das Jugendbeleghaus Kührener Brücke zum 31. Dezember 2023. Gründe für die Schließung sind der jährliche Finanzbedarf in Höhe von rund 180.000 Euro bei steigender Tendenz und die geringe Auslastung des Hauses. Von der Schließung sind sechs Mitarbeitende betroffen, für die Ausgleichsmaßnahmen gesucht werden.

      Das Haus Kührener Brücke verfügt über 33 Betten. Es wird unter anderem für Seminare der Freiwilligendienste genutzt. Die Schließung des Hauses ist Teil der Immobilienreform des Erzbistums Hamburg, in der alle rund 800 Immobilien des Erzbistums und der Pfarreien auf dem Prüfstand stehen.
      Die künftige Nutzung des Gebäudes und des Grundstücks ist noch offen.

      Zur Abfederung des Mehraufwands bei weiteren Wegen oder höheren Unterbringungskosten soll der Jugendfonds des Erzbistums aufgestockt werden. Zudem wird die Pastorale Dienststelle gemeinsam mit den betroffenen Verbänden und Gruppen Unterstützungsmöglichkeiten erarbeiten.
      Im Erzbistum Hamburg bestehen als Jugendhäuser weiterhin das Andreas-Haus in Büsum, das Jugendhaus St. Benedikt im Kloster Nütschau, das Schullandheim Dreilützow und das Niels-Stensen-Haus in Wentorf.

    • Erzbischof schreibt Bundestagsabgeordneten zur Suizidassistenz - 05.07.23

      Der Hamburger Erzbischof Stefan Heße hat den norddeutschen Bundestagsabgeordneten in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein zur Regulierung der Suizidassistenz geschrieben. Drei Gesetzentwürfe stehen dazu am Donnerstag, 6. Juli, im Bundestag zur Debatte und Abstimmung. Heße bittet die Abgeordneten in seinem Schreiben, sich für eine Beratung im Regelsystem einzusetzen und eine Verpflichtung zur Suizidhilfe auszuschließen.

      In der Beratung müsse es um mehr gehen als nur darum, ob der Wunsch nach Suizidassistenz nachhaltig und aus freiem Willen getroffen sei, so der Erzbischof. In der Seelsorge und in den caritativen Einrichtungen zeige die Erfahrung, dass es sich im Gespräch gut ergründen lasse, was einen Menschen in so tiefe Not bringe, dass er nur noch den Tod als Ausweg sehe. Oft bewirke die Erfahrung von Nähe und Beistand schon entscheidende Erleichterung. „Der Bitte nach Hilfe beim Suizid muss daher zuerst und vor allen Dingen durch ein aktives, unvoreingenommenes Zuhören und mit Zuwendung begegnet werden", schreibt der Erzbischof. Der Leidende dürfe die Erfahrung machen, keine Last, sondern stets ein erwünschtes Geschöpf Gottes zu sein.

      Weiter ist es nach Ansicht Heßes erforderlich, den Menschen „einen Schutzraum für das Leben" zu bieten. Niemand dürfe in die Situation kommen, sich angesichts eines bestimmten Gesundheitszustands für seinen Lebenswunsch rechtfertigen zu müssen.

    • Weihbischof feiert Sommerfest im Garten des Erzbischöflichen Amtes Kiel - 04.07.23

      Das Erzbistum Hamburg hat heute (4. Juli 2023) zu seinem traditionellen Sommerfest in den Garten des Erzbischöflichen Amtes in Kiel eingeladen.

      Weihbischof Horst Eberlein begrüßte für den erkrankten Erzbischof Vertreterinnen und Vertreter aus Gesellschaft, Landes- und Stadtpolitik, Wirtschaft, Medien, Sport, Gewerkschaften, Religionsgemeinschaften und sozialen Einrichtungen. In einem thematischen Impuls erörterte Prof. Panu Poutvaara Ph.D. vom ifo Institut in München aktuelle Fragen der Arbeitsmigration nach Deutschland. „Integration hat viele Dimensionen. Politiker und Ökonomen legen ihren Fokus meist auf die Integration in den deutschen Arbeitsmarkt, soziale Integration und die Integration in die Bildungssysteme ist allerdings gleichermaßen wichtig - auch wenn sie nicht unmittelbar in Zahlen messbar ist", so der Leiter des ifo Zentrums für internationalen Institutionenvergleich und Migrationsforschung.

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      Der Experte gab der Politik auch eine Empfehlung für die Eingliederung von Arbeitsmigranten: „Es kann mehr getan werden, um Einwanderung und Familienbesuche zu erleichtern, zum Beispiel durch die Beschleunigung von Visumverfahren. Selbst wenn die Visumspflicht beibehalten würde, würde bereits die Bereitstellung eines Schnelltermins für eine zügige Bearbeitung der Visumanträge helfen und den Migranten in Deutschland vermitteln, dass ihr Beitrag geschätzt wird", sagte Prof. Poutvaara am Dienstagabend in Kiel.

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      In seinem Grußwort begrüßte Ministerpräsident Daniel Günther die Initiative des Erzbistums, das Thema Arbeitsmigration in den Blickpunkt des Sommerempfangs zu stellen: „Arbeitsmigration und Fluchterfahrungen werden unsere Gesellschaft zukünftig immer mehr beschäftigen. Daher müssen wir uns jetzt über die Chancen und Herausforderungen verständigen. Ich begrüße es sehr, dass die Kirche ein Podium für diese Fragen bietet. Auch als Christen müssen wir die wachsende Vielfalt in unserer Gesellschaft mitgestalten."

    • Zahl der Katholiken im Norden ist gesunken - 28.06.23


      Die Zahl der Katholiken im Erzbistum Hamburg ist im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr gesunken. Ende 2022 lebten in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg 364.496 katholische Christen. Ein Jahr zuvor waren es 377.543. Dies geht aus der Statistik für das Jahr 2021 hervor, die die Verwaltung des Erzbistums Hamburg am Mittwoch, 28. Juni, vorgelegt hat.

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      Nach den teils deutlichen Rückgängen in einzelnen Bereichen des kirchlichen Lebens in den „Corona-Jahren" 2020 und 2021 sind die Zahlen der Taufen, Trauungen und der regelmäßigen Gottesdienstteilnehmer wieder gestiegen.

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      Allerdings ist auch die Zahl der Kirchenaustritte gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen. 2022 traten 14.130 Katholiken aus ihrer Kirche aus. 2021 waren es 9.788.

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      Gestiegen ist im Jahr 2022 die Zahl der Taufen auf 1.555 (2021: 1.370). 66 Menschen haben sich als Erwachsene taufen lassen (2021: 73). Die Zahl der Trauungen stieg von 200 auf 363 an.

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      Im Jahr 2022 sind 45 Menschen in die katholische Kirche eingetreten (2021: 65). 99 Menschen sind wieder in die katholische Kirche aufgenommen worden (2021: 110).

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      Die Zahl der regelmäßigen Gottesdienstteilnehmer lag im Jahr 2022 bei 17.416. Im Jahr 2021 waren es 13.175.

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      Erzbischof Stefan Heße sagte zu der hohen Zahl an Kirchenaustritten: „Ich nehme wahr, dass Menschen die Wandlungsfähigkeit der Kirche anzweifeln oder als zu schleppend empfinden. Wir wollen verstärkt neue, niedrigschwellige Projekte in der Seelsorge fördern. Und mir ist es wichtig, die Menschen in unserer Kirche regelmäßig anzusprechen und Ihnen zu schreiben, insbesondere denen, die keinen Kontakt mehr zu uns haben. Letztlich hoffe ich, dass wir - bei allem Ringen und Umbruch - den Menschen die Tür zum Glauben offenhalten können."

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      Die ausführliche Statistik kann hier nachgelesen werden.

    • Kirchliche Statistik 2022: Zahl der Katholiken in Schleswig-Holstein gesunken - 28.06.23

      Nach teils deutlichen Rückgängen in einzelnen Bereichen des kirchlichen Lebens in den „Corona-Jahren" 2020 und 2021 sind die Zahlen der Taufen, Trauungen und der regelmäßigen Gottesdienstteilnehmer wieder gestiegen. Wurden im Jahr 2021 noch 436 Kinder katholisch getauft, waren es im vergangenen Jahr 534. 140 Paare ließen sich in der katholischen Kirche trauen (2021: 79) und 5.088 katholische Christen haben regelmäßig einen Gottesdienst in Schleswig-Holstein besucht (2021: 3.881).
      Dies geht aus der Statistik für das Jahr 2022 hervor, die die Verwaltung des Erzbistums Hamburg am heute (28. Juni) vorgelegt hat.

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      Die Zahl der Katholikinnen und Katholiken in Schleswig-Holstein ist jedoch erneut gesunken. Waren es im Jahr 2021 noch 168.393, lebten im Jahr 2022 162.870 katholische Christen zwischen Nord- und Ostsee. 4.845 Menschen sind aus der katholischen Kirche ausgetreten (2021: 3.588).

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      Erzbischof Stefan Heße sagt zu den Kirchenaustritten: „Ich nehme wahr, dass Menschen die Wandlungsfähigkeit der Kirche anzweifeln oder als zu schleppend empfinden. Wir wollen verstärkt neue, niedrigschwellige Projekte in der Seelsorge fördern. Und mir ist es wichtig, die Menschen in unserer Kirche regelmäßig anzusprechen und Ihnen zu schreiben, insbesondere denen, die keinen Kontakt mehr zu uns haben. Letztlich hoffe ich, dass wir - bei allem Ringen und Umbruch - den Menschen die Tür zum Glauben offenhalten können."

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      Die ausführliche Statistik kann hier nachgelesen werden.

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    • Kirchliche Statistik 2022: Zahl der Katholiken in Mecklenburg-Vorpommern gesunken - 28.06.23

      Die Zahl der Katholiken in Mecklenburg-Vorpommern ist im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr gesunken. Das geht aus der Kirchlichen Statistik 2022 hervor, die heute (28. Juni 2023) veröffentlicht wurde. Im Jahr 2022 lebten demnach 52.524 katholische Christen im Bundesland. Das sind 1485 Katholiken weniger als 2021. Die Zahl der Taufen ist im vergangenen Jahr mit 195 auf gleichem Niveau geblieben. Aus der Katholischen Kirche ausgetreten sind im Berichtsjahr 1226 Menschen. 2021 waren es 961. Im Durchschnitt besuchten im vergangenen Jahr 3580 Menschen und damit rund 500 mehr als ein Jahr zuvor die Sonntags-Gottesdienste in den katholischen Kirchen des Bundeslandes.

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      Die Katholiken in Mecklenburg gehören zum Erzbistum Hamburg, die in Vorpommern zum Erzbistum Berlin.

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      Eine detaillierte kirchliche Statistik ist auf den Webseiten der Erzbistümer zu finden:
      www.erzbistum-hamburg.de/Kirchliche-Statistik_Katholikenzahl-Taufen-Firmungen-und-mehr
      www.erzbistumberlin.de/wir-sind/erzbistum-im-ueberblick/zahlen-und-fakten/

    • Katholische Erzbischöfe trafen Landesregierung - 27.06.23

      Die Erzbischöfe von Berlin und Hamburg, Dr. Heiner Koch und Dr. Stefan Heße, kamen zu gemeinsamen Gesprächen mit der Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern zusammen. Bei einem Treffen im Erzbischöflichen Amt Schwerin wurden heute (Dienstag, 27. Juni 2023) die Themen Bildung und Wissenschaft, Soziales und Caritas und die Entwicklung kirchlichen Lebens im Land erörtert. Solche Gespräche zwischen katholischer Kirche und Landesregierung finden regelmäßig statt und dienen dem gegenseitigen Kennenlernen und einer vertrauensvollen Zusammenarbeit. Es ist geübte Praxis, dass die Landesregierung jedes Jahr jeweils einmal mit den Kirchen zusammenkommt. Die Einladung erfolgt jeweils wechselseitig. Die Landesregierung war mit Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und fünf Ministerinnen und Ministern vertreten. Die Erzbischöfe wurden von ihren Generalvikaren und Abteilungsleiterinnen und Abteilungsleitern begleitet.

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      In Mecklenburg-Vorpommern leben rund 54.000 Menschen katholischen Glaubens. Im Bereich Mecklenburgs gehören diese zum Erzbistum Hamburg, im Bereich Vorpommerns zum Erzbistum Berlin. Es gibt derzeit 12 Pfarreien mit mehr als 100 Kirchen und Kapellen sowie zahlreiche karitative Einrichtungen und Bildungsangebote.

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      Erzbischof Dr. Stefan Heße: „Unsere katholischen Kitas und Schulen sind Leuchttürme in der Bildungslandschaft. Ganzheitliche Bildung auf hohem Niveau für alle Kinder und das christliche Menschenbild sind dabei die Grundlagen unseres Wirkens. Wichtig ist uns eine hohe, zukunftsweisende Unterrichtsqualität. Als Orte religiösen Lernens unterstützen unsere Einrichtungen die Auseinandersetzung mit existenziellen Lebensfragen, die Kinder und junge Menschen beschäftigen."

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      Erzbischof Dr. Heiner Koch: „Unser Einsatz gilt grundsätzlich allen Menschen in welcher Lebenslage auch immer. Hervorheben möchte ich zwei Bereiche, in denen wir sehr gut partnerschaftlich mit Institutionen des Landes zusammenarbeiten. Das sind die Seelsorge im Gefängnis und die Polizeiseelsorge. Hier stehen jeweils Menschen im Mittelpunkt, denen wir Unterstützung und Hilfe in schweren Lebenssituationen aus unserem christlichen Erfahrungsschatz heraus sein können."

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      Ministerpräsidentin Manuela Schwesig betonte: „Für die Landesregierung sind die Kirchen wichtige Partner. Die Zusammenarbeit ist gut und verlässlich. Es hat sich bewährt, dass wir mit den Kirchen und so auch mit der katholischen Kirche eine gute Zusammenarbeit hier im Land pflegen."

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      Die Regierungschefin appellierte an die Kirchenvertreter, Schutzmaßnahmen für Kinder und schutzbedürftige Menschen in den Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen weiter zu verstärken und Missbrauch durch sexualisierte Gewalt konsequent aufzuarbeiten.

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      Die Ministerpräsidentin würdigte das soziale Engagement der Kirchen: „Mir ist wichtig, bei den regelmäßigen Treffen mit den Erzbischöfen Fragen unserer Zeit zu erörtern und nach neuen Wegen zu deren Beantwortung zu suchen. Wichtiges gemeinsames Thema ist die Gestaltung einer zukunftsfesten Pflege. Wir wollen beispielsweise in der neuen Wahlperiode des Landespflegeausschusses, die im Herbst dieses Jahres beginnt, einen ‚Pakt für Pflege' ins Leben rufen, der unter anderem Lösungen zur Fachkräftesicherung und Sicherstellung der Versorgung im ländlichen Raum entwickeln soll. Dafür hatte sich Sozialministerin Drese auf der Landtagssitzung im Juni ausgesprochen", so die Regierungschefin. „Auch das Thema Flüchtlinge und Integration bewegt uns sehr. In den derzeitigen oft aufgeheizten Diskussionen um die Aufnahmebereitschaft von Geflüchteten in unserem Land ist der Appell an Mitmenschlichkeit, Toleranz und Hilfsbereitschaft von großer Bedeutung. Ich danke der Katholischen Kirche für ihr Engagement. Die vielfältigen Hilfsprojekte und Angebote der Caritas und der Malteser für Geflüchtete unterstützen das Land und die Kommunen erheblich bei der Betreuung und Integration."

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      Ein weiteres wichtiges Thema ist das Thema Bildung, „über das wir seit vielen Jahren im guten Gespräch sind. Die Kirche ist ein wichtiger Träger von Bildung und Erziehung weit über den Kreis der Gläubigen hinaus – von der Kita bis zur Erwachsenenbildung", so die Regierungschefin.

    • Kirchen auf dem Mecklenburg-Vorpommern Tag in Neubrandenburg - 26.06.23

      Zusammenhalt in Stadt und Land. Wir in MV" - so lautet das Motto des Mecklenburg-Vorpommern-Tages vom 30. Juni bis 2. Juli in Neubrandenburg. Die Kirchen, Caritas und Diakonie laden am Wochenende, 1. und 2. Juni, jeweils zwischen 11 und 18 Uhr auf die „Kirchenwiese" an der Konzertkirche ein.

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      Ein großes gelbes Sonnensegel, eine rote Chillout-Area, ein Fußballfeld, ein Bubblefussball, eine Pfadfinderjurte, ein Wohnmobil, dazwischen schicke weiße Pagoden... Wer denkt da (nicht) zuerst an Kirche? Genau so soll es werden, wenn Kirchen, christliche Gemeinschaft, Caritas, Diakonie, Seelsorge und Klosterleben sich auf dem 14. Mecklenburg-Vorpommern-Tag präsentieren: Bunt, vielfältig, fröhlich, informativ, „evangelisch-katholisch-ökumenisch"!
      So können sich Besucher über die Arbeit der Diakoniewerkstätten informieren, den Franziskaner Bruder Gabriel in einem Wohnmobil, seinem „fahrenden Kloster" besuchen, welches an diesen Tagen von Krippenfiguren umgeben sein wird. Sie können ein Seelsorgezelt aufsuchen, in dem Telefonseelsorge, Lebensberatung, Krankenhausseelsorge usw. ihre Arbeit präsentieren.

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      Der Eine- Welt- Laden "Nueva Esperanza" e.V. und das Café International werden vertreten sein. Zum Spielen, Ausprobieren, Kennenlernen, nicht nur für die Junggebliebenen, gibt es allerhand Angebote von der Mobilen Jugendsozialarbeit der Caritas (MoJu), von der evangelischen Kinder- und Jugendarbeit und von den Royal Rangers, den Pfadfindern vom Jesus Punkt. „Auch wer nur mal verschnaufen will, wird einen Ort zum Seele- baumeln- lassen finden oder einen Segen to go mit auf den Weg bekommen. Seien Sie willkommen, am Samstag und Sonntag jeweils von 11-18 Uhr auf der Wiese an der Konzertkirche", sagen Regionalpastorin Christina Jonassen und Pastor Florian Edenhofer aus dem Vorbereitungsteam.
      Etwas Besonderes wird am Samstag gegen 16.30 Uhr geplant: Dann soll es einen Fishmob geben. Das heißt: Viele Menschen gestalten eine großen Fisch. Das Symbol, mit dem Christen seit dem 2. Jahrhundert auf das eigene Christsein hinweisen, soll per Drohne auch gefilmt werden.

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      Der Mecklenburg-Vorpommern-Tag wird viel Trubel und Eindrücke nach Neubrandenburg bringen. Als abendlichen Ruhe-Punkt gibt es am Freitag, 30.06., Samstag, 01.07. und Sonntag, 02.07. jeweils um 21 Uhr „Bach zur Nacht" in St. Johanniskirche: Der Cellist Peter Lamprecht aus Haan spielt je eine der Suiten für Violoncello solo von Johann S. Bach.

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      Die St. Johanniskirche, die am M-V Tag geöffnet ist, ist für vier Wochen komplett leergeräumt, so wie es im Mittelalter ursprünglich war – ein besonderes Raum- und Hörerlebnis.

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      Ökumenischer Gottesdienst mit Bischof Jeremias
      Am Sonntag, den 2. Juli laden die katholische und evangelische Kirche um 11 Uhr zum Ökumenischen Festgottesdienst anlässlich des MV-Tags auf der Hauptbühne auf dem Marktplatz ein. Um Zusammenhalt in Stadt und Land, um das „Wir in MV" wird es auch in diesem Gottesdienst gehen. Unter anderem Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und Oberbürgermeister Silvio Witt gestalten den Gottesdienst mit. Zu dem bekannten Bibelwort „Einer trage des anderen Last." (Galaterbrief 6,2) wird Tilman Jeremias, Bischof im Sprengel Mecklenburg und Pommern, predigen. Bläser aus der Region unter der Leitung von Brita Möller und Ensemble Augenblick begleiten den Festgottesdienst musikalisch.

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    • Terminankündigung: Erzbischöfe treffen Landesregierung - 22.06.23

      Auf Einladung der katholischen Kirche treffen am

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      Dienstag, den 27. Juni 2023 um 11.00 Uhr
      im Erzbischöflichen Amt Schwerin
      (Lankower Straße 14/16, 19057 Schwerin)

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      die für Mecklenburg und Vorpommern zuständigen Erzbischöfe von Berlin und Hamburg, Dr. Heiner Koch und Dr. Stefan Heße, die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern. Die Erzbischöfe werden von ihren Generalvikaren sowie Diözesancaritasdirektor Matthias Timmermann und weiteren Abteilungsleitern der erzbischöflichen Verwaltungen begleitet.

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      Themen des Spitzentreffens sind die Zusammenarbeit zwischen Landesregierung und katholischer Kirche in den Bereichen Bildung und Wissenschaft, Soziales und Caritas sowie die kirchliche Vermögens- und Immobilienreform. Ein weiterer Schwerpunkt wird die Situation geflüchteter Menschen im Bundesland sein.
      Von Regierungsseite werden neben Ministerpräsidentin Manuela Schwesig Innenminister Christian Pegel, Kultusministerin Bettina Martin, Finanzminister Dr. Heiko Geue, Wirtschaftsminister Reinhard Meyer, Justizministerin Jaqueline Bernhardt und Sozialministerin Stefanie Drese sowie verschiedene Staatssekretäre am Gespräch teilnehmen.

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      In Mecklenburg-Vorpommern leben rund 54.000 Menschen katholischen Glaubens. Im Bereich Mecklenburgs gehören diese zum Erzbistum Hamburg, im Bereich Vorpommerns zum Erzbistum Berlin. Es gibt derzeit 12 Pfarreien mit mehr als 100 Kirchen und Kapellen sowie zahlreiche karitative Einrichtungen und Bildungsangebote. Ein Spitzentreffen zwischen Landesregierung und katholischer Kirche findet in der Regel alle zwei Jahre statt.

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    • Statement von Erzbischof Heße zur Finanzierung des Synodalen Ausschusses - 21.06.23

      Statement von Erzbischof Dr. Stefan Heße für das Erzbistum Hamburg zur Abstimmung im Ständigen Rat über die Finanzierung des Synodalen Ausschusses:

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      „Ich bin mir sicher, dass der Synodale Ausschuss ab November eine solide und gute Arbeit erledigen wird und - da die Kosten überschaubar sind - dass wir sehr bald eine Lösung zu einer auskömmlichen Finanzierung des Synodalen Ausschusses finden werden.

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      Den vier Bischöfen, die die geplante Finanzierung verhinderten, zolle ich Respekt für ihre Gewissensentscheidung, ich gehe aber auch davon aus, dass die Entscheidung der anderen 23 Diözesanbischöfe, zu denen ich gehöre, ebenso respektiert wird. Abzulehnen ist aus meiner Sicht, dass hier die notwendige gemeinsame inhaltliche Weiterarbeit auf dem Synodalen Weg mit seinen 15 Beschlüssen, die mit übergroßer Mehrheit in den Synodalversammlungen gefasst wurden, durch einen Finanzbeschluss behindert wird. Mit den Beratungen im Synodalen Ausschuss sollte eine weitere Etappe auf dem gemeinsamen Weg gegangen und schlussendlich auch evaluiert werden. Durch die jetzige Situation werden viele Menschen weiter enttäuscht, die ihre Hoffnung auf das gemeinsame Reformprojekt von Bischofskonferenz und Zentralkomitee der deutschen Katholiken gesetzt haben. Ausgangspunkt für den Synodalen Weg und nach wie vor längst nicht abgeschlossene Aufgabe ist es, den sexuellen Missbrauch in unserer Kirche aufzuarbeiten und systemisch alles zu tun, um jede einzelne neue Tat zu verhindern.
      Ich fühle mich verpflichtet, eine synodale Kirche, wie sie Papst Franziskus ausdrücklich wünscht, im Erzbistum Hamburg weiterzuentwickeln und zu leben. Wir sind bereits in vielfältiger Weise synodal. Papst Franziskus ermuntert jedoch dazu, diesen Weg weiter zu intensivieren. Deswegen werde ich in den pastoralen Gremien weiter synodal arbeiten, die Texte studieren und dann nach Beratung die Beschlüsse in Kraft setzen, die im Erzbistum entschieden werden können.

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      Bekanntlich gibt es keine Zufälle bei Gott. Ich halte es daher für eine gute Fügung, dass wir in Deutschland bereits auf dem Synodalen Weg sind und diesen mit dem Synodalen Ausschuss als weiteren Zwischenschritt fortsetzen und gleichzeitig die Weltsynode der Bischöfe stattfindet. Beides kann sich gut ergänzen. Viele der Themen aus Deutschland können wir in die Weltsynode einbringen. Und die Synode wird uns hoffentlich besser ermöglichen, synodal zu agieren.

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      So differenziert haben wir es auf den Versammlungen des Synodalen Weges beraten. Wir gehen gerade deshalb keinen deutschen Sonderweg, koppeln uns nicht von den Vorbereitungen der von Papst Franziskus anberaumten Versammlungen ab. Menschen aus den unterschiedlichsten Teilen der Welt ermutigten mich bei Begegnungen, die brennenden Themen in unserer Kirche wachzuhalten und mit Expertise zu beleuchten."

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    • Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ehrt Dr. Maria Schwarte - 15.06.23

      Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat heute (15. Juni) im Rahmen seiner "Ortszeit Deutschland" in der St. Nicolai Kirche in Eckernförde zwölf engagierte Frauen und Männer aus Schleswig-Holstein mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Darunter auch die Vorsitzende vom Sozialdienst katholischer Frauen Kiel (SkF), Dr. Maria Schwarte.

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      In einem Brief gratulierte auch Erzbischof Dr. Stefan Heße: „Auf Menschen wie Sie, die sich aus tiefem Glauben so langfristig, zuverlässig und mit aller Kraft und Kompetenz engagieren, kann die katholische Kirche sehr stolz sein. Sie zeigen auf Ihre Weise das caritative und fürsorgende Gesicht unserer Kirche und dafür danke ich Ihnen sehr!", so der Erzbischof.

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      Dr. Maria Schwarte engagiert sich seit mehr als 20 Jahren für den Sozialdienst katholischer Frauen Kiel (SkF Kiel) mit Beratungsstellen in Kiel, Neumünster und Flensburg sowie Kindergärten und das St. Antoniushaus. Im St. Antoniushaus in Kiel, einer Einrichtung für Kinder, Jugendliche und volljährige Menschen, die Leistungen der Jugendhilfe oder der Eingliederungshilfe erhalten, hat sie sich für eine Wohngruppe für junge Erwachsene und eine Kindertagesstätte stark gemacht.

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      Daneben setzt sich Maria Schwarte für weitere soziale Projekte wie die Unterstützung und Mitorganisation des Kieler Wohlfühlmorgens für Wohnungslose und Arme oder die Spendenaktionen für das Projekt "Klee" der Hospiz-Initiative Kiel. Darüber hinaus engagiert sie sich seit vielen Jahren in der Pfarrei Franz von Assisi in Kiel und wirkt im Pfarrpastoralrat mit.

    • Erzbistum Hamburg: Erstmals 33.000 Euro für innovative Projekte - 13.06.23

      Mit Beginn des Jahres 2023 hat das Erzbistum Hamburg einen Fonds für innovative pastorale Projekte aufgelegt. Unter dem Motto „Geld und Segen" steht eine Fördersumme von jährlich 500.000 Euro zur Verfügung. Außerdem werden verschiedene Unterstützungsangebote, Workshops und Coaching angeboten. Der Fonds wurde zunächst für den Zeitraum von vier Jahren eingerichtet, so dass insgesamt zwei Millionen Euro zur Verfügung stehen. Mit dem Geld werden innovative pastorale Projekte im Erzbistum Hamburg gefördert. Der Generalvikar Sascha-Philipp Geißler sagt zu dem neuen Fonds: „Die Welt ist voller guter Ideen. Mit dem pastoralen Innovationsfonds wollen wir die Menschen unterstützen, die etwas Neues in unserer Kirche ausprobieren wollen."
      Bis Ende Mai wurden zwölf Projekte eingereicht, von denen acht bewilligt wurden. Insgesamt werden Fördermittel in Höhe von 33.230 Euro zur Verfügung gestellt.
      Folgende Projekte werden gefördert:

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      Pilger-Kloster-Tempzin, Jugendbauprojekt (1.000 Euro für ein Bauprojekt mit Jugendlichen im ökumenischen Pilgerkloster Tempzin/Mecklenburg)
      Pfarrei St. Lukas in Neubrandenburg, Prämonstratensertag (4.000 Euro für ein gemeinsames Projekt der Pfarrei und des Dreikönigsvereins zum 775-jährigen Stadtjubiläum Neubrandenburgs, das sich mit der Geschichte und Bedeutung des Prämonstratenserklosters vor Ort beschäftigt)
      Pfarrei St. Vicelin in Eutin, Church goes Pub (2.000 Euro für ein ökumenisches Projekt, bei dem in Kneipen und anderen Orten zu einem Austausch zu Fragen des christlichen Glaubens eingeladen wird)
      Pfarrei St. Maximilian Kolbe in Hamburg, „SIEBEN" (3.500 Euro für ein Projekt, das sich an junge Erwachsene zwischen 18 und 25 Jahren richtet und niedrigschwellig Glaube und Leben verbinden will)
      Pfarrei Heilige Elisabeth in Hamburg/Schleswig-Holstein, Willkommen im Leben! (5.500 Euro für ein Projekt, das sich an junge Familien richtet und u.a. zu Segensfeiern für neugeborene Kinder einlädt)
      Pfarrei St. Ansgar in Schleswig, Ein Engel für Schleswig (15.000 Euro für ein Projekt, bei dem u.a. ein Pilgerweg in der Stadt Schleswig entlang verschiedener Skulpturen des Bildhauers Jan Koblasa umgesetzt wird)
      Pfarrei St. Katharina von Siena in Hamburg, Filmarbeiten (1.230 Euro für ein Projekt, bei dem Videofilme für die Arbeit mit Familien unter anderem im Rahmen der Erstkommunionvorbereitung erstellt werden sollen)
      Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) Diözesanverband Hamburg, Auszeit für junge Frauen (1.000,00 Euro für eine Initiative, die neue Wege zur Vernetzung jüngerer katholischer Frauen auf den Weg bringen will)

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      Der Vergabeausschuss besteht aus sechs ehrenamtlich und drei hauptamtlich tätigen Mitgliedern und tagt an drei Terminen im Jahr.
      Für die begleitende Unterstützung und geschäftsführenden Aufgaben sind Ursula Soumagne-Nagler und Jens Ehebrecht-Zumsande aus der Pastoralen Dienststelle verantwortlich und unter Innovationsfonds@erzbistum-hamburg.de erreichbar.

      Weitere Informationen zum Innovationsfonds des Erzbistum Hamburg sind auf der Homepage www.innovationsfonds-erzbistum-hamburg.de zu finden.

    • Kirchen erinnern an NS-Opfer - 12.06.23


      Vor 80 Jahren wurden vier Lübecker Geistliche, die katholischen Kapläne Hermann Lange, Johannes Prassek, Eduard Müller und der evangelische Pastor Karl-Friedrich Stellbrink vom NS-Regime zum Tode verurteilt und in Hamburg hingerichtet. Das Erzbistum Hamburg lädt in Zusammenarbeit mit der evangelischen Nordkirche am Sonnabend, 24. Juni, ein, sich gemeinsam auf eine Spurensuche zu begeben: zu den Lübecker Märtyrern und ihrer Wirkungsgeschichte in Hamburg. Der Tag beginnt um 11 Uhr mit dezentralen Angeboten etwa am Untersuchungsgefängnis am Holstenglacis und der KZ-Gedenkstätte Neuengamme. 

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      Um 16 Uhr feiern Erzbischof Stefan Heße und Hauptpastor Alexander Röder im St. Marien-Dom einen ökumenischen Gottesdienst zum Abschluss des Tages. 

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      Das Programm im Internet: www.erzbistum-hamburg.de/gedenkjahr

    • Gemeinsame Erklärung des Erzbistums Hamburg und der Caritas im Norden zum Krieg in der Ukraine - 16.05.23

      „Leben kann nur unter friedlichen Bedingungen gedeihen"
      Erzbistum Hamburg und Caritas im Norden zu den humanitären Hilfen auf Grund des Krieges in der Ukraine

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      „Das Erzbistum Hamburg und die Caritas im Norden werden weitere Hilfen bereitstellen für die Menschen in der Ukraine und für die Menschen, die zu uns geflüchtet sind", betonten Pater Sascha-Philipp Geißler, Generalvikar des Erzbistums, und Diözesancaritasdirektor Matthias Timmermann in einer heute veröffentlichten gemeinsamen Erklärung. Weiter heißt es dort:

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      „Seit über einem Jahr tobt der Krieg in der Ukraine. Wir lernen schmerzlich zu akzeptieren, dass dieser Krieg nicht einfach und schnell zu beenden ist und es lange dauern wird, seine furchtbaren Folgen zu beseitigen.
      Die Ukraine mit Waffen zur Verteidigung gegen den ungerechten Aggressionskrieg Russlands zu unterstützen, ist ein legitimes Mittel, denn der Krieg ist ein Angriff auf die Menschenrechte, vor allem auf den Artikel 3 der UN-Menschenrechtserklärung, und dem Recht auf Leben und Freiheit der Ukrainer.
      Leben, Unversehrtheit und Leben in Frieden und Sicherheit können nur unter friedlichen Bedingungen dauerhaft gedeihen. Im Gegensatz dazu leiden Menschen in der Ukraine und der militärische Konflikt verschlingt Summen in Milliardenhöhe.

      Das Erzbistum Hamburg und die Caritas im Norden unterstützen alle Bemühungen einer friedensstiftenden Lösung zur Beendigung des Krieges auf allen politischen und diplomatischen Ebenen.
      Wie lange der Krieg auch andauern wird, das Erzbistum Hamburg und die Caritas im Norden als Wohlfahrtsorganisation bleiben an der Seite der Betroffenen in der Ukraine.

      So helfen die Caritas-Mitarbeitenden in der Ukraine unermüdlich weiter.
      In den Caritas-Zentren unserer Partner in den Diözesen Kolomyja und Ivano-Frankivsk kümmern sich die tapferen Helferinnen und Helfer seit einem Jahr Tag und Nacht um Kriegsbetroffene und setzen sich dafür ein, ihr Leid zu lindern. Schwerpunkte der Hilfseinsätze sind Nahrungsmittelausgaben, aber auch Traumaarbeit und Flüchtlingshilfe. Unsere Caritas im Norden konnte bisher zehn Lastzüge mit insgesamt circa 140 Tonnen Hilfsgütern zu unseren Partnern der Caritas Ukraine schicken.
      Verbunden ist die gemeinsame Erklärung mit einem Dank für die Unterstützung aus den Pfarreien, Verbänden, Gruppen und Privatpersonen, die sich in den letzten Monaten durch vielfältige Hilfen beteiligt haben.

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      Für die geflüchteten Menschen, die in unser Bistum gekommen sind, konnten vielfältige Unterstützungen gegeben werden:

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      • Unterstützung von Menschen, um Kriegstraumata zu verarbeiten durch professionell sozialarbeiterische und psychologische Hilfen
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      • Unterstützung, um sich in der neuen Umgebung integrieren zu können
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      • Aufbau von Selbsthilfegruppen
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      • Begegnungsmöglichkeiten wurden geschaffen (Freizeitangebote für Kinder und Erwachsene, Schülerhilfe, Integrationskurse, Sprachmittlung, Sprachkurse)
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      • Beratung zum Leben in Deutschland
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      Der Krieg gegen die Ukraine, in dem Menschenrechte mit Füßen getreten werden, macht deutlich, dass Menschenrechte immer und überall verteidigt werden müssen. Das beginnt auch im Kleinen in der Bildungsarbeit in Schulen, Universitäten und in der Erwachsenenbildung."

    • Erzbischof Dr. Stefan Heße zur Kommunalwahl in Schleswig-Holstein - 12.05.23

      Der Hamburger Erzbischof Dr. Stefan Heße hat dazu aufgerufen, am kommenden Sonntag bei der Kommunalwahl in Schleswig-Holstein seine Stimme abzugeben. „Wählen zu dürfen ist ein besonderes Privileg", so der Erzbischof. In seinem Wahlaufruf betont Heße die Gelegenheit zur Mitgestaltung: „Dann wird entschieden, wer bei Ihnen vor der Haustür Verantwortung übernimmt und das ist auch für unsere katholischen Pfarreien relevant. In den Städten und Dörfern zwischen Nord- und Ostsee lebt die Demokratie von den Menschen, die zur Wahl gehen und von denen, die sich zur Wahl stellen." Für den Erzbischof könne die Demokratie so erst durch die Beteiligung aller auch im Kleinen wirksam werden. „Leisten Sie Ihren Beitrag zum Schutz dieses Schatzes und gehen Sie am Sonntag zur Wahl", beendete Heße seinen Aufruf.

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      Wahlaufruf des Erzbischofs im Wortlaut:

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      „Wählen zu dürfen ist ein besonderes Privileg. Am kommenden Sonntag finden in Schleswig-Holstein die Kommunalwahlen statt. Dann wird entschieden, wer bei Ihnen vor der Haustür Verantwortung übernimmt und das ist auch für unsere katholischen Pfarreien relevant. In den Städten und Dörfern zwischen Nord- und Ostsee lebt die Demokratie von den Menschen, die zur Wahl gehen und von denen, die sich zur Wahl stellen. Erst durch die Beteiligung aller kann die Demokratie auch im Kleinen wirksam werden. Wer wählt, entscheidet mit wie Gemeinwohl und gesellschaftlicher Zusammenhalt, Schutz der Menschenwürde, wirtschaftliche Entwicklung und Bewahrung der Schöpfung gestaltet werden. Papst Franziskus sagt: „Die Demokratie ist ein Schatz der Zivilisation, sie muss bewahrt werden." Leisten Sie Ihren Beitrag zum Schutz dieses Schatzes und gehen Sie am Sonntag zur Wahl", sagte Heße.

    • Heße: „Flüchtlingsschutz nicht infrage stellen“ - 09.05.23

      Zur Ministerpräsidentenkonferenz mit Bundeskanzler Olaf Scholz am 10. Mai erklärt der Hamburger Erzbischof Stefan Heße als Vorsitzender der Migrationskommission und Sonderbeauftragter für Flüchtlingsfragen der Deutschen Bischofskonferenz:

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      „Seit über einem Jahr ist wieder Krieg in Europa. Und nicht nur in unserer Nachbarschaft, auch in anderen Regionen der Welt nehmen gewaltsame Konflikte zu. In dieser schweren Zeit ist Deutschland erneut für viele Menschen zum Hoffnungsort geworden. So haben im vergangenen Jahr mehr als eine Million Menschen aus der Ukraine und anderen Ländern bei uns Schutz gefunden. Dass diese humanitäre Aufgabe bislang so gut bewältigt wurde, ist der großen Solidarität und Hilfsbereitschaft in unserer Gesellschaft zu verdanken. Auch die Kirchen leisten ihren Beitrag. Das vielfältige Engagement gibt Anlass zu Dankbarkeit und Zuversicht. Es ist beeindruckend, was mit vereinten Kräften erreicht werden kann. Gerade der Einsatz der vielen Ehrenamtlichen verdient dabei besondere Wertschätzung. Allen, die sich für die Anliegen schutzsuchender Menschen stark machen, gilt es, Rückenwind zu geben.

      Die Aufnahme vieler schutzsuchender Menschen ist mit Herausforderungen verbunden. Es geht um Fragen des Wohnraums, der Bildung, der medizinischen Versorgung, aber auch um längerfristige Perspektiven der Integration. Daher ist es wichtig, dass der Bundeskanzler und die Ministerpräsidenten bei ihrem morgigen Treffen bestehende Probleme in den Blick nehmen und um Lösungen ringen. Der Flüchtlingsschutz stellt eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe dar. Länder und Kommunen haben Anspruch auf angemessene Unterstützung durch den Bund. Signale der Überforderung sind ernst zu nehmen. Doch bei alledem muss gelten: Die ethische und völkerrechtliche Verpflichtung, Geflüchteten Schutz zu gewähren, darf in Deutschland und Europa nicht infrage gestellt werden. Wegschauen ist keine Option. Und ebenso wenig der Bau von Mauern, die immer auch den Blick auf das Leid der Menschen verstellen. Es geht nicht um bloße Zahlen, sondern um Menschen mit Gesichtern und Geschichten. Statt angstschürender Parolen bedarf es pragmatischer, menschenwürdiger Antworten."

    • Domkapitular Leo Sunderdiek ist tot - 08.05.23

      Der frühere Kieler Propst und Domkapitular des Erzbistums Hamburg, Leo Sunderdiek, ist tot. Er starb gestern (7. Mai) im Alter von 75 Jahren. Erzbischof Stefan Heße würdigte Sunderdiek in einer ersten Reaktion als „zurückhaltenden, treuen Priester, der sich nie in die erste Reihe gestellt hat. Da, wo er gebraucht wurde, war er zur Stelle."

      Leo Sunderdiek wurde 1947 in Osnabrück geboren und dort auch 1975 zum Priester geweiht. Danach arbeitete er als Seelsorger in Kiel, Emden und in der Militärseelsorge. 1993 wurde er Pfarrer der Kieler Propstei St. Nikolaus. 2009 ernannte Erzbischof Werner Thissen ihn zum Domkapitular. Seit 2018 lebte Sunderdiek in Kiel-Mettenhof im Ruhestand.

    • Erzbischof Heße segnete Wohnungsbau in Rothenburgsort - 26.04.23

      Erzbischof Stefan Heße hat heute (26. April) im Rahmen des Richtfestes ein Wohnungsbauprojekt des Erzbistums Hamburg im Stadtteil Rothenburgsort gesegnet. Heße dankte den Handwerkern und sprach die Hoffnung aus, dass die künftigen Mieterinnen und Mieter dort in einem umfassenden Sinn gut leben können. Er erinnerte aber auch an die wohnungslosen Menschen in Hamburg und in den Kriegs- und Fluchtgebieten und bezog sie in seine Fürbitten ein.

      Verwaltungsdirektor Alexander Becker hob hervor, dass das Bauvorhaben „bislang ohne jeglichen Verzug und in gewünschter Qualität und auch im Kostenrahmen" errichtet worden sei. Er wies weiter darauf hin, dass die Wohnungen ausschließlich vermietet werden und nicht zum Verkauf stehen. Mit der Vermarktung will das Erzbistum Mitte des Jahres beginnen.

      Neben der katholischen St. Erich-Kirche (Billhorner Röhrendamm 151) baut das Erzbistum Hamburg ein nachhaltiges Wohngebäude mit 52 Mietwohnungen im KfW 55 Standard und einer Gesamtwohnfläche von etwa 4.480 Quadratmetern. 30 Prozent der Wohnfläche wird als sozialer Wohnungsbau hergestellt und vermietet. Der Schwerpunkt liegt auf Wohnungen für vier bis sechs Personen. Ende 2023 soll das Wohngebäude fertiggestellt sein.
      Das Bauvorhaben wird vom Hamburger Architekturbüro Quente Schwartz geplant und vom Generalunternehmer HOCHTIEF errichtet.

    • Erzbistum Hamburg: Kirchensteuer unter Vorjahresniveau - 25.04.23

      Die Kirchensteuereinnahmen des Erzbistums Hamburg sind in den ersten Monaten dieses Jahres hinter den Erwartungen zurückgeblieben. „Die Einnahmen liegen unter dem Vorjahresniveau", sagte Verwaltungsdirektor Alexander Becker vor dem Wirtschaftsrat des Erzbistums am vergangenen Wochenende in Hamburg. Die Entwicklung zeige sich auch in anderen Bistümern. Wichtig sei es nun, weitere Einsparpotentiale auszumachen. Becker äußerte allerdings auch die Hoffnung, auf der Einnahmenseite noch aufzuholen und das Wirtschaftsjahr „einigermaßen planmäßig" gestalten zu können. „Viel hängt von der Entwicklung im zweiten Quartal ab", so Becker.

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      Demgegenüber konnte die Stabsstelle Controlling auf ein voraussichtlich positives operatives Ergebnis des Jahres 2022 hinweisen. Anders als in diesem Jahr hätte es im vergangenen Jahr ein besseres Kirchensteuerergebnis gegeben als geplant. Zudem hätten Einsparungen im Personal- und Sachkostenbereich positive Auswirkungen gehabt. Allerdings seien auch Risiken etwa durch nicht getätigte Instandhaltungen vorhanden. Der endgültige Jahresabschluss müsse noch abgewartet werden.

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      Verwaltungsdirektor Becker sieht im Erzbistum Hamburg insgesamt einen „weiterhin zukunftsgerichteten Umgang mit den Herausforderungen, die sich seit Jahren abzeichnen. Die Entwicklungen in anderen Bistümern bestätigen unseren Weg, den wir seit längerem gehen", so Becker.

    • Erzbischof Heße segnet Wohnungsbau in Rothenburgsort - 20.04.23

      Erzbischof Stefan Heße segnet am Mittwoch, 26. April, um 10 Uhr im Rahmen des Richtfestes ein Wohnungsbauprojekt des Erzbistums Hamburg im Stadtteil Rothenburgsort. Auch der Bezirksamtsleiter Hamburg-Mitte, Ralf Neubauer, spricht während des Richtfestes ein Grußwort.

      Neben der katholischen St. Erich-Kirche (Billhorner Röhrendamm 151) baut das Erzbistum Hamburg ein nachhaltiges Wohngebäude mit 52 Mietwohnungen im KfW 55 Standard und einer Gesamtwohnfläche von etwa 4.480 Quadratmetern. 30 Prozent der Wohnfläche wird als sozialer Wohnungsbau hergestellt und vermietet. Der Schwerpunkt liegt auf Wohnungen für vier bis sechs Personen. Ende 2023 soll das Wohngebäude fertiggestellt sein.

      René Pourrier, Referatsleiter Bauprojektentwicklung im Erzbistum Hamburg, hebt hervor: „Das Gebäude wird aktiv zur Aufwertung des Stadtteils beitragen; es ist außerdem ein Pilotprojekt der aktuellen Vermögens- und Immobilienreform des Erzbistums."

      Das Bauvorhaben wird vom Hamburger Architekturbüro Quente Schwartz geplant und vom Generalunternehmer HOCHTIEF errichtet.

    • Frank Hattwig wird als Gefängnisseelsorger verabschiedet - 11.04.23

      Frank Hattwig, katholischer Gefängnisseelsorger in Schleswig-Holstein, wird am 13. April aus seinem Dienst verabschiedet. Er war seit 2001 in verschiedenen Justizvollzugseinrichtungen des Landes tätig, zuletzt in der Justizvollzugsanstalt Kiel und in der Jugendanstalt Schleswig. Hattwig wird künftig in Bremen als Krankenhausseelsorger arbeiten.

      Die schleswig-holsteinische Justizministerin Kerstin von der Decken würdigte Hattwigs Arbeit: „Mehr als 20 Jahre war Herr Frank Hattwig als Gefängnisseelsorger in den Justizvollzugsanstalten in Schleswig-Holstein tätig, zuletzt vor allem in der JVA Kiel und der Jugendanstalt Schleswig. Als erfahrener und stets verlässlicher Ansprechpartner war er sowohl von den Inhaftierten als auch den Bediensteten hoch geschätzt. Im Laufe dieser vielen Jahre hat Herr Hattwig so manche Sinn- und Lebenskrise seelsorgerisch begleitet, und den Menschen im Justizvollzug wertvollen Beistand geleistet. Im Namen der schleswig-holsteinischen Landesregierung möchte ich für das langjährige Engagement danken und für den weiteren Weg alles Gute wünschen."

    • Ostern: Christen feiern den Höhepunkt des Kirchenjahres - 04.04.23

      Ostern ist der Höhepunkt des christlichen Kirchenjahres. Mit der Abendmahlsfeier am Gründonnerstag beginnen die „Drei Österlichen Tage". Die Kirche gedenkt an diesen Tagen des Leidens, Sterbens und der Auferstehung Jesu. Im Mittelpunkt der österlichen Tage steht die Feier der Osternacht.

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      Im Hamburger St. Marien-Dom werden an den „Drei Österlichen Tagen" folgende Gottesdienste gefeiert:

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      Gründonnerstag, 6. April: 19 Uhr Messe vom letzten Abendmahl mit Erzbischof Stefan Heße
      Karfreitag, 7. April: 15 Uhr Feier vom Leiden und Sterben unseres Herrn Jesus Christus. Die Schola Gregoriana und ein Vokalensemble gestalten den Gottesdienst musikalisch; 19 Uhr Karfreitagsliturgie der kroatischen Gemeinde
      Samstag, 8. April: 20 Uhr Osternachtfeier der kroatischen Gemeinde
      Ostersonntag, 9. April: 6 Uhr Feier der Osternacht mit Erzbischof Stefan Heße, 10 Uhr Pontifikalamt mit Erzbischof Stefan Heße; Chor und Orchester des St. Marien-Doms gestalten den Gottesdienst mit der Entrata Festiva von Flor Peeters und der Missa in C von Johann Joseph Fux; 12 Uhr Heilige Messe der portugiesischen Gemeinde; 15 Uhr Heilige Messe der kroatischen Gemeinde; 18.15 Uhr Abendmesse
      Am Ostermontag, 10. April, beginnen die Eucharistiefeiern um 8.30 Uhr, 10 Uhr und 18.15 Uhr. Um 15 Uhr feiert die kroatische Gemeinde die Heilige Messe.

    • „Bedrohung. Mut. Friede“: Ökumenischer Kreuzweg Lübeck stellt sich aktuellen Herausforderungen - 04.04.23

      „Bedrohung. Mut. Friede" lautet das Motto des ältesten deutschen Kreuzweges in diesem Jahr. Am kommenden Karfreitag (7. April) werden Hunderte Gläubige in Lübeck mit einem Holzkreuz durch die Altstadt ziehen und an fünf Stationen an das Leiden und Sterben von Jesus Christus erinnern. Start ist um 10 Uhr an der Jakobi-Kirche.

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      Ansprachen an den einzelnen Stationen halten Erzbischof Dr. Stefan Heße, die Bischöfin im Sprengel Hamburg und Lübeck der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) Kirsten Fehrs, der frühere schleswig-holsteinische Ministerpräsident Björn Engholm (SPD), die Enkelin des Lübecker Märtyrers Karl Friedrich Stellbrink, Anke Laumayer, die Hamburger Generalkonsulin der Ukraine, Irina Tybinka und Pastor Lutz Jedeck (St.-Jakobi-Kirche Lübeck).

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      „Vor 80 Jahren wurden die Lübecker Märtyrer hingerichtet. Ihr mutiger Einsatz für Würde und Gerechtigkeit haben sie das Leben gekostet" erklärt Erzbischof Dr. Stefan Heße. „Diesen Mut unter Einsatz ihrer Existenz, bringen auch in diesem Augenblick viele Menschen auf der ganzen Welt auf. In Solidarität mit Ihnen gehen wir dieses Jahr den Kreuzweg."
      Für Bischöfin Kirsten Fehrs antwortet der Kreuzweg auf das unermessliche Leid, welches durch Kriege weltweit verursacht werde, mit der Botschaft des Zusammenhalts: „Wenn wir gemeinsam das Kreuz tragen, tragen wir ihr Leid mit. Und wir senden das Zeichen, dass Tod und Gewalt nicht das letzte Wort haben. Unsere Botschaft ist: Lasst uns eintreten für eine Gesellschaft ohne Hass und für den Frieden."

      Erzbischof Heße und Bischöfin Fehrs danken Altministerpräsident Björn Engholm und Pastor Lutz Jedeck für deren Jahrzehnte langes Engagement für den Lübecker Kreuzweg. Beide gehen ihn in diesem Jahr zum letzten Mal. „Seit 20 Jahren gehen wir diesen Weg mit annähernd tausend Menschen und gedenken der Leiden Jesu auf dem Weg zur Kreuzigung", sagt Björn Engholm. „Wir gehen den Weg an diesem Karfreitag im Bewusstsein, dass ein ganzes Volk in Europa täglich mit Gewalt, Leid und Tod bedroht wird. Wir dürfen und wollen dieses Leid nicht akzeptieren. Krieg ist nicht die ultima ratio, sondern die ultima irratio", so der Altministerpräsident vorab. Pastor Jedeck betont: „Es ist in Jesu Sinn, Leid, Krankheit, Unbarmherzigkeit, Unrecht und Krieg nicht zu tolerieren. Wir gehen am Karfreitag den Weg darum auch als eine Demonstration gegen Hass, Unrecht und Gewalt, als Weg für den Frieden."

      Ferner wirken am Kreuzweg mit: Pastorin Kathrin Jedeck (St. Jakobi), Pröpstin Petra Kallies (Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg), Pastoralreferentin Claudia Schophuis, Propst Christoph Giering (Propstei Herz Jesu), Michael Hoffelder (früherer Vorstandsvorsitzende Deutsche Bank Bauspar AG) und Prof. Arvid Gast.

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      Hintergrund „Lübecker Kreuzweg"

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      Kirchenhistoriker halten „Lübecker Kreuzweg" für den ersten deutschen Kreuzweg:
      Der Weg von der Jakobi-Kirche zum Jerusalemsberg ist mit 1.650 Metern exakt so lang wie die „Via dolorosa" in Jerusalem. Diesen Weg soll Jesus nach seiner Verurteilung durch Pontius Pilatus bis zum Ort der Kreuzigung gegangen sein.

      Der angesehene Kaufmann und Ratsherr der Hansestadt Lübeck, Hinrich Konstin, hatte 1468 für sein Seelenheil eine Pilgerreise nach Jerusalem unternommen. Er starb 1482 kinderlos und verfügte in seinem Testament, dass von seinem Vermögen ein Kreuzweg gebaut werden solle. Noch heute erinnern „Konstinkai" und „Konstinstraße" in der Hansestadt an den Stifter.

      Der Lübecker Kreuzweg beginnt an einem Relief der evangelischen Jakobi-Kirche.
      „Hir beginet de crucedracht Christi bute de borchdare to Jherusale" (hier beginnt die Kreuztragung Christi durch das Burgtor zum Jerusalemsberg). Vor den Stadtmauern hatte Kostin den Jerusalemsberg aufschütten lassen. Hier an der Konstinstraße sieht man heute neben dem Brahms-Institut einen rund vier Meter hohen Hügel. Ursprünglich muss er höher gewesen sein, denn die Franzosen hatten während ihrer Belagerung 1813 einen Teil abgetragen. 17 stattliche Eichen umrahmen das Denkmal mit der Kreuzigung Jesu.

      Nach der Reformation geriet der Lübecker Kreuzweg in Vergessenheit. Erst seit 1994 wird er wieder jährlich gegangen, seit 2002 in ökumenischer Gemeinsamkeit. Die rund 800 Teilnehmenden gehen die fünf Stationen des Lübecker Kreuzweges jeden Karfreitag ab 10 Uhr.

    • Erzbischof Dr. Stefan Heße gratuliert Weihbischof Johannes Wübbe - 28.03.23

      Erzbischof Dr. Stefan Heße gratuliert Weihbischof Johannes Wübbe mit Segenswünschen zur Wahl als Diözesanadministrator im Bistum Osnabrück:

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      „Bischof Bode war zuletzt der Dienstälteste im Kreise der Bischofskonferenz – 28 Jahre hat er dem Bistum vorgestanden. Er hinterlässt große Fußstapfen und auch das Bistum Osnabrück steht vor den Herausforderungen der Gegenwart. Ich wünsche Weihbischof Wübbe und seinem Ständigen Vertreter Ulrich Beckwermert für die anstehenden Aufgaben Gottes Segen und freue mich auf die Zusammenarbeit in der Metropolie."

    • Erzbischof Dr. Heße zum Rücktritt des Bischofs von Osnabrück, Dr. Franz-Josef Bode - 25.03.23

      Papst Franziskus hat heute (25. März 2023) das Rücktrittsgesuch von Bischof Dr. Franz-Josef Bode (Osnabrück) angenommen.
      Dazu sagt der Hamburger Erzbischof und Metropolit, Dr. Stefan Heße:

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      „Auch ich bedauere den Rücktritt von Bischof Dr. Franz-Josef Bode. Zwischen dem Erzbistum Hamburg und dem Bistum Osnabrück gibt es eine lange und enge Verbundenheit. Und so danke ich ihm für seinen Dienst in unserer Metropolie und das gute brüderliche Miteinander. Mit seinem Rücktritt übernimmt Bischof Bode Verantwortung für das uns alle begleitende Thema des sexuellen Missbrauchs in unserer Kirche. Dafür spreche ich ihm meinen Respekt aus.
      Ich persönlich werde mit Bischof Bode für immer meine Weihe zum Erzbischof im Jahre 2015 verbinden."

    • Erzbischof gibt Veränderungen in Führungsebenen des Erzbistums bekannt - 23.03.23

      Domkapitular Bertold Bonekamp (66) wird zum 3. April als Dompropst die Leitung des Metropolitankapitels übernehmen, teilte Erzbischof Dr. Stefan Heße am Donnerstag in einem Brief an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Erzbistum Hamburg mit. Der bisherige Dompropst Franz-Peter Spiza (72) verzichte aus gesundheitlichen Gründen auf das Amt, werde aber weiterhin als residierender Domkapitular dem Metropolitankapitel angehören, heißt es darin.
      Zur Ernennung des neuen Dompropstes sagt der Erzbischof: „Domkapitular Bonekamp hat bereits in den letzten Jahren die Gesamtverantwortung für das Personal im Erzbistum Hamburg getragen und darüber hinaus in vielen Aufgabenbereichen engagiert mitgearbeitet, zudem ist er seit vielen Jahren Mitglied des Domkapitels und genießt das Vertrauen der anderen Mitbrüder. Deswegen übertrage ich ihm gerne diese Aufgabe."

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      In dem Brief gab der Erzbischof weitere Personalveränderungen in den Führungsebenen des Erzbistums bekannt. Der zukünftige Dompropst Bonekamp wird zum 31. August aus seinen Aufgaben als Leiter der Personalabteilung im Generalvikariat ausscheiden. Die Abteilungsleitung soll ausgeschrieben werden, allerdings übernehme die Leitung des Referates für das pastorale Personal innerhalb der Personalabteilung ab 1. September der jetzige Leiter der Pfarrei in Güstrow, Pfarrer Tobias Sellenschlo (45). Er werde sich bereits ab Ende Mai in diese Aufgabe einarbeiten und zusätzlich als Pastor in einer Hamburger Pfarrei eingesetzt werden.

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      Die Verantwortung in der Priesterausbildung im Amt des Regens wird ab Sommer Pastor Johannes Zehe (59) übernehmen. Er folgt Pfarrer Dr. Jürgen Wätjer (60) nach, der nach zehn Jahren wieder ganz in die Pfarrseelsorge wechseln wird.

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      Auch in der Leitung der Pfarrei Sankt Ansgar im Zentrum Hamburgs wird es einen Wechsel geben. Pastor Thorsten Weber (59) folgt auf Domkapitular Monsignore Peter Mies (69), der zum 30. Juni seinen Verzicht erklärte. Mit dem Wechsel soll ein neues Leitungsmodell in der Pfarrei eingeführt werden.

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      In der Pastoralen Dienststelle, der Abteilung für die seelsorgliche Strukturen im Erzbistum, wird mit dem Ausscheiden der Leiterin Schwester Gudrun Steiß (56) eine Nachbesetzung notwendig. Zum 1. September wird Dr. Andree Burke (32) die Leitung übernehmen sowie Sabine Gautier (42) die ständige Stellvertretung. Gemeinsam mit Geschäftsführer Karl Theißen soll dieses Leitungsteam zusammen mit Generalvikar Pater Sascha-Phillipp Geißler SAC pastoralstrategische Zukunftsfragen im Erzbistum Hamburg bearbeiten.

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      Stichwort Domkapitel / Metropolitankapitel

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      Das Domkapitel ist das leitende Gremium an katholischen Bischofskirchen. Ist die Bischofskirche Sitz eines Erzbischofs oder Metropoliten, so wird das Domkapitel auch als Metropolitankapitel bezeichnet. Vorsitzender des Domkapitels ist der Dompropst, der das Kapitel nach außen vertritt und die Kapitelsitzungen leitet.
      Das Dom- bzw. das Metropolitankapitel unterstützt den Bischof in der Leitung und Verwaltung des Bistums. Wichtige Aufgabe des Domkapitels sind, nach dem Amtsverzicht oder Tod eines Bischofs einen Übergangsverwalter, den sogenannten Diözesanadministrator und später den neuen Bischof zu wählen.

    • Erzbischof gratuliert Prof. Dr. Florian Bruckmann zur Antrittsvorlesung - 17.03.23

      Florian Bruckmann, seit Dezember 2022 Professor für katholische Theologie am Seminar für Katholische Theologie in der Fakultät III der Europa-Universität Flensburg, hielt gestern (16.3.) seine Antrittsvorlesung. Aus diesem Anlass nahm Erzbischof Dr. Stefan Heße an der Vorlesung teil. Er beschrieb die katholische Theologie und die Arbeit von Prof. Bruckmann an der Uni Flensburg als besonderen Gewinn:

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      „Ich freue mich sehr, dass Professor Bruckmann mit seinem Team der katholischen Theologie im Norden ein Gesicht gibt. Professor Bruckmann setzt schon jetzt in der Lehre wichtige inhaltliche Impulse, von denen die Studierenden profitieren. In der katholischen Theologie liegen wichtige Ressourcen, die wir zur Bewältigung der vielen Herausforderungen heutzutage dringend benötigen Professor Bruckmann schöpft aus diesen Ressourcen und bringt sie kreativ in den Dialog mit den Kolleginnen und Kollegen aus den anderen Fächern und Disziplinen ein. Die Katholische Theologie an der Europa-Universität Flensburg ist für die Ausbildung der zukünftigen Lehrerinnen und Lehrer und den interdisziplinären Austausch in Flensburg und darüber hinaus ein großer Gewinn", so Erzbischof Heße.

    • Ökumenisches Gedenken nach Amoktat von Hamburg - 15.03.23

      Nach der Amoktat am 9. März in Hamburg sind die Menschen in der Stadt noch immer fassungslos. Vor diesem Hintergrund laden das Erzbistum Hamburg, die Evangelische-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) und die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Hamburg e.V. zu einem ökumenischen Gedenken ein.

      „Ich trauere mit der Gemeinde der Zeugen Jehovas um die getöteten Menschen, auch wenn ich nicht ihren Glauben teile. Die menschenverachtende Gewalttat am letzten Donnerstag hat ganz Hamburg tief erschüttert und viele Menschen fassungslos und traurig gemacht. In dieser Situation ist es gut, zusammenzustehen, die Sorgen auszusprechen und vor allen Dingen gemeinsam und konfessionsübergreifend für den Frieden und ein friedliches Miteinander zu beten", so Erzbischof Dr. Stefan Heße.
      „Aufgewühlt und immer noch fassungslos stehen wir vor diesem Amoklauf, der über die Versammlung der Zeugen Jehovas am 9. März hereinbrach und Menschen auf so furchtbare Weise tötete und verletzte. Die Stadt trauert. Deshalb braucht es jetzt Raum, um unserer Klage und unserem Mitgefühl Ausdruck zu geben und eine Sprache dafür zu finden – mit Worten und Gesten. Zum Trauern. Zum Beten. Zur Entlastung. Und ganz besonders auch zum Trost", erklärt Bischöfin Kirsten Fehrs die Einladung.

      Die Gemeinschaft der Zeugen Jehovas wurde vorab informiert und zu dem Gottesdienst eingeladen.

      Der Gottesdienst ist öffentlich und findet statt am Sonntag, 19. März, um 17 Uhr in der Hauptkirche St. Petri, Bei der Petrikirche 2, 20095 Hamburg (siehe auch angehängte Einladung).

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    • Generalvikar Geißler zum Schusswaffenangriff in Hamburg-Alsterdorf - 10.03.23

      Der Generalvikar des Erzbistums Hamburg, Pater Sascha-Philipp Geißler, sagte zum Schusswaffenangriff in Hamburg-Alsterdorf:

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      „Die Nachrichten zu dieser Bluttat in Hamburg-Alsterdorf sind erschütternd und machen mich sprachlos. Mein Mitgefühl und meine Gebete gelten besonders den Getöteten und ihren Angehörigen, den Verletzten und den Einsatzkräften. Ich denke an alle, die angesichts dieser Tat bestürzt sind, und an alle, die jetzt anderen helfen."

    • Erzbischof Stefan Heße zum Schusswaffenangriff in Hamburg-Alsterdorf - 10.03.23

      Der Hamburger Erzbischof Stefan Heße hat sich am Rande einer Veranstaltung in Frankfurt in einer Videobotschaft zu dem Schusswaffenangriff in Hamburg-Alsterdorf geäußert. Der Erzbischof sagte:

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      „Gestern habe ich von dem Amoklauf in Hamburg erfahren, der sich in dieser Nacht zugetragen hat. Menschen sind umgekommen, sind getötet worden, viele sind verletzt worden und betroffen sind Familien, sind Angehörige der Gemeinschaft der Zeugen Jehovas und viele andere mehr. Meine Gedanken und Gefühle gehen jetzt zu all denen, natürlich zu den Toten, aber auch zu denen, die sie hinterlassen, aber auch zu denen, die jetzt ihnen zur Seite stehen.

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      Ich denke an die Notfallseelsorger und Seelsorger und viele Menschen, die jetzt versuchen, Trost und Hoffnung zu spenden, aber auch zur Polizei und allen, die jetzt ermitteln. Eine schwierige Situation, in der jetzt Stück für Stück mehr Licht gebracht werden muss, damit wir sie verstehen. In diesem Sinne denke ich von hier aus an alle und begleite sie mit meinem Gebet und mit dem Wunsch um Gottes Segen."

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      Der Link zum Video von Erzbischof Stefan Heße: https://youtu.be/PBhRUQzOl6E 

    • Runder Tisch "SHalom&Moin" nimmt seine Arbeit auf - 01.03.23

      Heute (1.3.) hat sich der Runde Tisch ,,SHalom&Moin" unter dem Vorsitz von Landtagspräsidentin Kristina Herbst im Kieler Landeshaus konstituiert. Ziel des Gremiums ist es, das jüdische Leben zu fördern, es in der Gesellschaft sichtbarer zu machen und Antisemitismus entschieden entgegenzutreten. Im Mittelpunkt der heutigen Sitzung stand die Unterzeichnung der Gründungsvereinbarung des Runden Tisches ,,SHalom&Moin". 

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      Für das Erzbistum Hamburg nahm stellvertretend für Weihbischof Horst Eberlein, die Leiterin des katholischen Büros Schleswig-Holstein, Beate Bäumer, an der Sitzung teil. Sie sagte:

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      "Die Mitwirkung am Runden Tisch, der in seiner Ausrichtung und Zusammensetzung bundesweit einmalig ist, ist für uns Ehre und Verpflichtung zugleich.
      Denn zum Auftrag der katholischen Kirche gehören die Übernahme der historischen Verantwortung für den christlichen Judenhass in der Vergangenheit und der Kampf gegen jede Form des Antisemitismus in der Gegenwart. Papst Franziskus sagt: „Ein Christ kann kein Antisemit sein."

    • Stellungnahme von Erzbischof Dr. Stefan Heße - 27.02.23

      Stellungnahme von Erzbischof Dr. Stefan Heße zur Studie „Aufarbeitung und Dokumentation des sexuellen Missbrauchs von katholischen Priestern und anderen im Dienst der katholischen Kirche stehenden Personen an Minderjährigen in Mecklenburg von 1946 bis 1989" der Klinik für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie an der Universität Ulm

      Hamburg, 27. Februar 2023

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      Sehr geehrte Damen und Herren,
      die meisten von Ihnen werden die ausführliche und bedrückende Präsentation der Studie über sexualisierte Gewalt in der katholischen Kirche in Mecklenburg am vergangenen Freitag verfolgt oder inzwischen Teile der veröffentlichten Studie gelesen haben.

      Ich habe am Freitag gesagt, wie schrecklich und schockierend es ist, von solch schlimmen Erfahrungen zu hören, die Menschen als ganz junge Kinder und oft über einen sehr langen Zeitraum erlitten haben durch Priester, denen sie anvertraut waren. Ich kann den betroffenen Menschen nur dafür danken, dass sie an dieser Studie mitgearbeitet und von ihren Erfahrungen berichtet haben. Und ich kann nur ahnen, was es für sie bedeutet hat.

      Es ist ein Verdienst der Studie, aus dem kriminologischen, psychologischen und psychiatrischen Blickwinkel der Forschenden deutlich gemacht zu haben, welch vielfältige Formen und Folgen sexuelle Gewalt hat, die Kinder und Jugendliche erleiden. Mir ist auch deutlich geworden, wie sehr sexualisierte Gewalt mit geistlichem Missbrauch, mit Machtmissbrauch und mit brutaler körperlicher Gewalt zusammenhängt.

      Die Studie hat einen Teil des Missbrauchs in der katholischen Kirche Mecklenburgs dokumentiert und öffentlich gemacht. Sie wird damit zu einem Teil des Schuldgedächtnisses unserer Kirche. Ich finde das gut und wichtig.
      Auch wir im Erzbistum Hamburg müssen zur Kenntnis nehmen, dass kirchliche Verantwortungsträger nach unserem heutigen Wissen nicht angemessen gehandelt haben. Täter wurden nicht konsequent zur Rechenschaft gezogen und Schutzbefohlene nicht ausreichend geschützt.

      Viele betroffene Menschen äußern inzwischen ihren Unmut über kirchliche Entschuldigungsgesten. Das kann ich gut verstehen. Es wäre viel zu wenig, nur um Entschuldigung zu bitten. Und ist es nicht für die Betroffenen geradezu eine Zumutung, ausgerechnet sie um Entschuldigung zu bitten? Es geht aus meiner Sicht vielmehr darum, die richtigen Konsequenzen zu ziehen und alles dafür zu tun, damit niemand solche Erfahrungen in der Kirche machen muss.
      Die Studie hat deutlich gemacht, wie sehr die sozialen und gesellschaftlichen Verhältnisse in der DDR den Machtmissbrauch durch Priester erleichtert haben. Auch wenn wir heute Kirche in einer offenen und demokratischen Gesellschaft sind, muss der Umgang mit Macht in der Kirche nach wie vor immer reflektiert und kritisch überprüft werden. Wir tun dies bundesweit auf dem Synodalen Weg, und ich glaube, dass wir dort an wichtigen Impulsen für eine Kirche arbeiten, in der Macht geteilt und kontrolliert werden soll.

      Wir werden als Erzbistum Hamburg in Abstimmung mit der Aufarbeitungskommission und dem Betroffenenrat weitere Untersuchungen in Auftrag geben, die das ganze Gebiet des heutigen Erzbistums und die gesamte Zeit bis heute in den Blick nehmen. Inwieweit diese Untersuchungen wichtige neue Erkenntnisse bringen werden, fragen sich heute schon viele. Auftrag der Aufarbeitungskommission ist es deshalb, die wissenschaftlichen Kriterien zu generieren, die einen Erkenntnisgewinn ermöglichen.

      Im Gespräch mit den Forschenden aus Ulm habe ich zudem den Eindruck gewonnen, dass es eine gesamtdeutsche Studie braucht. Voraussetzung dafür sind aber gemeinsame Kriterien, auf die man sich festlegen müsste. Und wichtiger müsste die kleinteiligere Aufarbeitung in den einzelnen Gemeinden, vielleicht auch einzelnen Institutionen genommen werden.

      Bereits seit 2010 hat es Gesprächsveranstaltungen in verschiedenen Gemeinden mit Fachleuten aus dem Erzbistum gegeben. Auch in der Zeit, als die Studie erarbeitet worden ist, hat es weitere solcher Gespräche gegeben. Und auch jetzt, nach Veröffentlichung der Mecklenburg-Studie, wird es begleitete Gesprächsangebote in den Mecklenburger Gemeinden geben. Einige Termine sind schon vereinbart. Und weiter gedacht wird es diese Art der Aufarbeitung auch in unseren Gemeinden in den Regionen Hamburg und Schleswig-Holstein geben müssen. Die Studie spricht von gespaltenen Gemeinden. Ich hoffe, dass wir durch solche Gesprächsprozesse auch dazu beitragen können, Verwundungen zu überwinden.

      Missbrauchstäter in unseren Gemeinden werden oft von Teilen der Gemeinde als charismatische Personen beschrieben, die viel Gutes getan hätten. Die Ulmer Forschenden haben dies als Anbahnungsverhalten gesehen, das sogenannte Grooming, also als ein Verhalten, das Machtmissbrauch und Gewalt vorbereitet und ermöglicht.
      Wir müssen davon ausgehen: Ein solches Anbahnungsverhalten gibt es auch heute. Durch unsere Präventionsarbeit ist nach meinem Eindruck die Sprechfähigkeit und die Sensibilität, solches Verhalten zu erkennen, gewachsen. Wir haben es für unsere Gemeinden und Einrichtungen verpflichtend gemacht, Schutzkonzepte zu entwickeln, die auf ihre Situation zugeschnitten sind und die dabei helfen, sichere Orte für Kinder und Jugendliche und erwachsene Schutzbefohlene zu schaffen. Diese Konzepte müssen nun vor Ort weiter umgesetzt werden, und wir werden das personell unterstützen.

      Die Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Kerstin Claus, hat in einer ersten Stellungnahme am Freitag gesagt, die Studie mache klar, dass die Aufarbeitung sexueller Gewalt auch von staatlicher Seite gestärkt werden müsse. Ich begrüße das ausdrücklich. Ich frage mich allerdings auch, wann es hier einmal zu konkreten Ansätzen kommen wird. Wenn die kirchliche Aufarbeitung in der Öffentlichkeit als nicht ausreichend angesehen wird, müssen solche konkreten Ansätze dringend in den öffentlichen Diskurs eingebracht werden.

      Die Studie ist zu dem Ergebnis gekommen, dass trotz der herausfordernden Situation der katholischen Kirche in der DDR die Hauptverantwortung für den sexuellen Missbrauch in der Kirche bei der Kirche liegt. Dieses Fazit akzeptiere ich und wir alle müssen das als Kirche akzeptieren. Ich sehe es als meinen Auftrag an, als Bischof weiter dafür zu sorgen, dass sexualisierte Gewalt aufgearbeitet und unsere Kirche ein immer sichererer Ort für alle Menschen wird.

    • Gebet um den Frieden in der Ukraine - 21.02.23

      Ein Jahr nach dem Ausbruch des Krieges gegen die Ukraine lädt das Erzbistum Hamburg am Donnerstag, 23. Februar, um 19.30 Uhr zu einer ökumenischen Friedensvigil in den St. Marien-Dom ein. Erzbischof Stefan Heße leitet die Gebetszeit. Teilnehmen werden Pröpstin Ulrike Murmann, der Pfarrer der ukrainischen griechisch-katholischen Pfarrei in Hamburg, Pavlo Tsvok, und Pastor Detlef Pieper für die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Hamburg.

    • Erzbistum Hamburg nimmt „Geistlichen Missbrauch“ in den Blick - 20.02.23

      Rund 100 Seelsorgerinnen und Seelsorger aus dem Erzbistum Hamburg haben sich in einer Fortbildungsveranstaltung mit dem Thema „Geistlicher Missbrauch" befasst. Referent der Veranstaltung war Peter Hundertmark, Pastoralreferent im Bistum Speyer, Exerzitienbegleiter, Leiter des Referats Spirituelle Bildung/Exerzitienwerk im Bischöflichen Ordinariat Speyer. Er ist Mitarbeiter in einer Arbeitsgruppe der Bischofskonferenz, die zum „Geistlichen Missbrauch" berät.

      Es geht dabei um Menschen, die leiden und angeben, Opfer von Gewalt gegen ihre Spiritualität und ihr Gewissen geworden zu sein. Am stärksten gefährdet seien junge Menschen zwischen 14 und 25 Jahren, die religiös und spirituell erfahren sind. Hundertmark betonte, dass jeder Missbrauch ein Machtmissbrauch sei. In der Kirche werde Machtmissbrauch in der Regel durch „fromme Mäntelchen" versteckt. Darüber hinaus sei wichtig zu sehen, dass Geistlicher Missbrauch nicht einfach passiere und auch kein einmaliger Fehltritt sei, sondern sorgfältig vorbereitet und angebahnt werde.

      Nach seinem einführenden Referat gingen die Teilnehmenden in einer Gruppenarbeit auf Fallbeispiele aus den letzten fünf Jahren ein und berieten, wie hier seelsorglich zu handeln wäre. Wichtig seien Gespräche und Begegnungen, die aber einer hohen Sensibilität bedürfen.
      Das Thema „Geistlicher Missbrauch" steht auch auf der Tagesordnung der Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz, die im März in Dresden stattfindet. Auch im Erzbistum Hamburg gibt es bereits eine Arbeitsgruppe, die zum Thema angefragt werden kann. Ein Kontakt ist über das Referat Prävention und Intervention (Telefon 040 / 248 77-462) möglich.

    • Erzbischof schreibt an 30.000 Haushalte in Mecklenburg - 17.02.23

      Im Vorfeld der Veröffentlichung einer Untersuchung zu sexualisierter Gewalt in der katholischen Kirche in Mecklenburg hat Erzbischof Stefan Heße den katholischen Christen dort geschrieben. „Es geht um die Anerkennung und Würde der Betroffenen", schreibt Heße in dem Brief, der in diesen Tagen 30.000 Haushalte erreicht, in denen katholische Christen leben. „Die Gespräche mit ihnen, die Dokumentation der Taten und des Umgangs mit den Tätern tragen dazu bei, dass den Betroffenen Gerechtigkeit widerfährt", so der Erzbischof weiter.

      Die Untersuchung „Aufarbeitung und Dokumentation des sexuellen Missbrauchs von katholischen Priestern und anderen im Dienst der katholischen Kirche stehenden Personen an Minderjährigen in Mecklenburg von 1946 bis 1989" wird am Freitag, 24. Februar in Schwerin vorgestellt. Sie ist in den vergangenen drei Jahren vom Lehrstuhl für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie an der Universität Ulm erarbeitet worden. Erzbischof Heße wird am Montag, 27. Februar, in einem Pressegespräch zu der Untersuchung Stellung nehmen.

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      Pastoralbrief EB Bericht Aufarbeitung Mecklenburg
      Beileger Bericht Aufarbeitung Mecklenburg

    • Annette Schavan predigt im Michel - 01.02.23

      Mit einer Pontifikalvesper in der evangelischen Hauptkirche St. Michaelis endet am Sonntag, 5. Februar, die St. Ansgar-Woche der katholischen Kirche in Hamburg. Der Gottesdienst mit Erzbischof Stefan Heße beginnt um 17 Uhr. Die frühere Bundesministerin Annette Schavan wird unter dem Titel „Es ist Zeit!" die Predigt halten. Der Chor des St. Marien-Doms und die Schola Gregoriana unter der Leitung von Dommusikdirektor Christian Weiherer gestalten die Feier musikalisch.

      Der Vespergottesdienst zum Abschluss der St. Ansgar-Woche ist traditionell der größte katholische Gottesdienst des Jahres in Hamburg.

    • Ökumenischer Gedenkgottesdienst nach Gewalttat von Brokstedt - 01.02.23

      Nach der Gewalttat am 25. Januar in einer Regionalbahn bei Brokstedt sind die Menschen im Land noch immer fassungslos. Um der Trauer einen Raum zu geben, laden das Erzbistum Hamburg und die Evangelische-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) zu einem ökumenischen Gottesdienst nach Neumünster ein. Erzbischof Dr. Stefan Heße, Bischof Gothart Magaard und Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt werden während der Gedenkfeier für die Opfer, Verletzten und Angehörigen beten. Ministerpräsident Daniel Günther und weitere Mitglieder der Landesregierung sowie des Landtages haben ihr Kommen angekündigt.

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      Der Gottesdienst ist öffentlich und findet statt am Sonntag, 5. Februar, um 14 Uhr in der Vicelinkirche am Kleinflecken in Neumünster.

    • Erzbischof Dr. Stefan Heße zur Messerattacke im Regionalzug bei Brokstedt - 26.01.23

      „Das Verbrechen von Brokstedt versetzt ein ganzes Land in tiefe Trauer und Fassungslosigkeit. Ich bete für die Opfer, die Menschen, die die Tat miterleben mussten, die Angehörigen und alle, die nun helfend und aufklärend tätig sind. Unsere Seelsorgerinnen und Seelsorger sind für alle ansprechbar, die Beistand und Hilfe brauchen. Ich habe alle Gemeinden in Schleswig-Holstein gebeten, in den Gottesdiensten in den kommenden Tagen besonders für die Betroffenen zu beten."

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      GEBET:

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      Lieber Gott,

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      am Mittwoch sind unschuldige Menschen Opfer geworden, mitten am Tag, mitten im Leben.

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      Unsere Gedanken sind heute bei ihnen. Bei denen, die einfach nur Zug fahren wollten und deren Leben plötzlich ein brutales Ende genommen hat.

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      Bei denen, denen ihre Lieben einfach aus dem Leben herausgerissen wurden.

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      Diese Lücken sind nicht zu schließen. Wir können aber darauf vertrauen, dass du diese Wunden siehst. Du kennst die Menschen, deren Leben heute genommen wurden. Du kennst die, die um sie trauern. Durch dich sind wir mit unserer Trauer und unserem Schmerz nie allein.

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      Herr, gib den Verstorbenen die ewige Ruhe und das ewige Licht leuchte ihnen. Lass sie leben in deinem Frieden.

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      Amen.
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      Gebetstext: Melanie Giering

    • Erzbischof führt Lübecker Propst Giering als Domkapitular ein - 25.01.23

      Erzbischof Stefan Heße führt den Lübecker Propst Christoph Giering (62) am Sonntag, 29. Januar, in sein Amt als Domkapitular des Erzbistums Hamburg ein. Die Einführung erfolgt in einem Gottesdienst um 10 Uhr im Hamburger St. Marien-Dom.
      Giering folgt auf den früheren Kieler Propst Leo Sunderdiek, der in den Ruhestand getreten ist. Giering bleibt Pfarrer der Pfarrei Zu den Lübecker Märtyrern in Lübeck.

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      Christoph Giering wurde 1960 in Hamburg geboren. 1988 wurde er in Osnabrück zum Priester geweiht. Danach arbeitete er als Seelsorger in Osnabrück und Bremen. 1996 wurde er Pfarrer in Itzehoe, 2008 kam er als Pfarrer nach Hamburg-Niendorf. Seit 2016 leitet er die Lübecker Pfarrei.

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      Stichwort: Domkapitel

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      Das Domkapitel ist das leitende Gremium an katholischen Bischofskirchen. Ist die Bischofskirche Sitz eines Erzbischofs oder Metropoliten, wird das Domkapitel auch als Metropolitankapitel bezeichnet.
      Vorsitzender des Domkapitels ist der Dompropst, der das Kapitel nach außen vertritt und die Kapitelssitzungen leitet. Das Domkapitel unterstützt den Bischof in der Leitung und Verwaltung des Bistums. Eine wichtige Aufgabe besteht darin, nach dem Amtsverzicht oder Tod eines Bischofs den neuen Bischof zu wählen.
      Zum Hamburger Domkapitel gehören Dompropst Franz-Peter Spiza, Weihbischof Horst Eberlein und die Domkapitulare Thomas Benner, Georg Bergner, Berthold Bonekamp und Peter Mies.

    • Vier engagierte Menschen erhalten Ansgar-Medaille - 24.01.23

      Vier engagierte Menschen aus Beschendorf, Hamburg, Kiel und Uetersen erhalten am Sonntag, 29. Januar, die Ansgar-Medaille des Erzbistums Hamburg. Damit würdigt die Kirche ihr ehrenamtliches Engagement. Erzbischof Stefan Heße verleiht die Auszeichnungen im Eröffnungsgottesdienst der St. Ansgar-Woche, der um 10 Uhr im Hamburger St. Marien-Dom beginnt.

      Bernhard Baumanns aus Beschendorf/Ostholstein wird für sein Engagement im Schulbereich, in den Gremien der Pfarrei und auf Bistumsebene ausgezeichnet.
      Manfred Hollendung aus Uetersen erhält die Ansgar-Medaille für seine Arbeit im Dreikönigsverein Neubrandburg. Als Hospizbeauftragter des Vereins war er viele Jahre für den Aufbau eines Hospizdienstes verantwortlich.
      Dr. Maria Schwarte aus Kiel engagiert sich seit 16 Jahren im Sozialdienst katholischer Frauen. Besonders im Blick hat die Apothekerin dabei das St. Antoniushaus in Elmschenhagen, einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung, zu dem auch ein Mutter-Kind-Bereich und ein Kinder- und Jugendhaus gehören.
      Gertrud Theobald aus Hamburg wird für ihren Einsatz in der Bistumspartnerschaft mit dem argentinischen Bistum Iguazú geehrt. Unter anderem hat sie die Partnerschaft zwischen dem Instituto San Miguel und der Katholischen Schule Hamburg-Harburg initiiert. Ihr liegt besonders daran, dass junge Menschen Perspektiven für ihr Leben entwickeln können.

      Die Ansgar-Medaille ist im Jahr 2000 geschaffen worden. Mit ihr werden Frauen und Männer für ihren „vorbildlichen Einsatz für die Kirche" ausgezeichnet, so das Statut. Auch für bedeutende Leistungen im kulturellen, sozialen und wissenschaftlichen Bereich kann sie vergeben werden.
      Die Medaille ist aus Silber gefertigt und teilvergoldet. Sie zeigt den Bistumsgründer Ansgar, der die thronende Gottesmutter verehrt. Die Darstellung wird von dem Schriftzug „Verdienstmedaille Erzbistum Hamburg" umrahmt.

    • Erzbischof Heße feierte Pontifikalrequiem für Weihbischof Werbs - 13.01.23

      In einem Pontifikalrequiem im Hamburger St. Marien-Dom hat das Erzbistum Hamburg heute (13. Januar) Abschied von seinem verstorbenen emeritierten Weihbischof Norbert Werbs genommen. Erzbischof Stefan Heße feierte das Requiem zusammen mit dem emeritierten Erzbischof Werner Thissen, Weihbischof Horst Eberlein, dem emeritierten Weihbischof Hans-Jochen Jaschke und dem Hamburger Metropolitankapitel. Im Anschluss wurde Werbs in der Krypta des St. Marien-Doms beigesetzt, wie er es in seinem Testament festgelegt hatte. Werbs war am Dienstag, 3. Januar, in Neubrandenburg nach kurzer Krankheit gestorben. Er wurde 82 Jahre alt.

      In einem Kondolenzschreiben drückte Papst Franziskus seine Anteilnahme am Tod des Weihbischofs aus. Er verbinde „sich mit den Gläubigen des Erzbistums Hamburg im Gebet für den heimgegangenen Hirten, der sich mit Hingabe für den Aufbau des Reiches Gottes eingesetzt hat", heißt es in dem von Staatssekretär Kardinal Pietro Parolin unterzeichneten Schreiben.

      Erzbischof Heße würdigte den Verstorbenen als „einfachen Bischof". Er habe einfach gelebt und sei einfach dagewesen. „Er war zur Stelle bei Gottesdiensten, bei Feiern, bei Versammlungen und Terminen." Das habe er auch von den Seelsorgern erwartet.

      Heße hob weiter Werbs' Standfestigkeit gegenüber den DDR-Behörden hervor, wenn es um die Durchführung kirchlicher Feiern und Veranstaltungen ging. Und er erinnerte auch an die Fragen, die Weihbischof Werbs 1991 auf der Europa-Synode in Rom gestellt hat. „Dieselben Fragen finden Sie heute nahezu wortgleich im Synodalen Weg hier in Deutschland und in der Weltsynode", sagte der Erzbischof. Gut 30 Jahre nach seiner römischen Intervention sei es höchste Zeit, Antworten auf die Fragen zu geben, die Weihbischof Werbs gestellt habe. „Vielleicht finden wir so besser den Weg zu den Menschen. Denn Kirche ist niemals um ihrer selbst willen da, sondern zu den und für die Menschen gesandt", so Heße.

      Am Requiem im Hamburger St. Marien-Dom nahmen rund 400 Gläubige teil. Unter den Gästen waren der frühere Erfurter Bischof Joachim Wanke, der evangelische Sprengelbischof Tilman Jeremias und der koptisch-orthodoxe Bischof Anba Damian. Aus den Ländern nahmen die Vizepräsidentin des schleswig-holsteinischen Landtags, Jette Waldinger-Thiering, die Schweriner Staatssekretärin Susanne Bowen und die früheren Minister Harry Glawe und Georg Diederich teil.
      Heute und morgen sind unter anderem auch in Schwerin, Rostock und Neubrandenburg Trauergottesdienste geplant.

    • Erzbischof Heße feiert Pontifikalrequiem für Weihbischof Werbs - 10.01.23

      In einem Pontifikalrequiem im Hamburger St. Marien-Dom nimmt das Erzbistum Hamburg am Freitag, 13. Januar, um 12 Uhr Abschied von seinem verstorbenen emeritierten Weihbischof Norbert Werbs. Erzbischof Stefan Heße feiert das Requiem zusammen mit dem emeritierten Erzbischof Werner Thissen, Weihbischof Horst Eberlein, dem emeritierten Weihbischof Hans-Jochen Jaschke und dem Hamburger Metropolitankapitel. Im Anschluss wird Werbs in der Krypta des St. Marien-Doms beigesetzt, wie er es in seinem Testament festgelegt hatte.

      Das Requiem und die Beisetzung werden live im Internet übertragen (www.erzbistum-hamburg.de)
      Der Sarg mit Weihbischof Norbert Werbs ist bereits am Freitagvormittag im St. Marien-Dom aufgebahrt. Gläubige können ab 9 Uhr von dem Verstorbenen Abschied nehmen.
      Werbs war am Dienstag, 3. Januar, in Neubrandenburg nach kurzer Krankheit gestorben. Er wurde 82 Jahre alt.

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      Norbert Werbs wurde am 20. Mai 1940 in Warnemünde geboren und 1964 in Rostock zum Priester geweiht. Nach Stationen in Neubrandenburg, Erfurt und Parchim ernannte Papst Johannes Paul II. ihn 1981 zum Weihbischof in Mecklenburg, das zur DDR-Zeit den Status einer Apostolischen Administratur hatte und unmittelbar im Auftrag des Heiligen Stuhles arbeitete. Die Bischofsweihe empfing er am 25. März 1981 in der Rostocker Christuskirche. Nach der Wende war Werbs maßgeblich an der Neuordnung der katholischen Kirche in der Region beteiligt. 1992 wurde er Diözesanadministrator für das Bischöfliche Amt Schwerin, das seit 1995 zum neu gegründeten Erzbistum Hamburg gehört. Werbs wurde an seinem 75. Geburtstag 2015 emeritiert. Mit 34 Dienstjahren war er damals der dienstälteste Weihbischof Deutschlands.

    • Kinder der Edith-Stein-Schule Ludwigslust bringen Segen in die Staatskanzlei - 04.01.23

      Acht Kinder aus der Edith-Stein-Schule in Ludwigslust werden als Sternsinger von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig empfangen. Der Empfang beginnt am Donnerstag, 5. Januar 2023, um 10 Uhr in der Staatskanzlei in Schwerin. In den Tagen um das kirchliche Dreikönigsfest (6. Januar) ziehen etwa 1.000 Kinder als „Heilige Drei Könige" verkleidet durch die katholischen Gemeinden Mecklenburg-Vorpommerns. Mit dabei ist der Segen „20+C+M+B+23" (Christus Mansionem Benedicat = Christus segne dieses Haus), der an die Häuser gebracht wird mit der Bitte um eine Spende für Kinderprojekte.

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      Die Aktion Dreikönigssingen ist die größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder weltweit. Seit Beginn im Jahr 1959 haben die Sternsinger insgesamt eine Milliarde Euro gesammelt. Bei der 65. Sternsingeraktion steht in diesem Jahr das Thema „Kinder stärken, Kinder schützen – in Indonesien und weltweit" im Mittelpunkt.

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      Die Aktion wird getragen vom Kindermissionswerk „Die Sternsinger" und vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Jährlich können mit den gesammelten Spenden mehr als 1.500 Projekte für Not leidende Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützt werden.
      Insgesamt kamen bei der vergangenen Sternsingeraktion am Anfang 2022 bundesweit rund 38,6 Millionen Euro zusammen. In Mecklenburg-Vorpommern sammelten Kinder aus 18 Kirchengemeinden oder Gruppen mehr als 133.000 Euro (123.000 Euro im Vorjahr).

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      In der Edith-Stein-Schule Ludwigslust beginnt das neue Jahr traditionell mit einem Projekttag zur Sternsingeraktion. Am 2. Schultag werden Familien sowie Bürgermeister und Geschäftsleute in Ludwigslust besucht. Etwa 60 Kinder sind als Sternsinger unterwegs, die restlichen 120 Schülerinnen und Schüler arbeiten thematisch in der Schule. Am Ende des Projekttages wird die gesammelte Geldsumme bekannt gegeben und die geschenkten Süßigkeiten werden unter allen Kindern aufgeteilt.

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      Weitere Informationen unter www.sternsinger.de

    • Weihbischof Norbert Werbs ist tot - 03.01.23

      Norbert Werbs, emeritierter Weihbischof des Erzbistums Hamburg, ist heute (3. Januar) in Neubrandenburg nach kurzer Krankheit gestorben. Er wurde 82 Jahre alt.

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      In einer ersten Reaktion würdigte Erzbischof Stefan Heße das Glaubenszeugnis und die Lebensnähe des Verstorbenen: „Kaum ein anderer prägte und festigte das kirchliche Leben in Mecklenburg wie Weihbischof Norbert Werbs. Mit seiner Bescheidenheit, seinem Humor und seiner unermüdlichen Einsatzbereitschaft war er den Menschen gerade zu DDR-Zeiten nahe. Danach war er unverzichtbar dafür, die Erfahrungen und Erwartungen der Menschen in Mecklenburg in das neu errichtete Erzbistum Hamburg einzubringen."

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      Norbert Werbs wurde am 20. Mai 1940 in Warnemünde geboren und 1964 in Rostock zum Priester geweiht. Nach Stationen in Neubrandenburg, Erfurt und Parchim ernannte Papst Johannes Paul II. ihn 1981 zum Weihbischof in Mecklenburg, das zur DDR-Zeit den Status einer Apostolischen Administratur hatte und unmittelbar im Auftrag des Heiligen Stuhles arbeitete. Die Bischofsweihe empfing er am 25. März 1981 in der Rostocker Christuskirche. Nach der Wende war Werbs maßgeblich an der Neuordnung der katholischen Kirche in der Region beteiligt. 1992 wurde er Diözesanadministrator für das Bischöfliche Amt Schwerin, das seit 1995 zum neu gegründeten Erzbistum Hamburg gehört. Werbs wurde an seinem 75. Geburtstag 2015 emeritiert. Mit 34 Dienstjahren war er damals der dienstälteste Weihbischof Deutschlands.

    • Erzbischof Heße feiert Pontifikalrequiem für Papst Benedikt - 02.01.23

      Das Erzbistum Hamburg lädt am Mittwoch, 4. Januar, um 18.15 Uhr zu einem Pontifikalrequiem für den verstorbenen emeritierten Papst Benedikt XVI. in den Hamburger St. Marien-Dom ein. Erzbischof Stefan Heße feiert das Requiem zusammen mit dem emeritierten Erzbischof Werner Thissen, Weihbischof Horst Eberlein, dem emeritierten Weihbischof Hans-Jochen Jaschke und dem Hamburger Metropolitankapitel.

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      Bereits zugesagt hat auch der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Daniel Günther seine Teilnahme. Er wird am Ende des Gottesdienstes ein Gedenkwort sprechen.

  • 2022
    • Erzbischof Heße würdigt Papst Benedikt - 31.12.22

      Als prägenden Lehrer und Theologen hat der Hamburger Erzbischof Stefan Heße den verstorbenen emeritierten Papst Benedikt XVI. gewürdigt. Als Professor, Bischof, Präfekt der Glaubenskongregation, als Papst und zuletzt auch nach seinem Rücktritt als Papst habe er sechs Jahrzehnte lang Theologie und Kirche mitgestaltet und mitgeprägt. „Auf mich hat ein Gedanke Papst Benedikts besondere Wirkung: Christsein ist keine Theorie, kein Gedankengebäude, sondern zuerst Begegnung mit einer Person, mit Jesus Christus. Christsein wird durch Anziehung weitergegeben, nicht durch Belehrung. Das gibt unserem Leben einen neuen Horizont und damit seine entscheidende Richtung", so der Erzbischof.

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      Besonderen Respekt habe er vor Benedikts Rücktritt. „Er wusste seine schwindenden Kräfte realistisch einzuschätzen und hatte die Größe loszulassen", sagte Heße. Neben seiner Theologie und seiner grandiosen Fähigkeit zur freien Rede werde er wohl mit diesem bewussten und frei gewählten Rücktritt in die Geschichte eingehen.

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      Heße erinnerte auch an den Besuch Kardinal Ratzingers in Hamburg am 3. Februar 1998. Damals predigte er in der St. Petri-Kirche und hielt anschließend einen Vortrag auf Einladung des Überseeclubs („Glaube zwischen Vernunft und Gefühl"). Wegen des großen Andrangs – etwa 1.300 Gäste wollten ihn hören – wurde die Veranstaltung in der Hamburger Börse durchgeführt. „Für viele katholische Christen in Hamburg ist dieser Besuch auch ein Zeichen der Wertschätzung gewesen", sagte der Erzbischof.

    • Rostocker Begegnung mit Impulsen für Gesellschaft und Kirche - 31.12.22

      Dass Rostock beim 45. Europäischen Jugendtreffen unter den wunderbaren Gemälden des Rostocker Dreikönigs-Altars die gesamte Zeit über in der HanseMesse so präsent war, freut mich sehr", sagte Frère Alois. Zwei weitere Punkte hob der Prior der Communauté ebenso besonders hervor: „Zum einen die sehr gute ökumenische Zusammenarbeit, die schon bei der Vorbereitung eine entscheidende Rolle gespielt hat. Und zudem sind auch Jugendliche hier aus verschiedenen Kirchen. Und ebenso auch Jugendliche, die sich weniger zu einer Kirche dazugehörig fühlen." Dies spiegle gut die Situation der Gastgeber in Rostock und im Umland wider. Denn es habe „erfreulicherweise auch Familien gegeben, die ihre Tür geöffnet haben, obgleich sie selbst keiner Kirche angehören". Dies ist nach Meinung des Priors ein wichtiger Schritt in der Ökumene allgemein. „Denn manchmal haben wir heute den Eindruck, dass die Ökumene in einem Stillstand ist. Die theologischen Übereinkünfte schaffen es nicht; uns in unserem kirchlichen Alltag näher zu bringen, zu verändern. Wir brauchen aber eine Ökumene des Volkes Gottes." Darüber hinaus bedankte sich Frère Alois im Namen aller Brüder bei den Mecklenburgern und Vorpommern für den Empfang: „Wir sind sehr froh, dass das Treffen jetzt und mit einer Freude stattgefunden hat – und dies in dieser doch schwierigen Zeit, in der wir uns befinden. Wir brauchen solche Momente der Freude. Dank euch."

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      Für Bischof Tilman Jeremias war es ein Segen – auch für die Hansestadt und das Land Mecklenburg-Vorpommern, dass die Taizé-Brüder, mit ihrer Herzlichkeit und ihrer authentisch gelebten Frömmigkeit, und die tausenden Jugendlichen aus aller Welt da waren. „Selten haben so viele für uns gebetet. Ich habe eine starke Kraft gespürt", so der Bischof im Sprengel Mecklenburg und Pommern der Nordkirche. Beeindruckt habe ihn die Gastfreundschaft der Rostocker und der Bewohner des Umlandes, denen er herzlich dafür dankt. Beobachtet habe er, dass diejenigen, die sich eingelassen haben auf die schlichten Taizé-Formen mit Gebeten und Gesang, in den Bann gezogen wurden. „Dies hat auch viele Menschen außerhalb unserer Kirchen angesprochen"; so Bischof Jeremias.

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      Erzbischof Dr. Stefan Heße sagte: „Beim Europatreffen der Jugendlichen im Sinne von Taizé, das in den letzten Tagen hier in Rostock stattgefunden hat, konnte ich etwas von einer Zeitenwende erleben: in den Workshops haben wir uns mit vielen Fragen, die uns gerade jetzt in diesen Zeiten herausfordern, beschäftigt. Aber in vielen Begegnungen und nicht zuletzt auch bei den Gebeten bin ich Menschen begegnet, die in ihrem eigenen Leben eine Wende vollziehen, sich von Neuem Gott, den Menschen, sich selbst und dieser Welt zuwenden. Danke dafür! Danke für Ihre Präsenz hier bei uns im Norden und Osten Deutschlands! Danke den Brüdern für alle Mühen, alle Planung, alle Vorbereitung und Durchführung hier in Rostock selbst, aber auch Danke für alles, was sie in Taizé tun."

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      „.Am Ende gab es mehr Übernachtungsmöglichkeiten, als benötigt wurden. Wer hätte das gedacht?", resümierte der Rostocker Propst Dirk Fey im Blick auf die Gastfreundschaft vor Ort. Die Botschaft des Treffens, den „Pilgerweg des Vertrauens" einzuschlagen und zu gehen, ist für den Propst „gesellschaftlich und innerkirchlich brandaktuell. Frere Alois hat recht. Die Kirche als Institution ist ein kleines Schiff geworden, mit wenig Menschen an Bord. Die aber bleiben bestmöglich im Hier und Jetzt auf dem Weg des Vertrauens, um Gott zu finden – nämlich im Gegenüber, an den Rändern, im großen Volk Gottes, das mehr ist als Kirche. Und dass so viele junge Menschen den Weg nach Rostock fanden, um hier Gott zu begegnen, stärkt mein Vertrauen auf eine gute Zukunft der Kirche."

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      Erzpriester Radu Constantin Miron, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) bedankte sich in einer Grußbotschaft bei den Jugendlichen: „Eure Fragen an die Kirchen und die Zukunft der Welt, eure Begeisterung für Gemeinschaft und Austausch, eure Sehnsucht nach Stille und Frieden: Und eure Unkompliziertheit, von der wir Älteren und die derzeitig Verantwortung Tragenden in Kirche, Gesellschaft und Politik immer wieder vieles lernen können und sollten! Ihr habt Rostock und das Umland durch eure Präsenz in Unterkünften, Bahnen und Bussen bereichert. Mit euren weißen Beuteln und dem Aufdruck ,Welcome to Rostock', dem gelben Taizékreuz und dem roten Segelboot unter vollen Segeln seid ihr selbst zu ,Botschafterinnen' und ,Botschaftern' des Glaubens und der Hoffnung geworden."

    • Ljubljana lädt zum nächsten Europäisches Taizé-Jugendtreffen ein - 30.12.22

      Zum 46. Europäischen Jugendtreffen 2023 lädt die Communauté (Gemeinschaft) von Taizé zum Jahreswechsel 2023/2024 in die slowenische Hauptstadt Ljubljana ein. Dies gab Frère Alois, Prior der Communauté von Taizé, beim heutigen (30. Dezember) Abendgebet auf dem Rostocker Jugendtreffen bekannt. Der Erzbischof von Ljubljana, Stanislav Zore, sagte, es sei „für die Christen in Slowenien eine außergewöhnliche Gelegenheit, sich dem ,Pilgerweg des Vertrauens´ anzuschließen, die Türen unserer Häuser und Pfarreien zu öffnen und junge Menschen aus ganz Europa vom 28. Dezember 2023 bis zum 1. Januar 2024 in unserer Mitte willkommen zu heißen".

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      „Das 46. Europäische Treffen wird in Slowenien, in der Hauptstadt Ljubljana, stattfinden. Es wird das erste Mal sein, dass unser Europäisches Wintertreffen in diesem Land stattfinden wird", sagte Frère Alois beim heutigen Abendgebet vor rund 5000 Gästen aus 49 Ländern in Rostock. Mit den christlichen Kirchen Sloweniens verbinde die Communauté de Taizé eine langjährige Freundschaft." Frère Alois blickte zurück: „Brüder besuchten sie bereits in den 1960er- und 1970er-Jahren, und vom 1. bis 3. Mai 1987 fand in Ljubljana ein historisches ,Ost-West-Treffen' statt. Und viele Jahre später, im Mai 2012, fand in Ljubljana eine weitere Etappe des ,Pilgerwegs des Vertrauens' statt." Slowenien, gelegen im Herzen Europas, sei ein „einzigartiger Knotenpunkt zwischen Ost und West, Süd und Nord, aber auch zwischen Tradition und Kreativität. Ich bin überzeugt, dass wir herzlich empfangen werden, und wir freuen uns schon darauf, uns von der Großzügigkeit und dem tiefen Glauben der Menschen inspirieren zu lassen."

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      Der Wunsch, Gastgeber des Europäischen Treffens zu sein, ist nach den Worten von Erzbischof Stanislav Zore unter jungen Slowenen „schon lange vorhanden – vor allem, nachdem zwei Taizé-Regionaltreffen 1987 und 2012 in Ljubljana stattgefunden" hätten. Zugleich bekannte Stanislav Zore offen, dass es keine leichte Aufgabe sei, Tausende von jungen Menschen aufzunehmen. „Wir können darin den Ruf Gottes erkennen, unseren Pfarreien und anderen christlichen Gemeinschaften neues Leben einzuhauchen."
      Das Treffen könne ebenso eine schöne Gelegenheit sein, „diejenigen, die sich vielleicht von der Kirche abgewandt haben, zur Teilnahme einzuladen und sie zu bitten, junge Menschen bei sich zu Hause aufzunehmen. In einer Zeit zunehmender Spaltung und Polarisierung müssen wir Hindernisse überwinden, um einander zu begegnen." Zugleich hofft der Erzbischof, dass das 46. Treffen vom 28. Dezember 2022 bis zum 1. Dezember 2024 „ein Zeichen des Vertrauens und der Einheit für Slowenien und Europa" sein wird.

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      Die slowenische Jugendvertreterin Anja Babič, die gemeinsam mit rund 200 weiteren jungen Slowenen derzeit in Rostock zu Gast ist, sagte, alle seien „sehr aufgeregt und fühlten sich geehrt, dass das nächste Europäische Jugendtreffen in Ljubljana stattfindet". Sie selbst war bisher bei drei Treffen dabei und es werde „großartig sein, die Gastfreundschaft, die ich immer von gutherzigen Menschen erhalten habe, zurückgeben zu können, sie in gewisser Weise weiterzugeben und Pilger aus aller Welt willkommen – dobrodošli – zu heißen".

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      Für Tilen Čebulj, Koordinator des europäischen Treffens in Ljubljana, war es eine freudige Nachricht, als er hörte, dass „die Brüder unsere Einladung angenommen haben. Im Oktober besuchte ein Bruder Ljubljana, um den Erzbischof, Vertreter anderer Kirchen und die Zivilbehörden zu treffen. In gespannter Atmosphäre wurden die ersten Gespräche geführt", berichtete Tilen Čebulj in Rostock. Bereits im Januar, wenn weltweit die Gebetswoche für die Einheit der Christen gefeiert werde, biete sich „die Gelegenheit, das Taizé-Treffen von Anfang an im Gebet zu verankern und auch Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund einzuladen, um sich zu treffen".

    • Ljubljana lädt zum nächsten Europäisches Taizé-Jugendtreffen ein - 30.12.22

      Zum 46. Europäischen Jugendtreffen 2023 lädt die Communauté (Gemeinschaft) von Taizé zum Jahreswechsel 2023/2024 in die slowenische Hauptstadt Ljubljana ein. Dies gab Frère Alois, Prior der Communauté von Taizé, beim heutigen (30. Dezember) Abendgebet auf dem Rostocker Jugendtreffen bekannt. Der Erzbischof von Ljubljana, Stanislav Zore, sagte, es sei „für die Christen in Slowenien eine außergewöhnliche Gelegenheit, sich dem ,Pilgerweg des Vertrauens´ anzuschließen, die Türen unserer Häuser und Pfarreien zu öffnen und junge Menschen aus ganz Europa vom 28. Dezember 2023 bis zum 1. Januar 2024 in unserer Mitte willkommen zu heißen".

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      „Das 46. Europäische Treffen wird in Slowenien, in der Hauptstadt Ljubljana, stattfinden. Es wird das erste Mal sein, dass unser Europäisches Wintertreffen in diesem Land stattfinden wird", sagte Frère Alois beim heutigen Abendgebet vor rund 5000 Gästen aus 49 Ländern in Rostock. Mit den christlichen Kirchen Sloweniens verbinde die Communauté de Taizé eine langjährige Freundschaft." Frère Alois blickte zurück: „Brüder besuchten sie bereits in den 1960er- und 1970er-Jahren, und vom 1. bis 3. Mai 1987 fand in Ljubljana ein historisches ,Ost-West-Treffen' statt. Und viele Jahre später, im Mai 2012, fand in Ljubljana eine weitere Etappe des ,Pilgerwegs des Vertrauens' statt." Slowenien, gelegen im Herzen Europas, sei ein „einzigartiger Knotenpunkt zwischen Ost und West, Süd und Nord, aber auch zwischen Tradition und Kreativität. Ich bin überzeugt, dass wir herzlich empfangen werden, und wir freuen uns schon darauf, uns von der Großzügigkeit und dem tiefen Glauben der Menschen inspirieren zu lassen."

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      Der Wunsch, Gastgeber des Europäischen Treffens zu sein, ist nach den Worten von Erzbischof Stanislav Zore unter jungen Slowenen „schon lange vorhanden – vor allem, nachdem zwei Taizé-Regionaltreffen 1987 und 2012 in Ljubljana stattgefunden" hätten. Zugleich bekannte Stanislav Zore offen, dass es keine leichte Aufgabe sei, Tausende von jungen Menschen aufzunehmen. „Wir können darin den Ruf Gottes erkennen, unseren Pfarreien und anderen christlichen Gemeinschaften neues Leben einzuhauchen."
      Das Treffen könne ebenso eine schöne Gelegenheit sein, „diejenigen, die sich vielleicht von der Kirche abgewandt haben, zur Teilnahme einzuladen und sie zu bitten, junge Menschen bei sich zu Hause aufzunehmen. In einer Zeit zunehmender Spaltung und Polarisierung müssen wir Hindernisse überwinden, um einander zu begegnen." Zugleich hofft der Erzbischof, dass das 46. Treffen vom 28. Dezember 2022 bis zum 1. Dezember 2024 „ein Zeichen des Vertrauens und der Einheit für Slowenien und Europa" sein wird.

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      Die slowenische Jugendvertreterin Anja Babič, die gemeinsam mit rund 200 weiteren jungen Slowenen derzeit in Rostock zu Gast ist, sagte, alle seien „sehr aufgeregt und fühlten sich geehrt, dass das nächste Europäische Jugendtreffen in Ljubljana stattfindet". Sie selbst war bisher bei drei Treffen dabei und es werde „großartig sein, die Gastfreundschaft, die ich immer von gutherzigen Menschen erhalten habe, zurückgeben zu können, sie in gewisser Weise weiterzugeben und Pilger aus aller Welt willkommen – dobrodošli – zu heißen".

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      Für Tilen Čebulj, Koordinator des europäischen Treffens in Ljubljana, war es eine freudige Nachricht, als er hörte, dass „die Brüder unsere Einladung angenommen haben. Im Oktober besuchte ein Bruder Ljubljana, um den Erzbischof, Vertreter anderer Kirchen und die Zivilbehörden zu treffen. In gespannter Atmosphäre wurden die ersten Gespräche geführt", berichtete Tilen Čebulj in Rostock. Bereits im Januar, wenn weltweit die Gebetswoche für die Einheit der Christen gefeiert werde, biete sich „die Gelegenheit, das Taizé-Treffen von Anfang an im Gebet zu verankern und auch Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund einzuladen, um sich zu treffen".

    • Sternsinger werben für Kinderschutz - 28.12.22

      Etwa 2.000 Kinder ziehen in den ersten Januartagen als „Heilige Drei Könige" verkleidet durch die katholischen Gemeinden in Hamburg, Mecklenburg und Schleswig-Holstein. Im Rahmen der Sternsingeraktion schreiben sie den Segenswunsch „20¬C+M+B+23" (Christus Mansionem Benedicat = Christus segne dieses Haus) mit Kreide an die Haustüren und bitten um eine Spende für die Kinder in den armen Ländern der Erde.

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      Die Sternsingeraktion findet im Jahr 2023 zum 65. Mal statt. Sie befasst sich am Beispiel Indonesiens mit dem Thema Kinderschutz. Seit 1959, als die Aktion zum ersten Mal gestartet wurde, konnten die Sternsinger laut Veranstalter rund 77.400 Projekte und Hilfsprogramme für Kinder mit insgesamt 1,27 Milliarden Euro unterstützen.
      2022 sammelten sie trotz der Coronaeinschränkungen 38,6 Millionen Euro. Im Erzbistum Hamburg waren es 312.000 Euro.

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      Träger der Aktion sind der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und das Kindermissionswerk „Die Sternsinger".

    • Heße: Gott die Ehre geben heißt Kinder schützen - 24.12.22

      Der Hamburger Erzbischof Stefan Heße hat in seiner Weihnachtspredigt das immer notwendige Engagement gegen sexualisierte Gewalt in der Kirche betont. „Es darf kein Weiter-so geben im Umgang mit dem sexuellen Missbrauch! Es braucht eine stetige Aufmerksamkeit, damit Kirche ein sicherer Ort wird", heißt es in dem vorab veröffentlichten Predigtmanuskript.

      Mit Blick auf die weihnachtliche Botschaft „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen seiner Gnade" sagte Heße: „Gott die Ehre zu geben, bedeutet Raum für die Wahrheit zu schaffen und nicht zum Komplizen der Finsternis zu werden." Der Erzbischof warb für eine Kampagne der Bundesregierung, die unter dem Motto „Schieb den Gedanken nicht weg!" jeden auffordere, gegen sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen aktiv zu werden.

      Heße ging in seiner Predigt auch auf die kriegerischen Konflikte und die ökologische Krise ein. „Die Bewahrung der uns anvertrauten Schöpfung ist eine Möglichkeit, Gott die Ehre zu geben. Staunend anzuerkennen, wie wunderbar sein Werk ist und alles daran zu setzen, es zu bewahren, damit wir nicht die ‚letzte Generation' sind", sagte er.

    • Erzbischof ernennt Lübecker Propst Giering zum Domkapitular - 21.12.22

      Propst Christoph Giering (62), Pfarrer der Pfarrei Zu den Lübecker Märtyrern in Lübeck, wird in das Domkapitel des Erzbistums Hamburg aufgenommen. Erzbischof Stefan Heße ernannte ihn jetzt zum Domkapitular an der Kathedralkirche St. Marien in Hamburg. Er folgt auf den früheren Kieler Propst Leo Sunderdiek, der in den Ruhestand getreten ist. In einem Gottesdienst am 29. Januar wird der Lübecker Propst in sein Amt eingeführt. Giering bleibt Pfarrer in Lübeck.

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      Christoph Giering wurde 1960 in Hamburg geboren. 1988 wurde er in Osnabrück zum Priester geweiht. Danach arbeitete er als Seelsorger in Osnabrück und Bremen. 1996 wurde er Pfarrer in Itzehoe, 2008 kam er als Pfarrer nach Hamburg-Niendorf. Seit 2016 leitet er die Lübecker Pfarrei.

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      Stichwort: Domkapitel

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      Das Domkapitel ist das leitende Gremium an katholischen Bischofskirchen. Ist die Bischofskirche Sitz eines Erzbischofs oder Metropoliten, wird das Domkapitel auch als Metropolitankapitel bezeichnet.
      Vorsitzender des Domkapitels ist der Dompropst, der das Kapitel nach außen vertritt und die Kapitelssitzungen leitet. Das Domkapitel unterstützt den Bischof in der Leitung und Verwaltung des Bistums. Eine wichtige Aufgabe besteht darin, nach dem Amtsverzicht oder Tod eines Bischofs den neuen Bischof zu wählen.
      Zum Hamburger Domkapitel gehören Dompropst Franz-Peter Spiza, Weihbischof Horst Eberlein und die Domkapitulare Thomas Benner, Georg Bergner, Berthold Bonekamp und Peter Mies.

    • Weihnachten im Dom - 20.12.22

      Im Hamburger St. Marien-Dom (Am Mariendom 1, Hamburg-St. Georg) beginnen die weihnachtlichen Gottesdienste am 24. Dezember, dem Heiligen Abend, um 15 Uhr mit einer Krippenfeier. Um 17 Uhr wird ein Feierliches Amt zum Heiligen Abend gefeiert. Um 21 Uhr feiert die kroatische Gemeinde die Christmette. Um 23 Uhr beginnt die Christmette mit Erzbischof Stefan Heße.

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      Am 25. Dezember, dem Ersten Weihnachtstag, feiert Erzbischof Stefan Heße um 10 Uhr ein Pontifikalamt. Die portugiesische Gemeinde feiert um 12 Uhr ihren Weihnachtsgottesdienst und um 15 Uhr beginnt der weihnachtliche Gottesdienst der kroatischen Gemeinde. Um 18.15 Uhr wird eine Abendmesse gefeiert.

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      Am 26. Dezember, dem Zweiten Weihnachtstag, sind die Heiligen Messen um 8.30 Uhr, 10 Uhr und um 18.15 Uhr. Um 15 Uhr feiert die kroatische Gemeinde eine heilige Messe.
      Um 12 Uhr beginnt im Dom eine Orgelmatinée. Dommusikdirektor Christian Weiherer spielt weihnachtliche Musik von Louis-Claude Daquin, Johann Sebastian Bach, Josef Gabriel Rheinberger, César Franck und Jean Langlais (Eintritt zehn Euro).

    • Traditioneller Segen für Bundeskanzler Olaf Scholz - 17.12.22

      Hannah (13), Jonathan (12), Simon (12) und Paulina (15) aus der katholischen Pfarrei Zu den Lübecker Märtyrern in Lübeck vertreten am Donnerstag, 5. Januar 2023, um 14 Uhr das Erzbistum Hamburg beim Sternsinger-Empfang von Bundeskanzler Olaf Scholz in Berlin. Die Mädchen und Jungen aus Lübeck-Kücknitz hatten sich am Sternsinger-Wettbewerb der 65. Aktion Dreikönigssingen beteiligt und beim Preisrätsel die richtige Lösung gefunden. Bei der anschließenden Ziehung der diözesanen Gewinner hatten sie zudem das nötige Losglück. Bundeskanzler Olaf Scholz begrüßt erstmals eine große Sternsingerschar im Bundeskanzleramt. 108 Sternsingerinnen und Sternsinger aus allen 27 deutschen Diözesen sind dabei.

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      Seit 1984 bringen die Sternsinger jedes Jahr ihren Segen „Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus" ins Bundeskanzleramt. Aus allen Himmelsrichtungen reisen sie in ihren prächtigen Gewändern, mit ihren goldenen Sternen und glänzenden Kronen in die Bundeshauptstadt. Nur zum Jahresbeginn 2020 war der Empfang wegen der Corona-Schutzbestimmungen ausgefallen. Bei der vergangenen Aktion zum Jahresbeginn hatte eine vierköpfige Sternsingergruppe aus Wolfsburg den Bundeskanzler mit Maske und Abstand besucht.

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      „Kinder stärken, Kinder schützen – in Indonesien und weltweit" heißt das Motto der kommenden Aktion, bei der die Sternsinger auf den Schutz von Kindern vor Gewalt aufmerksam machen. Das Beispielland ist Indonesien. Bundesweit eröffnet wird die Aktion Dreikönigssingen am Freitag, 30. Dezember, in Frankfurt am Main.

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      Rund 1,27 Milliarden Euro, mehr als 77.400 Projektmaßnahmen

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      1959 wurde die Aktion erstmals gestartet. Inzwischen ist das Dreikönigssingen die weltweit größte Solidaritätsaktion, bei der sich Kinder für Kinder engagieren. Rund 1,27 Milliarden Euro sammelten die Sternsinger seit dem Aktionsstart, mehr als 77.400 Projektmaßnahmen für benachteiligte und Not leidende Mädchen und Jungen in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa wurden in dieser Zeit unterstützt. Gefördert werden Programme in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Pastoral, Ernährung und soziale Integration. Die Aktion wird getragen vom Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger' und vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).

    • Der Countdown läuft – noch 10 Tage bis zum Taizé-Treffen in Rostock - 17.12.22

      In zehn Tagen beginnt das 45. Europäische Jugendreffen der Gemeinschaft von Taizé. „Der Countdown läuft sozusagen und noch gibt es die Möglichkeit sich als Gastgeber zu registrieren und Jugendlichen aus Europa für die Tage des Treffens eine Unterkunft zu geben", sagt Steffen Bockhahn, Senator für Soziales, Jugend, Gesundheit und Schule der Hansestadt Rostock. 

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      Vom 28. Dezember 2022 bis zum 1. Januar 2023 werden rund 5000 junge Erwachsene in Rostock erwartet. Die Teilnehmenden sind größtenteils zwischen 18 und 35 Jahre alt. Im Mittelpunkt des Treffens stehen Gesänge, gemeinsame Gebete, Begegnungen und Austausch. „Das Treffen wird seine Ausstrahlung in Rostock aber auch in der Umgebung der Hansestadt haben", so Bockhahn. Vormittags kämen die jungen Menschen dezentral an 38 Gastorten der Region zu Morgengebet mit anschließendem Austausch in Gesprächsgruppen zusammen. Nachmittags findet das Programm dann auf dem Gelände der HanseMesse in Rostock statt.

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      Weitere Informationen zum Treffen sowie die Registrierung für Gastgebende sind unter www.taizerostock.de möglich.

    • Brüder der Gemeinschaft von Taizé gestalteten Landtagsandacht in Schweriner Schlosskirche - 07.12.22

      Die ökumenische Andacht vor der aktuellen Landtagssitzung wurde heute von Brüdern der Gemeinschaft von Taizé gestaltet. Frère Richard und Frère Norbert warben dabei auch für das Europäische Jugendtreffen, das über den Jahreswechsel in Rostock und Umgebung stattfindet. „Wir erwarten rund 5000 jungen Menschen aus den Ländern Europas und teilweise darüber hinaus und ja, wir freuen uns über jeden, der ein, zwei oder drei Jugendliche in dieser Zeit aufnehmen kann", sagte Frère Norbert am Mittwoch in der Schweriner Schlosskirche. Ein Gast benötige rund zwei Quadratmeter zum Schlafen – Isomatte und Schlafsack haben die jungen Leute dabei – und morgens ein kleines Frühstück. Tagsüber bis etwa 20 Uhr seien die Jugendliche in den Gastorten und auf dem Messegelände in Rostock unterwegs. Am Neujahrstag sei auch Zeit für ein gemeinsames Mittagessen mit den Gastgebenden, bevor die Jugendlichen wieder in ihre Heimat führen, so Frère Norbert. Alles zur Quartierssuche und eine Möglichkeit zur Registrierung als Gastgeber ist auf der Website www.taizerostock.de zu finden.

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      Stichwort Taizé:

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      Taizé ist ein kleiner Ort nahe dem ostfranzösischen Cluny und Sitz einer ökumenischen Gemeinschaft, die Jugendliche aus aller Welt besuchen, um gemeinsam zu beten, zu schweigen und ins Gespräch zu kommen. Gegründet wurde die Gemeinschaft 1940 von Frère Roger (Roger Schutz), der 2005 nach dem Messerangriff einer psychisch verwirrten Frau starb. Seit 1978 lädt die Bruderschaft zur Jahreswende zu Europäischen Jugendtreffen ein. Diese Treffen sind Stationen auf einem Pilgerweg des Vertrauens auf der Erde. Im Mittelpunkt stehen Gesänge, gemeinsame Gebete, Begegnungen und Austausch.

    • Erzbistum Hamburg: Planung mit vielen Unsicherheiten - 06.12.22

      Der Wirtschaftsrat des Erzbistums Hamburg hat den Wirtschaftsplan für das Jahr 2023 beschlossen. Der Haushalt hat einen Umfang von 241 Millionen Euro (2022: 268 Millionen Euro). Der Plan weist ein Jahresdefizit von 50,7 Millionen Euro aus. Davon gehen 36 Millionen Euro auf den zusätzlichen jährlichen Zinsaufwand für bestehende Pensionsrückstellungen zurück und 14 Millionen Euro für die Umsetzung des Schulentwicklungsplans.

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      In den einzelnen Aufgabenfeldern geht der größte Teil der verwendeten Mittel mit 50 Prozent in die pastorale Arbeit; 22 Prozent fließen in den Bereich Schule und Hochschule. Haupteinnahmequelle ist mit 128,5 Millionen Euro die Kirchensteuer. Öffentliche Mittel sind mit 53,4 Millionen Euro eine weitere wichtige Einnahmeposition. Davon macht der staatliche Finanzierungsbeitrag für die katholischen Schulen in Hamburg den größten Teil aus.

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      Verwaltungsdirektor Alexander Becker sagte: „Das größte Risiko für das Erzbistum im Jahr 2023 stellen die unvorhersehbaren Preisentwicklungen dar. Neben großen geplanten Bau- und Investitionsmaßnahmen sind ebenso die laufenden Bewirtschaftungskosten sowie die erwarteten Tarifsteigerungen zu berücksichtigen." Auf der anderen Seite seien die Kirchensteuereinnahmen für das kommenden Jahr nur schwer planbar. Kurzarbeit und eine drohende Rezession können die Ertragsseite deutlich beeinträchtigen. Tarifsteigerungen könnten hingegen sowohl die Einnahmen als auch die Ausgaben erhöhen.

      Wie im Vorjahr sieht der Verwaltungsdirektor als bleibende Herausforderungen die Umsetzung des Schulentwicklungsplans, die Beseitigung des Investitionsstaus im sonstigen Immobilienbestand, die Umsetzung der Vermögens- und Immobilienreform und das erwartete Absinken des HGB-Zinssatzes zur Bewertung der Pensionsverpflichtungen. „Dies alles macht ein ausgewogenes wirtschaftliches Handeln zwischen Investitionen einerseits und kaufmännischer Vorsicht andererseits weiterhin notwendig", so Becker.

      Dem Wirtschaftsrat des Erzbistums Hamburg gehören derzeit 31 stimmberechtigte Mitglieder an, die „in wirtschaftlichen Fragen erfahren sind", so die Ordnung des Gremiums. Die meisten Mitglieder kommen aus den Pfarreien des Erzbistums Hamburg.

    • Zwei Quadratmeter für einen Gast reichen – Wer möchte Gastgeber sein? - 05.12.22

      Mit der Plakataktion „2m² = 1 Gast" werden derzeit Unterkünfte für Teilnehmerinnen und Teilnehmer des europäischen Jugendtreffen von Taizé in Rostock und Umgebung gesucht. Rund 125 Plakate werben demnächst dafür an Litfaßsäulen und Anzeigetafeln in der Hansestadt. Eines davon am Haupteingang der Hanse-Messe, dem geplanten Zentrum des Treffens. „Solch eine Veranstaltung hatten wir bisher noch nie hier bei uns auf dem Messegelände. Ich freue mich auf die vielen jungen Leute, die hier spirituell zusammenkommen und irgendwie ein Zeichen der Hoffnung in schweren Zeiten setzen", sagte Andreas Markgraf, Leiter der HanseMesse, am Montag in Rostock. Es brauche wenig um Gastfreundschaft zu zeigen. „Zwei Quadratmeter für die mitgebrachte Isomatte und den Schlafsack und ein einfaches Frühstück reichen", so Markgraf. Die Teilnehmenden benötigten in der Zeit des Treffens weder Bett noch Mittag- und Abendessen. Tagsüber seien die Gäste von 8 bis 20 Uhr außer Haus, um am Programm des Treffens teilzunehmen. Gastgeber können sich direkt auf der Website www.taizerostock.de registrieren und erhalten dort auch weitere Informationen.

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      Erwartet werden vom 28. Dezember 2022 bis 1. Januar 2023 etwa 5.000 junge Erwachsene aus ganz Europa sowie zahlreiche Tagesgäste aus der Region. „Der Jahreswechsel in Rostock wird sehr international und jugendlich geprägt sein. Aber auch in der Umgebung wird die Stimmung des Taizé-Treffens zu spüren sein, denn viele Kleinstädte und Dörfer sind Gastorte des Treffens", sagt Frère Jérémie. Die Teilnehmenden sind größtenteils zwischen 18 und 35 Jahre alt. Vormittags kommen die jungen Menschen dezentral an 38 Gastorten der Region zusammen. „Dort treffen sie sich zu einem Morgengebet mit anschließendem Austausch in Gesprächsgruppen. Gastgebende oder ihre Freunde können ihr persönliches Engagement, z. B. aus Kirche, Gesellschaft oder Politik, vorstellen. Es können auch Orte besucht werden, die Hoffnung ausstrahlen, weil sich an ihnen Menschen für andere einsetzen wie z. B. Alters-, Jugend- oder Flüchtlingsheime", sagte die Schweizerin Barbara Seiler aus dem internationalen Vorbereitungsteam. Nachmittags findet das Programm dann auf dem Gelände der HanseMesse statt.

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      Stichwort Taizé:

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      Taizé ist ein kleiner Ort nahe dem ostfranzösischen Cluny und Sitz einer ökumenischen Gemeinschaft, die Jugendliche aus aller Welt besuchen, um gemeinsam zu beten, zu schweigen und ins Gespräch zu kommen. Gegründet wurde die Gemeinschaft 1940 von Frère Roger (Roger Schutz), der 2005 nach dem Messerangriff einer psychisch verwirrten Frau starb. Seit 1978 lädt die Bruderschaft zur Jahreswende zu Europäischen Jugendtreffen ein. Diese Treffen sind Stationen auf einem Pilgerweg des Vertrauens auf der Erde. Im Mittelpunkt stehen Gesänge, gemeinsame Gebete, Begegnungen und Austausch.

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      Weitere Informationen zur Quartierssuche auch per Video zum Teilen: https://www.youtube.com/watch?v=qu1ylBMTSV0

    • Heße: „Auch den Fremden lieben“ - 30.11.22

      Der Hamburger Erzbischof Stefan Heße hat heute (30. November) bei der Vorstellung eines gemeinsamen Migrationsworts der Kirchen in Brüssel für eine humane Gestaltung der Migrationspolitik geworben. Heße sagte als Sonderbeauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für Flüchtlingsfragen, das gemeinsame Wort der Kirchen wolle gerade unter schwierigen und widersprüchlichen Bedingungen Orientierung für kirchliches als auch für politisches Handeln bieten.

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      Es gelte, Migration nicht als Bedrohung, sondern als gemeinsame Gestaltungsaufgabe wahrzunehmen. Der Erzbischof hob hervor: „Wichtige Ausgangspunkte (...) stellen zwei biblische Einsichten dar: die Überzeugung, dass Gott alle Menschen mit gleicher Würde geschaffen hat, und das Gebot, nicht nur den Nächsten, sondern auch den Fremden zu lieben. Die Missachtung der Menschenwürde und die Verweigerung von Schutz im Angesicht ernster Gefahren lassen sich durch keine Grenze rechtfertigen. Wenn wir uns die verzweifelte Lage der Flüchtlinge auf dem Mittelmeer, an der Grenze zu Belarus oder auf dem Balkan ansehen, hat dieser Grundsatz eine klare politische Bedeutung."

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      Weiter ging der katholische Migrationsbischof auch auf die integrationspolitische Dimension des Dokuments ein: „Gleiche Würde muss auf Dauer eine realistische Option auf gleichberechtigte Teilhabe am politischen Gemeinwesen beinhalten." Daher sollten sich moderne Einwanderungsländer wie Deutschland aktiv um eine Kultur der Einbürgerung bemühen. Mit Blick auf aktuelle Krisen und Konflikte warnte Heße davor, ungelöste globale Probleme auf dem Rücken von Flüchtlingen und Migranten auszutragen.

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      Ausführlichere Informationen und den Text des gemeinsamen Migrationsworts der Kirchen finden Sie auf der Homepage der Deutschen Bischofskonferenz (dbk.de)

    • Erzbistum Hamburg gründet Netzwerk #warmeOrte - 23.11.22

      Das Erzbistum Hamburg hat seine Gemeinden und Einrichtungen aufgerufen, mit warmen Orten auf den kalten Winter zu reagieren. Dazu hat es das „Netzwerk #warmeOrte" gegründet. Es soll ein „Beitrag zum gesellschaftlichen Miteinander in Zeiten der Not" sein, so die Ausschreibung.
      Verschiedene Gemeinden, Einrichtungen, Einzelpersonen und Gruppen engagieren sich, machen Angebote und bieten warme Orte an, die Menschen dabei helfen, durch diesen Winter zu kommen: beheizte Räume, Wärmestuben, seelsorgliche Angebote, miteinander geteilte Mahlzeiten und anderes.

      Auf der Homepage des Erzbistums Hamburg werden auf einer Landkarte alle warmen Orte mit ihren Angeboten eingetragen und ständig aktualisiert (www.erzbistum-hamburg.de/warmeorte).

    • Flutkatastrophe im Ahrtal: Ein Priester bedankt sich - 23.11.22

      Fast 62.000 Euro haben Menschen im Erzbistum Hamburg nach der Flutkatastrophe im Ahrtal für die St. Laurentius-Stiftung in Ahrweiler gespendet. Die Stiftung leistet Soforthilfe für betroffene Familien. Der Pfarrer der dortigen Gemeinde, Jörg Meyrer, hat sein Erleben der Flutkatastrophe in einem Tagebuch festgehalten. Es ist jetzt unter dem Titel „Zusammenhalten – Als Seelsorger im Ahrtal" als Buch erschienen. Das Erzbistum Hamburg und das Bistum Trier, zu dem Ahrweiler gehört, laden zu einer digitalen Lesung und Austausch mit Pfarrer Meyrer ein. Sie findet am Dienstag, 29. November, von 18.30 bis 20 Uhr statt. Dieser Tag wird auch als „Giving Tuesday" begangen, der weltweit die „Kultur des Gebens" ehrt und stärken soll.

      Die Anmeldung zur Lesung über ZOOM ist über die Mailadresse lesung@erzbistum.hamburg (ohne .de) möglich. Nach der Anmeldung werden die Einwahldaten zugesandt. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

    • Erzbischof Heße zum 30. Jahrestag der Möllner Brandanschläge - 22.11.22

      Anlässlich des 30. Jahrestages der Brandanschläge in Mölln sagt der Hamburger Erzbischof, Dr. Stefan Heße:

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      „Leider stehen auch 30 Jahre nach dem Anschlag Hass und Gewalt gegen Migrantinnen und Migranten und andersgläubige Menschen auf der Tagesordnung in Deutschland. Umso wichtiger ist es, dass sich Christen und Muslime heute zum gemeinsamen Gebet versammeln und somit ein Zeichen der Hoffnung setzen. Bemerkenswert ist auch das Gedenken am morgigen Mittwoch im Schleswig-Holsteinischen Landtag. Ich danke den Abgeordneten, die damit signalisieren, dass Fremdenfeindlichkeit in diesem Land keinen Platz hat und der Kampf gegen sie auch ein ständiger Auftrag an die demokratische Gesellschaft ist."

    • Erzbischof Heße würdigt Reform des kirchlichen Arbeitsrechts - 22.11.22

      Die Vollversammlung des Verbandes der Diözesen Deutschlands hat heute (22. November) eine Neufassung des Kirchlichen Arbeitsrechts in Form der „Grundordnung des kirchlichen Dienstes" als Empfehlung für die deutschen Bistümer beschlossen. In einer ersten Stellungnahme würdigt der Hamburger Erzbischof Stefan Heße diese Reform des kirchlichen Arbeitsrechts:
      „Ich freue mich, dass wir jetzt wichtige und notwendige Reformen im kirchlichen Arbeitsrecht beschlossen haben. Die neue Grundordnung wird für alle Handlungsfelder des kirchlichen Dienstes und für alle Beschäftigten gelten. Neu ist die institutionen-orientierte Perspektive. Das entlastet die einzelnen Mitarbeitenden.
      Wir sorgen damit auch für Rechtssicherheit unserer Mitarbeitenden, dass ihr Arbeitsplatz nicht von ihrer sexuellen Orientierung und ihrem privaten Beziehungsstatus abhängt. Die private Lebensgestaltung unterliegt keinen rechtlichen Bewertungen. Ich halte es für sehr wichtig, dass wir so der komplexen Lebenswirklichkeit der Menschen besser Rechnung tragen.
      Wir werden das neue Arbeitsrecht so bald wie möglich im Erzbistum Hamburg in Kraft setzen, voraussichtlich im ersten Quartal 2023."

    • „Haus Michael“ bleibt bis Mitte 2023 als Unterkunft für Geflüchtete bestehen - 18.11.22

      Das ehemalige katholische Studierendenwohnheim „Haus Michael" in Kiel bleibt voraussichtlich bis Mitte 2023 als Unterkunft für Geflüchtete aus der Ukraine bestehen.
      Damit kommt das Erzbistum Hamburg einer Bitte der Landeshauptstadt Kiel nach, den zum Jahresende auslaufenden Nutzungsvertrag zu verlängern.

      „Wir hoffen, dass wir dadurch in der herausfordernden Lage weiter unterstützen können", sagt Alexander Becker, Verwaltungsdirektor des Erzbistum Hamburg. Der für Januar 2023 geplante Abriss des Gebäudes aus dem Jahr 1951 wird entsprechend verschoben. Das Erzbistum plant an dieser Stelle den Neubau von 26 Mietwohnungen. Derzeit bewohnen rund 70 Geflüchtete das Haus.

    • Ukraine: Erzbistum und Caritas helfen weiter Binnenflüchtlingen - 16.11.22

      Am Freitag, 18. November, werden weitere 500 Hilfspakete einer Aktion des Erzbistums Hamburg und der Caritas im Norden für Familien in der Ukraine auf den Weg gebracht. Bereits im Juli waren 1.000 solcher Hilfspakete in die Ukraine gebracht worden. Die Pakete enthalten vor allem Grundnahrungsmittel und Hygieneartikel. Sie sind von Einzelpersonen, Familien und Gruppen in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg gepackt worden. Der Transport wird durch weitere Hilfsgüter ergänzt, die von der Caritas gesammelt oder durch Spenden finanziert worden sind.

      Auslöser der Aktion „We care for U!kraine" war ein Hilferuf der ukrainischen Bistümer Kolomyja und Sambir-Drohobytsch. Mit den Paketen soll Binnenflüchtlingen in der Ukraine geholfen werden.

      Erzbischof Stefan Heße dankte allen, die sich in der Pakethilfe für die Ukraine engagiert haben: „'Bitte vergesst uns nicht!'. Diese Botschaft habe ich im Sommer auf meiner Solidaritätsreise von den Ukrainern mit auf den Weg bekommen. Ich bin mir sicher, dass die Ukraine fest in unseren Gebeten und Gedanken bleiben wird. Auch wenn der organisierte Teil der Hilfsaktion sich nun dem Ende neigt: lassen Sie uns weiterhin offen sein für Unterstützung in Gebet und Tat", so Heße in einem Dankschreiben an die Beteiligten der Aktion.

    • Begleiterin für Polizistinnen und Polizisten unabhängig ihrer Weltanschauung - 14.11.22

      Mit einem Gottesdienst ist die katholische Diplom-Theologin Christina Innemann in ihr Amt als Polizeiseelsorgerin für Mecklenburg-Vorpommern eingeführt worden. „Mit der Seelsorge bieten wir unseren Polizistinnen und Polizisten einen Schutzraum, in dem sie ihre schwierigen Aufgaben und oftmals belastenden Erlebnisse verarbeiten können", sagte Innenminister Christian Pegel bei der Amtseinführung am Montag (14. November 2022) in Schwerin und fügte hinzu: „An den Beruf der Polizeiseelsorge werden hohe ethische Anforderungen gestellt. Der Alltag der Polizeiseelsorge ist geprägt von Begegnungen mit Polizistinnen und Polizisten in den Dienststellen, bei Weiterbildungen oder im Ethikunterricht während der Ausbildung unserer Polizistinnen und Polizisten an der Fachhochschule in Güstrow."

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      Die Stelle wird erstmals vom Erzbistum Hamburg, dem Erzbistum Berlin und dem Land Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam verantwortet. „Die Katholische Kirche schickt Seelsorgerinnen wie mich ganz bewusst in Aufgabenbereiche außerhalb des Kirchturmes, um Menschen unabhängig von ihrer religiösen oder weltanschaulichen Orientierung zu begleiten", sagte Innemann in ihrer Ansprache. „Mit meiner Arbeit stehe ich für Menschlichkeit und Menschenwürde als Bestandteil des christlichen Menschenbildes ein. Ich wünsche mir, dass unsere Polizistinnen und Polizisten diese Unterstützung annehmen. Seelsorge ist eine Ergänzung zu anderen Angeboten, beispielsweise denen der sozialen Ansprechpartner oder des sozialpsychologischen Dienstes."

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      Aufgabenschwerpunkte sind die Begleitung und Nachsorge bei schwierigen Einsätzen, der Aufbau eines Netzwerkes von Ehrenamtlichen zur Unterstützung der Polizeiseelsorge sowie die Bereitstellung von seelsorglichen Angeboten in Form von Gesprächen, Einkehrtagen, Gottesdiensten u. ä. für Polizistinnen und Polizisten. Innemann hat ihren Dienstsitz im Polizeirevier Sanitz.

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      Christina Innemann wurde 1980 in Pasewalk geboren und studierte katholische Theologie in Frankfurt am Main und Freiburg im Breisgau. Sie leitete zuletzt die katholische Hochschulseelsorge in Rostock.

    • Priester des Erzbistums treffen sich zum Priestertag in Lübeck - 09.11.22

      Rund 60 Priester des Erzbistums Hamburg treffen sich ab heute (9. November) zu einer zweitägigen Sitzung in der Hansestadt Lübeck.

      Im Mittelpunkt der Tagung steht am morgigen Donnerstag ein Vortrag von Matthias Drobinski. Der frühere Redakteur der Süddeutschen Zeitung und heutige Redakteur des kirchlichen Magazins „Publik Forum" spricht über das Thema „Zwischen Skandal und dem großen Egal – Die Kirchen in der Resonanz- und Glaubwürdigkeitskrise".
      Das Treffen endet mit der Teilnahme am Gedenkgottesdienst anlässlich des 79. Todestages der Lübecker Märtyrer (10.11.: 18 Uhr, Propsteikirche Herz Jesu, Parade 4 in Lübeck).

    • Für Erwachsene: Martinsmarkt vor dem Dom - 03.11.22

      Mit einem Martinsmarkt vor dem St. Marien-Dom will das Erzbistum Hamburg am 10. November (16 bis 21 Uhr) darauf hinweisen, dass Sankt Martin auch Erwachsenen etwas zu sagen hat. Sankt Martin ist für viele ein Kinderfest. Martinsspiel und Mantelteilung, Laternenumzug mit Pferd und Martinsliedern prägen traditionell den Abend des 11. November. So wird es auch in diesem Jahr in vielen katholischen Gemeinden sein.

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      Auf dem Martinsmarkt wird sichtbar, wo Menschen heute in Hamburg wie der heilige Martin handeln, wo, was und wie sie teilen. Das geschieht mit Kurzfilmen und Interviews auf einer Bühne sowie mit Informationsständen auf dem Domplatz. Mitarbeitende der Caritas und der Ehe-, Familien- und Lebensberatung sind ebenso vor Ort wie zum Beispiel Notfallseelsorgerinnen und das Projekt Klaras Küche.
      Für einen Imbiss und Getränke ist ebenfalls gesorgt. Es wird gesungen, und die Band SacreFleur sorgt für Live-Musik.

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      Programm und weitere Informationen unter www.erzbistum-hamburg.de/martin

    • Heße: „Es tut gut, der Erinnerung Raum zu geben“ - 01.11.22

      Erzbischof Stefan Heße hat den Katholikinnen und Katholiken im Erzbistum Hamburg einen Brief über Tod und Trauer geschrieben. „Unser Leben ist verletzlich und gefährdet. Wir haben in unserer Gesellschaft das Sterben, den Tod und die Trauer an den Rand geschoben und verdrängt", schreibt Heße an rund 290.000 Haushalte in Hamburg, Mecklenburg und Schleswig-Holstein. Und weiter: „Ich bin gewiss: Die Seelen der Verstorbenen leben. Und wir bleiben in Liebe miteinander verbunden."

      Der Erzbischof lädt ein, in diesen Tagen an Menschen zu denken, die man vermisst. Nach seiner Erfahrung tue es gut, „der Erinnerung Raum zu geben, (...) der Liebe für einen Menschen, den man vermisst, einen Ausdruck zu geben" und vielleicht eine Kerze anzuzünden. Dem Brief ist ein Windlicht beigelegt. Es trägt die Aufschrift: „Die Liebe ist das Licht, das leuchtet, wärmt und tröstet."

    • Heße: „Stolpersteine sind Bausteine gegen das Vergessen“ - 19.10.22

      Erzbischof Stefan Heße übernimmt die Patenschaft für einen Stolperstein in Hamburg-St. Georg. Der Künstler Gunter Demnig verlegt den Stein für Wilhelmine Camman am Montag, 24. Oktober, gegen 14 Uhr in der Danziger Straße 6, also in der Nachbarschaft des Bischofssitzes. Erzbischof Heße wird bei der Verlegung anwesend sein.

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      Der Stolperstein erinnert an die 1885 geborene Wilhelmine Camman, die dort bis 1926 bei der Familie ihrer Schwester gewohnt hat. Dann wurde sie in die Alsterdorfer Anstalten eingewiesen. Am 16. August 1943 wurde sie mit einem Sammeltransport in die Heil- und Pflegeanstalt „Wagner von Jauregg" in Wien gebracht. Laut den auf den Patientenblättern notierten Gewichtskontrollen wog Frau Camman 1939 noch zwischen 80 und 85 Kilogramm. Kurz vor ihrer Deportation nach Wien wog sie nur noch 48 Kilogramm. Aufgrund der dort herrschenden menschenunwürdigen Verhältnisse setzte sich ihr körperlicher Verfallsprozess weiter fort. Im Mai wog Frau Camman nur noch 42 Kilogramm. Registriert wird ihr Tod am 10. Juni 1944 infolge „Myocardschwäche und Pneumonie". Forscher sprechen in Bezug auf die Versorgung der Patienten von „Mord durch Hunger".

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      Erzbischof Stefan Heße sagte: „Stolpersteine erinnern uns inzwischen an so viele Menschen, die im Nationalsozialismus ein schreckliches Schicksal erlitten haben. Mit diesem Stein kommt mir das Leben und Sterben Wilhelmine Cammans näher. Stolpersteine werden zu Bausteinen gegen das Vergessen. Wir dürfen die Erinnerung an dieses Kapitel der deutschen Geschichte nicht verlieren. Stolpersteine fordern uns auf, für die Würde jedes menschlichen Lebens einzutreten." Diese Mahnung sei heute leider wieder notwendiger denn je.

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      Peter Hess vom Erinnerungs-Projekt „Stolpersteine in Hamburg" sagte: „Jeder Stolperstein weist darauf hin, dass hier ein deutscher Nachbar gelebt hat, der entrechtet und ermordet wurde. Durch die Patenschaften der Hamburger Bürger konnten bisher mehr als 6.400 Stolpersteine von Gunter Demnig verlegt werden."

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      Quellen: Patientenakten der Alsterdorfer Anstalten; Michael Wunder, Ingrid Genkel, Harald Jenner: Auf dieser schiefen Ebene gibt es kein Halten mehr. Die Alsterdorfer Anstalten im Nationalsozialismus, Hamburg 1987

    • Heße betont Bedeutung der Synodalität für die Kirche - 10.10.22

      Erzbischof Stefan Heße sieht Papst Franziskus auf einer Linie mit dem Konzilspapst Johannes XXIII. „Ich habe den Eindruck, dass Papst Franziskus wieder einen Schritt in der Entfaltung des Zweiten Vatikanischen Konzils nach vorne geht", sagte Heße in einer Videobotschaft zum 60. Jahrestag des Konzilsbeginns am 11. Oktober 1962.

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      Franziskus empfehle der Kirche dazu die Synodalität. Sie bedeute, dass das ganze Volk Gottes auf einem gemeinsamen Weg sei. Dazu sei es wichtig, aufeinander zu hören, auf die Zeichen der Zeit zu achten und zu fragen, wie der Glaube in die heutige Zeit übersetzt werden könne, so der Erzbischof. Er empfiehlt den Gläubigen, dafür zu beten, dass der Synodale Weg in Deutschland und in der Weltkirche gut weitergehen kann.

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      Die Videobotschaft von Erzbischof Stefan Heße zum Beginn des Zweiten Vatikanischen Konzils vor 60 Jahren ist auf der Seite erzbistum-hamburg.de zu hören.

    • Erzbischof Heße: „Im Alltag Zeitzonen für das Beten freihalten“ - 07.10.22

      Der Hamburger Erzbischof Stefan Heße hat dazu eingeladen, im Alltag Zeiten für das Beten freizuhalten. „Manchmal habe ich bei mir selbst den Eindruck, ich schiebe es soeben dazwischen in die Lücken, die sich ergeben", sagte Heße heute (7. Oktober) in einem Gottesdienst während der Bundestagung des Bundes Katholischer Unternehmer in Hamburg. „Es braucht Raum für das Gebet, nicht nur lokale Gebetsräume, Kirchen oder Herrgottswinkel, wo wir beten können, sondern es braucht auch Zeitzonen, die freigehalten werden für das Beten", so der Erzbischof.

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      Er erinnerte an das gemeinschaftliche Gebet der jungen Kirche: „Hier kommen alle zusammen, Gruppierungen und Einzelinteressen werden überwunden, geradezu aufgelöst." Das Gebet sei der Weg zur Einheit der Kirche. „Wenn wir nicht mehr miteinander beten können oder nicht mehr miteinander beten wollen, dann ist nicht nur die Einheit gefährdet, dann fehlt der Kirche ihr eigentlicher Daseinsgrund", sagte Heße.

    • Manfred Pleus wird neuer katholischer Polizeiseelsorger in Schleswig-Holstein - 29.09.22

      Manfred Pleus wird ab 1. Oktober 2022 neuer katholischer Seelsorger im Bereich der Landespolizei in Schleswig-Holstein. Damit wirkt er unter anderem am Ethikunterricht in der Aus- und Fortbildung mit, begleitet Polizistinnen und Polizisten in und nach schweren Einsätzen, veranstaltet Seminare und feiert mit den Mitarbeitenden Andachten.

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      Manfred Pleus ist 57 Jahre alt und wurde in Haren/Emsland geboren. Nach dem Studium der Religionspädagogik in Paderborn, machte er zunächst eine Ausbildung zum Kaufmann im Groß- und Außenhandel in Paderborn. Anschließend arbeitete er als Gemeindereferent an verschiedenen Orten in Schleswig-Holstein. Pleus ist zudem im Kreis Pinneberg als Notfallseelsorger im Einsatz. Er hat eine Ausbildung zum Führungsassistenten im Bereich der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) absolviert.

    • Christina Innemann wird neue katholische Polizeiseelsorgerin in Mecklenburg-Vorpommern - 26.09.22

      Diplom-Theologin Christina Innemann wird ab Oktober die katholische Polizeiseelsorge in Mecklenburg-Vorpommern übernehmen. Die Stelle wird erstmals vom Erzbistum Hamburg, dem Erzbistum Berlin und dem Land Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam verantwortet. Aufgabenschwerpunkte sind die Begleitung und Nachsorge bei schwierigen Einsätzen, das Angebot berufsethischer Seminare und die Bereitstellung von seelsorglichen Angeboten in Form von Gesprächen, Einkehrtagen, Gottesdiensten u. ä. für Polizistinnen und Polizisten. Ihr Dienstsitz wird in Sanitz sein.

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      Christina Innemann wurde 1980 in Pasewalk geboren und studierte katholische Theologie in Frankfurt am Main und Freiburg im Breisgau. Nach dem Studium arbeitete sie als Jugendreferentin in Mecklenburg. Anschließend absolvierte sie eine berufsbegleitende, kirchliche Ausbildung mit zweiter Dienstprüfung. Seitdem trägt sie als Seelsorgerin die Berufsbezeichnung „Pastoralreferentin". Innemann leitete die Studierendenseelsorge am Standort Rostock und war für die Zusammenarbeit der katholischen Pfarrei Herz Jesu Rostock mit evangelischen Kirchgemeinden zuständig. Innemann spricht Englisch, Französisch, Portugiesisch und Holländisch. Sie ist verheiratet und hat drei Kinder.

    • Heße: „Auch im Erzbistum Hamburg sind erhebliche Fehler gemacht worden“ - 23.09.22

      Der Hamburger Erzbischof Stefan Heße hat den Zwischenbericht der Universität Osnabrück über den Umgang mit sexualisierter Gewalt im Bistum Osnabrück gewürdigt. Der 600 Seiten umfassende Bericht erstreckt sich aufgrund der bis 1995 in Osnabrück liegenden Personalverantwortung auch auf Hamburg und Schleswig-Holstein und auch auf das anschließende Verhalten des 1995 gegründeten Erzbistums Hamburg.

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      Der Bericht mache deutlich, dass auch im Erzbistum Hamburg erhebliche Fehler im Umgang mit Betroffenen und Beschuldigten gemacht worden seien, schreibt Heße heute (23. September) in einem Brief an die Mitarbeitenden im Erzbistum Hamburg. „Das erfüllt mich mit Scham. Die Fehler der Vergangenheit können nicht rückgängig gemacht werden. Und es wäre zu wenig, dafür nur um Entschuldigung zu bitten", so Heße.

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      Er wolle diesen Zwischenbericht nutzen, „um unsere Sorge um die Betroffenen und unser Handeln gegenüber Beschuldigten weiter zu verbessern", schreibt der Erzbischof weiter. „Damit haben wir bereits begonnen, was uns der Zwischenbericht im Übrigen auch bescheinigt." Er betonte erneut, dass Prävention, Intervention und Aufarbeitung im Blick auf sexualisierte Gewalt „Ausdruck meiner Verantwortungsübernahme" und eine Kernaufgabe des Erzbistums Hamburg seien. Einen wesentlichen Teil des Zwischenberichts bilde ein Katalog der Pflichten, die ein Bistum gegenüber Betroffenen hat. „Diesen Pflichtenkatalog sehe ich als wertvollen Beitrag an, der uns helfen kann, unser Handeln in Zukunft weiter zu verbessern", so Heße.

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      Der Zwischenbericht der Universität Osnabrück untersucht anhand eines Pflichtenkatalogs detailliert und anonymisiert Beschuldigungen gegen 15 Priester und einen Diakon und das Verhalten des Bistums Osnabrück bzw. des Erzbistums Hamburg. Von diesen 16 Personen waren sechs Priester nach 1995 im Erzbistum Hamburg tätig. Die Vorwürfe gegen sie wurden zum Teil erst nach der Errichtung des Erzbistums Hamburg bekannt.

    • Sternsinger_innen in Schleswig-Holstein sammeln 117.034 Euro für Kinder in Not - 20.09.22

      Trotz der Einschränkungen im zweiten Corona-Winter haben die Sternsinger_innen in Schleswig-Holstein ein beeindruckendes Sammelergebnis erzielt:
      117.034,19 Euro haben die kleinen Majestäten in den ersten Januartagen dieses Jahres für ärmere Altersgenossen auf der ganzen Welt gesammelt.
      Dies teilte das Hilfswerk „Die Sternsinger" am Dienstag, 20. September 2022, in Aachen mit.

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      Rund um den Dreikönigstag am 6. Januar sind Mädchen und Jungen als „Heilige Drei Könige" gekleidet durch die katholischen Gemeinden des Landes gezogen. Im Rahmen der Aktion Dreikönigssingen haben sie den Segenswunsch „20*C+M+B+22" (Christus Mansionem Benedicat = Christus segne dieses Haus) in die Häuser gebracht und um eine Spende für Kinderprojekte gebeten.

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      Seit dem Start der Aktion 1959 kamen damit insgesamt rund 1,27 Milliarden Euro zusammen. Mehr als 77.400 Projektmaßnahmen für benachteiligte und Not leidende Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa konnten damit seit Beginn der weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder unterstützt werden.

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      „Kinder stärken, Kinder schützen – in Indonesien und weltweit", lautet das Motto der nächsten, 65. Aktion Dreikönigssingen. Dabei rücken die Sternsinger den Schutz von Kindern vor Gewalt in den Mittelpunkt und machen auf Mädchen und Jungen aufmerksam, die unter physischer, sexualisierter oder psychischer Gewalt leiden. In diesen Tagen werden die Materialien zur Vorbereitung der Aktion in den Gemeinden verschickt, in denen auch das Spendenergebnis 2022 veröffentlicht wird.

    • 25 Jahre Staatskirchenvertrag in Mecklenburg-Vorpommern - 14.09.22

      Vor 25 Jahren wurde der Vertrag zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Land Mecklenburg-Vorpommern unterzeichnet. Die Erzbischöfe von Berlin und Hamburg, Koch und Heße, ziehen eine positive Bilanz der Zusammenarbeit:
      „Es war damals gut und wichtig, diesen Vertrag zu machen, denn er hat sich bis heute bewährt. Er ist ein starkes Instrument für ein gutes Miteinander von katholischer Kirche und staatlichen Einrichtungen. Er gibt uns Freiheit in unserer religiösen Entwicklung und regelt verlässlich, wo wir kirchlich und seelsorgerisch das Bundesland in seinen Aufgaben zum Wohl der Menschen unterstützen können. Dazu gehören beispielsweise die Gefängnisseelsorge und die Polizeiseelsorge oder die Möglichkeit Religionsunterricht in den Schulen zu erteilen oder Katholische Theologie an der Universität Rostock zu lehren. Er bereichert somit die Vertragspartner und sorgt für ein immer besseres Kennenlernen und lässt uns dadurch leichter die Herausforderungen der Zeit gemeinsam annehmen." – Erzbischof Dr. Stefan Heße und Erzbischof Dr. Heiner Koch

      Der Staatskirchenvertrag wurde am 15. September 1997 vom Apostolischen Nuntius in Deutschland, Erzbischof Dr. Giovanni Lajolo, und Ministerpräsident Dr. Bernd Seite in Schwerin unterzeichnet. Es waren die ersten Verhandlungen mit dem Land Mecklenburg-Vorpommern für die beiden Erzbistümer und den Heiligen Stuhl. Ziel eines solchen Vertrages ist es, das Zusammenleben zwischen Staat und Kirche rechtlich so zu ordnen, dass unter Wahrung der jeweiligen Eigenständigkeit eine möglichst fruchtbringende Zusammenarbeit zum Wohle der Menschen ermöglicht wird. Neben den christlichen Kirchen gibt es solche Verträge des Staates beispielsweise auch mit jüdischen und muslimischen Gemeinschaften.

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      In Mecklenburg-Vorpommern leben rund 54.000 katholische Christen. Die in Mecklenburg gehören zum Erzbistum Hamburg und in Vorpommern zum Erzbistum Berlin.

    • Erzbistum Hamburg baut 52 Wohnungen in Rothenburgsort - 12.09.22

      Im Hamburger Stadtteil Rothenburgsort ist heute (12. September) der Grundstein für ein Wohnungsbauprojekt des Erzbistums Hamburg gelegt worden. Neben der katholischen St. Erich-Kirche wird ein Wohngebäude mit 52 Mietwohnungen und einer Gesamtwohnfläche von etwa 4.480 Quadratmetern entstehen. 30 Prozent der Wohnfläche wird als Sozialer Wohnungsbau hergestellt und vermietet. Der Schwerpunkt liegt auf Wohnungen für vier bis sechs Personen. Das Bauvorhaben wird vom Hamburger Architekturbüro Quente Schwartz betreut und vom Generalunternehmer HOCHTIEF ausgeführt.

      Generalvikar Sascha-Philipp Geißler sagte während der Grundsteinlegung: „Mit diesem ersten Projekt, das eng mit unserer vor gut zwei Jahren begonnenen Vermögens- und Immobilienreform verbunden ist, wollen wir gleichermaßen unseren kirchlich-sozialen Ansprüchen als auch der Gesundung unserer Finanzen gerecht werden und die uns zur Verfügung stehenden Mittel zukunftsorientiert einsetzen. Damit ist das Erzbistum Hamburg auf einem guten Weg, weiterhin in der Lage zu sein, einerseits pastorale Aufgaben zu gestalten und zudem gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen."

      Er kündigte zugleich weitere Projekte in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg an, die „alle nachhaltig und ressourcenschonend umgesetzt werden sollen."

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    • Erzbistum Hamburg unterstützt bedürftige Menschen mit einer Million Euro zusätzlich - 09.09.22

      Das Erzbistum Hamburg unterstützt bedürftige Menschen in den kommenden Monaten zusätzlich mit rund einer Million Euro. Die Mittel stammen aus den Kirchensteuereinnahmen, die Kirchenmitglieder auf die Energiepreispauschale zu zahlen haben, die meist mit dem Septembergehalt ausgezahlt wird. Erzbischof Stefan Heße sagt dazu: „Wir wollen besonders bedürftige Menschen in dieser schwierigen wirtschaftlichen Situation solidarisch unterstützen. Ich bin sehr dankbar, dass auch der Wirtschaftsrat des Erzbistums diesem Vorhaben zugestimmt hat. Die Verteilung des Geldes wird die Caritas im Norden übernehmen."

    • Norddeutsche Katholiken pilgern nach Ratzeburg - 06.09.22

      Am Sonntag, 11. September, ist das Ansverus-Kreuz in Einhaus bei Ratzeburg das Ziel norddeutscher Katholiken. Zur 69. Ansveruswallfahrt erwarten die Pfarrei St. Ansverus und das Erzbistum Hamburg mehrere hundert Wallfahrer aus Hamburg, Mecklenburg und Schleswig-Holstein. Im Jahr 1066 wurden dort der Benediktinermönch Ansverus und seine Mitbrüder von aufständischen Wenden gesteinigt. Seit dem 15. Jahrhundert steht an dem vermuteten Ort ihres Martyriums ein Radkreuz aus gotländischem Kalkstein – seit 1950 ist dieses Kreuz am zweiten Sonntag im September Ziel der Ansveruswallfahrt.

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      Vier Pilgerwege führen an diesem Tag zum Ansveruskreuz: Um 7 Uhr beginnt die etwa 18 Kilometer lange Wanderung in Mölln. Um 8.15 Uhr macht sich eine Gruppe in Lübeck zu Fuß auf den Weg entlang der Wakenitz und des Ratzeburger Sees. Eine weitere Pilgergruppe versammelt sich um 10 Uhr in Ratzeburg an der Kirche St. Georg auf dem Berge: Nach einer kurzen Andacht gehen sie den etwa vier Kilometer langen Weg zum Ansveruskreuz. Und schließlich rudern oder segeln die Firmbewerber der Pfarrei St. Ansverus mit Erzbischof Stefan Heße in einem nachgebauten Wikingerboot über den Ratzeburger See zum Ansverus-Kreuz.

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      Am Ansveruskreuz beginnt gegen 12 Uhr ein gemeinsames Picknick. Um 14 Uhr feiert der Erzbischof mit den Gläubigen den Wallfahrtsgottesdienst. Für Kinder gibt es ein Spielangebot und einen eigenen Gottesdienst.

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      Weitere Informationen: www.ansveruswallfahrt.de

    • Ukraine: Erzbistum und Caritas wollen Binnenflüchtlingen helfen - 21.07.22

      Die ersten 1.000 Hilfspakete einer Aktion des Erzbistums Hamburg und der Caritas im Norden für Familien in der Ukraine werden jetzt auf den Weg gebracht. Die Pakete enthalten vor allem Grundnahrungsmittel und Hygieneartikel. Sie sind von Einzelpersonen, Familien und Gruppen in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg gepackt worden.

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      Auslöser der Aktion „We care for U!kraine" war ein Hilferuf der ukrainischen Bistümer Kolomyja und Sambir-Drohobytsch. Mit den Paketen soll Binnenflüchtlingen in der Ukraine geholfen werden. Für die Aktion stehen noch weitere 2.000 Leerkartons zur Verfügung, die im Laufe der kommenden Wochen gefüllt und transportiert werden sollen.

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      In den nächsten Tagen werden die ersten 1.000 Pakete von verschiedenen Sammelpunkten in Hamburg, Mecklenburg und Schleswig-Holstein in ein Zwischenlager nach Schwarzenbek gebracht. Von dort macht sich dann der Hilfstransport in die Ukraine auf den Weg.

    • Erzbistum Hamburg hilft Ukraine-Flüchtlingen mit 230.000 Euro - 13.07.22

      Der Flüchtlingsfonds des Erzbistums Hamburg hat in den vergangenen Wochen rund 230.000 Euro Spenden für ukrainische Kriegsflüchtlinge erhalten. Mit den Spenden werden Projekte in Hamburg, Mecklenburg und Schleswig-Holstein unterstützt, so die Initiative „Spielend Deutsch lernen" in Schwerin für Kinder, die noch keinen Kita-Platz bekommen können, oder das Projekt „Mein Leben richte ich mir selbst ein" in Rostock, das Frauen mit Kriegs- und Krisenerfahrung stärken will. In Neumünster unterstützt das soziale Kaufhaus der Caritas Geflüchtete mit Waren des täglichen Bedarfs und Informationen in „Willkommens-Taschen". Im ehemaligen Grundschulbereich der Domschule in Hamburg ist ein Ort mit Kleiderkammer, Sprachkurs und Begegnungscafé eingerichtet worden. „Wir wollen, dass die Frauen und Kinder aus der Ukraine hier besser zurechtkommen und fitter für den Alltag werden", sagt Sinischa Sven Balaz, Koordinator der Flüchtlingshilfe im Erzbistum Hamburg zur Ausrichtung der Projekte.

    • Gemeinsamer Betroffenenrat der (Erz-)Bistümer Hamburg, Hildesheim und Osnabrück - 12.07.22

      Im Auftrag des Gemeinsamen Betroffenenrates der (Erz-)Bistümer Hamburg, Hildesheim und Osnabrück veröffentlichen wir hier folgende Pressemitteilung:

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      Betroffenenrat der (Erz-)Bistümer Hamburg, Hildesheim und Osnabrück äußert sich kritisch zur gemeinsamen Aufarbeitungskommission

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      Der Betroffenenrat der (Erz-)Bistümer Hamburg, Hildesheim und Osnabrück hat sich erstmals in Präsenz getroffen und seine Arbeit aufgenommen. Im Zentrum des Treffens stand die Verabschiedung einer eigenen Geschäftsordnung. „Der Rat fordert und fördert neue Wege der Aufarbeitung der Verbrechen an Betroffenen und des institutionellen und persönlichen Umgangs mit ihnen. Er macht es sich zur Aufgabe, Defizite in Aufarbeitung, Intervention und Prävention offen und deutlich zu benennen und Wege der Selbstermächtigung der Betroffenen zu erschließen", heißt es beispielsweise in der Präambel, in der der Betroffenenrat sein Selbstverständnis formuliert.

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      Erste Hinweise auf Defizite in der Aufarbeitung benennt eine Stellungnahme des Betroffenenrats zur aktuellen Zusammensetzung der noch nicht konstituierten gemeinsamen Aufarbeitungskommission, die der Rat an die Verantwortlichen kommuniziert hat. Der Betroffenenrat weist darauf hin, dass einer der unabhängigen Vertreter der Länder gleichzeitig ein leitendes Mitglied im Schutzprozess eines der Bistümer ist. „Wir müssen in der Zusammensetzung der Aufarbeitungskommission und Ihrer Vorgehensweise bereits an dieser Stelle strukturelle und systemische Fehler erkennen, die eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe erschweren. [...] Daher erwarten wir an dieser Stelle zeitnahe personelle Konsequenzen, sodass die Aufarbeitung nicht noch weiter verzögert wird."

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      Um für Anfragen der Öffentlichkeit oder der kirchlichen Institutionen möglichst unkompliziert kontaktierbar zu sein, hat der Betroffenenrat ein Sprecher:innenteam gewählt. Das aktuelle Team bilden Raphael Ohlms (Hildesheim), Norbert Thewes (Hildesheim) und Jens Kuthe (Osnabrück).

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      Kontaktierbar ist der Betroffenenrat zur Zeit noch über seine Geschäftsstelle im Erzbistum Hamburg: Ursula Freese, ursula.freese(at)erzbistum-hamburg.de. Zeitnah sollen eine Homepage und eine Mailadresse erstellt werden, über die ein direkter Kontakt zum Sprecher:innenteam oder einzelnen Mitgliedern möglich sein wird. Auf der Homepage sollen Protokolle, Stellungnahmen, die Geschäftsordnung etc. veröffentlicht und ein Höchstmaß an Transparenz geschaffen werden, um sich „deutlich von noch andauernden verdunkelnden und verschleiernden Strukturen und Konzepten in der katholischen Kirche [...], die immer noch viel Leid bei Betroffenen, Angehörigen und deren Umfeld verursachen" abzugrenzen.

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      Der gemeinsame Betroffenenrat der (Erz-)Bistümer Hamburg, Hildesheim und Osnabrück wurde im März 2022 von den (Erz-)Bistümern Hamburg, Hildesheim und Osnabrück eingerichtet und besteht aus 9 Betroffenen sexualisierter Gewalt in den jeweiligen Bistümern bzw. ihren Angehörigen. Zu den Aufgaben des Betroffenenrats gehört insbesondere die Begleitung der Arbeit der (Erz-)Bistümer im Themenfeld der sexualisierten Gewalt aus der Sicht der Betroffenen und die Beteiligung an Aufarbeitungsprozessen.

    • Katholische Ordensfrauen verlassen nach über 110 Jahren Rostock - 05.07.22

      Die ersten Thuiner Franziskanerinnen kamen 1909 nach Rostock. Damals arbeiteten die Ordensfrauen als Krankenschwestern oder im Kinderheim. Später waren Einsatzorte die katholische Schule oder die Kirchengemeinde. Nun gibt der Orden in der Pfarrei Herz Jesu seine letzte Niederlassung in Mecklenburg-Vorpommern auf und die drei letzten Schwestern verlassen Rostock. Zum Abschied feiert Erzbischof Dr. Stefan Heße in der Christuskirche am Sonntag, 10. Juli 2022, um 10.30 Uhr einen festlichen Gottesdienst. Beim anschließenden Gemeindefest ist Gelegenheit, persönlich „auf Wiedersehen" zu sagen.

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      Bis zuletzt prägten die Franziskanerinnen auch immer wieder die Gesellschaft und das Stadtbild Rostocks. Schwester M. Birgit und Schwester M. Bernadet waren die Stadtradel-Stars und zeigten, dass das Fahrradfahren Unabhängigkeit und Gesundheit bis ins hohe Alter bringen kann. Schwester M. Ingetraud ordnete die Sakristei der Christuskirche und bildete unzählige Jahrgänge von Mädchen und Jungen als Messdiener aus. Untrennbar verbunden sind die Schwestern auch mit der Geschichte der Don-Bosco-Schule in Rostock. Als langjährige Leiterin der Grundschule formte Schwester M. Birgit sie als katholische und weltoffene Bildungseinrichtung in der Hansestadt.

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      Die Ordensfrauen werden nun in anderen Niederlassungen des Ordens in Osnabrück, Dörpen südlich von Papenburg und im Mutterhaus in Thuine neue Aufgaben und ein neues Zuhause finden.

    • Bernostiftung mit neuer Führungsspitze - 01.07.22

      Ziel ist die Weiterentwicklung der katholischen Schulen in Rostock, Schwerin und Lübeck

      Der Stiftungsrat der Mecklenburger Bernostiftung hat eine neue Führungsspitze gewählt: Dr. Christopher Haep, Leiter der Abteilung Schule und Hochschule im Erzbischöflichen Generalvikariat Hamburg, wird ab 1. August 2022 die Aufgaben des Stiftungsdirektors übernehmen. Stellvertretender Stiftungsdirektor und zugleich Dienststellenleiter des Schweriner Büros wird der dortige Leiter des Referates Pädagogik Paul Zehe.

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      Hamburgs Erzbischof Dr. Stefan Heße hatte zuvor – aufgrund der regulär auslaufenden Amtszeit – einen neuen Stiftungsrat berufen. Dem achtköpfigen Gremium, dessen Amtszeit von 2022 bis 2026 läuft, gehören u.a. Vertreterinnen und Vertreter der Rostocker, Schweriner und Lübecker Pfarrgemeinden an. Den bisherigen Stiftungsratsmitgliedern dankte Heße für das außerordentliche Engagement in den vergangenen Jahren.

       „Die katholischen Schulen im Norden genießen einen hervorragenden Ruf, der mit ganz viel Einsatz und Herzblut erarbeitet wurde. Dafür sage ich allen meinen aufrichtigen Dank", erklärte Erzbischof Heße. Zweck der seit 2006 bestehenden Stiftung ist die Förderung des katholischen Schul- und Erziehungswesens in Mecklenburg und – seit 2010 – in Schleswig-Holstein. Gegenwärtig betreibt die Bernostiftung die Don-Bosco-Schule in Rostock (Grundschule mit Hort / Regionale Schule / Gymnasium), die Niels-Stensen-Schule in Schwerin (Grundschule mit Hort / Regionale Schule / Gymnasium) und – gemeinsam mit der Kinderwege gGmbH – die Lübecker Johannes-Prassek-Grundschule.

      „Unser gemeinsames Ziel ist der Erhalt und die zukunftsgerichtete Entwicklung unserer katholischen Schulstandorte. Dafür setzen wir uns mit ganzer Kraft und unterschiedlicher Expertise ein", sagte Erzbischof Heße. Mit der Einsetzung der neuen Führungsstruktur und dem gemeinsamen Bestreben aller Verantwortlichen, die Fortentwicklung des katholischen Schulwesens in Mecklenburg und Schleswig-Holstein gemeinsam voranzutreiben, stellt das Erzbistum Hamburg zugleich das begonnene Aufhebungsverfahren der Stiftung ein. „Wir werden uns jetzt zwei Jahre Zeit nehmen, um die großen Herausforderungen konkret anzugehen und die Funktionalität der Verwaltungsstruktur zu erproben", erläuterte Dr. Christopher Haep den Fahrplan für die nächsten Monate. Mit den Neubauplanungen der Sporthallen in Rostock und Schwerin, der Sicherung des Standortes in Lübeck, der wirtschaftlichen Konsolidierung des Gesamtsystems sowie der strategischen Personalbindung und Personalgewinnung stünden anspruchsvolle Aufgaben bevor. „Die nun erreichte Einigkeit in der Trägerfrage bietet uns die Möglichkeit, die Herausforderungen kraftvoll und gemeinsam anzugehen", erklärte Paul Zehe. „Es geht jetzt vor allem darum, die wirklich erstklassige Arbeit vor Ort an den Schulstandorten langfristig abzusichern", ergänzte Haep. Kontinuität spiele dabei eine große Rolle, bisherige Ordnungen würden auch weiterhin gelten. Der Vorsitzende des Stiftungsrates, Hasko Schubert, erklärte: „Für die Bernostiftung ist es wichtig, dass die von den Stiftungspfarreien benannten Vertreterinnen und Vertreter in die Entscheidungsprozesse für die Schulen einbezogen bleiben. 

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      Mit der Unterzeichnung der Vereinbarung zwischen dem Erzbischöflichen Generalvikariat und der Bernostiftung zur personellen und strukturellen Verzahnung wird ein deutliches Signal gesetzt, dass das Erzbistum und die Stiftungspfarreien ihre gemeinsame Verantwortung für die katholischen Schulen in Rostock, Schwerin und Lübeck kontinuierlich und verlässlich wahrnehmen wollen."

    • Kein Hass: Erzbischof Heße schreibt jungen Menschen zum Ukraine-Krieg - 30.06.22

      Unter dem Leitwort „Kein Hass" hat Erzbischof Stefan Heße hat den jungen Katholikinnen und Katholiken im Erzbistum Hamburg einen Brief geschrieben. Unter dem Eindruck des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine geht er auf Jesu Aufforderung zur Feindesliebe ein. Heße schreibt: „Jesus erwartet von mir jetzt die Größe, auch die Menschen anzunehmen und zu bejahen, die vorsätzlich Böses tun. Trotz ihrer schrecklichen Taten bleiben sie Menschen und behalten ihre Menschenwürde. Ehrlich: Das fällt mir derzeit nicht leicht." Wenn Feindesliebe gerade zu viel verlangt sei, könne „kein Hass" der erste Schritt sein.

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      Den Brief hat der Erzbischof an 32.000 junge Menschen zwischen 14 und 29 Jahren geschrieben. Beigelegt ist ein Aufkleber mit dem Leitwort, der auch nachbestellt werden kann. Außerdem wird die Aktion durch die Homepage kein-hass.de unterstützt.

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      Der Brieftext im Wortlaut:

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      „Liebe/r...,

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      was machen Sie, wenn Sie jemand aggressiv angeht? Wehren Sie sich? Wenn Sie jemand angreift: Würden Sie zurückschlagen? Sich zu wehren ist selbstverständlich – oder? Wie wichtig es ist, sich verteidigen zu können, zeigt uns der Krieg in der Ukraine. Der Angriffskrieg Russlands ist furchtbar. Das russische Militär tötet Zivilisten, Soldaten vergewaltigen Frauen und verschleppen Kinder und Jugendliche. Krankenhäuser, Schulen und Wohnungen werden systematisch zerstört. All das sind vorsätzlich begangene Kriegsverbrechen.

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      „Liebt eure Feinde und bittet für die, die euch verfolgen." Diese Aufforderung kommt von Jesus und ist angesichts dieser Taten eine Zumutung. Zumindest scheint sie weltfremd: Seine Feinde lieben? Für sie beten? Einen Menschen wie Wladimir Putin?
      Ich bin Christ und Jesus ist das Vorbild, an dem ich mich orientiere. Ich komme also nicht darum herum, mich mit dieser Aufforderung auseinanderzusetzten. Er hat das ja nicht nur einfach so dahingesagt. Er hat es auch getan. Jesus erwartet von mir jetzt die Größe, auch die Menschen anzunehmen und zu bejahen, die vorsätzlich Böses tun. Trotz ihrer schrecklichen Taten bleiben sie Menschen und behalten ihre Menschenwürde. Ehrlich: Das fällt mir derzeit nicht leicht.

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      Vielleicht geht es so: Wenn die Aufforderung Jesu „Liebt eure Feinde" gerade zu viel verlangt ist, dann könnte „Hasst eure Feinde nicht" der erste Schritt sein. Entschieden an der Seite der Opfer zu stehen, ohne in abgrundtiefen Hass auf die Täter zu verfallen. „Kein Hass" ist der erste Schritt hin zu Frieden. „Kein Hass" ist eine Botschaft, die wir im Augenblick nicht oft genug sagen können.

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      Ich hoffe und bete, dass das Zerstören und Morden in der Ukraine bald ein Ende haben werden. Für das ukrainische Volk hoffe ich auf eine Zukunft in Frieden und Freiheit. Ihnen wünsche ich in diesen Zeiten alles Gute.

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      Mit herzlichen Grüßen

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      Stefan Heße, Erzbischof von Hamburg"

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    • Zahl der Katholiken im Norden ist gesunken - 27.06.22

      Die Zahl der Katholiken im Erzbistum Hamburg ist im Jahr 2021 gegenüber dem Vorjahr gesunken. Ende 2021 lebten in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg 377.543 katholische Christen. Ein Jahr zuvor waren es 386.009. Dies geht aus der Statistik für das Jahr 2021 hervor, die die Verwaltung des Erzbistums Hamburg am Montag, 27. Juni, vorgelegt hat.

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      Die Zahlen für einzelne Bereiche des kirchlichen Lebens im Jahr 2021 sind wie schon 2020 mit denen der Vorjahre nicht vergleichbar. Coronabedingt konnten Gottesdienste zeitweise nicht oder nur mit einer begrenzten Personenzahl gefeiert werden, Hochzeiten und Taufen sind verschoben worden.

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      Die Zahl der Kirchenaustritte ist gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen. 2021 traten 9.788 Katholiken aus ihrer Kirche aus. 2020 waren es 6.096.

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      Gestiegen ist im Jahr 2021 die Zahl der Taufen auf 1.370 (2020: 1.031). 73 Menschen haben sich als Erwachsene taufen lassen (2020: 64). Die Zahl der Trauungen stieg von 102 auf 200 an.

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      Im Jahr 2021 sind 65 Menschen in die katholische Kirche eingetreten (2020: 66). 110 Menschen sind wieder in die katholische Kirche aufgenommen worden (2020: 106).

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      Die Zahl der regelmäßigen Gottesdienstteilnehmer lag im Jahr 2021 bei 13.175. Im Jahr 2020 waren es 18.175.

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      Erzbischof Stefan Heße sagte zu der hohen Zahl an Kirchenaustritten: „Die Erschütterung durch das Bekanntwerden sexualisierter Gewalt in der katholischen Kirche ist groß. Für viele Menschen war dies wohl der Anlass, unsere Kirche zu verlassen. Dennoch halte ich es für das einzig Richtige, den Weg der Prävention und Aufarbeitung weiterzugehen. Ich nehme auch wahr, dass Menschen die Wandlungsfähigkeit der Kirche anzweifeln und den Synodalen Weg bisher als schleppend empfinden. Diese Rückmeldungen erhalte ich auch in meiner Online-Sprechstunde und ich bin dankbar, dass Menschen dies offen äußern. Letztlich hoffe ich, dass es uns gelingt - bei allem Ringen und Umbruch - den Menschen die Tür zum Glauben offenzuhalten."

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      Die ausführliche Statistik kann hier nachgelesen werden.

    • Zahl der Katholiken in Schleswig-Holstein erneut gesunken - 27.06.22

      Die Zahl der Katholiken in Schleswig-Holstein ist im Jahr 2021 gegenüber dem Vorjahr gesunken. Ende 2021 lebten 168.393 katholische Christen im Land. Ein Jahr zuvor waren es noch 171.683. Dies geht aus der Statistik für das Jahr 2021 hervor, die die Verwaltung des Erzbistums Hamburg am Montag, 27. Juni, vorgelegt hat.

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      Die Zahlen für einzelne Bereiche des kirchlichen Lebens im Jahr 2021 sind wie schon 2020 mit denen der Vorjahre nicht vergleichbar. Coronabedingt konnten Gottesdienste zeitweise nicht oder nur mit einer begrenzten Personenzahl gefeiert werden, Hochzeiten und Taufen sind verschoben worden.

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      Die Zahl der Kirchenaustritte ist gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen. 2021 traten 3.588 Katholiken aus ihrer Kirche aus. 2020 waren es 2.048.

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      Gestiegen ist im Jahr 2021 die Zahl der Taufen auf 436 (2020: 307). Zehn Menschen haben sich als Erwachsene taufen lassen (2020: 11). Die Zahl der Trauungen stieg von 38 auf 79 an. Im Jahr 2021 sind 20 Menschen in die katholische Kirche eingetreten (2020: 21). 36 Menschen sind wieder in die katholische Kirche aufgenommen worden (2020: 31).

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      Die Zahl der regelmäßigen Gottesdienstteilnehmer lag im Jahr 2021 bei 3.881. Im Jahr 2020 waren es 5.254.

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      Erzbischof Stefan Heße sagte zu der hohen Zahl an Kirchenaustritten: „Die Erschütterung durch das Bekanntwerden sexualisierter Gewalt in der katholischen Kirche ist groß. Für viele Menschen war dies wohl der Anlass, unsere Kirche zu verlassen. Dennoch halte ich es für das einzig Richtige, den Weg der Prävention und Aufarbeitung weiterzugehen. Ich nehme auch wahr, dass Menschen die Wandlungsfähigkeit der Kirche anzweifeln und den Synodalen Weg bisher als schleppend empfinden. Diese Rückmeldungen erhalte ich auch in meiner Online-Sprechstunde und ich bin dankbar, dass Menschen dies offen äußern. Letztlich hoffe ich, dass es uns gelingt - bei allem Ringen und Umbruch - den Menschen die Tür zum Glauben offenzuhalten."

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      Die ausführliche Statistik kann hier nachgelesen werden.

    • Zahl der Katholiken in Mecklenburg-Vorpommern gesunken - 27.06.22

      Die Zahl der Katholiken in Mecklenburg-Vorpommern ist im Jahr 2021 gegenüber dem Vorjahr gesunken. Das geht aus der Kirchlichen Statistik 2021 hervor, die heute (27. Juni 2022) veröffentlicht wurde. Im Jahr 2021 lebten demnach 54.009 katholische Christen im Bundesland. Das sind rund 550 Katholiken weniger als 2020. Die Zahl der Taufen ist im vergangenen Jahr leicht gestiegen auf 198. Aus der Katholischen Kirche ausgetreten sind im Berichtsjahr 961 Menschen. 2020 waren es 634. Im Durchschnitt besuchten im vergangenen Jahr 3023 Menschen und damit rund 1000 weniger als zuvor die Sonntags-Gottesdienste in den katholischen Kirchen des Bundeslandes.

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      Die Zahlen für einzelne Bereiche des kirchlichen Lebens im Jahr 2021 sind mit denen der Vorjahre nicht vergleichbar. Coronabedingt konnten Gottesdienste zeitweise nicht oder nur mit einer begrenzten Personenzahl gefeiert werden, Hochzeiten und Taufen sind verschoben worden.

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      Die Katholiken in Mecklenburg gehören zum Erzbistum Hamburg, die in Vorpommern zum Erzbistum Berlin. 

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      Eine detaillierte kirchliche Statistik ist auf den Webseiten der Erzbistümer zu finden:
      www.erzbistum-hamburg.de/Kirchliche-Statistik_Katholikenzahl-Taufen-Firmungen-und-mehr
      www.erzbistumberlin.de/wir-sind/erzbistum-im-ueberblick/zahlen-und-fakten/

    • Erzbistum überlässt das BTH in Teterow vorübergehend dem Landkreis Rostock - 15.06.22

      Das Erzbistum Hamburg überlässt das Bischof-Theissing-Haus (BTH) in Teterow dem Landkreis Rostock für geflüchtete Frauen und Kinder aus der Ukraine. Der Vertrag bis zum Jahresende sieht vor, dass bis zu 60 Personen in der Einrichtung leben können. Der Landkreis hat die Option, den Vertrag um drei Monate zu verlängern. Die MW Malteser Werke gGmbH wird die Einrichtung betreiben. Das Bischof-Theissing-Haus ist ein Beleghaus für Bildungs- und Freizeitaktivitäten für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in Mecklenburg. Es hat ein etwa zwei Hektar großes Gelände mit Spiel- und Sportanlagen, Zeltplatz, Grillhalle und überdachter Open-Air-Bühne.

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      „Es ist gut, dass wir in der momentanen Situation Platz schaffen und Geflüchteten aus der Ukraine helfen. Das BTH in Teterow samt seinem Gelände ist bestens geeignet für Frauen und Kinder, die einen geschützten Raum brauchen. Andererseits bedeutet das für viele Veranstalter, gerade auch im Sommer, sich neu zu orientieren und hat sicher wegen der kurzfristigen Stornierung auch für Unmut gesorgt. In der konkreten Situation ist die Entscheidung aber richtig", sagte Erzbischof Stefan Heße am Mittwoch.

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      Geplante Bildungs- und Freizeitveranstaltungen im BTH für den Zeitraum bis zum Jahresende sind storniert worden. Den Gruppen sind Ausweichmöglichkeiten und Hilfe bei der Suche nach anderen Unterkünften angeboten worden. Die meisten Veranstaltungen haben Ersatz gefunden. Dazu zählen z.B. das teterock-Festival, die Ministrantentage, die Seminare des Freiwilligendienstes und eine große Ferienfreizeit der Katholischen Studierenden Jugend. Die derzeit fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden weiter beschäftigt.

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      Das Erzbistum Hamburg hat bereits in Kiel das ehemalige Studierendenwohnheim „Haus Michael" der Kommune zur Unterbringung von Flüchtlingen überlassen. Darüber hinaus bieten katholische Pfarreien im Erzbistum Wohnraum für Geflüchtete an.

    • „Taizé ist jetzt so nah wie nie“ - 13.06.22

      Erzbischof Stefan Heße hat gemeinsam mit der Ordensgemeinschaft von Taizé zur Teilnahme am Europäischen Jugendtreffen in Rostock zum Jahreswechsel aufgerufen. Zwei Ordensmänner und der Erzbischof begegneten sich am Sonntag auf der Wallfahrt der katholischen Pfarrei Heilige Familie nach Teterow. „Taizé ist eine sehr wesentliche Bewegung und Gemeinschaft. Taizé lebt nicht nur im Osten Frankreichs sondern auch in vielen kleinen Gemeinschaften vor Ort hier in Mecklenburg-Vorpommern", sagte Heße. Viele Jugendliche machten sich jedes Jahr auf den Weg, um mit den Brüdern von Taizé eine Zeit lang zu leben und hätten den Gedanken des vertrauensvollen und friedlichen Zusammenlebens der Gemeinschaft mit nach Hause gebracht. „Mit dem Jugendtreffen in Rostock ist Taizé jetzt so nah wie nie – zum Kennenlernen und zum Mitmachen." Heße warb bei den Kirchengemeinden dafür, sich als Gastort zur Verfügung zu stellen und mit Gastfamilien für die jungen Menschen einladend zu sein.

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      Das 45. Europäische Jugendtreffen von Taizé wird zum Jahreswechsel in der Region Rostock stattfinden. Erwartet werden vom 28. Dezember 2022 bis 1. Januar 2023 etwa 10.000 junge Erwachsene aus ganz Europa. Die Teilnehmenden sind größtenteils zwischen 18 und 35 Jahre alt. Die Jugendtreffen fanden bereits in Paris, Rom, Breslau oder Hamburg statt.

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      Weitere Informationen unter www.taizerostock.de

    • Erzbischof Heße verabschiedet Karmelitinnen - 09.06.22

      In einem Vespergottesdienst mit Erzbischof Stefan Heße am Sonnabend, 11. Juni, um 17 Uhr verabschieden sich die Karmelitinnen aus Hamburg-Finkenwerder. Die Schwestern hatten im April angekündigt, ihr Kloster auf der Elbinsel aufzugeben. Trotz intensiver Bemühungen sei es nicht möglich gewesen, die Gemeinschaft personell auf eine solide Grundlage zu stellen, hieß es dazu in einem Brief der Schwestern an Freunde und Bekannte. Heute leben noch zwei Schwestern auf Finkenwerder.

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      Der Erzbischof hatte im April gesagt, er bedauere es sehr, dass die Karmelitinnen das Kloster aufgeben müssten: „Wir verlieren ein wichtiges geistliches Zentrum im Erzbistum und vor allem in der Stadt Hamburg. Viele Jahre lang war der Karmel ein gastfreundlicher Ort für Menschen, die Ruhe und Orientierung suchen. Für nicht wenige ist er eine geistliche Heimat geworden. Dieser Ort wird uns fehlen. Ich danke den Schwestern sehr für ihr Gebet und ihre Begleitung so vieler Menschen."

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      Das Erzbistum ist mit einer geistlichen Gemeinschaft wegen der Übernahme von Kirche, Pfarrhaus und Gästehaus im Gespräch.

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      Die Karmelzelle in Hamburg-Finkenwerder wurde am 29. November 1999 vom Karmel im hessischen Hainburg aus gegründet. Zunächst lebten hier drei Schwestern. Mit der Schließung des Hainburger Klosters im Jahr 2014 wurde das Kloster auf Finkenwerder ein selbständiger Karmel.

    • Landtag SH: Gottesdienst zur Konstituierung - 07.06.22

      Zu einem ökumenischen Gottesdienst haben sich heute (7. Juni 2022) schleswig-holsteinische Landtagsabgeordnete in der Pauluskirche in Kiel versammelt, bevor die neue Legislaturperiode mit der konstituierenden Sitzung im Landeshaus eröffnet wurde. Gemeinsam mit Erzbischof Dr. Stefan Heße und Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt feierten sie den Gottesdienst unter der Überschrift „Sende die Weisheit, damit sie bei mir sei und alle Mühe mit mir teile".

    • G7-Außenminister_innen Treffen in Weißenhaus - 11.05.22

      Erzbischof Dr. Stefan Heße hat der Bundesministerin des Auswärtigen, Annalena Baerbock, anlässlich des Treffens der G7-Außenminister_innen in Weißenhaus (Kreis Ostholstein) einen Brief geschrieben.

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      „Ich freue mich, dass Sie und Ihre Kolleginnen und Kollegen nach Schleswig-Holstein kommen und darf Sie alle seitens der katholischen Kirche im Norden sehr herzlich begrüßen." Der Erzbischof bekräftigte in dem Schreiben die Außenministerin in ihrem Vorhaben, die Wertebasis der G7 weiter zu stärken. „Ich denke, dass besonders das Bekenntnis zu gemeinsamen Werten und das Handeln auf deren Grundlage eine starke Säule der Demokratie ist", so Heße.

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      Für das Treffen der G7-Außenminister_innen in Weißenhaus sicherte der Erzbischof sein Gebet und das Gebet vieler Gläubige im Norden zu. „Sie alle bemühen sich und ringen derzeit um den Frieden in der Welt. Mich bestärkt im Gebet für den Frieden ein Satz von Papst Franziskus, den er 2019 in Madrid sagte: „Wir leben in schwierigen Zeiten für diese Welt. Wir müssen zusammenkommen – ich würde sagen mit einem einzigen Herzen und einer einzigen Stimme, um zu rufen, dass Frieden keine Grenzen hat", schrieb der Erzbischof.

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      Die Gruppe der Sieben (G7) ist ein informelles Forum führender Industrienationen und Demokratien. Ihr gehören neben Deutschland auch Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada und die Vereinigten Staaten von Amerika an. Außerdem ist die Europäische Union bei allen Treffen vertreten. Der Vorsitz wechselt jährlich zwischen den Mitgliedern.

    • Erzbischof Dr. Stefan Heße zum Ergebnis der Landtagswahl in Schleswig-Holstein - 08.05.22

      Die Wählerinnen und Wähler in Schleswig-Holstein haben heute klar gesagt, was sie wollen. Dieser eindeutige Rückenwind wird sicherlich dafür sorgen, dass eine stabile Regierung schnell die dringenden Themen des Landes anpacken kann. Ich bin gespannt auf die Regierungsbildung, die viele Möglichkeiten bietet. Den Wahlkampf habe ich als fair und immer auf die Sache konzentriert erlebt – auch das ist ein Zeichen einer guten und respektvollen politischen Kultur im Land. Dafür danke ich all den Menschen, die sich in den letzten Monaten mit viel Zeit, Energie und Engagement für diese Wahl engagiert haben. Schade ist, dass die Wahlbeteiligung im Vergleich zu 2017 wieder gesunken ist, denn gerade in diesen Zeiten wird wieder einmal deutlich: Freie, gleiche und geheime Wahlen sind eine wertvolle Errungenschaft und ein besonderes Recht jedes und jeder einzelnen.

    • Heße: „Der Angriff auf die Ukraine ist auch ein Angriff auf Europa“ - 04.05.22

      Auf Einladung von Erzbischof Stefan Heße (Hamburg), Sonderbeauftragter für Flüchtlingsfragen der Deutschen Bischofskonferenz, fand heute (3. Mai) in Erfurt der sechste Katholische Flüchtlingsgipfel statt. Rund 100 Praktiker, Experten und Ehrenamtliche nahmen daran teil. Themen der Veranstaltung waren die Situation der ukrainischen Flüchtlinge und die Integration von Migranten und Geflüchteten. Die Deutsche Bischofskonferenz veröffentlichte dazu die Arbeitshilfe Anerkennung und Teilhabe – 16 Thesen zur Integration.

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      In seiner Eröffnungsansprache solidarisierte sich Erzbischof Heße mit der Ukraine: „Der Angriff gegen die Ukraine ist auch ein Angriff auf Europa: auf die Werte und Regeln, die unser Zusammenleben tragen. Und so sind die Vertriebenen aus der Ukraine in besonderem Sinne auch unsere Vertriebenen und ihr Leid ist unser Leid." Zugleich äußerte er mit Blick auf alle Schutzsuchenden: „In der Krise finden die europäischen Staaten Lösungen, die noch vor Kurzem undenkbar erschienen. Ich hoffe, dass wir Europäerinnen und Europäer uns auch in Friedenszeiten an die Verbundenheit mit den Vertriebenen aus der Ukraine erinnern." Heße unterstrich, dass die Flüchtlingsarbeit der Diözesen und kirchlichen Einrichtungen in Deutschland auf stabilen Fundamenten ruhe und deshalb in der Lage sei, die Aufnahme der ukrainischen Flüchtlinge gut zu begleiten. In diesem Zusammenhang wies er auf das Engagement der 35.500 Ehrenamtlichen hin, die 2021 in der Flüchtlingsarbeit tätig gewesen sind.

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      Der zweite Teil der Veranstaltung stand unter dem Leitthema „Integration gemeinsam gestalten". Grundlage der Beratungen war die von der Deutschen Bischofskonferenz in Erfurt vorgelegte neue Arbeitshilfe Anerkennung und Teilhabe – 16 Thesen zur Integration, die an das Gemeinsame Wort der Kirchen Migration menschenwürdig gestalten (2021) anknüpft. Das Dokument verbindet theologische und politikwissenschaftliche Ansätze und berücksichtigt vor allem die Erfahrungen der katholischen Flüchtlingshilfe der vergangenen Jahre. Es enthält acht Thesen zu den Grundhaltungen, die für ein christlich geprägtes Verständnis von Integration bestimmend sind. Weitere acht Thesen beschäftigen sich mit konkreten Handlungsfeldern wie Familie, Bildung, Arbeit und Gesundheit. Die Arbeitshilfe wirbt für die Anerkennung von Migration und Integration als Facetten gesellschaftlicher Vielfalt und als Impuls für einen positiven sozialen Wandel.
      Heße appellierte an die Verantwortungsträger in Politik und Kirche, sich weiterhin für eine möglichst barrierefreie Aufnahme und Integration aller Schutzsuchenden einzusetzen: „In erster Linie sind die politischen Verantwortungsträger gefragt, schnell und unkompliziert die Weichen für die Aufnahme und Integration zu stellen. Das schafft die Grundlagen, auf die die Kirchen und die Zivilgesellschaft aufbauen können."

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      Hinweise:
      Die Arbeitshilfe der Deutschen Bischofskonferenz Anerkennung und Teilhabe – 16 Thesen zur Integration ist als pdf-Datei zum Herunterladen unter www.dbk.de in der Rubrik Publikationen verfügbar. Dort kann das Dokument auch als Broschüre (Arbeitshilfen Nr. 331) bestellt werden.

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      Die Statistik zur Flüchtlingshilfe und die Eröffnungsansprache von Erzbischof Stefan Heße sind unter www.dbk.de und auf der Internetseite zur katholischen Flüchtlingshilfe unter www.fluechtlingshilfe-katholische-kirche.de verfügbar.

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      Eine Bestandsaufnahme der Deutschen Bischofskonferenz zur katholischen Flüchtlingshilfe für das Jahr 2021 hat ergeben, dass die 27 Bistümer, die Militärseelsorge und die kirchlichen Hilfswerke rund 90,5 Millionen Euro für die Flüchtlingshilfe bereitgestellt haben, darunter 34,7 Millionen für die Unterstützung der Flüchtlingshilfe im Inland und 55,8 Millionen für die Unterstützung der Flüchtlinge im Ausland. Im Jahr 2021 waren etwa 4.300 hauptamtliche Mitarbeiter und rund 35.500 Ehrenamtliche in der Hilfe für Geflüchtete tätig.

    • Erzbischof Heße: Ja zum „Religionsunterricht für alle“ - 28.04.22

      Schulsenator Rabe: Beitritt des katholischen Erzbistums zum „Religionsunterricht für alle" kann Impuls für ganz Deutschland setzen

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      Nach erfolgreichem Modellprojekt mit Evangelischer Nordkirche und Schulbehörde: Erzbistum Hamburg beantragt Beitritt zum trägerpluralen Religionsunterricht

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      Das Erzbistum Hamburg hat sich nach einem gut zweijährigen Modellprojekt an staatlichen Schulen für den Einstieg in den „Religionsunterricht für alle" (RUfa) in der Hansestadt ausgesprochen. Erzbischof Dr. Stefan Heße: „Wir stehen in der Verantwortung für die religiöse Bildung der Schülerinnen und Schüler an den staatlichen Schulen. Es ist daher unser Ziel, zukünftig fester Bestandteil dieses weiterentwickelten „Religionsunterricht für alle" zu werden und das katholische Christentum darin authentisch abzubilden". Schulsenator Ties Rabe: „Der bundesweit beachtete Hamburger Weg eines „Religionsunterrichts für alle" umfasst jetzt alle bedeutenden Religionsgemeinschaften und kann damit Impulse für ganz Deutschland setzen. Ich begrüße den Beitritt des Erzbistums als zweitgrößter Religionsgemeinschaft ganz ausdrücklich."

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      Das Erzbistum Hamburg wird bei der Stadt und den beteiligten Religionsgemeinschaften – der evangelischen Nordkirche, der alevitischen und der jüdischen Gemeinde sowie den muslimischen Religionsgemeinschaften – nun den Beitritt zum „Religionsunterricht für alle" beantragen. „Das gemeinsame Lernen der Kinder ist eine wunderbare Idee für unsere religiös und kulturell vielfältige Stadt", hebt Senator Rabe vor: „Das ist kein ganz anderer Religionsunterricht, aber ein besserer, der die verschiedenen Religionen und Weltanschauungen gleichberechtigt berücksichtigt."
      Angesichts der kulturellen und religiösen Vielfalt in Hamburg haben viele Religionsgemeinschaften das Recht, einen jeweils eigenen Religionsunterricht an den staatlichen Schulen einzufordern. In Hamburg haben sich die Evangelische Nordkirche, mehrere muslimische Religionsgemeinschaften, die alevitische und die jüdische Gemeinde dagegen für einen anderen Weg entschieden. Sie bieten einen gemeinsamen Religionsunterricht für alle Kinder und Jugendlichen an, der auch Kinder und Jugendliche einschließt, die keiner Religion zugehörig sind. Schulsenator Rabe: „Dieser bundesweit einmalige Unterricht trennt nicht, sondern führt zusammen und ermöglicht damit den Dialog von Kindern und Jugendlichen unterschiedlicher Glaubensrichtungen und Weltanschauungen."

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      Ein 2019 aufgelegtes Modellprojekt in Kooperation mit der Evangelischen Nordkirche und der Behörde für Schule und Berufsbildung und mit Unterstützung der anderen Religionsgemeinschaften hat aus Sicht des Erzbistums deutlich gemacht, dass die Unterschiede der Konfessionen in der Praxis des Religionsunterrichts ausreichend berücksichtigt und verdeutlicht werden konnten. Mit gutachterlichen Expertisen und wissenschaftlich begleiteten Symposien seien in den vergangenen Monaten die wesentlichen religionspädagogischen und verfassungsrechtlichen Fragestellungen, die aus Sicht des Erzbistum Hamburg noch offen waren, erörtert und positiv beantwortet worden.

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      „Wir haben als Kirche jetzt die große Chance, mit diesem für Hamburg passgenauen Konzept ab dem kommenden Schuljahr alle Schülerinnen und Schüler an den staatlichen Schulen zu erreichen, darunter rund 24.000 katholische Kinder und Jugendliche", so Erzbischof Heße. Die in den vergangenen Jahren erfolgte Weiterentwicklung des „Religionsunterricht für alle" ermögliche aus Sicht Heßes eine differenzierte Auseinandersetzung junger katholischer Christinnen und Christen mit den spezifischen Inhalten ihres Bekenntnisses – und garantiere einen Religionsunterricht, der auch von katholischen Lehrkräften erteilt wird. Der Beitritt der Katholischen Kirche zum RUfa eröffnet den etwa 100 katholischen Religionslehrkräften im Staatsdienst eine neue und sichere Perspektive. Ab dem Schuljahr 2022/23 sollen sie mit einer Beauftragung des Erzbistums Hamburg weiter Religion unterrichten können. Ausdrücklich dankte Heße den Vertreterinnen und Vertretern der Stadt und der Religionsgemeinschaften für die Offenheit in den Gesprächen und das stets am Gelingen orientierte Miteinander. „Unsere Zivilgesellschaft hat mehr denn je Kräfte nötig, die sich für den Dialog und den Zusammenhalt einsetzen. Der Religionsunterricht für alle kann einen wichtigen Beitrag leisten, damit ein friedliches Miteinander in der Gesellschaft gelingen kann", so Heße.

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      Senator Rabe: „Der Beitritt des Erzbistums zeigt: Hamburg ist mit dem Religionsunterricht auf dem richtigen Weg." Seit 2012 hatte die Schulbehörde mit der evangelischen Kirche, den islamischen Religionsgemeinschaften, der alevitischen und der jüdischen Gemeinde den Religionsunterricht für alle umfassend weiterentwickelt. Die Aus- und Fortbildung der Lehrkräfte wurde angepasst. Neue Rahmenpläne werden derzeit eingeführt. Zukünftig gilt noch mehr als bisher: Der Religionsunterricht spiegelt die Vielfalt der Religionen in Hamburg wider. Rabe betont: „Der Religionsunterricht für alle wendet sich an alle Schülerinnen und Schüler, ganz gleich welcher Religion sie angehören oder welche Lebensauffassung sie prägt." In Hamburg werden die Schülerinnen und Schüler nicht nach Religionen getrennt unterrichtet, sondern erkunden Religionen gemeinsam und klären ihre grundlegenden Lebensfragen im Dialog.

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      Jenseits des staatlichen Schulwesens erreicht die katholische Kirche in Hamburg derzeit rund 6.500 Kinder und Jugendliche mit dem verpflichtenden Unterrichtsfach Katholische Religion an ihren 20 Schulstandorten.

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      Erzbischof Heße verdeutlichte, dass der „Religionsunterricht für alle" ein auf die spezifische gesellschaftliche Situation Hamburgs zugeschnittenes Modell sei. Eine Übertragung dieses religionsunterrichtlichen Formates auf die ebenfalls zum Erzbistum Hamburg gehörenden Regionen Schleswig-Holstein und Mecklenburg sei kaum denkbar.

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      Hintergrund

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      Seit den Staatsverträgen mit zahlreichen Religionsgemeinschaften entwickelte Hamburg seinen Religionsunterricht weiter zu einem bundesweit einzigartigen Konzept: Anders als in fast allen anderen Bundesländern wird der Religionsunterricht in Hamburg so gestaltet, dass dort Kinder aller Glaubensrichtungen und auch Kinder, deren Familien keiner Religionsgemeinschaft angehören, gemeinsam lernen. Zwar werden schon seit vielen Jahrzehnten alle Religionen in den Unterricht einbezogen. Doch die Inhalte des Schulfaches Religion wurden zunächst allein von der evangelischen Kirche, seit 2020 dann gleichberechtigt von mehreren Hamburger Religionsgemeinschaften verantwortet und unterrichtet von Religionslehrkräften unterschiedlichen Bekenntnisses.

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      Während in den anderen Bundesländern der Religionsunterricht nach Religionen und Konfessionen getrennt erteilt wird – so gibt es beispielsweise in einzelnen Bundesländern über zehn verschiedene Religionsunterrichte –, setzt Hamburg auf einen gemeinsamen „Religionsunterricht für alle". Die Schulbehörde spricht die Inhalte dabei mit der evangelischen Kirche, dem katholischen Erzbistum, der jüdischen Gemeinde, den drei islamischen Religionsgemeinschaften Hamburgs und der alevitischen Gemeinde ab, weitere Religionen werden über ein Fachteam einbezogen.

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      Das hat auch konkrete Folgen: Nicht mehr nur evangelische, sondern auch jüdische, muslimische, alevitische und nun auch katholische Lehrkräfte können den Religionsunterricht erteilen – vorausgesetzt, sie haben ein vollständiges Studium und ein ordentliches Referendariat absolviert. Anders als in anderen Bundesländern wird der Unterricht weiterhin ausschließlich von staatlichen Lehrkräften erteilt werden, Geistliche und Mitarbeiter der Religionsgemeinschaften bleiben ausgeschlossen. Die verschiedenen Religionen bleiben Pflichtthema, werden aber authentischer unterrichtet. Darüber hinaus werden zahlreiche Fragen nach Werten, nach einem gelungenen Zusammenleben und sogar Religionskritik erörtert. Wie das gehen kann, wurde seit dem Schuljahr 2014/15 an mehreren Pilotschulen erprobt, eine umfangreiche wissenschaftliche Begleitevaluation gab weitere Impulse. Ein weiteres Pilotprojekt prüfte den Einbezug katholischer Perspektiven.

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      Die Bürgerschaft hatte in den Staatsverträgen 2013 die Weiterentwicklung des Religionsunterrichts für alle mit den islamischen Gemeinschaften und der Alevitischen Gemeinde vereinbart, nachdem zuvor schon die evangelische Kirche ihre Bereitschaft signalisiert hatte. Die Jüdische Gemeinde trat dem Projekt 2014 bei. Weil der Religionsunterricht im Grundgesetz verankert ist, betrat Hamburg auch rechtliches Neuland: Ein verfassungsrechtliches Gutachten bestätigte den eingeschlagenen Weg. Aufbauend auf den bereits guten Erfahrungen mit dem gemeinsamen Lernen im bisherigen Religionsunterricht für alle wird das Konzept mit den neuen Bildungsplänen nun sukzessive an allen Hamburger Schulen eingeführt.

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      Die Bildungspläne sehen vor: „Der Religionsunterricht wendet sich an alle Schülerinnen und Schüler – ungeachtet der persönlichen Überzeugungen und religiösen Prägungen, die für sie persönlich bedeutsam sind. Er ermöglicht, Religionen und andere Überzeugungen kennenzulernen, über sie nachzudenken und sich ein kenntnisreiches und differenziertes Urteil zu bilden. Wer sich einer Religion verbunden fühlt, kann Kenntnisse vertiefen, andere Überzeugungen und Lebensweisen kennenlernen, persönliche Auffassungen reflektieren und so die eigene religiöse Identität vertiefen. Jene, die keinen ausgeprägt religiösen Hintergrund haben, sich in Distanz oder Widerspruch zu jeglicher Form von Religion verstehen, können ihre kritisch-distanzierte Sichtweise in der Sache fundieren und religiöse Hintergründe anderer besser verstehen."

    • Erzbischof Stefan Heße lädt zu digitalen Sprechstunden ein - 20.04.22

      Der Hamburger Erzbischof Stefan Heße lädt ab Mai zu digitalen Sprechstunden per Video ein. Die ersten Sprechzeiten sind am Montag, 9. Mai (14 bis 15 Uhr), am Mittwoch, 18. Mai (10 bis 11 Uhr) und am Dienstag, 24. Mai (16 bis 17 Uhr). Die Terminangebote werden laufend erweitert. Heße hatte dieses Angebot im Februar angekündigt.

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      Auf der Internetseite https://termine.erzbistum.hamburg/ ist eine Terminbuchung möglich. Interessierte müssen dort lediglich ihren Namen, eine E-Mail-Adresse und ihr Anliegen hinterlassen. Danach erhalten sie eine automatische Buchungsbestätigung und in einer separaten E-Mail einen Link für die Einwahl zum Gespräch mit dem Erzbischof per Video. Für jedes Gespräch sind 15 Minuten vorgesehen.

    • Ostern: Christen feiern den Höhepunkt des Kirchenjahres - 12.04.22

      Ostern ist der Höhepunkt des christlichen Kirchenjahres. Mit der Abendmahlsfeier am Gründonnerstag beginnen die „Drei Österlichen Tage". Die Kirche gedenkt an diesen Tagen des Leidens, Sterbens und der Auferstehung Jesu. Im Mittelpunkt der österlichen Tage steht die Feier der Osternacht.

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      Im Hamburger St. Marien-Dom werden an den „Drei Österlichen Tagen" folgende Gottesdienste gefeiert:

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      Gründonnerstag, 14. April: 19 Uhr Messe vom letzten Abendmahl mit Erzbischof Stefan Heße
      Karfreitag, 15. April: 15 Uhr Feier vom Leiden und Sterben unseres Herrn Jesus Christus. Das Palestrina-Ensemble des St. Marien-Doms singt Gregorianik und Motetten von Tomás Luis da Vittoria.
      Ostersonntag, 17. April: 6 Uhr Feier der Osternacht mit Erzbischof Stefan Heße, 10 Uhr Bischofsgottesdienst mit Erzbischof Stefan Heße; der Domchor singt die Missa brevis C-Dur KV 259 von Wolfgang Amadeus Mozart; 18.15 Uhr Abendmesse
      Am Ostermontag, 18. April, beginnen die Eucharistiefeiern um 8.30 Uhr, 10 Uhr und 18.15 Uhr.

    • Erzbischof Heße weiht die heiligen Öle - 07.04.22

      Erzbischof Stefan Heße feiert am Montag, 11. April, um 10.30 Uhr zusammen mit vielen Priestern und Diakonen aus Hamburg, Mecklenburg und Schleswig-Holstein die Chrisammesse. In dem Gottesdienst im Hamburger St. Marien-Dom werden die heiligen Öle geweiht, die während des Jahres bei der Spendung der Sakramente in den katholischen Gemeinden verwendet werden.

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      Das Chrisam, eine Mischung aus Olivenöl, Balsam, Vanilleextrakt, Zimtöl und Myrrhe ist ein Sinnbild für die vom Geist Gottes ausgehende geistliche Kraft. Es wird bei jeder Taufe und Firmung, bei der Priesterweihe und auch bei der Weihe von Altären und Kirchen verwendet.

    • Die Karmelitinnen verlassen Finkenwerder - 06.04.22

      Die Karmelitinnen geben ihr Kloster in Hamburg-Finkenwerder auf. Trotz intensiver Bemühungen sei es nicht möglich gewesen, die Gemeinschaft personell auf eine solide Grundlage zu stellen, heißt es in einem Brief der Schwestern an Freunde und Bekannte. Heute leben noch zwei Schwestern auf Finkenwerder. Die Verabschiedung findet im Rahmen eines Vespergottesdienstes mit Erzbischof Stefan Heße am Sonnabend, 11. Juni, um 17 Uhr statt.

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      Der Erzbischof bedauert den Weggang der Karmelitinnen sehr: „Wir verlieren ein wichtiges geistliches Zentrum im Erzbistum und vor allem in der Stadt Hamburg. Viele Jahre lang war der Karmel ein gastfreundlicher Ort für Menschen, die Ruhe und Orientierung suchen. Für nicht wenige ist er eine geistliche Heimat geworden. Dieser Ort wird uns fehlen. Ich danke den Schwestern sehr für ihr Gebet und ihre Begleitung so vieler Menschen."

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      Die Karmelzelle in Hamburg-Finkenwerder wurde am 29. November 1999 vom Karmel im hessischen Hainburg aus gegründet. Zunächst lebten hier drei Schwestern. Mit der Schließung des Hainburger Klosters im Jahr 2014 wurde das Kloster auf Finkenwerder ein selbständiger Karmel.

    • Erzbistum Hamburg veröffentlicht Finanzbericht - 05.04.22

      Das Erzbistum Hamburg hat seinen Finanzbericht für das Jahr 2020 veröffentlicht. Die wichtigsten Zahlen: dem Erzbistum standen rund 107,9 Millionen Euro aus Kirchensteuern und Kapitalerträgen zur Verfügung. Von den verfügbaren Mitteln für die Aufgabenfelder erhielten die Kirchengemeinden mit 33,6 Millionen Euro und die Schulen mit 22,6 Millionen Euro die größten Anteile. 7,8 Millionen Euro gingen an die caritativen Dienste und weitere 2,1 Millionen Euro wurden für die katholischen Kindertagesstätten verwendet.

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      Der 34-seitige Bericht informiert detailliert über Einnahmen, Ausgaben und Vermögen des maßgeblichen Vermögensträgers der katholischen Kirche in Norddeutschland. Ebenfalls enthalten sind die Finanzberichte der kleineren Körperschaften Erzbischöflicher Stuhl, Erzbischöfliches Amt Schwerin und Metropolitankapitel.

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      Das Erzbistum Hamburg veröffentlicht seit 2003 Geschäftsberichte, seit 2013 jährliche Finanzberichte. Alle Berichte sind im Internet unter www.erzbistum-hamburg.de/finanzbericht zu finden.

    • Initiative #OutInChurch: Mitwirkende im Gespräch mit Erzbischof Heße - 31.03.22

      Am vergangenen Dienstag (29. März) kamen 13 Mitwirkende der Initiative #OutInChurch – für eine Kirche ohne Angst, mit Erzbischof Stefan Heße zusammen. Die Einladung zu dieser Begegnung ging von Erzbischof Heße aus.

      In dem gut zweistündigen Gespräch brachten die Vertreter_innen von #OutInChurch zunächst ihre biografischen Erfahrungen ein und machten dabei deutlich, wie vielfältig die Diskriminierungserfahrungen der Mitwirkenden sind. Zugleich kamen auch positive Erlebnisse zur Sprache, die Einzelne in ihrem kirchlichen Engagement gemacht haben.

      In dem vertrauensvollen Austausch wurden die sieben Forderungen der Initiative #OutInChurch angesprochen. Ein zentrales Thema war u.a. die Änderung des kirchlichen Arbeitsrechtes. Außerdem wurden konkrete Schritte beraten, die dazu beitragen können, dass LGBTIQ+ Personen in der Kirche ohne Angst offen leben und arbeiten können.

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      Erzbischof Dr. Stefan Heße sagte nach dem Treffen: „Ich bin sehr dankbar für die persönliche Begegnung und die offenen Worte, die einzelne über ihre geschlechtliche Orientierung und Identität gefunden haben. Ich habe spüren können, wie wichtig dieser direkte Austausch für sie, aber auch für mich war. Vor allem die Ausgrenzung in und durch die Kirche, die sie empfinden, haben mich sehr berührt und beschämt. Deswegen braucht es weitere Gespräche, zu denen wir uns vereinbart haben, aber auch konkrete Zeichen der Wertschätzung und der Solidarität im Erzbistum Hamburg."

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      Jens Ehebrecht-Zumsande, der Sprecher von #OutInChurch sagt: „Wir freuen uns, dass wir in einem so offenen Austausch mit Erzbischof Heße unsere Anliegen besprechen konnten. Es ist deutlich geworden, dass es zu Themen der sexuellen und geschlechtlichen Vielfalt in der Kirche noch viel Unkenntnis und Sprachlosigkeit gibt. Von #OutInChurch bringen wir uns gerne in Gespräche und Diskussionen ein und stellen unsere Perspektive und Kompetenz zur Verfügung. Wir engagieren uns dafür, dass alle LGBTIQ+ Menschen in der Kirche sichtbar und ohne Angst leben und glauben können."

    • Detaillierte Planung des Taizè-Treffens in Rostock hat begonnen - 30.03.22

      Die ökumenische Ordensgemeinschaft aus dem französischen Taizè plant über den Jahreswechsel ihr europäisches Jugendtreffen mit mehreren tausend Jugendlichen in Rostock stattfinden zu lassen. Derzeit sind die beiden Ordensbrüder Frère Timothée und Frère Bernard zur Vorbereitung des Treffens in der Hansestadt. Mit einem ersten Kennenlernen und anschließenden Arbeitsgesprächen beim Rostocker Oberbürgermeister, Claus Ruhe Madsen, und beim Landrat des Landkreises Rostock, Sebastian Constien, haben in diesen Tagen die detaillierten Planungen der fünftägigen Veranstaltung begonnen.

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      Seit 1978 lädt die Bruderschaft zur Jahreswende zu Europäischen Jugendtreffen ein. Im Mittelpunkt der Treffen stehen Gesänge, Gebete, Meditationen und Gottesdienste. Das Treffen in Rostock wird vom 28. Dezember 2022 bis 1. Januar 2023 stattfinden.

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      Weitere Informationen: www.taizerostock.de

    • Erzbistum Hamburg gibt 100.000 Euro für Ukraine-Hilfe - 24.03.22

      Das Erzbistum Hamburg stellt 100.000 Euro als Soforthilfe für Geflüchtete aus der Ukraine zur Verfügung. Eine Hälfte gehe an die Caritas für Hilfen in der Ukraine, mit der andere Hälfte soll Geflüchteten im Bistumsgebiet geholfen werden, teilte Erzbischof Dr. Stefan Heße in einem Brief an die katholischen Pfarreien und Einrichtungen sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Erzbistums am Donnerstag (24. März 2022) mit. Heße dankte darin für das bisherige Engagement und die „gelebte Solidarität" in den Kirchengemeinden und Einrichtungen und kündigte eine weitere Vernetzung an. Er rief auch zu weiteren Spenden auf, „damit konkrete Hilfe noch besser möglich wird."

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      Das Erzbistum Hamburg hat nach Worten des Erzbischofs staatlichen Stellen in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern bereits Gebäude für die Unterbringung Geflüchteter angeboten. Konkretes Beispiel sei das Bischof-Theissing-Haus in Teterow, das dem Landkreis Rostock angeboten worden sei. Katholische Kitas und Schulen würden sich darauf vorbereiten Kinder in Gruppen und Integrationsklassen aufzunehmen, so Heße.

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      Anhang: Brief des Erzbischofs
      Videobotschaft des Erzbischofs unter https://youtu.be/5ogMeSLDE7E

    • Mitglieder des Betroffenenrats der Bistümer Hamburg, Hildesheim und Osnabrück stehen fest - 15.03.22

      Neun Personen werden den ersten gemeinsamen Betroffenenrat der Bistümer Hamburg, Hildesheim und Osnabrück bilden. Ein unabhängiges Auswahlgremium hat sie für drei Jahre berufen. Der Betroffenenrat wird sich am 24. März zum ersten Mal treffen.

      Der Hamburger Erzbischof Stefan Heße dankte den Mitgliedern auch im Namen der Bischöfe Heiner Wilmer (Hildesheim) und Franz-Josef Bode (Osnabrück) für Ihre Bereitschaft, in dem Gremium mitzuarbeiten. „Ihre Perspektive und Expertise sind bei allen Prozessen der Aufarbeitung unverzichtbar und ich danke Ihnen bereits jetzt für Ihr Engagement", schrieb Heße in einem Brief an die Mitglieder des Betroffenenrats.

      Zu seinen Aufgaben gehört es, die Weiterentwicklung des Umgangs mit sexualisierter Gewalt in den Bistümern Hamburg, Hildesheim und Osnabrück zu begleiten. Er ist ein Expertengremium, das die Sicht der Betroffenen einbringt. Der Rat entsendet drei Mitglieder in die Gemeinsame Aufarbeitungskommission der drei Bistümer, die sich im Aufbau befindet.

      Das Auswahlgremium für den Betroffenenrat bestand aus der Sozialarbeiterin Sylvia Egelkamp, der Rechtsanwältin Elif Gencay, der Systemischen Beraterin Karin Niebergall-Sippel und dem Geschäftsführer der Stiftung Opferhilfe Niedersachsen, Hanspeter Teetzmann.

    • Video präsentiert Rostock und Umland - 14.03.22

      „Herzlich willkommen in Rostock" sagen Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen und Landrat Sebastian Constien in einem kürzlich veröffentlichten Video zu Jugendlichen aus den Ländern Europas. Eingeladen sind sie zum europäischen Jugendtreffen der Gemeinschaft von Taizé. Der Männerorden aus dem Osten Frankreichs veranstaltet solche Treffen immer zum Jahreswechsel. Das Treffen geht vom 28. Dezember 2022 bis zum 1. Januar 2023. Erwartet werden etwa 10.000 junge Erwachsene zwischen 18 und 35 Jahren.

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      „Wir freuen uns auf junge Leute aus aller Welt, auf Begegnungen im Zeichen des Friedens", so die Ministerpräsidentin. „Wir wollen gemeinsam mit euch die Welt entdecken. Ich hoffe ihr seid neugierig auf Rostock", grüßt der Oberbürgermeister aus dem Rathaus der Hansestadt. „Gemeinschaft gibt Stabilität, gerade in Zeiten wie diesen", freut sich Landrat Sebastian Constien auf die jungen Menschen.

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      Neben weiteren prominenten Personen wie dem evangelischen Bischof Tilman Jeremias oder dem katholischen Erzbischof Stefan Heße werben auch Jugendliche aus Kirchengemeinden, Chören oder Pfadfindergruppen für das Jugendtreffen. Mit eindrucksvollen Luftaufnahmen von Rostock aus einem Heißluftballon oder mit einer Drohne vom Doberaner Münster wird den Jugendlichen die Stadt und das Umland präsentiert.

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      Das Video ist zu finden auf der offiziellen Website taizerostock.de und darf gerne geteilt, gepostet oder weitergegeben werden.

    • Erzbischof Heße bittet um Spenden für die Ukraine - 01.03.22

      Erzbischof Stefan Heße hat zu Spenden für die Menschen aufgerufen, die in der Ukraine leben oder auf der Flucht sind. „In dieser schweren Zeit rufe ich Sie zur Unterstützung auf, damit Hilfe weiterhin und gerade jetzt möglich bleibt", schreibt Heße in einem Aufruf.

      Er bittet um Unterstützung für die Hilfsprojekte der „Caritas im Norden" und den Erzbischöflichen Flüchtlingsfonds.
      Die Caritas im Norden unterstützt seit mehr als 20 Jahren Hilfsprojekte wie etwa drei Suppenküchen in der Westukraine. Der Erzbischöfliche Flüchtlingsfonds will die staatliche Hilfe für Menschen ergänzen, die aus der Ukraine nach Hamburg geflüchtet sind.

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      Spendenkonten:

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      Caritasverband für das Erzbistum Hamburg e.V.
      Evangelische Bank IBAN: DE09520604100006400000
      Verwendungszweck: Ukrainehilfe

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      Erzbistum Hamburg
      Darlehnskasse Münster (DKM) IBAN: DE37400602650000005151
      Stichwort: Ukrainehilfe

    • Erzbischof Heße lädt zum Friedensgebet ein - 25.02.22

      Der Hamburger Erzbischof Stefan Heße lädt am Sonntag, 27. Februar, um 17 Uhr zu einem Friedensgebet für die Ukraine in den St. Marien-Dom ein. „Es ist gut, wenn wir mit unseren Sorgen und Ängsten, aber auch mit unserer Hoffnung nicht allein bleiben. Ich lade Sie ein, mit mir für Frieden und Gerechtigkeit in der Region zu beten und eine Kerze anzuzünden", so Heße.

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      Zugleich hat der Erzbischof die katholischen Gemeinden Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg eingeladen, sich am Sonntagnachmittag oder frühen Abend dem Friedensgebet mit eigenen Gottesdiensten und Andachten anzuschließen.

    • Erzbischof Heße feiert Gottesdienst mit ukrainisch-katholischer Gemeinde - 24.02.22

      Der Hamburger Erzbischof Stefan Heße wird am Sonntag, 27. Februar, mit der ukrainisch-katholischen Gemeinde in Hamburg-Neugraben den Gottesdienst feiern. Um 11 Uhr leitet Pfarrer Pavlo Tsvok die Liturgie, der Erzbischof wird predigen. Heße will damit ein Zeichen der Solidarität mit den Menschen in der Ukraine setzen und mit ihnen für den Frieden in der Region beten.

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      Der Erzbischof hatte die Gemeinden im Erzbistum Hamburg bereits in der vergangenen Woche aufgerufen, für eine friedliche Beilegung des Ukrainekonflikts zu beten. „Gott möge die Menschen schützen und ihnen den Frieden schenken", so Heße am Mittwoch der vergangenen Woche.

    • Heße ruft zum Gebet für friedliche Beilegung des Ukrainekonflikts auf - 16.02.22

      Erzbischof Stefan Heße blickt mit Sorge auf die Situation in der Ukraine. Bundeskanzler Scholz und Präsident Putin hätten zwar erste Gespräche über vertrauensbildende Maßnahmen geführt. Die Angst vor einer möglichen Eskalation zwischen Russland und der Ukraine bleibe aber bestehen. „Ich rufe dazu auf, für Frieden und Gerechtigkeit in der Region zu beten. Vor allem bitte ich unsere Gemeinden, dies in den Gottesdiensten zu tun. Auch hier in Deutschland sorgen sich viele Menschen um die Situation. Ich hoffe, dass die diplomatischen Bemühungen der Länder gelingen. Gott möge die Menschen schützen und ihnen den Frieden schenken. Weiteres Unheil muss abgewendet, auf die Anwendung von Gewalt muss verzichtet werden", so Heße. Der Erzbischof äußerte die Hoffnung, dass die politischen Gespräche weiter zur Deeskalation beitragen.

    • Geißler: Auf arbeitsrechtliche Sanktionen wegen Lebensführung sofort verzichten - 14.02.22

      „Es muss sichergestellt werden, dass es keine arbeitsrechtlichen Sanktionen für das Eingehen einer zivilen gleichgeschlechtlichen Ehe oder einer zivilen Wiederheirat bei bestehender kirchenrechtlich gültig geschlossener Erstehe mehr gibt." Das hat der Generalvikar des Erzbistums Hamburg, Pater Sascha-Philipp Geißler, jetzt gefordert. In einem Offenen Brief an den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, vom 12. Februar spricht sich Geißler gemeinsam mit zehn weiteren Generalvikaren dafür aus, den bereits eingeschlagenen Weg der Neuformulierung des kirchlichen Arbeitsrechts bis zum Sommer dieses Jahres abzuschließen. Zudem fordern die Generalvikare, ab sofort auf arbeitsrechtliche Sanktionen in Zusammenhang mit der persönlichen Lebensführung zu verzichten. So solle ein Zustand beendet werden, der für viele Mitarbeitende „belastend und erniedrigend" sei.

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      Die Generalvikare nehmen in ihrem Offenen Brief Bezug auf die Initiative #OutInChurch und auf die jüngste Synodalversammlung im Rahmen des Synodalen Wegs. Beide hätten dazu beigetragen, das Schweigen zu den unzähligen Leidensgeschichten, die das kirchliche Arbeitsrecht seit Jahrzehnten hervorrufe, zu überwinden. Gleichwohl erlebten Mitarbeitende der Kirche nach wie vor eine „'Kultur der Angst', die belastet, verletzt, diskriminiert und Menschen psychisch oder physisch krank werden lässt." Über die Mitarbeitenden hinaus, deren „sexuelle Identität von einer Heteronormativität abweicht", seien zahlreiche Mitarbeitende betroffen, die nach einer Ehescheidung eine neue standesamtliche Ehe eingegangen sind oder in einer außerehelichen Beziehung leben.

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      Vor diesem Hintergrund betonen Generalvikar Geißler und seine Amtskollegen: „Das Arbeitsrecht darf kein Instrument sein, um eine kirchliche Sexual- und Beziehungsmoral durchzusetzen, die derzeit ohnehin zur Diskussion steht und die komplexe Lebenswirklichkeit von Menschen außer Acht lässt. Unsere Mitarbeitenden müssen unsere Kirche als einen angstfreien Raum erleben und brauchen eine vollständige Rechtssicherheit, dass ihre Lehrerlaubnis und ihr Arbeitsplatz nicht von ihrer sexuellen Orientierung und ihrem privaten Beziehungsstatus abhängen."

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      Generalvikar Geißler und seine Amtskollegen äußern, dass ihnen bewusst ist, wie schwierig es in der Deutschen Bischofskonferenz bei vielen Fragen ist, zu einvernehmlichen Entscheidungen zu kommen: „Deshalb empfehlen wir, dass alle Bischöfe, die zu einer solchen Änderung des Kirchlichen Arbeitsrechts bereit sind, gemeinsam und mutig die nötigen Reformen für ihre Zuständigkeitsbereiche voranbringen."

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      Neben Generalvikar Geißler haben den Offenen Brief die Generalvikare von Berlin, Essen, Hildesheim, Limburg, Magdeburg, Münster, Paderborn, Speyer, Trier sowie vom Militärbischofsamt unterzeichnet.

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      Der Originaltext des Schreibens findet sich auf www.erzbistum-hamburg.de

    • Pastoralrat des Erzbistums Hamburg unterstützt #outinchurch - 01.02.22

      Der Diözesanpastoralrat (DPR) des Erzbistums Hamburg hat sich in seiner Sitzung am 29. Januar 2022 aus aktuellem Anlass mit dem Outing von 125 kirchlichen Mitarbeitenden in Deutschland zu ihrer sexuellen Orientierung und mit der Initiative #outinchurch auseinandergesetzt.

      Die Mehrheit der Mitglieder des DPR unterstützt die Forderungen der Initiative und ist dankbar für das schnelle Statement von Erzbischof Dr. Stefan Heße.

      Zudem spricht sich der DPR gegen eine Diskriminierung von Menschen aus, die sich der LGBTQ+ Gruppe zugehörig fühlen. „Alle Menschen sind von Gott geschaffen und seine geliebten Kinder, darum sollte in unserem Erzbistum jedem Menschen offen und mit Respekt begegnet werden. Es ist wichtig, dass in unserem Erzbistum um ein angstfreies Klima im Umgang miteinander herrscht." Diffamierende Äußerungen gegen Mitarbeitende im Erzbistum Hamburg wegen ihrer sexuellen Orientierung lehnen die Mitglieder des DPR ab und setzen sich für eine innerkirchliche Kultur von Sicherheit, Annahme und gegenseitiger Wertschätzung ein.

      Besonders die arbeitsrechtlichen Konsequenzen sollen überprüft und geändert werden. Der derzeitige Schutz darf nicht von einzelnen Personen abhängig sein, sondern muss rechtlich festgeschrieben werden.
      In der Aussprache wurde deutlich, dass in der Vergangenheit vereinzelt in Personalgesprächen mit Angst gearbeitet wurde. Diese Gespräche müssen dringend aufgearbeitet werden.

      „Wir bauen auf den Synodalen Weg und die Weiterentwicklung der theologischen Lehre. Dabei berufen wir uns auch auf den Pastoralen Orientierungsrahmen des Erzbistums Hamburg: Wir wollen eine lernende Kirche sein! Humanwissenschaftliche Erkenntnisse sowie neueste theologische Forschung sollten aufgegriffen werden, um sie in unsere Lehre zu integrieren." Die Mitglieder des DPR stehen mehrheitlich hinter einer Weiterentwicklung der Lehre der Kirche.

      Es ist den Mitgliedern des DPR bewusst, dass es im Kontext des Erzbistums Hamburg sehr unterschiedliche Meinungen zu dem Thema #outinchurch gibt, die sich nicht miteinander vereinbaren lassen. Trotzdem ist es wichtig, dass die Vertreter der unterschiedlichen Positionen miteinander im Gespräch bleiben.

      Der Diözesanpastoralrat ist ein mehrheitlich mit Laien besetztes Beratungsgremium des Erzbischofs. Zum DPR gehören aktuell 20 Mitglieder aus allen Bistumsregionen. Das Gremium tagt dreimal pro Jahr.

    • 75 Jahre Landespolizei Schleswig-Holstein: Erzbischof Heße gratuliert - 30.01.22

      Erzbischof Dr. Stefan Heße hat Landespolizeidirektor Michael Wilksen zum 75. Jahrestag der Gründung der schleswig-holsteinischen Landespolizei gratuliert. „Die Polizei ist wie kaum eine andere Institution das komplette Leben über für die Menschen da", schrieb der Erzbischof. Zugleich erinnerte er an ein Wort von Papst Franziskus, wonach der Dienst der Polizistinnen und Polizisten immer ein Dienst der Nächstenliebe sei.

      Ferner begrüße er, dass die Polizistinnen und Polizisten in Schleswig-Holstein eine wertorientierte Ausbildung durchlaufen. „Nur so erhalten sie das notwendige Rüstzeug, damit Erlebnisse und Ereignisse die Polizeikräfte nicht zu harten, sondern zu starken Menschen machen." Dass die Seelsorge einen hohen Stellenwert in der Landespolizei habe, freue ihn. Seelsorge anzunehmen und sich Hilfe zu holen sei keine Schwäche.

    • Erzbischof Heße führt neuen Generalvikar online ein - 28.01.22

      In einer Online-Veranstaltung am Mittwoch, 2. Februar, führt Erzbischof Stefan Heße den Pallottinerpater Sascha-Philipp Geißler in sein Amt als Generalvikar des Erzbistums Hamburg ein. Die Veranstaltung wird um 11 Uhr auf der Homepage des Erzbistums Hamburg übertragen (www.erzbistum-hamburg.de/live). Geißler wird Nachfolger von Ansgar Thim, der seit 2013 Generalvikar des Erzbistums Hamburg war. Er wird in dieser Veranstaltung verabschiedet.

      Sascha-Philipp Geißler wurde 1976 in Siegen geboren. Nach einer Ausbildung zum Industriekaufmann und dem Abitur trat er 1998 in den Pallottinerorden ein. Er studierte Philosophie und Theologie und wurde 2006 von Bischof Franz Kamphaus zum Priester geweiht. Danach arbeitete er zunächst als Seelsorger in Olpe/Sauerland und Limburg. In dieser Zeit absolvierte er eine journalistische Fortbildung und begann seine Mitarbeit in der Redaktion der Pallottiner-Zeitschrift „das zeichen". Von 2011 bis 2020 war er Wallfahrtsdirektor im bayrischen Friedberg, ab 2016 Prodekan und zeitweise Mitglied der Provinzleitung seines Ordens. Seit 2020 leitete er die Pfarrei Seliger Johannes Prassek in Hamburg.

      Stichwort: Generalvikar
      Der Generalvikar ist der Stellvertreter des Bischofs. Er wird vom Bischof frei ernannt und kann von ihm jederzeit wieder abberufen werden. Mit der Amtszeit des Bischofs endet auch die Amtszeit des Generalvikars.

    • Heße: „Stolpersteine sind Bausteine gegen das Vergessen“ - 26.01.22

      Erzbischof Stefan Heße übernimmt die Patenschaft für einen Stolperstein in Hamburg-St. Georg. Der Stein wird für Wilhelmine Camman in der Danziger Straße 6 verlegt, also in der Nachbarschaft des Bischofssitzes.

      Der Stolperstein erinnert an die 1885 geborene Wilhelmine Camann, die dort bis 1926 bei der Familie ihrer Schwester gewohnt hat. Dann wurde sie in die Alsterdorfer Anstalten eingewiesen. Am 16. August 1943 wurde sie mit einem Sammeltransport in die Heil- und Pflegeanstalt „Wagner von Jauregg" in Wien gebracht. Laut den auf den Patientenblättern notierten Gewichtskontrollen wog Frau Camman 1939 noch zwischen 80 und 85 Kilogramm. Kurz vor ihrer Deportation nach Wien wog sie nur noch 48 Kilogramm. Aufgrund der dort herrschenden menschenunwürdigen Verhältnisse setzte sich ihr körperlicher Verfallsprozess weiter fort. Im Mai wog Frau Camman nur noch 42 Kilogramm. Registriert wird ihr Tod am 10. Juni 1944 infolge „Myocardschwäche und Pneumonie". Forscher sprechen in Bezug auf die Versorgung der Patienten von „Mord durch Hunger".

      Erzbischof Stefan Heße sagte: „Stolpersteine erinnern uns inzwischen an so viele Menschen, die im Nationalsozialismus ein schreckliches Schicksal erlitten haben. Mit diesem Stein kommt mir das Leben und Sterben Wilhelmine Cammans näher. Stolpersteine werden zu Bausteinen gegen das Vergessen. Wir dürfen die Erinnerung an dieses Kapitel der deutschen Geschichte nicht verlieren. Stolpersteine fordern uns auf, für die Würde jedes menschlichen Lebens einzutreten." Diese Mahnung sei heute leider wieder notwendiger denn je.

      Peter Hess vom Erinnerungs-Projekt „Stolpersteine in Hamburg" sagte: „Jeder Stolperstein weist darauf hin, dass hier ein deutscher Nachbar gelebt hat, der entrechtet und ermordet wurde. Durch die Patenschaften der Hamburger Bürger konnten bisher über 6.200 Stolpersteine von Gunter Demnig verlegt werden."

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      Quellen: Patientenakten der Alsterdorfer Anstalten; Michael Wunder, Ingrid Genkel, Harald Jenner: Auf dieser schiefen Ebene gibt es kein Halten mehr. Die Alsterdorfer Anstalten im Nationalsozialismus, Hamburg 1987

    • Erzbischof Stefan Heße zur Initiative „OutInChurch“ - 24.01.22

      Der Hamburger Erzbischof Stefan Heße sagt zu der Initiative „OutInChurch":

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      „Ich habe Respekt vor den Menschen, die sich in dieser Aktion zu ihrer sexuellen Orientierung bekennen.
      Eine Kirche, in der man sich wegen seiner sexuellen Orientierung verstecken muss, kann nach meinem Dafürhalten nicht im Sinne Jesu sein. Wir sind stets zur Authentizität und Transparenz aufgerufen vor Gott und selbstverständlich auch voreinander! Davor darf und soll es keine Furcht geben.
      Ich bin gerne zum Dialog bereit und biete den Unterzeichnerinnen und Unterzeichnern aus dem Erzbistum Hamburg als erstes ein Gespräch an.
      Dieses Thema wird auch beim Synodalen Weg der katholischen Kirche in Deutschland behandelt. Hier beteilige ich mich an der Diskussion. Sie sollte zu einer Weiterentwicklung der kirchlichen Sexualmoral und auch des kirchlichen Arbeitsrechts führen."

    • Die neue Pfarreistruktur im Erzbistum Hamburg ist komplett - 20.01.22

      Mit der rechtlichen Errichtung der Pfarrei Heilige Josefina Bakhita in Hamburg am Sonntag, 23. Januar, ist die mehrjährige Entwicklung einer neuen Pfarreistruktur im Erzbistum Hamburg abgeschlossen. 2009 hatte der damalige Erzbischof Werner Thissen die Entwicklung sogenannter Pastoraler Räume entschieden. Damit sind Gebiete mehrerer zuvor eigenständiger Pfarreien gemeint, in dem sich alle kirchlichen Einrichtungen vernetzen. Das heißt, dass Gemeinden, Kindertagesstätten, Schulen, Beratungsstellen und die Caritas ihre Arbeit aufeinander abstimmen und auf der Grundlage eines gemeinsamen Konzepts zusammenarbeiten.

      In diesem Prozess sind aus ehemals 94 Pfarreien jetzt 28 neue Pfarreien entstanden, jeweils zehn in Hamburg und Schleswig-Holstein und acht im Bistumsteil Mecklenburg. Alle Pfarreien haben während des Entwicklungsprozesses eigene Pastoralkonzepte erarbeitet. In der Seelsorge der 28 Pfarreien arbeiten 95 Priester, zahlreiche Diakone, Pastoralreferenten und –referentinnen sowie Gemeindereferentinnen und –referenten.

      Erzbischof Stefan Heße würdigte zum Abschluss dieses Prozesses das große Engagement aller Beteiligten: „Ich bin allen Frauen und Männern sehr dankbar, die sich über mehrere Jahre mit langem Atem in den Pfarreien, aber auch in der Koordination und Moderation dieser Veränderungsprozesse eingebracht haben. Formal ist der Weg abgeschlossen. Es ist und bleibt aber permanente Aufgabe, die neuen Strukturen, die Gemeinden und Orte kirchlichen Lebens mit wirklichem Leben zu füllen", so Heße.

      Einige der neuen Pfarreien sind bislang nur rechtlich errichtet. Festliche Gründungsfeiern waren zuletzt wegen der Corona-Situation nicht möglich. Sie werden nachgeholt, wenn wieder gemeinsam gefeiert werden kann.

    • Kirchen gestalten Rostocker Bundesgartenschau mit - 19.01.22

      Die christlichen Kirchen werden sich 2025 auf der Bundesgartenschau in Rostock präsentieren. Dazu unterzeichneten Vertreter des Katholischen Erzbistums Hamburg und des Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreises Mecklenburg der Nordkirche jetzt eine Vereinbarung. Die Zusammenarbeit knüpft an bewährte Präsentationen auf der Rostocker IGA im Jahr 2003 und auf der Schweriner Bundesgartenschau 2009 an.

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      Neben den beiden großen Kirchen sind die in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen zusammengeschlossenen Kirchen bzw. Konfessionen sowie weitere Religionsgemeinschaften zur Mitwirkung eingeladen. Insbesondere die Kirchengemeinden und Pfarreien, die Diakonie und Caritas sowie Dienste und Werke aus der Region Rostock werden das Programm auf der Gartenschau aktiv mitgestalten – auch dies hat bereits Tradition.

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      „Mit der Vereinbarung über das Projekt ,Kirche auf der Bundesgartenschau in der Hansestadt Rostock 2025' haben wir einen guten Rahmen geschaffen, um die nötigen Vorbereitungen anzugehen. Ein Geschäftsführender Ausschuss (GA) ist bereits eingesetzt. Drei Arbeitsgruppen werden demnächst ebenfalls ihre Arbeit aufnehmen", informiert Propst Wulf Schünemann.

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      Dem GA gehören für das Erzbistum Hamburg an: Christina Innemann, Claus Everdiking und Pfarrer Dietmar Wellenbrock und für den Evangelisch-Lutherischer Kirchenkreis Mecklenburg: der Rostocker Propst, zurzeit Wulf Schünemann, sowie Kersten Koepcke und Christian Meyer.

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      Für Claus Everdiking vom Erzbistum Hamburg ist die gemeinsame Vorbereitung und Durchführung des Buga-Projektes „ein Geschenk und Ausdruck der gelebten Ökumene", die zwischen den Kirchen hier in Mecklenburg und im Norden besteht: „Da sein, wo die Menschen sind und das Leben mit ihnen teilen: Das ist unser gemeinsames Ziel."

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      Die auf einem eigens gestalteten Areal auf dem Gartenschaugelände geplante Präsentation unter dem Arbeitstitel „Kirche am Warnowufer" soll zeigen, „wie vielfältig und bunt Kirche ist – und auch kirchenferne Menschen einladen und einbeziehen", so Claus Everdiking und Wulf Schünemann übereinstimmend. Als nächstes gebe es ein Gespräch mit den Buga-Verantwortlichen, um u.a. einen geeigneten Standort auszuloten und konkreter in die weiteren Planungen einsteigen zu können.

    • Christian Weiherer wird neuer Dommusikdirektor in Hamburg - 13.01.22

      Im Sommer 2022 wird Kirchenmusikdirektor Professor Eberhard Lauer (65) nach 40-jähriger Tätigkeit am St. Marien-Dom, der früheren Pfarrkirche St. Marien in Hamburg-St. Georg, in den Ruhestand treten. Zum 1. September 2022 hat das Hamburger Domkapitel Christian Weiherer (50) als neuen Dommusikdirektor am St. Marien-Dom berufen. Weiherer ist seit 2016 Domkapellmeister an der Konkathedrale St. Eberhard in Stuttgart. Dort leitet er neben der Dommusik auch die Domsingschule Stuttgart, in der rund 400 Sängerinnen und Sänger aktiv sind.

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      Hinweis für die Redaktion:
      Ein Foto von Christian Weiherer ist unter https://www.erzbistum-hamburg.de/ebhh/Unterseiten/Verwaltung/Abteilung_Medien/Pressematerial/193.jpg abrufbar. Fotografin: Susanne Marx, Abdruck honorarfrei

    • Ministerpräsidentin Schwesig und Landtagspräsidentin Hesse empfangen Sternsinger - 05.01.22

      Sternsinger werden am Dreikönigstag (6. Januar) die Staatskanzlei und das Schweriner Schloss besuchen. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig empfängt eine Gruppe von der katholischen Don-Bosco-Schule in Rostock und Landtagspräsidentin Birgit Hesse eine Gruppe aus der katholischen Kita St. Anna in Schwerin. Bei der Sternsingeraktion 2022 steht das Thema „Gesund werden – gesund bleiben. Ein Kinderrecht weltweit." im Mittelpunkt.

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      In den Tagen um das kirchliche Dreikönigsfest ziehen viele Kinder als „Heilige Drei Könige" verkleidet durch die katholischen Gemeinden Mecklenburg-Vorpommerns. In diesem Jahr kommen sie mit Mund-Nasen-Bedeckung, einer Sternlänge Abstand und unter Beachtung der aktuellen Corona-Schutzverordnungen. Mit dabei ist aber auch der Segen „20+C+M+B+22" (Christus Mansionem Benedicat = Christus segne dieses Haus), der an die Häuser gebracht wird mit der Bitte um eine Spende für Kinderprojekte.

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      Die Aktion Dreikönigssingen ist die größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder weltweit. Seit Beginn im Jahr 1959 haben die Sternsinger insgesamt eine Milliarde Euro gesammelt. Die Aktion wird getragen vom Kindermissionswerk „Die Sternsinger" und vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Jährlich können mit den gesammelten Spenden mehr als 1.500 Projekte für Not leidende Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützt werden.

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      Insgesamt kamen bei der vergangenen Sternsingeraktion am Anfang 2021 bundesweit mehr als 38,2 Millionen Euro zusammen. In Mecklenburg-Vorpommern sammelten die Kinder davon rund 123.700 Euro.

  • 2021
    • Europäisches Taizé-Jugendtreffen zum Jahreswechsel 2022/2023 in Rostock: - 30.12.21

      Das nächste europäische Jugendtreffen der Gemeinschaft von Taizé wird in Rostock und Umgebung stattfinden. Das teilte der ökumenische Orden heute (30. Dezember) Abend in Turin mit. Dort findet coronabedingt im kleineren Rahmen gerade das diesjährige Jugendtreffen statt. Frère (Bruder) Alois steht als Prior der Ordensgemeinschaft vor. Über die Region Rostock als Austragungsort des europäischen Jugendtreffens zum Jahreswechsel 2022/2023 sagt er: „Wir freuen uns, dass die Einwohnerinnen und Einwohner von Rostock und Umgebung Jugendlichen aus ganz Europa begegnen können. In aller Unterschiedlichkeit können wir zusammen in der Kirche und über die Kirche hinaus so ein Zeichen des Vertrauens und des Friedens setzen. Es ist ein Pilgerweg des Vertrauens, der unsere Herzen berühren wird und uns auf dem Weg des Friedens weiterführen kann." Mit Rostock haben die Brüder erstmals bewusst einen Ort gewählt, der keine europäische Metropole ist.

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      Taizé-Jugendtreffen in Rostock ist ein Geschenk in der Krise

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      Auf die Idee, das Jugendtreffen in der Region Rostock stattfinden zu lassen, brachte die Ordensgemeinschaft Albrecht Jax, Pastor in Bad Doberan. Bereits zu DDR-Zeiten hat er die Gesänge aus Taizé schätzen gelernt. „Die Region Rostock ist kirchlich nicht so satt wie etwa Breslau, Turin, Madrid oder Basel – die Orte vergangener Jugendtreffen. Doch genau das haben etliche Brüder als eine Chance erkannt, nämlich dorthin zu gehen, wo nicht alles so ist wie sonst immer." Dass die Planungen dafür in die Pandemiezeit fallen, sieht Pastor Jax ebenfalls als Chance: „Es ist auch ein Geschenk, dass in dieser Krise die Brüder aus Taizé hierherkommen. Wir haben nun die schöne Aufgabe, unter diesen Bedingungen ein Treffen zu planen, ohne dass wir wieder absagen." Entscheidend sei, nicht nur die Jugendlichen zu sehen, sondern die ganze Region als Gastgeber, unabhängig davon, ob die Menschen kirchlich oder nichtkirchlich seien: „Wir möchten die örtlichen Sportvereine und die Jugendfeuerwehren genauso ins Boot holen wie die Volkssolidarität – von Rostock bis nach Güstrow, Stralsund und Teterow."

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      Erzbischof Heße dankt für „hervorragende Wahl"

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      Der Hamburger katholische Erzbischof Dr. Stefan Heße lobt die Entscheidung: „Mit Rostock haben die Brüder von Taizé einen europäischen Ort ausgewählt, der als Hansestadt beste Verbindungen in den gesamten Ostseeraum hat und der mit seiner über 600 Jahre alten und ehrwürdigen Universität vielen einheimischen und internationalen jungen Menschen einen Lernort und ein Zuhause bietet. Hinzu kommt, dass es hier ein gutes und enges Miteinander der christlichen Kirchen gibt, das Quelle von Spiritualität und Glaube ist. Ich bin mir sicher, dass das gemeinsame Gebet, die Gesänge und die Stille, die mit den Brüdern aus Taizé hier in einem Jahr einziehen werden, gut gedeihen können. Danke für die hervorragende Wahl."

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      Bischof Jeremias: Treffen ist Riesenchance für Region

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      Tilman Jeremias, freut sich über die zu erwartende große Zahl an Jugendlichen. Der Bischof im Sprengel Mecklenburg und Pommern der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland sagt: „Ich danke den Brüdern von Taizé, dass sie sich für Rostock und Umgebung entschieden haben und damit auch, dieses Treffen erstmals nicht in einer Metropole stattfinden zu lassen. Es ist eine Riesenchance für uns, in unserer Region Tausende Jugendliche aus ganz Europa empfangen zu dürfen, und zwar Jugendliche, die kommen, um gemeinsam zu beten, zu singen und zu schweigen. Wir als Nordkirche wollen das kommende Jahr nutzen, um noch mehr als sonst die Gesänge von Taizé zu singen, Taizéandachten zu feiern und uns innerlich auf dieses große Fest vorzubereiten – ein Treffen, das geistlichen Charakter hat."

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      Neben den geistlichen Impulsen und der internationalen Begegnung ist auch das Kennenlernen der kirchlichen Situation der Gastregion sowie der Gastfamilien ein Ziel des Treffens. Isabell Fedtke (19), Vorsitzende des Vorstandes der Katholischen Jugend Mecklenburg (KJM) dazu: „Viele Jugendliche aus Mecklenburg-Vorpommern sind schon bei den Brüdern im französischen Taizé gewesen und haben deren Gastfreundschaft erlebt. Jetzt kommt Taizé zu uns und somit eine große Chance, dass mehr junge Menschen auch über das Treffen hinaus, den Weg zu uns finden, weil sie durch die Taizé-Atmosphäre einen Zugang zum Religiösen bekommen oder durch den Austausch mit anderen Ideen finden, mit denen sie das Jugendleben in den Kirchengemeinden bereichern können."

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      Stichwort Taizé:

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      Taizé ist ein kleiner Ort nahe dem ostfranzösischen Cluny und Sitz einer geistlichen Gemeinschaft, die Jugendliche aus aller Welt besuchen, um gemeinsam zu beten, zu schweigen und ins Gespräch zu kommen. Gegründet wurde die Gemeinschaft 1949 von Roger Schutz, der 2005 nach dem Messerangriff einer psychisch verwirrten Frau starb.

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      Seit 1978 lädt die Bruderschaft zur Jahreswende zu Europäischen Jugendtreffen ein, zu denen zwischen 15.000 und 100.000 junge Leute kommen. Im Mittelpunkt der Treffen stehen Gesänge, Gebete, Meditationen und Gottesdienste.

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      Website der Gemeinschaft: www.taize.fr

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      Foto: Brüder von Taizé beim Gebet - Quellenangabe: Cédric Nisi/Taizé

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      Logo des Europäischen Jugendtreffens in Rostock

    • Europäisches Taizé-Jugendtreffen zum Jahreswechsel 2022/2023 in Rostock: - 30.12.21

      Das nächste europäische Jugendtreffen der Gemeinschaft von Taizé wird in Rostock und Umgebung stattfinden. Das teilte der ökumenische Orden heute (30. Dezember) Abend in Turin mit. Dort findet coronabedingt im kleineren Rahmen gerade das diesjährige Jugendtreffen statt. Frère (Bruder) Alois steht als Prior der Ordensgemeinschaft vor. Über die Region Rostock als Austragungsort des europäischen Jugendtreffens zum Jahreswechsel 2022/2023 sagt er: „Wir freuen uns, dass die Einwohnerinnen und Einwohner von Rostock und Umgebung Jugendlichen aus ganz Europa begegnen können. In aller Unterschiedlichkeit können wir zusammen in der Kirche und über die Kirche hinaus so ein Zeichen des Vertrauens und des Friedens setzen. Es ist ein Pilgerweg des Vertrauens, der unsere Herzen berühren wird und uns auf dem Weg des Friedens weiterführen kann." Mit Rostock haben die Brüder erstmals bewusst einen Ort gewählt, der keine europäische Metropole ist.

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      Taizé-Jugendtreffen in Rostock ist ein Geschenk in der Krise

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      Auf die Idee, das Jugendtreffen in der Region Rostock stattfinden zu lassen, brachte die Ordensgemeinschaft Albrecht Jax, Pastor in Bad Doberan. Bereits zu DDR-Zeiten hat er die Gesänge aus Taizé schätzen gelernt. „Die Region Rostock ist kirchlich nicht so satt wie etwa Breslau, Turin, Madrid oder Basel – die Orte vergangener Jugendtreffen. Doch genau das haben etliche Brüder als eine Chance erkannt, nämlich dorthin zu gehen, wo nicht alles so ist wie sonst immer." Dass die Planungen dafür in die Pandemiezeit fallen, sieht Pastor Jax ebenfalls als Chance: „Es ist auch ein Geschenk, dass in dieser Krise die Brüder aus Taizé hierherkommen. Wir haben nun die schöne Aufgabe, unter diesen Bedingungen ein Treffen zu planen, ohne dass wir wieder absagen." Entscheidend sei, nicht nur die Jugendlichen zu sehen, sondern die ganze Region als Gastgeber, unabhängig davon, ob die Menschen kirchlich oder nichtkirchlich seien: „Wir möchten die örtlichen Sportvereine und die Jugendfeuerwehren genauso ins Boot holen wie die Volkssolidarität – von Rostock bis nach Güstrow, Stralsund und Teterow."

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      Erzbischof Heße dankt für „hervorragende Wahl"

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      Der Hamburger katholische Erzbischof Dr. Stefan Heße lobt die Entscheidung: „Mit Rostock haben die Brüder von Taizé einen europäischen Ort ausgewählt, der als Hansestadt beste Verbindungen in den gesamten Ostseeraum hat und der mit seiner über 600 Jahre alten und ehrwürdigen Universität vielen einheimischen und internationalen jungen Menschen einen Lernort und ein Zuhause bietet. Hinzu kommt, dass es hier ein gutes und enges Miteinander der christlichen Kirchen gibt, das Quelle von Spiritualität und Glaube ist. Ich bin mir sicher, dass das gemeinsame Gebet, die Gesänge und die Stille, die mit den Brüdern aus Taizé hier in einem Jahr einziehen werden, gut gedeihen können. Danke für die hervorragende Wahl."

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      Bischof Jeremias: Treffen ist Riesenchance für Region

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      Tilman Jeremias, freut sich über die zu erwartende große Zahl an Jugendlichen. Der Bischof im Sprengel Mecklenburg und Pommern der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland sagt: „Ich danke den Brüdern von Taizé, dass sie sich für Rostock und Umgebung entschieden haben und damit auch, dieses Treffen erstmals nicht in einer Metropole stattfinden zu lassen. Es ist eine Riesenchance für uns, in unserer Region Tausende Jugendliche aus ganz Europa empfangen zu dürfen, und zwar Jugendliche, die kommen, um gemeinsam zu beten, zu singen und zu schweigen. Wir als Nordkirche wollen das kommende Jahr nutzen, um noch mehr als sonst die Gesänge von Taizé zu singen, Taizéandachten zu feiern und uns innerlich auf dieses große Fest vorzubereiten – ein Treffen, das geistlichen Charakter hat."

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      Neben den geistlichen Impulsen und der internationalen Begegnung ist auch das Kennenlernen der kirchlichen Situation der Gastregion sowie der Gastfamilien ein Ziel des Treffens. Isabell Fedtke (19), Vorsitzende des Vorstandes der Katholischen Jugend Mecklenburg (KJM) dazu: „Viele Jugendliche aus Mecklenburg-Vorpommern sind schon bei den Brüdern im französischen Taizé gewesen und haben deren Gastfreundschaft erlebt. Jetzt kommt Taizé zu uns und somit eine große Chance, dass mehr junge Menschen auch über das Treffen hinaus, den Weg zu uns finden, weil sie durch die Taizé-Atmosphäre einen Zugang zum Religiösen bekommen oder durch den Austausch mit anderen Ideen finden, mit denen sie das Jugendleben in den Kirchengemeinden bereichern können."

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      Stichwort Taizé:

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      Taizé ist ein kleiner Ort nahe dem ostfranzösischen Cluny und Sitz einer geistlichen Gemeinschaft, die Jugendliche aus aller Welt besuchen, um gemeinsam zu beten, zu schweigen und ins Gespräch zu kommen. Gegründet wurde die Gemeinschaft 1949 von Roger Schutz, der 2005 nach dem Messerangriff einer psychisch verwirrten Frau starb.

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      Seit 1978 lädt die Bruderschaft zur Jahreswende zu Europäischen Jugendtreffen ein, zu denen zwischen 15.000 und 100.000 junge Leute kommen. Im Mittelpunkt der Treffen stehen Gesänge, Gebete, Meditationen und Gottesdienste.

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      Website der Gemeinschaft: www.taize.fr

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      Foto: Brüder von Taizé beim Gebet - Quellenangabe: Cédric Nisi/Taizé

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      Logo des Europäischen Jugendtreffens in Rostock

    • Erzbischof Heße hält Silvesterpredigt - 29.12.21

      Erzbischof Stefan Heße feiert am Silvesterabend um 18.15 Uhr im Hamburger St. Marien-Dom eine heilige Messe zum Jahresschluss. In dem Gottesdienst hält er auch die Predigt. Für die Teilnahme an dem Gottesdienst gilt die „3G-Regel": Zugang haben nur geimpfte, genesene oder aktuell negativ getestete Personen.

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      Musikfreunde erwartet im Anschluss daran ein Silvestertusch: Um 20.30 Uhr spielt Kirchenmusikdirektor Professor Eberhard Lauer Orgelwerke von Johann Sebastian Bach, Marcel Dupré und Charles-Marie Widor. Karten sind zum Preis von zehn Euro (ermäßigt sieben Euro) an der Abendkasse erhältlich. Es gilt die „2G-Regel".

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      Am Neujahrstag werden im St. Marien-Dom Gottesdienste um 10 Uhr mit Dompropst Franz-Peter Spiza und um 18.15 Uhr mit Pfarrer Peter Mies gefeiert.

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      Für den Silvestertusch und die Gottesdienste am Neujahrstag gilt die „2G-Regel": Zugang haben nur geimpfte oder genesene Personen.

    • Etat 2022: Erzbistum Hamburg plant mit 268 Millionen Euro - 21.12.21

      Der Wirtschaftsrat des Erzbistums Hamburg hat den Wirtschaftsplan für das Jahr 2022 beschlossen. Der Haushalt hat einen Umfang von 268 Millionen Euro (2021: 207 Millionen Euro). Davon entfallen rund 47 Millionen Euro auf die Altverpflichtungen der Pensionsrückstellungen. Die deutliche Erhöhung dieser Verpflichtungen ist erforderlich, weil der ausschlaggebende Zinssatz nach dem Handelsgesetzbuch (HGB) abgesenkt worden ist.

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      In den einzelnen Aufgabenfeldern erhalten den größten Teil der verwendeten Mittel mit 42 Prozent die Pfarreien und mit 22 Prozent die Schulen. Haupteinnahmequelle ist mit rund 114 Millionen Euro die Kirchensteuer. Eine weitere wichtige Einnahmeposition ist mit 52 Millionen Euro der staatliche Finanzierungsbeitrag für die katholischen Schulen in Hamburg.

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      Verwaltungsdirektor Alexander Becker sagte: „Nach einem zweiten ‚Corona-Jahr' befindet sich das Erzbistum Hamburg weiterhin in einer schwierigen finanziellen Situation. Im Vergleich zu 2020 hat sich die Ertragsseite zwar von den Folgen der Corona-Pandemie etwas erholt. Der erhoffte Aufholtrend ist aber nicht erreicht worden. Die Kirchensteuereinnahmen haben im laufenden Jahr den prognostizierten Wert nur knapp erreicht. Dies hängt damit zusammen, dass sich die Wirtschaft nicht so schnell von den pandemiebedingten Einschränkungen erholt wie im Herbst 2020 angenommen wurde." Auch 2022 würden die Auswirkungen der Corona-Pandemie noch zu spüren sein. Diese Auswirkungen seien im Wirtschaftsplan und in der Mittelfristplanung berücksichtigt.

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      Für das Erzbistum sieht der Verwaltungsdirektor weiter große Herausforderungen. Konkret nannte er die Umsetzung des Schulentwicklungsplans, die Beseitigung des Investitionsstaus im sonstigen Immobilienbestand, die Umsetzung der Vermögens- und Immobilienreform und das erwartete Absinken des HGB-Zinssatzes zur Bewertung der Pensionsverpflichtungen. „Dies alles macht ein ausgewogenes wirtschaftliches Handeln zwischen Investitionen einerseits und kaufmännischer Vorsicht andererseits weiterhin notwendig", so Becker.

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      Dem Wirtschaftsrat des Erzbistums Hamburg gehören derzeit 32 stimmberechtigte Mitglieder an, die „in wirtschaftlichen Fragen erfahren sind", so die Ordnung des Gremiums. Die meisten Mitglieder kommen aus den Pfarreien des Erzbistums Hamburg.

    • Sexualisierte Gewalt in der katholischen Kirche Mecklenburgs - 16.12.21

      Lehrstuhl für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Ulm legt vorläufigen Tätigkeitsbericht vor

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      Der Lehrstuhl für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Ulm hat einen vorläufigen Tätigkeitsbericht über das Forschungsprojekt „Aufarbeitung und Dokumentation des sexuellen Missbrauchs von katholischen Priestern und anderen im Dienst der katholischen Kirche stehenden Personen an Minderjährigen in Mecklenburg" vorgelegt. Das Projekt war 2019 von Erzbischof Stefan Heße in Auftrag gegeben worden und soll Ende Februar 2023 abgeschlossen sein.

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      Der Bericht erwähnt kritisch die fehlende Unabhängigkeit des Beirats. „Eine Unabhängigkeit ist aber aufgrund des überproportionalen Verhältnisses von kirchennahen Personen nicht gegeben (9:3)", heißt es in dem Bericht. Weiter wurde die frühere Aktenführung „als sehr mangel- und lückenhaft" beschrieben, „wobei die bisherige Analyse keinen Anhalt für Manipulation und/oder Vertuschung" ergeben habe.

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      Das Erzbistum Hamburg hat inzwischen auf den Tätigkeitsbericht reagiert. Die Amtszeit des Beirats, die am 31. Oktober endete, ist nicht verlängert worden. Stattdessen ist ein neuer Beirat gebildet worden, dem nur die drei unabhängigen Persönlichkeiten des bisherigen Beirats angehören. Das sind Rechtsanwalt Frank Brand, die Landesbeauftragte für Mecklenburg-Vorpommern für die Aufarbeitung der SED-Diktatur, Anne Drescher, und der Direktor der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am Zentrum für Nervenheilkunde der Universitätsmedizin Rostock, Professor Carsten Spitzer. Dieser Beirat soll so lange tätig sein, bis die Aufarbeitungskommission der Bistümer Hamburg, Hildesheim und Osnabrück ihre Arbeit aufgenommen hat und dann auch die Mecklenburger Untersuchung begleiten kann.

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      Zur Qualität der Aktenführung sagte Erzbischof Stefan Heße: „Die Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs ist zu einer Kernaufgabe des Erzbistums Hamburg geworden. Dabei gehört die Standardisierung in der Führung der Personalakten von Klerikern zu den wesentlichen Aufgaben, die auf Bundesebene vorangetrieben wurden. Ich habe die neue Rahmenordnung dazu bereits in Kraft gesetzt. Außerdem haben wir für das Referat Prävention und Intervention ein neues Konzept erarbeitet, das die Qualität der Aktenführung dort erheblich verbessern wird."

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      Das Aufarbeitungsprojekt sollte ursprünglich am 31. August 2022 abgeschlossen sein. Aufgrund coronabedingter Verzögerungen und der Ausweitung des Forschungsauftrags wurde der Vertrag inzwischen um ein halbes Jahr bis Ende Februar 2023 verlängert.

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      Dem Tätigkeitsbericht zufolge wurden bis Juli 2021 neun ausführliche Interviews mit Betroffenen und zehn weitere Interviews mit Kirchenvertretern und -vertreterinnen geführt. Zusätzlich wurden drei unabhängige Fachpersonen aus den Bereichen Geschichte, Politikwissenschaft und Journalismus zu den historischen und kirchlich-institutionellen Verhältnissen befragt.

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      Die verdachtsunabhängige Durchsicht von bisher 1017 Akten aus dem Diözesanarchiv, dem Referat Prävention und Intervention sowie dem Personalreferat des Erzbistum Hamburg, dem Archiv des Bischöflichen Amtes Schwerin (Heinrich-Theissing-Institut) und dem Pfarrarchiv Neubrandenburg ließen auf 16 geistliche Täter schließen.

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      Insgesamt seien den interviewten Betroffenen drei bereits verstorbene Täter zuzuordnen. Die Tathergänge seien in weiten Teilen ähnlich geschildert worden und zeigten inhaltlich große Überschneidungen. Die durchgeführte anonyme Befragung mittels Selbstbeurteilungsbögen habe ergeben, dass die Betroffenen im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung deutlich häufiger über psychische Belastungen berichten.

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      Der Tätigkeitsbericht ist auf der Homepage des Erzbistums Hamburg unter www.erzbistum-hamburg.de veröffentlicht.

    • Das „Friedenslicht aus Bethlehem“ kommt nach Hamburg - 10.12.21

      In diesem Jahr bringen Pfadfinderinnen und Pfadfinder das „Friedenslicht aus Bethlehem" zum 24. Mal zu „allen Menschen guten Willens" nach Hamburg. Am Sonntag, 12. Dezember, um 16 Uhr wird das Licht in einer Aussendungsfeier in der Herz Jesu-Kirche in Hamburg-Hamm (Bei der Hammer Kirche 12) verteilt. Mit dabei sind auch Erzbischof Stefan Heße, Bischöfin Kirsten Fehrs und Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank. Sie werden kurz sprechen und das Licht entgegennehmen.

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      Erzbischof Stefan Heße sagt zu der Aktion: „„Das kleine Friedenslicht leuchtet jetzt an vielen Orten. Ich sehe darin auch eine Aufforderung an uns alle, etwas mehr für Frieden und Gerechtigkeit bei uns und in der Welt zu tun. Dann würde dieses Licht auf andere Weise noch heller strahlen."

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      Bischöfin Kirsten Fehrs, Sprengel Hamburg und Lübeck der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche): „Wir brauchen die Kraft des Friedenslichts, um einander im Blick zu behalten und ein starkes „Friedensnetz" zu knüpfen. Gerade in dieser erneut pandemie-bewegten Adventszeit, die viele Menschen stark verunsichert, beweist das Licht: wir bleiben einander in Solidarität verbunden, damit die Zuversicht ihre Kraft behält."

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      Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank: „Es ist ermutigend, dass das Friedenslicht von Bethlehem jedes Jahr von jungen Menschen nach Hamburg gebracht wird und uns so auf ganz besondere Weise an die Weihnachtsbotschaft erinnert. An die Hoffnung auf eine bessere Welt, in der Frieden, Gerechtigkeit und Menschenwürde für alle gelten. Besonders in der Pandemie, die für viele Menschen Einsamkeit und Verlust bedeutet, soll das Licht Trost in dunklen Tagen spenden. Ich danke allen Pfadfinderinnen und Pfadfindern, die dabei mithelfen, dass dieses Licht so hell strahlen kann."

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      Pfadfinderinnen und Pfadfindern bringen das Friedenslicht in den kommenden Tagen in Hamburg unter anderem zur Bahnhofsmission und zum Obdachlosenmagazin Hinz und Kunzt.

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      Die Aktion Friedenslicht, die in diesem Jahr unter dem Motto „Friedensnetz – ein Licht, das alle verbindet" stattfindet, ist eine Gemeinschaftsaktion der Ringverbände der Pfadfinderinnen und Pfadfinder Deutschlands (BdP, BMPPD, DPSG, PSG, VCP) und des Verbandes Deutscher Altpfadfindergilden (VDAPG).

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      Wichtig: Die Feier ist eine 2G-Veranstaltung unter Beachtung der aktuellen Corona-Bedingungen.

    • Heße wünscht Scholz „Mut, Freude und guten ethisch-moralischen Kompass“ - 08.12.21

      Der Hamburger Erzbischof Stefan Heße hat dem neuen Bundeskanzler Olaf Scholz zu seiner Wahl gratuliert. Er wünsche ihm „alles Gute, Mut, Freude an der Aufgabe und einen guten ethisch-moralischen Kompass", heißt es in einem Glückwunschschreiben Heßes.

      Der Erzbischof erinnerte an den „Anker in Hamburg", den Scholz immer noch hatte, als er schon in Potsdam gewohnt habe. Er glaube, dass „die Hansestadt auch weiterhin eine besondere Rolle" für ihn spielen werde. Der Erzbischof schließt mit dem Wunsch, die „gute Zusammenarbeit, die in Hamburg begonnen hat", fortzusetzen.

    • Außenministerin des Kosovo trifft Hamburger Weihbischof - 05.12.21

      Die Außenministerin des Kosovo, Donika Gërvalla-Schwarz, ist während eines Besuchs in Hamburg mit Weihbischof Horst Eberlein zusammengetroffen. In dem Gespräch ging es auch um das Miteinander der Religionen und Konfessionen. Nur etwa zwei Prozent der Kosovaren sind katholisch. Außenministerin Gërvalla-Schwarz betonte: „Religiöse Toleranz ist bei uns kein Lippenbekenntnis, sondern sie wird jeden Tag gelebt. Und so haben auch die katholischen Christen ihren festen Platz im Land." Weihbischof Eberlein zeigte sich dankbar für die Gelegenheit, mit der Außenministerin über die Situation der katholischen Christen im Kosovo sprechen zu können: „Dabei wurde deutlich, dass es Mut braucht, um Abgrenzungen zu überwinden. Dass die neue Regierung der Republik Kosovo dabei auch auf das Potential der Menschen setzt, die seit vielen Jahren in Deutschland leben und unter anderem in der albanischen-katholischen Gemeinde in Hamburg engagiert sind, freut mich. Das ist ein zukunftsweisendes Zeichen", so Eberlein.

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      Der Anlass des Besuchs der Außenministerin in Hamburg war eine Veranstaltung der Organisation deutsch-albanischer Akademiker Hamburg (ODA Hamburg e.V.), der Südosteuropa-Gesellschaft und des Erzbistums Hamburg. Die Außenministerin sprach dort über „Die Republik Kosovo zwischen Geopolitik und Europäischer Union".

    • Heße: Entwicklung der Pandemie besorgniserregend - Erzbistum aktualisiert Corona-Regeln - 26.11.21

      Die derzeitige Entwicklung der Corona-Pandemie ist nach Ansicht von Erzbischof Dr. Stefan Heße besorgniserregend und macht eine Verschärfung der Regeln für Gottesdienste und Veranstaltungen in Kirchenräumen nötig. „Die Fallzahlen steigen schnell und die Konsequenzen für Hospitalisierung, schwere Verläufe und Todesfälle sind ablesbar", schrieb Heße in einem Brief an die katholischen Pfarreien im Erzbistum. Der Erzbischof rief darin nachdrücklich auf, staatliche Impfangebote zu nutzen. Er betonte, dass die Verordnungen der Bundesländer und deren Umsetzung weiter verpflichtend seien. Sie gälten für alle Beteiligten, auch wenn infolgedessen Ungeimpfte bestimmte seelsorgliche Aufgaben nicht mehr übernehmen könnten, so Heße.

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      Ab kommenden Montag müssen Gottesdienste im Erzbistum Hamburg mindestens unter 3G-Bedingungen gefeiert werden. Abstände (1,5 - 2 m) müssen verlässlich eingehalten, eine Mund-Nase-Bedeckung dauerhaft getragen und regelmäßig gelüftet werden. Der Gemeindegesang soll stark eingeschränkt werden. Gottesdienste nach dem 2G-Modell sind möglich und erlauben eine größere Gestaltungsfreiheit. Trotzdem wird dringend empfohlen, Abstands- und Hygieneregelungen einzuhalten. In jeder Pfarrei muss es auch ein hinreichendes 3G-Angebot für Ungeimpfte geben. Die Mundkommunion ist derzeit in allen Gottesdiensten nicht möglich. Alle Sitzungen und Treffen, die nicht ausdrücklich einer physischen Präsenz bedürfen, müssen bis auf weiteres virtuell stattfinden. Für notwendige Kirchenvorstandssitzungen in Präsenz gelten die Regeln des Arbeitsschutzes (3G) und die aktuellen Länderverordnungen. Veranstaltungen (auch Katechese) sind nur unter 2G möglich, bei erhöhter Aerosolausbreitung (Gesang, Blasinstrumente) unter 2Gplus.

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      Der aktuelle Volltext der Corona-Richtlinien im Erzbistum Hamburg ist unter www.erzbistum-hamburg.de/corona zu finden.

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      Das Erzbistum Hamburg umfasst die Bundesländer Hamburg und Schleswig-Holstein und den mecklenburgischen Landesteil von Mecklenburg-Vorpommern. Im Erzbistum Hamburg gibt es 386.009 Katholiken.

    • Wirtschaftsrat billigt Jahresabschluss 2020 - 16.11.21

      Der Wirtschaftsrat des Erzbistums Hamburg hat den Jahresabschluss für das Jahr 2020 gebilligt. Er schließt mit einem Jahresfehlbetrag von 10,9 Millionen Euro. Dadurch erhöhte sich die bilanzielle Überschuldung des Erzbistums auf rund 105 Millionen Euro. Weiter billigte das Gremium auch die Jahresabschlüsse des Erzbischöflichen Stuhls zu Hamburg und des Erzbischöflichen Amtes Schwerin mit positiven Eigenkapitalabschlüssen in Höhe von 66,5 bzw. 8,7 Millionen Euro.

      „Trotz weiterhin großer Kostendisziplin konnten wir auch im vergangenen Jahr kein positives Ergebnis erzielen", erläuterte Verwaltungsdirektor Alexander Becker die Entwicklung. „Wesentlich war der coronabedingte Rückgang der Kirchensteuereinnahmen um 13,7 Millionen Euro gegenüber den geplanten Einnahmen und eine Rückstellung für das Krankenhaus Groß Sand in Hamburg-Wilhelmsburg in Höhe von 6,3 Millionen Euro", so Becker.
      Der Jahresabschluss war durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Solidaris geprüft worden. Die Prüfung hatte zu keinen Beanstandungen geführt und die uneingeschränkte Bescheinigung erhalten.
      Im Prüfbericht war darauf hingewiesen worden, dass „der bilanziellen Überschuldung im Wesentlichen langfristige Pensions- und Beihilfeverpflichtungen zugrunde liegen". Daher weise das Erzbistum trotz bilanzieller Überschuldung eine positive Liquidität aus. Um den Fortbestand des Erzbistum Hamburg auch langfristig zu sichern, seien Maßnahmen zu ergreifen, „um die bilanzielle Überschuldung durch Jahresüberschüsse in den nächsten Geschäftsjahren zu beseitigen und ein hinreichendes Vermögen zur Deckung der Pensions- und Beihilfeverpflichtungen aufzubauen", so der Bericht.

      Der coronabedingte Rückgang der Kirchensteuereinnahmen in diesem Jahr ist in der Planung bereits berücksichtigt worden. Die Bistumsverwaltung geht heute davon aus, dass der geplante Wert für das laufende Jahr erreicht wird. Das wären rund fünf Millionen Euro mehr als 2020. Die jetzigen Prognosen zeigen, dass das Erzbistum Hamburg durch die Corona-Pandemie in den Jahren 2020 bis 2024 rund 40 Millionen Euro weniger einnehmen wird. Der Rückgang der Kirchensteuer hat direkten Einfluss auf den Abbau der Überschuldung des Erzbistums sowie auf die weiteren Investitionsprojekte.

      Der Wirtschaftsrat des Erzbistums Hamburg besteht derzeit aus 32 stimmberechtigten Mitgliedern, die „in wirtschaftlichen Fragen erfahren sind", so die Ordnung des Gremiums. Die meisten Mitglieder kommen aus den Pfarreien und Pastoralen Räumen des Erzbistums Hamburg.

    • Erzbischöfe gratulieren Ministerpräsidentin Schwesig und bieten Zusammenarbeit an - 15.11.21

      Die Erzbischöfe von Hamburg und Berlin, Dr. Stefan Heße und Dr. Heiner Koch, haben Manuela Schwesig zur Wiederwahl als Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern gratuliert. In ihrem gemeinsamen Brief am Montag (15. November 2021) schrieben die Bischöfe: „Es sind große Aufgaben, die uns aktuell fordern und zukünftig herausfordern. Die Bewältigung der Coronakrise, die Folgen des Klimawandels und damit verbunden die Fragen sozialer und weltweiter Gerechtigkeit sowie der Gestaltung einer nachhaltigen Wirtschaft, die steigenden Herausforderungen der Bildung für alle Menschen, insbesondere auch der Wertebildung." Die Bischöfe boten der neuen Regierung zu diesen und weiteren Themenbereichen ihre Zusammenarbeit an.

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      Die rund 54000 Katholiken im Bundesland gehören in Mecklenburg zum Erzbistum Hamburg und in Vorpommern zum Erzbistum Berlin.

    • Das Erzbistum Hamburg erhält einen neuen Generalvikar - 04.11.21

      Der Pallottinerpater Sascha-Philipp Geißler (45) wird zum 1. Februar 2022 neuer Generalvikar des Erzbistums Hamburg. Erzbischof Stefan Heße gab seine Ernennung am Donnerstag, 4. November, bekannt. Geißler wird Nachfolger von Ansgar Thim (64), der Erzbischof Stefan Heße um Entpflichtung von seinem Amt gebeten hat. Thim war seit 2013 Generalvikar des Erzbistums Hamburg.

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      Sascha-Philipp Geißler wurde 1976 in Siegen geboren. Nach einer Ausbildung zum Industriekaufmann und dem Abitur trat er 1998 in den Pallottinerorden ein. Er studierte Philosophie und Theologie und wurde 2006 von Bischof Franz Kamphaus zum Priester geweiht. Danach arbeitete er zunächst als Seelsorger in Olpe/Sauerland und Limburg. In dieser Zeit absolvierte er eine journalistische Fortbildung und begann seine Mitarbeit in der Redaktion der Pallottiner-Zeitschrift „das zeichen". Von 2011 bis 2020 war er Wallfahrtsdirektor im bayrischen Friedberg, ab 2016 Prodekan und zeitweise Mitglied der Provinzleitung seines Ordens. Seit 2020 leitet er die Pfarrei Seliger Johannes Prassek in Hamburg.

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      Erzbischof Stefan Heße würdigte das langjährige Engagement des jetzigen Generalvikars: „Vor einem Jahr hat Generalvikar Ansgar Thim mir gesagt, dass er seine priesterliche Zukunft neu ausrichten möchte. Er hat mich gebeten, ihn vom Amt des Generalvikars zu entpflichten. Ich habe seinem Wunsch entsprochen. Allerdings hat das lange Warten auf die Entscheidung des Heiligen Vaters über mein Rücktrittsangebot die Umsetzung einer solchen Veränderung verzögert.
      Ansgar Thim hat in unserer Erzdiözese viele Jahre und an vielen Stellen besondere Verantwortung getragen.

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      Beispielhaft nenne ich nur seine Dienste als Personalreferent, als Diözesanadministrator und eben jetzt als Generalvikar. Dabei hat er seine Kräfte ganz in den Dienst unseres Bistums gestellt. Sehr unterschiedliche Aufgaben wie die Aufarbeitung der Fälle sexuellen Missbrauchs und der Erneuerungsprozess des Erzbistums haben ihn besonders herausgefordert. Vieles konnte er für die Zukunft des Bistums auf den Weg bringen, sagte er mir. Für das Erzbistum und die anstehenden Projekte und Aufgaben wünscht er sich einen möglichst jüngeren Generalvikar, der diese Prozesse mit neuer Energie weiterführen kann."

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      Sascha-Philipp Geißler wird ab Januar als stellvertretender Generalvikar beginnen und ab Anfang Februar in die volle Verantwortung als Generalvikar eintreten. Ansgar Thim wird im Rahmen der Ansgarwoche Anfang Februar aus seinem Amt verabschiedet.

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      Stichwort: Generalvikar

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      Der Generalvikar ist der Stellvertreter des Bischofs. Er wird vom Bischof frei ernannt und kann von ihm jederzeit wieder abberufen werden. Mit der Amtszeit des Bischofs endet auch die Amtszeit des Generalvikars.

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      Fotohinweis:

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      Das Gruppenfoto zeigt von links nach rechts den künftigen Generalvikar Sascha-Philipp Geißler, Erzbischof Dr. Stefan Heße und den derzeitigen Generalvikar Ansgar Thim. Dazu erhalten Sie in Portraitfoto des künftigen Generalvikars. Fotoquelle für beide Fotos: Erzbistum Hamburg/Marco Heinen. Abdruck frei.

    • Erzbischof Heße beauftragt erstmals Leitungsteam für eine Pfarrei - 14.10.21

      Erstmals im Erzbistum Hamburg wird in Neubrandenburg ein Team aus mehreren Personen die katholische Pfarrei leiten. Am Sonntag, 17. Oktober, beauftragt Erzbischof Stefan Heße Florian Edenhofer als moderierenden Priester, Gabriele-Maria Kohl als Vertreterin des Pfarrpastoralrats, Michael Nötzel als Vertreter des Kirchenvorstands und Daniel Gillner als Verwaltungskoordinator mit der Leitung der Pfarrei St. Lukas.

      Erzbischof Stefan Heße sagt dazu: „Erstmals tragen in unserem Erzbistum getaufte und gefirmte Christinnen und Christen gemeinsam mit dem Priester die Verantwortung der Pfarreileitung, geschwisterlich und auf Augenhöhe."
      Nach einer zweijährigen Vorbereitung geht dieses Leitungsmodell nun in die Phase der praktischen Erprobung. „Noch bleibt es ein Modell in Erprobung, aber ich hoffe, dass es sich in der Praxis bewähren möge", so Heße.

      Kirchenrechtliche Grundlage ist Kanon 517, Paragraf 2 des kirchlichen Gesetzbuches. Dort heißt es: „Wenn der Diözesanbischof wegen Priestermangels glaubt, einen Diakon oder eine andere Person, die nicht die Priesterweihe empfangen hat, oder eine Gemeinschaft von Personen an der Wahrnehmung der Seelsorgsaufgaben einer Pfarrei beteiligen zu müssen, hat er einen Priester zu bestimmen, der, mit den Vollmachten und Befugnissen eines Pfarrers ausgestattet, die Seelsorge leitet."

    • Pfarrer Pwakim wirbt für den interreligiösen Dialog - 14.10.21


      Der nigerianische Priester Gideon Pwakim (45) ist vom 18. bis 24. Oktober im Erzbistum Hamburg zu Gast. In Schulen und Gemeinden informiert er über den Schwerpunkt seiner Arbeit, den interreligiösen Dialog als „Rezept für den Frieden".

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      In Hamburg ist er unter anderem in der Gemeinde Heilig Kreuz in Neugraben (An der Falkenbek 10) zu Gast. Am Dienstag, 19. September, beginnt um 19.15 Uhr ein Gesprächsabend mit ihm. Zuvor feiert er um 18.30 Uhr einen Gottesdienst mit der Gemeinde. Gottesdienste und Gespräche mit Pfarrer Pwakim finden auch am Sonnabend, 23. Oktober, um 18 Uhr in Rahlstedt (Mariä Himmelfahrt, Oldenfelder Straße 23) und am Sonntag, 24. Oktober, um 11 Uhr in Niendorf (St. Ansgar, Niendorfer Kirchenweg 18) statt.

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      Mit seinem Besuch bereitet sich das Erzbistum Hamburg auf den Sonntag der Weltmission vor, der am 24. Oktober begangen wird. Die Kollekte dieses Tages unterstützt Projekte in den ärmsten Bistümern der Erde.

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    • Wechsel im Katholischen Büro Mecklenburg-Vorpommern - 12.10.21

      Die Leitung im Katholischen Büro Mecklenburg-Vorpommern wechselt zum 1. November 2021. Die bisherige Leiterin Claudia Schophuis (56 Jahre) arbeitet zukünftig im Bereich der Militärseelsorge. Ihre Aufgaben werden von Dr. Norbert Nagler (62 Jahre) übernommen.

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      Claudia Schophuis war acht Jahre die ständige Beauftragte der Erzbischöfe von Berlin und Hamburg am Sitz der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern und Leiterin des Erzbischöflichen Amtes Schwerin. „Es war eine Tätigkeit, die mich gefordert und erfüllt hat. Prägend für diese Zeit waren die Begegnungen und Gespräche mit den Menschen im Land, ihr Vertrauen und das Interesse nicht zuletzt bei der Bewältigung gemeinsamer Aufgaben wie der Flüchtlingswelle oder der Coronapandemie. Die vielfältigen Themen im politischen Bereich vom Sonntagsschutz, sexueller Missbrauch in Kirche und Gesellschaft, Extremismus als Gefahr für die freiheitlich demokratische Grundordnung bis hin zur Neufassung des Bestattungsgesetzes zeigen, dass die Kirche ihren Platz mitten in der Gesellschaft hat und sich am gesellschaftlichen Dialog beteiligt. Daraus erwachsen sind gute Kooperationen mit unterschiedlichen gesellschaftlichen Einrichtungen und im kirchlichen Bereich mit der Ökumene, die die Verantwortung der katholischen Kirche für die Menschen in einem Flächenland und in der säkularen Gesellschaft zeigen", sagte Schophuis.

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      Norbert Nagler wurde 1959 in Amberg/Opf. geboren. Er studierte Katholische Theologie, Germanistik und Religionswissenschaft in Regensburg. 1993 promovierte er mit der Dissertation „Frühkatholizismus - Zur Methodologie einer kritischen Debatte". Er arbeitete als Referent beim Internationalen Katholischen Missionswerk missio e.V. in Aachen bevor er in die Pastorale Dienststelle des Erzbistums Hamburg wechselte. Zu seinen Aufgaben gehörte innerhalb des Erneuerungsprozesses des Erzbistums das Gundlagenprojekt Missionarische Kirche. Gleichzeitig war er Beauftragter der Pastoralen Dienststelle für die Region Mecklenburg und stellvertretender Abteilungsleiter. Neben den neuen Aufgaben in Mecklenburg-Vorpommern wird Nagler zugleich als erzbischöflicher Beauftragter das Profilthema Schöpfung und Ökologie im Erzbistum Hamburg verantworten.

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      Stichwort: Katholisches Büro

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      Katholische Büros sind Kontakt- und Verbindungsstellen der katholischen Kirche in Deutschland bzw. ihrer Bischöfe zu politischen und gesellschaftlichen Akteuren. Das Katholische Büro Mecklenburg-Vorpommern vertritt die Erzbischöfe von Hamburg und Berlin. Der mecklenburgische Landesteil gehört zum Erzbistum Hamburg, der vorpommersche zum Erzbistum Berlin. Es hat die Aufgabe, in den Bereichen Politik (Parlamente, Landesregierungen, Parteien) und Gesellschaft (Verbände etc.) die Positionen der Katholischen Kirche darzustellen. In diesem Zusammenhang beobachten die Katholischen Büros die gesellschaftspolitischen Entwicklungen und geben u.a. Stellungnahmen, insbesondere zu Gesetzesvorhaben ab. In Mecklenburg-Vorpommern leben rund 54.500 katholische Christen.

    • Norddeutsche Bistümer rufen Betroffene von sexualisierter Gewalt zur Mitwirkung auf - 06.10.21

      Das Erzbistum Hamburg sowie die Bistümer Osnabrück und Hildesheim rufen Betroffene von sexualisierter Gewalt in der katholischen Kirche zur Mitwirkung in einem Betroffenenrat auf. Das Gremium wird auf Ebene der norddeutschen Metropolie gebildet, der die drei Diözesen angehören. 
      Der Betroffenenrat wird aus bis zu neun Personen bestehen und zum Thema sexualisierte Gewalt als Expertengremium tätig sein. Als stimmberechtigte Mitglieder können sich Betroffene, Angehörige von Betroffenen oder Betreuerinnen und Betreuer von Betroffenen bewerben.

      Ein unabhängiges Auswahlgremium, das für diesen Zweck gebildet wird, entscheidet über die Mitgliedschaft in dem Betroffenenrat. Das Auswahlgremium bilden die Sozialarbeiterin Sylvia Egelkamp, die Rechtsanwältin Elif Gencay, der Sprecher der Initiative Missbrauch in Ahrensburg, Anselm Kohn, die Systemische Beraterin Karin Niebergall-Sippel und der Geschäftsführer der Stiftung Opferhilfe Niedersachsen, Hanspeter Teetzmann.

      Personen, die sich in dem Betroffenenrat engagieren möchten, können sich unter www.erzbistum-hamburg.de/betroffenenrat informieren. Hier sind ein Aufruf zur Mitwirkung in dem Gremium, das Statut des Betroffenenrats und Informationen über die Personen, die das Auswahlgremium bilden, abrufbar. Bewerbungen sind bis zum 30. November 2021 möglich.

      Der Hamburger Erzbischof Dr. Stefan Heße sagt zur Einrichtung des Betroffenenrats der Bistümer Hamburg, Hildesheim und Osnabrück: „Betroffene zu hören und in einem eigenen Gremium an der Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs in der Kirche zu beteiligen, ist ein unverzichtbarer Baustein, um hier voranzukommen. Durch ihre Stimme wird auch das Leid vieler Betroffener hörbar, die sich nicht äußern können oder wollen. Zugleich ist ihre Sicht wichtig, um systemische Faktoren klarer zu erkennen, die sexualisierte Gewalt im Raum der Kirche ermöglichen."

      Der Osnabrücker Bischof Dr. Franz-Josef Bode betont: „Viel zu sehr haben wir in der Vergangenheit – auch ich selber – vom Täter und vom Schutz der Institution Kirche her gedacht. Ich bin dankbar, dass wir seit einigen Jahren immer mehr lernen, von den Betroffenen her zu denken und zu handeln."

      Der Hildesheimer Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ sagt: „Wir müssen sehr selbstkritisch feststellen, dass transparente Aufarbeitungsvorhaben durch externe Fachleute innerhalb der Kirche in vielen Fällen auf Betroffene zurückgehen, die sich an die Öffentlichkeit gewandt haben. Ich bin den Betroffenen sehr dankbar für diesen enormen Mut. Mir ist es ein großes Anliegen, Betroffene in unsere transparenten Aufarbeitungsprozesse einzubeziehen. Dazu dient der Betroffenenrat."

      Der Betroffenenrat entsendet drei Personen als Mitglieder in die gemeinsame Kommission zur Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt auf Ebene der norddeutschen Metropolie. Die Errichtung dieser Kommission wird derzeit ebenfalls vorbereitet. Die gemeinsame Aufarbeitungskommission und der Betroffenenrat sollen gewährleisten, dass die externe Expertise und die Beteiligung von Betroffenen in der unabhängigen Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt in den drei beteiligten Diözesen jederzeit garantiert sind.

      Die Berufung dieser Gremien basiert auf der von der Deutschen Bischofskonferenz und vom Unabhängigen Beauftragten für Fragen sexuellen Kindesmissbrauchs verabschiedeten „Gemeinsamen Erklärung über verbindliche Kriterien und Standards für eine unabhängige Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche in Deutschland" vom 28. April 2020.

      Die Bistümer Hamburg, Hildesheim und Osnabrück verbindet bis in das Jahr 1995 hinein eine gemeinsame Geschichte. Das Erzbistum Hamburg ist 1995 aus Gebieten der Bistümer Hildesheim und Osnabrück hervorgegangen. Deshalb wurde die Bildung einer gemeinsamen Aufarbeitungskommission und die Berufung eines gemeinsamen Betroffenenrates vereinbart.

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      Stichwort: Aufarbeitungskommission
      Aufgaben der gemeinsamen Kommission werden die quantitative Erhebung von Fällen sexualisierter Gewalt in den drei beteiligten Diözesen, die Untersuchung des administrativen Umgangs mit Tätern und Betroffenen sowie die Identifikation von Strukturen sein, die sexualisierte Gewalt ermöglicht, erleichtert oder dessen Aufdeckung erschwert haben.

      Darüber hinaus sollen die Ergebnisse von Aufarbeitungsprozessen in den einzelnen Diözesen, bereits bekannter überdiözesaner Studien und neuerer Forschung durch die gemeinsame Aufarbeitungskommission in der Metropolie qualitativ vergleichbar betrachtet werden. Neu aufgenommene Aufarbeitungsprojekte in den (Erz-)Diözesen sollen dadurch intensiviert und strategisch an den Zielen der Aufarbeitungskommission ausgerichtet werden. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen für die Aufgaben der Prävention und Intervention in den einzelnen Diözesen nutzbar gemacht werden.
      Mitglieder der Kommission sollen Fachleute aus Wissenschaft, Fachpraxis, Justiz und öffentlicher Verwaltung sowie Mitarbeitende aus den Diözesen sein, die in der Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt in Institutionen erfahren sind. Kirchliche Beschäftigte oder Angehörige eines diözesanen Laiengremiums müssen dabei in der Minderheit sein.

      Insgesamt wird die Kommission neun Mitglieder umfassen, drei von ihnen werden aus dem Betroffenenrat entsandt und in der Kommission als Expertinnen oder Experten mitwirken. Die jeweiligen diözesanen Ansprechpersonen für Verdachtsfälle von sexualisierter Gewalt sowie die Präventions- bzw. Interventionsbeauftragten der Diözesen werden als ständige Gäste an den Sitzungen der Kommission teilnehmen.

    • Erstmals Professur für Katholische Theologie an der Universität Rostock - 06.10.21

      Premiere in Mecklenburg-Vorpommern: Mit dem 1. Oktober 2021 übernahm Dr. Tobias Müller die auf vorerst fünf Jahre befristete Professur für Katholische Theologie mit dem Schwerpunkt Fundamentaltheologie und Religionsphilosophie an der Universität Rostock. Es ist in der neueren Geschichte der Universität die erste Professur für Katholische Theologie. Die Universität Rostock, das Land Mecklenburg-Vorpommern und das Erzbistum Hamburg haben eine gemeinsame Finanzierung vereinbart, um auf diese Weise das Forschungs- und Lehrangebot in Rostock zu erweitern.

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      Als Mitglied der Philosophischen Fakultät wird Professor Müller in den bestehenden Studiengängen beteiligt sein. Eine enge Kooperation mit der Evangelisch-Theologischen Fakultät ist ebenso vereinbart. Kooperation und Transfer stellen einen Schwerpunkt der Professur dar. "Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe, gerade um die besondere Bedeutung der philosophisch-theologischen Reflexion aus einer katholischen Perspektive im interdisziplinären Diskurs aufzuzeigen", erklärte Dr. Tobias Müller. "Diese Professur für Katholische Theologie stellt die Herausforderungen der säkularisierten Moderne für Religion, Gottesbegriff und Menschenbild in den Vordergrund. So will ich die Bedeutung der philosophisch-theologischen Reflexion gesellschaftsrelevanter Themen aufzeigen und inter- und transdisziplinär anschlussfähig machen", so Müller. Ein wichtiges Ziel sei es, mit den eigenen Forschungsarbeiten auch auf die Öffentlichkeit zuzugehen.

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      "Mit der Besetzung dieser Professur geht ein Vorhaben in Erfüllung, dass seit Beginn meiner Amtszeit geplant wurde und auch im Sinne des ökumenischen Diskurses einen wichtigen Beitrag zur trans- und interdisziplinären Ausrichtung unserer Universität darstellt", sagte Prof. Dr. Wolfgang Schareck, Rektor der Universität Rostock. Dr. Tobias Müller verfüge über eine hohe Expertise, um mögliche Konzepte für eine katholische Religionspädagogik zu bewerten.

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      Das Erzbistum Hamburg erhofft sich von diesem einmaligen Kooperationsvorhaben einen wertvollen Beitrag für die kirchlichen und gesellschaftlichen Zukunftsdebatten im Norden. "Wir freuen uns sehr über die Einrichtung dieser Professur an der Universität Rostock. Mit Herrn Dr. Müller ist ein sehr profilierter Lehrstuhlinhaber gefunden worden, der nun an den Aufbau dieses neuen Arbeitsfeldes gehen wird. Dafür wünschen wir ihm viel Erfolg", erklärte Dr. Christopher Haep, Abteilungsleiter Schule und Hochschule im Erzbistum Hamburg. "Wir würden uns freuen, wenn auf diese Weise der Diskurs zwischen Theologie und säkularer Gesellschaft neue Impulse erfährt. Der Universität Rostock und dem Bundesland Mecklenburg-Vorpommern danken wir sehr für die konstruktiven Beratungen und Abstimmungen, die die Einrichtung der Professur ermöglicht haben", so Haep.

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      Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur hat mit dem Erzbistum Hamburg und mit der Universität Rostock eine Vereinbarung abgeschlossen und erwartet von der Professur auch merkliche Impulse zur Entwicklung der Lehrerbildung. "Ich hoffe sehr, dass es gelingt, innerhalb der nächsten Jahre kooperative Wege zu einer Qualifikation von Lehrkräften im Fach Katholische Religion zu finden und entsprechende Konzepte zu entwickeln", sagte Bildungsministerin Bettina Martin.

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      Nach einem Studium der Philosophie, Katholischen Theologie, Pädagogik, Physik und Religionswissenschaft in Mainz, Frankfurt, Marburg und Tübingen führte der Weg von Dr. Tobias Müller zunächst mit einem Dilthey-Fellowship der VolkswagenStiftung als Post-Doc an die Gutenberg-Universität in Mainz und später an die Hochschule für Philosophie in München, wo er sich in erster Linie natur-, subjekt- und religionsphilosophischen Fragestellungen widmete und das Institut für naturwissenschaftliche Grenzfragen zur Philosophie und Theologie sowie das Institut für Religionsphilosophie in Forschung und Lehre verstärkte. Zuletzt vertrat er die Professur für Religionsphilosophie an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main.

    • Weihbischof Hans-Jochen Jaschke wird 80 - 27.09.21

      Der emeritierte Hamburger Weihbischof Hans-Jochen Jaschke wird am Mittwoch, 29. September, 80 Jahre alt. Zusammen mit Erzbischof Stefan Heße und Weihbischof Horst Eberlein feiert er seinen Geburtstag mit einem Gottesdienst um 12.30 Uhr im St. Marien-Dom. Nach dem Gottesdienst besteht vor der Kirche Gelegenheit, dem Weihbischof zu gratulieren.

      Hans-Jochen Jaschke wurde 1941 im oberschlesischen Beuthen geboren. Er studierte Theologie und Philosophie in Frankfurt und Münster und wurde 1967 in Osnabrück zum Priester geweiht. Nach der Priesterweihe arbeitete er zunächst als Vikar in Bremen. 1974 promovierte er bei Joseph Ratzinger in München mit einer Arbeit über den heiligen Bischof Irenäus von Lyon. Bis 1983 leitete Jaschke das Niels-Stensen-Kolleg, ein Haus der Priesterausbildung in Münster. Danach war er sechs Jahre Pfarrer in Quakenbrück. 1989 wurde er in Osnabrück zum Bischof geweiht und war dann bis 2016 Weihbischof in Hamburg. In der Bischofskonferenz gehörte Jaschke den Kommissionen für Pastoral und Ökumene an; er leitete die Unterkommission für den interreligiösen Dialog.

      Vielen Menschen ist er durch seine Präsenz in den Medien bekannt geworden. Anlässlich seiner Emeritierung würdigte Erzbischof Stefan Heße dieses Engagement: „Für die unbequemsten Themen hast Du in Talkshows gesessen und der Kirche ein Gesicht gegeben. Du hast dich in einer großen Freiheit den Fragen gestellt, die den Menschen unter den Nägeln brennen. Das ist nicht selbstverständlich. Nicht zuletzt das hat dich zum bekanntesten Weihbischof Deutschlands gemacht", so Heße seinerzeit.

    • Erzbischof Heße: Hohe Wahlbeteiligung stärkt unsere demokratische Gesellschaft - 26.09.21

      Der Hamburger Erzbischof Stefan Heße sagte zum Ausgang der Bundestagswahl:

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      „Ich freue mich über die hohe Wahlbeteiligung, die unter Coronabedingungen erzielt worden ist. Darin sehe ich eine Stärkung unserer demokratischen Gesellschaft.

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      Von einer neuen Bundesregierung erwarte ich eine vorausschauende und die Menschenrechte aller achtende Migrationspolitik. Weg vom Reagieren im letzten Moment, hin zu mehr Struktur und weitsichtiger Planung – ganz im Sinne einer guten Geschwisterlichkeit der ganzen Menschheitsfamilie.

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      Dazu gehört auch eine Schwerpunktsetzung in der Entwicklungspolitik. Eine nachhaltige und faire Entwicklungszusammenarbeit zum Wohle der Menschen weltweit muss weiterhin in einem eigenständigen Ministerium verwirklicht werden."

    • Stimmen zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern - 26.09.21

      Claudia Schophuis, Leiterin des katholischen Büros Schwerin und Vertreterin der Erzbischöfe von Hamburg und Berlin am Sitz der Landesregierung MV:
      „Sehr erfreulich sind die große Wahlbeteiligung und das größer gewordenen Spektrum an demokratischen Parteien im neuen Landtag von Mecklenburg-Vorpommern. Das wird sich positiv auf die parlamentarische Arbeit auswirken und die neue Legislaturperiode themenreicher machen. Darauf freuen wir uns als katholische Kirche."

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      Domkapitular Dr. Georg Bergner, Dekan für die Region Mecklenburg:
      „Als Vertreter der katholische Kirche in Mecklenburg gratulieren wir den Wahlsiegern der heutigen Landtagswahl und wünsche ihnen ein gutes Gelingen in der Ausübung ihres Mandats im neu gewählten Landesparlament und bei der Bildung der Landesregierung. Wir hoffen, dass es einer neuen Regierung gelingt, Brücken zu schlagen und Polarisierungen in der Gesellschaft zu überwinden. Dabei ist neben dem Ausgleich zwischen widerstreitenden Meinungen auch der zwischen den strukturell starken und schwächeren Gebieten wichtig. Bei der Lösung der großen Herausforderungen in den Bereichen Bildung, Soziales und Ökologie wünschen wir ihnen eine gute Hand. Mecklenburg-Vorpommern soll ein gastfreundliches Land bleiben. Uns als Kirche sind die guten Kontakte zu unseren polnischen Nachbarn wichtig, ebenso wie die Integration von Menschen anderer Herkunft, Kultur und Religion."

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    • In der Mitte Hamburgs entsteht eine neue katholische Pfarrei - 20.09.21

      In der Mitte Hamburgs wird am Sonnabend, 25. September, eine neue katholische Pfarrei errichtet. Den Errichtungsgottesdienst feiern Erzbischof Stefan Heße und Weihbischof Horst Eberlein mit 500 Gottesdienstteilnehmern um 11 Uhr auf dem Platz vor dem St. Marien-Dom. Unter den Gästen ist auch Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher. Er wird ein Grußwort sprechen.

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      Die neue Pfarrei St. Ansgar entsteht aus den vier bisher selbständigen Pfarreien St. Marien (St. Georg), St. Ansgar (Neustadt), St. Sophien (Barmbek) und St. Joseph (Altona). Die neue Pfarrei hat rund 21.200 Mitglieder. Zu ihr gehören sechs Kirchen, vier Schulen, vier Kindertagesstätten, neun fremdsprachige Gemeinden und rund 50 weitere sogenannte „Orte kirchlichen Lebens". Das sind zum Beispiel Ordensniederlassungen, Bildungseinrichtungen und Beratungsstellen. Pfarrer der neuen Pfarrei wird der bisherige Dompfarrer Peter Mies. Er wird von fünf Priestern und fünf pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unterstützt.

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      Mies sagt zum Pastoralkonzept der neuen Pfarrei: „Wir wollen die große Internationalität der katholischen Gemeinde zur Wirkung kommen lassen; wir setzen darauf, unsere Kirchen mit ihrem spirituellen Flair für alle möglichst bis in den späten Abend zu öffnen und zu gestalten; wir wollen unsere Seelsorge noch mehr auf die speziellen Lebenssituationen der Menschen ausrichten; wir wollen unsere Fühler ausstrecken und uns mit den Menschen und Einrichtungen der Innenstadt vernetzen und schließlich: wir wollen die vielen Armen und Gestrandeten in der City nicht vergessen. Ich freue mich darauf, mit dem Patronat des heiligen Ansgar sein christliches Wirken in unserer großen Pfarrei von Barmbek bis Altona fortzusetzen."

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      Die Errichtung der Pfarrei St. Ansgar ist Teil des Erneuerungsprozesses im Erzbistum Hamburg. Aus früher 88 selbständigen Pfarreien werden bis zum kommenden Jahr 28 neue Pfarreien errichtet. Der Prozess ist fast abgeschlossen. Bis heute sind bereits 23 dieser neuen Pfarreien errichtet worden.

    • Erzbischof Heße bleibt im Amt - 15.09.21

      Papst Franziskus hat den Amtsverzicht des Hamburger Erzbischofs Stefan Heße nicht angenommen und ihn gebeten, „seine Sendung als Erzbischof von Hamburg im Geist der Versöhnung und des Dienstes an Gott" fortzuführen. So heißt es in einer Mitteilung der Apostolischen Nuntiatur in Berlin, die heute (15. September) veröffentlicht wurde.

      Erzbischof Stefan Heße betont in einer schriftlichen Stellungnahme: „Die mir gewährte Auszeit ist beendet und ich übernehme nun nach dem Willen des Papstes ausdrücklich wieder Verantwortung als Erzbischof von Hamburg. Dabei bin ich mir durchaus bewusst, dass es nicht unbedingt leicht sein wird, meinen Dienst wieder aufzunehmen."

      Die Mitteilung der Apostolischen Nuntiatur
      Die Stellungnahme von Erzbischof Stefan Heße

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    • Norddeutsche Katholiken pilgern nach Ratzeburg - 07.09.21

      Die 68. Ansverus-Wallfahrt der norddeutschen Katholiken findet am Sonntag, 12. September, statt. Ziel der Wallfahrer aus Hamburg, Mecklenburg und Schleswig-Holstein ist das Ansverus-Kreuz in Einhaus bei Ratzeburg. Im Jahr 1066 wurden dort der Benediktinermönch Ansverus und seine Mitbrüder von aufständischen Wenden gesteinigt. Seit dem 15. Jahrhundert steht an dem vermuteten Ort ihres Martyriums ein Radkreuz aus gotländischem Kalkstein – seit 1950 ist dieses Kreuz am zweiten Sonntag im September Ziel der Ansverus-Wallfahrt.

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      Coronabedingt findet die Wallfahrt wie schon im vergangenen Jahr in vereinfachter Form statt. Die Anreise zum Ansverus-Kreuz erfolgt individuell. Um 14 Uhr feiert Pfarrer Christoph Scieszka mit den Gläubigen dort den Wallfahrtsgottesdienst. Daran schließt sich ein Picknick an. Mit einer Segensandacht endet der Wallfahrtstag.

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      Weitere Informationen: www.ansveruswallfahrt.de

    • Wirtschaftsrat empfiehlt Ausgestaltung eines Solidaritätsfonds - 06.09.21

      Der Wirtschaftsrat des Erzbistums Hamburg hat die Ausgestaltung eines Solidaritätsfonds der Pfarreien empfohlen. Der Solidaritätsfonds der Pfarreien ist ein Instrument der Vermögens- und Immobilienreform. Er soll die Pfarreien unterstützen, die mit der Instandsetzung ihrer künftigen Primärimmobilien wirtschaftlich überfordert sind. Primärimmobilien sind jene Gebäude, die die Pfarreien für ihre pastorale Arbeit als unverzichtbar definieren und die sie dauerhaft unterhalten können.

      Der Solidaritätsfonds soll alle Pfarreien in die Lage versetzen, ihre Primärimmobilien instand zu setzen, um so ihre Pastoralkonzepte umzusetzen und mit Leben zu erfüllen. Verwaltungsdirektor Alexander Becker wies darauf hin, dass es eine historische und regionale Ungleichverteilung bei den Vermögen in den einzelnen Pfarreien des Erzbistums gebe. „Das gilt auch für die höchst unterschiedliche Entwicklungs- und Verkaufsfähigkeit der Immobilien", so Becker. Der Solidaritätsfonds der Pfarreien solle ein wesentliches Instrument werden, um eine gerechte Verteilung der wirtschaftlichen Mittel zu unterstützen. Eine Arbeitsgruppe mit Vertreterinnen und Vertretern aus den Pfarreien soll bis Ende dieses Jahres einen Vorschlag zur Ausgestaltung des Fonds erarbeiten.

      Weiter befasste sich der Rat mit der wirtschaftlichen Entwicklung des Erzbistums angesichts der Coronakrise. Katharina Gödecke, Leiterin der Stabsstelle Controlling, informierte das Gremium über die Entwicklung der Kirchensteuereinnahmen im ersten Halbjahr 2021. Demnach liegt das Kirchensteueraufkommen mit 55,48 Millionen Euro auf Vorjahresniveau, aber um 1,8 Prozent unter den Planungen für 2021. „Dies liegt vor allem daran, dass sich die Konjunktur langsamer erholt als im vergangenen Herbst angenommen", so Gödecke.

      Dem Wirtschaftsrat des Erzbistums Hamburg gehören derzeit 31 stimmberechtigte Mitglieder an, die „in wirtschaftlichen Fragen erfahren sind", so die Ordnung des Gremiums. Die meisten Mitglieder kommen aus den Pfarreien des Erzbistums Hamburg.

    • Krankenhaus Groß-Sand: Verhandlungen im Zeichen der Ökumene - 02.09.21

      Die Immanuel Albertinen Diakonie und die St. Franziskus-Stiftung Münster verhandeln als ökumenische Bietergemeinschaft mit dem Erzbistum Hamburg über Entwicklungsperspektiven für das Wilhelmsburger Krankenhauses Groß Sand in einem Verbund mit der Ansgar-Gruppe. Zur Ansgar-Gruppe gehören das Marienkrankenhaus in Hamburg, das Kinderkrankenhaus Wilhelmstift in Hamburg und das Marien-Krankenhaus in Lübeck.

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      Träger des Krankenhauses Groß-Sand ist jetzt noch die katholische Kirchengemeinde St. Bonifatius in Hamburg-Wilhelmsburg. Die Kirchengemeinde hatte das Erzbistum Hamburg bevollmächtigt, alle notwendigen Schritte für einen Trägerwechsel zu verhandeln und durchzuführen.

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      Die Verhandlungspartner haben in einem sog. Letter of Intent ihre Absicht zu ernsthaften Verhandlungen bekräftigt. Die Gespräche stehen erst am Anfang. Beide Seiten bitten insofern um Verständnis, dass zwischen den Verhandlungspartnern vereinbart wurde, zum Stand der Gespräche vorerst keine weiteren Auskünfte zu erteilen.

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      Für das Erzbistum Hamburg erklärt Generalvikar Ansgar Thim: "Die Gespräche verlaufen in einer sehr vertrauensvollen und konstruktiven Atmosphäre und sind im Sinne des Dienstes für unsere Patientinnen und Patienten von dem gemeinsamen Wunsch geprägt, den Krankenhausstandorten sowie den Mitarbeitenden eine gute Zukunftsperspektive zu geben."

    • Tschentscher und Thim trafen sich im Hamburger Rathaus - 02.09.21

      Zu einem Spitzengespräch haben sich Generalvikar Ansgar Thim und Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher im Rathaus der Hansestadt getroffen. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen aktuelle Fragen sowie die Situation der katholischen Kirche in Hamburg.
      Ferner nahmen an dem Gespräch die Senatorin für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Familie und Integration, Dr. Melanie Leonhard, der Senator für Schule und Berufsbildung, Ties Rabe, der Senator für Kultur und Medien, Dr. Carsten Brosda, der Chef der Senatskanzlei, Jan Pörksen und Staatsrätin Bettina Lentz für die Finanzbehörde teil.

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      Auf Seiten des Erzbistum waren die Leiterin des Katholischen Büros Hamburg, Beate Bäumer, Verwaltungsdirektor Alexander Becker, der Leiter der Abteilung Immobilien und Bau, Ulrich Borchert, der Leiter der Abteilung Schule und Hochschule, Dr. Christopher Haep, Teilnehmer des Gesprächs.
      Die Spitzengespräche sind im Vertrag zwischen dem Land Hamburg und dem Heiligen Stuhl (Staatskirchenvertrag) vorgesehen und finden in der Regel einmal jährlich statt.

    • Güstrow, Bützow und Teterow werden „Heilige Familie“ - 02.09.21

      Die bisherigen katholischen Pfarreien in Güstrow, Bützow und Teterow werden sich ab Sonntag (5. September 2021) zur neuen Pfarrei „Heilige Familie" zusammenschließen.

      Weihbischof Horst Eberlein wird um 10.30 Uhr zur Gründung einen Festgottesdienst unter freiem Himmel in Güstrow vor der katholischen Kirche feiern. „Viele hatten die Sorge, dass nun alles anders wird", sagt Pfarrer Tobias Sellenschlo. „Aber für die Mehrheit der Gemeindemitglieder wird sich erst einmal gar nicht viel ändern, ausgenommen der Briefkopf, das Pfarreilogo und unser Siegel." Neu werde sein, dass in jeder der vier Gemeinden ein Gemeindeteam gebildet und es einen gemeinsamen Pfarrpastoralrat geben werde. Aus vier Kirchenvorständen werde einer. „Das bedeutet weniger Sitzungen und damit mehr Zeit für die Seelsorge vor Ort. Denn die riesige Fläche ist und bleibt eine große Herausforderung der neuen Pfarrei." Die Gemeindereferentinnen Juliane Tautorat und Hildegard Pliesch, die Priester Tobias Sellenschlo, Spiritanerpater Francis Opharah und Pastor Peter Amowe – der gerade seine Promotion in Deutschland abgeschlossen hat – bilden das Pastoralteam. „Für 4665 Katholiken ist das genug, für 2614 Quadratkilometer aber zu wenig", so der Pfarrer.
      Die Pfarrei ist flächenmäßig die größte im Erzbistum Hamburg und etwas größer als das Saarland.

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      „Zu uns gehören die Mecklenburgische Schweiz, die ehrwürdige Residenz- und Kulturstadt Güstrow und auch die ehemalige Bischofsstadt Bützow. Ein Unikum sind die ‚katholischen' Dörfer um Matgendorf, wo vor fast 100 Jahren Bauern aus Franken und Westfalen siedelten", erklärt Gesine Fox, Leiterin des Caritas-Pflegeheims St. Ansgar in Teterow. Zusammen mit Pfarrer Sellenschlo hat sie die Entwicklungsphase hin zur neuen Pfarrei geleitet und brachte so auch die Orte kirchlichen Lebens in den Blick. Teterow habe als Zentrale der katholischen Jugend in Mecklenburg eine lange Tradition – andere Häuser wie das Kolping-Ferienland am Kummerower See seien erst nach der Wende entstanden – ebenso wie viele Dienste der Caritas. Die Caritas-Sozialstationen, aber auch die katholische Familienbildungsstätte Teterow deckten weite Landgebiete mit vielen kleinen Orten ab. Und auch mit Gotteshäusern ist die katholische Kirche an vielen Orten präsent. „Unsere Pfarrei hat jetzt 14 Kirchen und drei Kapellen", sagt sie.

      Eine Herausforderung für die neue Pfarrei wird der Kontakt zu jüngeren Gemeindemitgliedern sein. Es gebe zwar einen festen und treuen Stamm, aber auch viel mehr neue „Familienmitglieder", sagte Daniel Gillner, der Verwaltungskoordinator der Pfarrei ist. „Als wir vor fünf Jahren begannen, schauten wir uns statistische Daten an. Viele sind heute überholt. Die Landflucht ist gestoppt. Der Großraum Rostock wächst und ist über die Autobahnen schnell zu erreichen. Das macht sich bemerkbar. Wir haben viele Zuzüge, mehr als wir erwartet hatten." Deshalb werde es in der Pfarrei auch zwei Hauptstandorte geben – Güstrow als Sitz der Pfarrei und Teterow als Verwaltungssitz.

    • Erzbistum Hamburg überweist 50.000 Euro für Hochwasseropfer - 26.08.21

      Das Erzbistum Hamburg hat 50.000 Euro für die Flutopfer im Ahrtal überwiesen. Der Spendenaufruf des Erzbistums vor einem Monat erbrachte für betroffene Menschen der Flutkatastrophe im Südwesten Deutschlands rund 40.000 Euro. Weitere 10.000 Euro stammen aus Mitteln des Erzbistums. Das Geld wurde jetzt an die St. Laurentius Stiftung Ahrweiler überwiesen, die hilfebedürftige Menschen und Familien vor Ort unterstützt, indem sie Lebensmittel, Kleidung und Unterkunft zur Verfügung stellt.

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      „Es bewegt mich sehr, auf welch große Resonanz mein Aufruf gestoßen ist", sagte Generalvikar Ansgar Thim am Donnerstag, 26. August, in Hamburg. „Die Hochwasseropfer erhalten aus diesen Spenden eine direkte Unterstützung. Ich danke den Spenderinnen und Spendern für dieses großzügige Zeichen der Nächstenliebe in unserem Glauben". Das Geld stammt von Einzelspendern und aus Sonderkollekten in den Pfarreien des Erzbistums.

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      Angesichts der Spenden aus dem Erzbistum sagte Thomas Theis, Leiter des Zentrums für Stiftungen und Fundraising im Bistum Trier: „Danke für die Zeichen der Verbundenheit und dass Sie mit Ihrer großherzigen Unterstützung sowie Ihrer Gemeinschaft im Gebet den Menschen in den Hochwassergebieten beistehen. Denn neben der finanziellen Hilfe ist auch die Erfahrung von Gemeinschaft und die Verbindung durch das Gebet eine wichtige Stärkung."

    • „BENE KLIMA“ im Kloster Nütschau - 23.08.21

      Die Bildungs- und Tagungsstätte St. Ansgar im Benediktinerkloster Nütschau verstärkt seine Anstrengungen zum Klimaschutz und zur Klimaneutralität. „Grundlage dafür ist ein breit angelegtes Anpassungskonzept für die Einrichtung, das soziale, ökologische und ökologische Faktoren miteinander verbindet", sagte der Prior des Klosters, Br. Johannes Tebbe OSB, am vergangenen Freitag in Travenbrück (Kreis Stormarn). „Den Benediktinern geht darum, einen Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung und zugleich einen Beitrag zur sozialen Gerechtigkeit und zur Gastfreundschaft zu leisten. Das entspricht ganz den zentralen Anliegen des Ordens", sagte Tebbe. Das dazu vorbereitete Konzept mit dem Titel „BENE KLIMA" war auch Thema des Spitzengesprächs zwischen Vertretern der schleswig-holsteinischen Landesregierung und dem Erzbistum Hamburg in Nütschau.

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      Ministerpräsident Daniel Günther zeigte sich beeindruckt von den Plänen des Klosters, das jährlich bis zu 16.000 Gäste beherbergt. „Es ist gut, wirtschaftliche und ökologische Nachhaltigkeit gemeinsam zu denken", sagte Günther. „Nütschau bietet Arbeitsplätze für Schleswig-Holstein und ist ein relevanter Wirtschaftsfaktor für den Kreis Stormarn. Wenn diese erfolgreiche Arbeit am Dienst für die Menschen mit Klimaneutralität verbunden werden kann, ist dies ein wichtiger Impuls für die Region", so der Ministerpräsident. Günther begrüßte die Anstrengungen des Benediktinerklosters, das mit seinen Kursen und Veranstaltungen die gesamtgesellschaftliche Diskussion zum Klimawandel und zur Umsetzung der Klimaziele 2045 befördere.

      Prior Br. Johannes wies darauf hin, dass das Kloster mit seinem „Safe Spaces-Forum" an diversen Forschungsprojekten beteiligt sei. Das Forum diskutiere die weltanschaulichen Zielkonflikte von Akteuren beim Thema Klimaschutz und begleite Netzwerklösungen. „Hier helfen wir, die Akteure miteinander so ins Gespräch zu bringen, dass nachhaltige Lösungen entstehen können".

    • Ökumenischer Gottesdienst zum Landesgeburtstag - 22.08.21

      „Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit". Unter dem Motto dieses Bibelverses fand am heutigen Sonntag (22. August) im Schleswiger Dom ein ökumenischer Festgottesdienst anlässlich des 75. Jahrestages der Gründung des Landes Schleswig-Holstein statt. Unter den geladenen Gästen waren Ministerpräsident Daniel Günther, die Landtagsvizepräsidentin Kirsten Eickhoff-Weber, Bildungsministerin Karin Prien, Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack, Wirtschaftsminister Bernd Buchholz, Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt und der Generalvikar des Erzbistums Hamburg, Ansgar Thim. Der Gottesdienst bildete den Auftakt zu dem Bürgerfest, das anschließend auf der Schlossinsel in Schleswig eröffnet wurde.

      Gemeinsam gestalteten Gothart Magaard, Bischof im Sprengel Schleswig und Holstein der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche), und Weihbischof Horst Eberlein, Erzbistum Hamburg, den Predigtteil des Gottesdienstes.
      In seinen Worten erinnerte Weihbischof Horst Eberlein an die Zeit direkt nach dem Zweiten Weltkrieg, als über eine Million Vertriebene und Geflüchtete nach Schleswig-Holstein kamen und sich Zahl der Katholiken verdreifachte:
      „Vertriebene und Geflüchtete katholischen Glaubens fanden damals hier im Norden eine neue Heimat. Sie bauten Kirchen und bildeten lebendige Gemeinden in allen Regionen des Landes. In der Rückschau erkennen wir, dass unser Leben immer zum Guten geführt wurde. Es fügt sich alles immer wieder zum Guten und das macht uns dankbar. Als Glaubende macht es uns dankbar gegenüber Gott und den Menschen", so Weihbischof Hort Eberlein.

      Bischof Magaard rief dazu auf, mit Zuversicht und Gottvertrauen die aktuellen Herausforderungen anzupacken. Schleswig-Holstein sei bundesweit Spitzenreiter bei der Gewinnung erneuerbarer Energien. „Mich stimmt das hoffnungsvoll, weil vom Gelingen der Energiewende auch im Blick auf die globalen Fragen so viel abhängt." Und mit Bezug auf die Lage in Afghanistan sagte er: "Zu Schleswig-Holstein gehört es einfach dazu, ein Ort der Zuflucht zu sein". Er fuhr fort „Ich vertraue darauf, dass wir auf alle Herausforderungen mit verantwortungsvoller Politik und starker Zivilgesellschaft gute Wege finden können." Die goldene Regel 'Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch' sei eine gute Grundlage für ein Leben in gegenseitiger Verantwortung.

      Die Lesung aus der Bergpredigt wurde in den in Schleswig-Holstein gesprochenen Sprachen Dänisch, Plattdeutsch, Friesisch und Deutsch gehalten. In mehreren Statements formulierten Bürgerinnen und Bürger ihre persönlichen Wünsche für das Land Schleswig-Holstein.
      Weitere Mitwirkende an dem Gottesdienst waren Rabbiner Isak Aasvestad, Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Schleswig-Holstein, und Fatih Mutlu, Vorsitzender der SCHURA, Islamische Religionsgemeinschaft SH e. V., die sich mit einem Friedensgruß an die Gottesdienstgemeinde wandten.

      Musikalisch wurde der Gottesdienst von Domkantorin Mahela T. Reichstatt, dem Trompetensolisten Boris Havkin und der Domkantorei Schleswig begleitet.
      Der Gottesdienst kann auf dem YouTube Kanal der Nordkirche angesehen werden.

    • Thim und Günther trafen sich im Kloster Nütschau - 20.08.21

      Zu einem Spitzengespräch haben sich Generalvikar Ansgar Thim und der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) im Kloster Nütschau bei Bad Oldesloe getroffen. Dabei tauschten sie sich unter anderem zu aktuellen Fragen sowie der Situation der katholischen Kirche in Schleswig-Holstein aus. Generalvikar Ansgar Thim führt derzeit die Amtsgeschäfte des Erzbistums Hamburg.

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      Ferner nahmen an dem Spitzengespräch die Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Karin Prien, Staatskanzleichef Dirk Schrödter, die Leiterin des Katholischen Büros Schleswig-Holstein, Beate Bäumer sowie Verwaltungsdirektor Alexander Becker teil. Die Spitzengespräche sind im Vertrag zwischen dem Land Schleswig-Holstein und dem Heiligen Stuhl (Staatskirchenvertrag) vorgesehen und finden in der Regel einmal jährlich statt.

    • 75. Geburtstag des Landes Schleswig-Holstein - 17.08.21

      Das Erzbistum Hamburg und die Nordkirche feiern anlässlich des 75. Geburtstag des Landes Schleswig-Holstein am Sonntag, 22. August 2021, um 10 Uhr im Schleswiger Dom gemeinsam einen festlichen Gottesdienst. Der Gottesdienst bildet den Auftakt zu den Feierlichkeiten und dem Bürgerfest, die unter Beteiligung zahlreicher Verbände, Vereine und Einrichtungen auf der Schlossinsel in Schleswig stattfinden werden. An dem Fest unter dem Motto "75 Jahre Land SH – Unsere Geschichte – Unser Tag – Unsere Zukunft" werden sich die Nordkirche und das Erzbistum Hamburg ebenfalls beteiligen.

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      Festgottesdienst
      Im Rahmen des Gottesdienstes predigen Gothart Magaard, Bischof im Sprengel Schleswig und Holstein der Nordkirche, sowie Weihbischof Horst Eberlein, Erzbistum Hamburg. Weitere Mitwirkende an dem Gottesdienst sind u.a. Rabbiner Isak Aasvestad, Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Schleswig-Holstein und Fatih Mutlu, Vorsitzender der SCHURA, Islamische Religionsgemeinschaft SH e. V.
      Die musikalische Gestaltung liegt in den Händen vom Domorganistin Mahela T. Reichstatt und der Kantorei des St. Petri-Doms.

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      Zur Berichterstattung sind die Medienvertreterinnen und – vertreter am 22. August um 10 Uhr zum Gottesdienst in den Schleswiger Dom, Eingang durch das Petri-Portal in der Süderdomstraße, 24387 Schleswig, eingeladen.
      Um eine Anmeldung wird gebeten.

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      Der Gottesdienst ist öffentlich. Er wird zudem am 22. August um 10 Uhr live auf www.erzbistum-hamburg.de gestreamt.

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      Bürgerfest auf der Schlossinsel
      Das Erzbistum Hamburg präsentiert sich auf der Schlossinsel auf der Wiese vor der zentralen Bühne. Hier gibt es Informationen über die Entwicklung des katholischen Lebens in Schleswig-Holstein. In einer Fotobox können Besucher Fotos von sich mit einem Segenswunsch anfertigen lassen. Gleich neben dem Stand des Erzbistums schlägt der Pfadfinderstamm „Stern des Nordens" aus Rendsburg seine Jurte auf. Hier wird Stockbrot über dem Lagerfeuer gebacken.

    • Generalvikar Thim setzt Bistumsgremien aus - 13.08.21

      Generalvikar Thim hat angekündigt, zu keinen Gremienkonferenzen mehr einzuladen, die sonst der Erzbischof direkt einberufen hat. Das sind der Diözesanpastoralrat, der Priesterrat, die Dienstkonferenz der Pfarrer und der Erzbischöfliche Rat. Die vergangenen fünf Monate habe es keinerlei Reaktionen aus dem Vatikan gegeben, wie es weitergehen solle, schrieb Thim am Donnerstag in einem Brief an die Gremienmitglieder. „Ich scheue mich nicht vor Verantwortung, aber ich möchte ein Signal nach innen und nach außen senden, dass es so nicht weitergehen kann. Es ist für so lange Zeit unmöglich, ein Bistum entsprechend zu führen und gerade in diesen herausfordernden Zeiten weiterzuentwickeln." Die jetzige Situation sei zu einer „andauernden belastenden Geduldsprobe" geworden.

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      Derzeit hat die Bistumsleitung nach Ansicht von Generalvikar Thim keinerlei Informationen, wann mit einer Entscheidung aus Rom zu rechnen ist. Thim wertschätze die Arbeit der Mitglieder und bat sie darum, weiterhin zur Verfügung zu stehen. „Kommt es zur Wahl eines Administrators sind diese Gremien automatisch aufgelöst. Sollte der Amtsverzicht nicht angenommen werden, wird Sie unser Erzbischof persönlich wieder einladen." Der Generalvikar informierte darüber zeitgleich auch den Apostolischen Nuntius in Berlin, Erzbischof Dr. Nikola Eterović.

    • Früherer Hamburger Jugendseelsorger Bernd Hagenkord ist tot - 26.07.21

      Der frühere Hamburger Jugendseelsorger Bernd Hagenkord ist tot. Hagenkord starb nach schwerer Krankheit am Sonntag, 25. Juli, in München. Er wurde 52 Jahre alt.

      Hagenkord trat 1992 in den Jesuitenorden ein und wurde 2002 zum Priester geweiht. Danach arbeitete er bis 2008 als Jugendseelsorger an der Hamburger Sankt-Ansgar-Schule und war geistlicher Leiter des Schülerinnen- und Schülerverbandes Katholische Studierende Jugend (KSJ).

      Generalvikar Ansgar Thim würdigte Hagenkord als „starke und unvergessliche Priesterpersönlichkeit, der in seiner Hamburger Zeit vielen jungen Menschen ein hilfreicher Gesprächspartner und Begleiter gewesen ist". Nach seinen Hamburger Jahren sei er vor allem als Leiter der deutschsprachigen Redaktion von Radio Vatikan ein gefragter Gesprächspartner gewesen, der sich durch eine klare Sprache und einen unverstellten Blick auf die eigene Kirche auszeichnete. „Seine Dialogfreude und Dialogfähigkeit hat er zuletzt geradezu folgerichtig als geistlicher Begleiter in den Synodalen Weg der katholischen Kirche in Deutschland eingebracht", so Thim.

    • Generalvikar Thim bittet um Spenden für Hochwasseropfer - 22.07.21

      Generalvikar Ansgar Thim hat die Katholikinnen und Katholiken im Erzbistum Hamburg gebeten, für die Hochwasseropfer in der Region Ahrweiler (Bistum Trier) zu spenden. In einem Aufruf an die katholischen Gemeinden in Hamburg, Mecklenburg und Schleswig-Holstein schreibt er:

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      „Die Flutkatastrophe im Südwesten Deutschlands hat auch die Menschen hier im Norden tief erschüttert und berührt. Viele Menschen sind ums Leben gekommen oder haben alles verloren. Aus dem Erzbistum Hamburg bringt sich der Malteser Hilfsdienst vor Ort ein und leistet dringend notwendige Hilfe zur Beseitigung der so gewaltigen Folgen des Hochwassers. Das gesamte Ausmaß und die Folgen der Zerstörung werden sich wohl erst nach einiger Zeit zeigen.

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      Eines wird deutlich: Die große Hilfsbereitschaft der Menschen vor Ort und die Bereitschaft, mit Spenden auch aus der Ferne zu helfen. Daran wollen wir uns beteiligen, denn die betroffenen Menschen brauchen dringend unsere Hilfe. Ich möchte Sie dazu aufrufen, die Menschen in der vom Hochwasser besonders hart getroffenen Region rund um Bad Neuenahr-Ahrweiler mit einer Spende zu unterstützen.

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      Jeder Cent geht an die St. Laurentius Stiftung Ahrweiler. Die Treuhandstiftung der rechtlich selbständigen Bischof-Stein-Stiftung im Bistum Trier unterstützt hilfebedürftige Menschen und Familien vor Ort, indem sie Lebensmittel, Kleidung und Unterkunft zur Verfügung stellt. Darüber hinaus werden mit den Mitteln der Stiftung in den nächsten Monaten die massiven Hochwasserschäden gerade im Innenraum der St. Laurentius-Kirche in Ahrweiler behoben. Gottesdienste können in dieser Kirche, deren aufwändige und langwierige Sanierung erst kurz vor dem Hochwasser abgeschlossen werden konnte, auf absehbare Zeit nicht mehr stattfinden.

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      Vielen Dank vorab für Ihre Unterstützung! Im Gebet sind wir mit den betroffenen Menschen verbunden.

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      Spendenkonto des Erzbistums Hamburg
      Bankinstitut: Darlehnsbank Münster eG (DKM)
      IBAN DE37400602650000005151
      BIC GENODEM1DKM
      Stichwort: Hochwasser 2021"

    • Zahl der Katholiken im Norden ist gesunken - 14.07.21

      Die Zahlen für einzelne Bereiche des kirchlichen Lebens im Jahr 2020 sind mit denen der Vorjahre nicht vergleichbar. Coronabedingt konnten Gottesdienste zeitweise nicht oder nur mit einer begrenzten Personenzahl gefeiert werden, Hochzeiten und Taufen sind verschoben worden.

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      Die Zahl der Kirchenaustritte ist gegenüber dem Vorjahr gesunken. 2020 traten 6.096 Katholiken aus ihrer Kirche aus. 2019 waren es 8.360.

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      Zurückgegangen ist im Jahr 2020 die Zahl der Taufen auf 1.031 (2019: 1.903). 64 Menschen haben sich als Erwachsene taufen lassen (2019: 103). Die Zahl der Trauungen ging von 419 auf 102 zurück.

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      Im Jahr 2020 sind 66 Menschen in die katholische Kirche eingetreten (2019: 78). 106 Menschen sind wieder in die katholische Kirche aufgenommen worden (2019: 181).

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      Die Zahl der regelmäßigen Gottesdienstteilnehmer lag im Jahr 2020 bei 18.354. Im Jahr 2019 waren es 30.113.

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      Kirchliche Statistik 2020

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    • Weniger Kirchenaustritte und stabile Zahl der Katholiken in Schleswig-Holstein - 14.07.21

      Die Zahl der Katholiken in Schleswig-Holstein ist im Jahr 2020 gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken. Ende 2020 lebten 171.683 katholische Christen im Land. Ein Jahr zuvor waren es noch 173.258.

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      Die Zahl der Kirchenaustritte ist gegenüber dem Vorjahr jedoch gefallen. 2020 traten 2.048 aus Ihrer Kirche aus, 2019 waren es noch 2.791 Katholiken. Dies geht aus der Statistik für das Jahr 2020 hervor, die die Verwaltung des Erzbistums Hamburg heute (Mittwoch, 14. Juli 2021) vorgelegt hat.

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      Die Zahlen für einzelne Bereiche des kirchlichen Lebens im Jahr 2020 sind mit denen der Vorjahre nicht vergleichbar. Pandemiebedingt konnten Gottesdienste zeitweise gar nicht oder nur mit einer begrenzten Personenzahl gefeiert werden, Hochzeiten und Taufen wurden verschoben.

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      Zurückgegangen ist somit im Jahr 2020 die Zahl der Taufen auf 307 (2019: 614). 11 Menschen haben sich als Erwachsene taufen lassen (2019: 27). Die Zahl der Trauungen ging von 144 auf 38 zurück.

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      Im Jahr 2020 sind 21 Menschen in die katholische Kirche eingetreten (2019: 25). Die Zahl der Wiederaufnahmen lag bei 31 (2019: 62).

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      Die Zahl der regelmäßigen Gottesdienstteilnehmer lag durchschnittlich im Jahr 2020 bei 5.254. Im Jahr 2019 waren es 8.549.

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      Kirchliche Statistik 2020

    • Anzahl der Katholiken in Mecklenburg-Vorpommern konstant - 14.07.21

      Die Zahl der Katholiken in Mecklenburg-Vorpommern ist über die vergangenen zehn Jahre relativ konstant geblieben. Das geht aus der Kirchlichen Statistik 2020 hervor, die heute veröffentlicht wurde. Im Jahr 2020 lebten demnach 54.566 katholische Christen im Bundesland. Das sind rund 100 Katholiken mehr als 2019 und 851 mehr als 2011. Die Zahl der Taufen ist im vergangenen Jahr weiter gesunken auf 139. Aus der Katholischen Kirche ausgetreten sind im Berichtsjahr 634 Menschen. 2019 waren es 756. Im Durchschnitt besuchten im vergangenen Jahr 4242 Menschen und damit rund 2000 weniger als zuvor die Sonntags-Gottesdienste in den katholischen Kirchen des Bundeslandes.

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      Die Zahlen für einzelne Bereiche des kirchlichen Lebens im Jahr 2020 sind mit denen der Vorjahre nicht vergleichbar. Coronabedingt konnten Gottesdienste zeitweise nicht oder nur mit einer begrenzten Personenzahl gefeiert werden, Hochzeiten und Taufen sind verschoben worden.

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      Die Katholiken in Mecklenburg gehören zum Erzbistum Hamburg, die in Vorpommern zum Erzbistum Berlin.

      Eine detaillierte kirchliche Statistik ist auf den Webseiten der Erzbistümer zu finden:
      www.erzbistum-hamburg.de/Kirchliche-Statistik_Katholikenzahl-Taufen-Firmungen-und-mehr
      www.erzbistumberlin.de/wir-sind/erzbistum-im-ueberblick/zahlen-und-fakten/

    • Weihbischof Horst Eberlein würdigt verstorbene Esther Bejarano - 12.07.21

      Als „Zeugin der Wirklichkeit" hat Weihbischof Horst Eberlein die KZ-Überlebende Esther Bejarano gewürdigt. Jahrzehntelang habe sie vor allem jungen Menschen davon berichtet, dass die Shoah wirklich geschehen ist. Dies sei ein Zeugnis, dass heute wieder mehr denn je notwendig ist. „Ihre große Wachheit bis zum Schluss hat mich tief beeindruckt", so Eberlein. Ein Satz von ihr sei ihm besonders im Gedächtnis geblieben. Auf die Frage eines Schülers, was sie denn heute tun sollten, habe Esther Bejarano geantwortet: „Auf jeden Fall nicht schweigen."

    • Bergner und Mecklenfeld: Neue Domkapitulare werden eingeführt - 22.06.21

      In einem Gottesdienst am Freitag, 25. Juni, um 18.15 Uhr im Hamburger St. Mariendom werden zwei Priester in das Domkapitel des Erzbistums Hamburg aufgenommen. Der Schweriner Propst Georg Bergner (43) und der Hamburger Pfarrer Franz Mecklenfeld (67) sind am 4. Februar von Erzbischof Stefan Heße zu Domkapitularen ernannt worden. Nun werden sie von Weihbischof Horst Eberlein in ihr Amt eingeführt.

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      Georg Bergner wurde 1977 in Hannover geboren und 2005 in Rom zum Priester geweiht. Er arbeitete zunächst als Kaplan, dann als Jugendseelsorger in Hamburg. Von 2011 bis 2014 leitete er die Pastorale Dienststelle des Erzbistums Hamburg. 2017 promovierte er mit einer Arbeit über den „Volk Gottes"-Begriff. Seit 2018 ist er Pfarrer in Schwerin und Dekan in der Region Mecklenburg.

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      Franz Mecklenfeld wurde 1953 in Bersenbrück geboren. 1980 empfing er in Osnabrück die Priesterweihe und arbeitete danach als Seelsorger in Kiel und Melle. Von 1989 bis 1999 war er Pfarrer in Kiel. Danach leitete er bis 2006 die Gemeinde in Halstenbek. Von 2006 bis 2016 war er Propst in Lübeck, und seit 2017 leitet er die Entwicklung des Pastoralen Raums Eimsbüttel, Harvestehude und Winterhude in Hamburg.

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      Stichwort: Domkapitel

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      Das Domkapitel ist das leitende Gremium an katholischen Bischofskirchen. Ist die Bischofskirche Sitz eines Erzbischofs oder Metropoliten, wird das Domkapitel auch als Metropolitankapitel bezeichnet.
      Vorsitzender des Domkapitels ist der Dompropst, der das Kapitel nach außen vertritt und die Kapitelssitzungen leitet. Das Domkapitel unterstützt den Bischof in der Leitung und Verwaltung des Bistums.

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      Eine wichtige Aufgabe besteht darin, nach dem Amtsverzicht oder Tod eines Bischofs den neuen Bischof zu wählen.

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      Zum Hamburger Domkapitel gehören Dompropst Franz-Peter Spiza, Generalvikar Ansgar Thim, Weihbischof Horst Eberlein und die Domkapitulare Thomas Benner, Berthold Bonekamp, Peter Mies und Leo Sunderdiek.

    • Katholische Kirche und Caritas fordern mehr Geld für Betreuung der Kinder in Kita und Hort in MV - 22.06.21

      Die Erzbistümer Hamburg und Berlin und die jeweiligen Caritasverbände fordern mehr Geld für die Betreuung in den Kindertageseinrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern. „Im Bundesvergleich hat unser Land einen der ungünstigsten Betreuungsschlüssel. Wir fordern deshalb eine Anpassung des Betreuungsschlüssels auf mindestens den Bundesdurchschnitt", sagte Claudia Schophuis, Leiterin des Katholischen Büros, am Dienstag (22. Juni 2021) in Schwerin. So könne auch in unserem Bundesland jedes Kind die ihm zustehenden Förderung erhalten. Ziel müsse sein, dass in der Krippe drei, im Kindergarten acht und im Hort zwölf Kinder von einer Fachkraft betreut werden. Derzeit seien die Kindergruppen für eine Fachkraft viel größer.

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      Weiterhin fordern Kirche und Caritas deutlich mehr Initiativen auf Landesebene bei der Fachkräftegewinnung für Kindertageseinrichtungen. „Wir müssen Ausbildung und Beruf attraktiver gestalten, gerechter vergüten und bessere Arbeitsbedingungen schaffen", forderte der Diözesancaritasdirektor des Erzbistums Hamburg, Steffen Feldmann. Nur so könnten im bundesweiten Ringen qualifizierte Fachkräfte gewonnen werden.

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      Die Erzbistümer und deren Wohlfahrtsverbände, als nicht unbedeutende Träger von Kinderbetreuungseinrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern, stimmen damit in die Forderungen der Gewerkschaften und Elternräten im Bundeslandes ein, die sich derzeit stark für eine besser Fachkraft-Kind-Relation in den Einrichtungen einsetzen.

    • Erzbistum Hamburg gratuliert Bischöfin Fehrs zur Wiederwahl - 05.06.21

      Weihbischof Horst Eberlein und Generalvikar Ansgar Thim gratulierten Kirsten Fehrs zur Wiederwahl als Bischöfin für den Sprengel Hamburg und Lübeck in der evangelischen Nordkirche und übermittelten Segenswünsche. „Möge Gottes Geist Ihnen und uns allen, die wir ein solches Amt in unseren Kirchen bekleiden, beistehen, damit das Evangelium Jesu Christi die Menschen auch in den Herausforderungen der gegenwärtigen Zeit erreicht und wir gemeinsam ein glaubwürdiges Zeugnis für die Menschen ablegen, denen wir dienen", so Eberlein und Thim in einem gemeinsamen Glückwunschschreiben am Samstag (5. Juni 2021) in Hamburg. „Wir freuen uns auf ein weiteres gutes ökumenisches Miteinander in Gebet und Fürbitte, in Leben und Dienst, in Freude und Leid."

    • Fronleichnam: Die Gegenwart Gottes feiern - 01.06.21

      Mit Gottesdiensten begehen die katholischen Christen auch in Hamburg, Mecklenburg und Schleswig-Holstein am Donnerstag, 3. Juni, das Fest Fronleichnam. Sie feiern an diesem Tag die Gegenwart Jesu Christi im Sakrament der Eucharistie.

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      Im Hamburger St. Marien-Dom wird an diesem Tag um 12.30 Uhr eine Messe gefeiert. Um 16 Uhr beginnt der Gottesdienst der portugiesischen Gemeinde. Um 18.15 Uhr leitet Weihbischof Horst Eberlein ein Bischofsamt, und um 20 Uhr feiert die kroatische Gemeinde den Fronleichnamsgottesdienst.

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      Das Fest Fronleichnam hat sich aus der mittelalterlichen Christusmystik entwickelt. Es wird seit 1246 gefeiert. Das mittelhochdeutsche „Fronleichnam" meint „den lebendigen Leib des Herrn". Als Zeichen für die Gegenwart Christi in der Eucharistie wird die Hostie in einem Schaugefäß, der Monstranz, während der Prozession mitgeführt. Die Prozession zeigt die Kirche als wanderndes Gottesvolk. Auf seinem Weg durch die Geschichte vertraut es auf die Hilfe und Nähe Gottes.

    • Kieler Studierendenwohnheim Haus Michael wird geschlossen - 01.06.21

      Aufgrund zu hoher Sanierungs- und Instandhaltungskosten wird das Studierendenwohnheim Haus Michael zum 31. März 2022 schließen. Das Haus wurde 1951 von Franziskanern mitten in einem Kieler Villenviertel nahe der Förde gebaut und befindet sich heute in der Trägerschaft des Erzbischöflichen Stuhls Hamburg.

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      Das Gebäude in der Kieler Reventlouallee wird in diesem Jahr 70 Jahre alt. „Vieles müsste im Haus Michael erneuert werden. Insbesondere beim Brandschutz, bei Rettungswegen und bei der Elektronik des Hauses müssten wir in den nächsten Jahren viel Geld investieren. Das können wir uns aufgrund der finanziellen Lage des Erzbistums nicht mehr erlauben", erläutert Generalvikar Ansgar Thim die Entscheidung.

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      In einem Brief an alle Bewohnerinnen und Bewohner erinnert der Generalvikar an die Anfänge von Haus Michael. „Mit dem Bau eines Wohnheims für katholische Studierende haben die Franziskaner Anfang der Fünfziger Jahre einen starken Akzent in Kiel gesetzt. Sie haben damit jungen Erwachsenen einen Anker im Glauben während des Studiums gegeben", würdigte der Generalvikar die pastorale und praktische Arbeit im Haus.

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      Nach dem Rückbau des Gebäudes wird die Bistumsleitung über die künftige Nutzung des Grundstücks nach den Regeln der bistumsweiten Vermögens- und Immobilienreform (VIR) entschieden. Dabei sollen neben wirtschaftlichen Möglichkeiten auch die pastoralen Bedarfe vor Ort in die Entscheidung einfließen.

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      Zusammen mit der Pfarrei Franz von Assisi prüft das Erzbistum eine Weiterentwicklung für ein Wohnheim im Kieler Stadtgebiet. Auch soll die Arbeit der Katholischen Studierendengemeinde (KSG) am Universitätsstandort Kiel weiterentwickelt werden.

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      Für die Erarbeitung eines umfassenden Konzepts hat der Generalvikar den Kieler Propst Dr. Thomas Benner beauftragt, eine Arbeitsgruppe zu bilden, um alle Möglichkeiten zu überprüfen. Noch vor den Sommerferien wird die Gruppe die Arbeit aufnehmen. Hierbei wird auch die künftige pastorale Struktur in der Kieler Pfarrei berücksichtigt werden.

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      Die Heimat der Katholischen Studierendengemeinde (KSG) wird bis auf weiteres an der Propsteikirche St. Nikolaus sein. Hier finden bereits regelmäßig Angebote (donnerstags, 19 Uhr) für Studierende statt.

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      Foto Haus Michael, Kiel / © Marco Chwalek, Erzbistum Hamburg

    • Christoph Janßen wird Gefängnisseelsorger in Hamburg - 26.05.21

      Der katholische Diplomtheologe Christoph Janßen (59) wird zum 1. Juni neuer Gefängnisseelsorger in Hamburg. Er wird in der Vollzugsanstalt Hahnöfersand und in der Sozialtherapeutischen Anstalt in Fuhlsbüttel arbeiten und ist zudem Beauftragter für den Fachbereich Gefängnisseelsorge im Erzbistum Hamburg. Zu diesem Fachbereich gehören acht Seelsorgerinnen und Seelsorger, die in den Justizvollzugsanstalten in Hamburg, Mecklenburg und Schleswig-Holstein arbeiten.

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      Der aus dem Rheinland stammende Janßen studierte in Münster und war danach in verschiedenen Seelsorgefeldern tätig.
      Seit dem 1. März 2020 arbeitet er als Gefängnisseelsorger in der Jugendhaftanstalt in Neustrelitz sowie als pastoraler Mitarbeiter in der Pfarrei Seliger Niels Stensen in Waren-Neustrelitz.

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      Justizsenatorin Anna Gallina: „Die Gefängnisseelsorge ist ein wichtiger Bestandteil des Strafvollzugs. Die Seelsorgerinnen und Seelsorger nehmen sich der Sorgen der Gefangenen an. Sie sprechen mit ihnen oder hören auch nur zu, gerade auch in schwierigen Zeiten. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag für die Resozialisierung, indem sie die Gefangenen befähigen, künftig ein Leben in sozialer Verantwortung und ohne Straftaten zu führen. Es besteht ein besonders geschütztes Vertrauensverhältnis, weil die Seelsorgerinnen und Seelsorger von außen in die Anstalten kommen und der Schweigepflicht unterliegen. Wir freuen uns sehr, dass uns Christoph Janßen in der Jugendanstalt Hahnöfersand und in der Sozialtherapeutischen Anstalt unterstützen wird. Er verfügt über wertvolle Erfahrungen im Bereich der Seelsorge und Justiz und in der Arbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen."

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      Generalvikar Ansgar Thim dankte den Seelsorgerinnen und Seelsorgern und allen Bediensteten im Justizvollzug, die sich immer wieder darum bemühen, ihren Aufgaben und den Menschen gerecht zu werden. Dies sei unter den Bedingungen der Pandemie sicher schwieriger geworden. Zugleich dankte er der Justizbehörde für die Unterstützung der „unabhängigen Arbeit der Gefängnisseesorge". Thim erklärte weiter: „Es ist uns ein großes Anliegen, den Gefangenen, ihren Angehörigen und dem Vollzugsdienst eine seelsorgliche Begleitung anzubieten. Uns ist auch wichtig, dass dieses Angebot allen Menschen unabhängig ihrer Religion gilt."

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      Foto: Christoph Janßen (Privat / Abdruck frei)

    • Corona Hilfsfonds des Erzbistums Hamburg vergibt 65.000 Euro - 21.05.21

      Der Corona Hilfsfonds des Erzbistums Hamburg hat bislang 45 Menschen und Projekte mit einer Summe von insgesamt 65.000 Euro unterstützt. Zu den Empfängern der Gelder gehören die Initiative „Abendessen in der Tüte" für obdachlose Menschen in Lübeck und neunzehn Menschen, die durch die Corona-Pandemie in finanzielle Not geraten sind. Die katholische Seemannsmission in Hamburg erhielt einen mobilen Internetzugang, damit Seeleute, die in Hamburg bleiben müssen, den Kontakt nach Hause halten können.

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      Der Corona Hilfsfonds war vor einem Jahr von Erzbischof Stefan Heße angeregt worden. Mit der Hilfe von mehr als 600 Spenderinnen und Spendern wurde es möglich, dort zu helfen, wo andere Mittel nicht zur Verfügung standen. In einem Schreiben an die bisherigen Spenderinnen und Spender bittet Weihbischof Horst Eberlein nun um weitere Unterstützung. Künftig will der Fonds vor allem Musikerinnen und Musiker helfen, die kaum noch Gelegenheit haben, Konzerte zu spielen oder andere Engagements wahrzunehmen.

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      Hinweis:
      Das Spendenkonto des Corona Hilfsfonds lautet IBAN DE37400602650000005151, BIC: GENODEM1DKM, Stichwort: Hilfsfonds Corona-Pandemie

    • Christian Kuzior ist neuer katholischer Gefängnisseelsorger in Schleswig-Holstein - 17.05.21

      Der Diplom-Theologe Christian Kuzior (42) aus Lübeck ist neuer katholischer Gefängnisseelsorger in den Justizvollzugsanstalten in Schleswig-Holstein. Am Montag, 17. Mai 2021, begrüßte ihn Justizminister Claus Christian Claussen in Kiel. „Die Seelsorge ist sowohl für viele Inhaftierte in unseren Justizvollzugsanstalten als auch für ihre Angehörige eine wichtige entlastende Unterstützung in ihrem Alltag. Wir bedanken uns für diese zusätzliche Unterstützung der Gefängnisseelsorge in Schleswig-Holstein durch die katholische Kirche und freuen uns auf die kommende Zusammenarbeit mit Herrn Kuzior."

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      Nach zwei abgeschlossenen Ausbildungen zum Bankkaufmann und zum Orgelbauer, studierte Christian Kuzior Katholische Theologie in Frankfurt am Main und Innsbruck. Es schlossen sich Berufstätigkeiten im kaufmännischen Bereich und im Finanzsektor an. Seit 2019 arbeitete Christian Kuzior als Bestatter und Trauerredner in Hamburg. Kuzior verstärkt ab sofort das Team der katholischen Gefängnisseelsorge in Schleswig-Holstein. Die nunmehr drei Seelsorger sind sowohl für die Inhaftierten als auch die Bediensteten in fast allen Justizvollzugsanstalten des Landes da.

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      Foto, honorarfrei © Marco Chwalek: Justizminister Claus Christian Claussen und Gefängnisseelsorger Christian Kuzior (rechts).

    • Erzbistum zieht erste wirtschaftliche Bilanz des „Corona-Jahres" 2020 - 10.05.21

      Das Erzbistum Hamburg hat im Jahr 2020, dem ersten „Corona-Jahr", rund zehn Prozent weniger Kirchensteuern eingenommen als geplant. Die Einnahmen beliefen sich auf rund 108 Millionen Euro. Darüber informierte Katharina Gödecke, Leiterin der Stabsstelle Controlling, am vergangenen Wochenende den Wirtschaftsrat des Erzbistums. Teilweise konnten die geringeren Einnahmen durch Einsparungen im Sach- und Personalkostenbereich ausgeglichen werden, so Gödecke. Auch hier habe es coronabedingte Einsparungen gegeben, so etwa im Bereich der Reise- und Veranstaltungskosten. In den ersten Monaten des Jahres 2021 sind die Auswirkungen der Corona-Pandemie im Einnahmebereich weiter zu spüren. So lagen die Kirchensteuereinnahmen in den ersten drei Monaten um rund zwei Millionen Euro unter denen des Vorjahres. Möglich sei, so Gödecke, dass das Erzbistum 2024 wieder die Einnahmen des „Vor-Corona-Jahres" 2019 erreiche.

    • Erzbistum Hamburg schließt Edith-Stein-Haus in Parchim - 28.04.21

      Das Erzbistum Hamburg schließt das Edith-Stein-Haus in Parchim zum 30. Juni 2021. Das 1995 neu gebaute Exerzitien- und Bildungshaus in Trägerschaft des Erzbischöflichen Amtes Schwerin wurde bereits 2017 im Rahmen des Erneuerungsprozesses im Erzbistum Hamburg mit einem Moratorium versehen und seitdem als reines Beleghaus geführt.

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      Der starke Rückgang in der Auslastung des Hauses führte dazu, dass das Erzbistum Hamburg seinen jährlichen Zuschuss auf zuletzt rund 300.000 Euro erhöhen musste. Die gesetzlichen Auflagen aufgrund der Corona-Pandemie haben die Situation des Hauses zusätzlich verschärft.

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      Zusammen mit der Caritas prüft das Erzbistum, ob das Haus von der benachbarten Altenhilfeeinrichtung St. Nikolaus genutzt werden kann. Von der Schließung sind sieben Angestellte betroffen. Ein noch mit der Mitarbeitervertretung zu verhandelnder Sozialplan soll gewährleisten, dass die bestehenden Beschäftigungsverhältnisse sozialverträglich beendet werden können.

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      Generalvikar Ansgar Thim: „Das Edith-Stein-Haus war 25 Jahre lang ein wichtiger Treffpunkt der katholischen Kirche in Mecklenburg. Hier waren durchaus nicht nur katholische Christen willkommen. Ich bin dankbar für die Gastfreundschaft, die ich auch selbst oft erfahren habe." Die insgesamt deutlich angespannte finanzielle Situation im Erzbistum Hamburg führe dazu, „dass wir nicht alle Aufgaben wie gewohnt weiterführen können. Wir müssen unsere Kräfte bündeln, um handlungsfähig zu bleiben", so Thim.

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      Im Erzbistum Hamburg gibt es insgesamt sieben Bildungs- und Beleghäuser in katholischer Trägerschaft, vier davon in Mecklenburg.

    • Ministerpräsident Daniel Günther ins Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) gewählt - 20.04.21

      Zur Wahl von Ministerpräsident Daniel Günther in das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) gratuliert die Leiterin des Katholischen Büros Schleswig-Holstein, Beate Bäumer: „Es ist ein starkes Signal, dass die norddeutschen Katholiken nun mit so einer prominenten Stimme im ZdK vertreten sein werden. Ich freue mich, dass sich Ministerpräsident Günther mit seinen Überzeugungen und als Katholik, der die Situation in der bestens Diaspora kennt, einbringen wird. Das ist eine Bereicherung für das Gremium und eine Stärkung für die Katholiken in Schleswig-Holstein.
      Herzlichen Glückwunsch und Gottes Segen!"

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      Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) ist der Zusammenschluss von Vertretern der Diözesanräte und der katholischen Verbände sowie von Institutionen des Laienapostolates und weiteren Persönlichkeiten aus Kirche und Gesellschaft.

    • Ausgangssperre: Katholische Gemeinden sollen Gottesdienstzeiten anpassen - 31.03.21

      Das Erzbistum Hamburg hat die katholischen Gemeinden in Hamburg darauf hingewiesen, dass aufgrund der ab Karfreitag geltenden nächtlichen Ausgangssperre die Gottesdienstzeiten anzupassen sind. Dabei seien auch die Wegezeiten der Gottesdienstteilnehmer zu berücksichtigen, heißt es in einer heute Nachmittag versandten Mitteilung an die Gemeinden. Dies betrifft insbesondere die Feier der Osternacht. Sie wird in vielen Gemeinden am späten Abend des Karsamstags oder in den frühen Morgenstunden des Ostersonntags gefeiert. Die Gemeindemitglieder werden gebeten, sich vor Ort über mögliche zeitliche Veränderungen zu informieren.

    • Lübecker Kreuzweg 2021 als Film und Radio-Gottesdienst - 31.03.21

      Premiere am Karfreitag hat ein neuer Film über den ältesten Kreuzweg Deutschlands in Lübeck. Erstmals wirkt der amtierende schleswig-holsteinische Ministerpräsident Daniel Günther mit. Weitere Ansprachen an den einzelnen Kreuzwegstationen halten der frühere Ministerpräsident Björn Engholm, Kirsten Fehrs, Bischöfin im Sprengel Hamburg und Lübeck der Evangelisch-Lutherischen Kirche im Norden (Nordkirche) und Christoph Giering, Propst der katholischen Propsteikirche Herz Jesu in Lübeck. Der Kreuzweg, den der Lübecker Kaufmann Hinrich Konstin 1493 angelegt hat, gilt als der älteste in Deutschland und wird seit 1994 von mittlerweile mehr als 700 Menschen aus ganz Norddeutschland an jedem Karfreitag gebetet. Wegen der Pandemie kann er in diesem Jahr nicht stattfinden.
      Stattdessen ist der Film ab Karfreitag auf erzbistum-hamburg.de und nordkirche.de zu sehen. Produziert wurde er von dem Lübecker Filmemacher Hanno Mertin in Zusammenarbeit mit Marco Chwalek vom Erzbistum Hamburg.

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      Erinnert wird im Rahmen des Kreuzwegs an den Leidensweg Jesu von der Verurteilung durch Pontius Pilatus bis hin zu seinem Tod am Kreuz auf dem Kalvarienberg. Der Lübecker Kreuzweg geht über fünf Stationen, an denen jeweils neben einer Schriftlesung auch eine kurze Ansprache stattfindet. Ministerpräsident Daniel Günther erinnerte an der zweiten Station an die Lübecker Märtyrer. „Die Lübecker Märtyrer waren einer ganz erheblichen Prüfung ausgesetzt. Etwas, was man sich heute gar nicht mehr vorstellen kann – zu Werten zu stehen, obwohl man mit dem Tod bedroht ist", sagte Günther. Die Menschen stünden häufig vor solchen Situationen, freilich ohne einen solchen Preis wie die Märtyrer zahlen zu müssen. Dennoch, Demokratie und Freiheit seien immer wieder in Gefahr. Und es gehe darum, Menschen entgegenzutreten, „die unser System verändern wollen, die sich gegen Demokratie stellen wollen und auch Menschenrechte nicht achten. All das sind Prüfungen, denen auch wir heute ausgesetzt werden", so der Ministerpräsident.

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      Der frühere Ministerpräsident Björn Engholm sprach an der dritten Station des Lübecker Kreuzweges. Er forderte, aufzustehen und zu handeln, „wo Ungerechtigkeit, Missgunst, Achtlosigkeit und Hass herrschen". Es gehe darum, das „Kreuz der Bedrückten" zu tragen. Denn das sei das Gebot des Christentums, und wenn es von vielen Menschen befolgt werde „dann wird das Leben der Menschen auf ganz einfache Art und Weise viel, viel leichter werden", sagte Engholm.

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      Bischöfin Kirsten Fehrs erinnerte daran, dass die Menschen nun den zweiten Karfreitag während der Corona-Pandemie erlebten. „Unser Land trauert um die vielen Menschen, die sterben mussten. Aber auch all die begrabenen Träume und bedrohten Existenzen, der umfassende Verzicht auf Nähe, all dies geht zunehmend an die Seele. Karfreitag in diesem zweiten Corona-Jahr versteht so viel von unserer Trauer." Ferner sagte sie, viele sehnen sich nach Erlösung. Beim Blick aufs Kreuz erkenne man, dass Gott uns nicht verlasse.

      Der Lübecker Propst Christoph Giering sagte, der Kreuzweg sei auch ein Zeichen der Kirchen gegen Gewalt: „Auch in unserer Zeit sind Menschen gewalttätig, es gibt Opfer. Wir wollen in unserer Stadt Lübeck die Aufmerksamkeit auf die Opfer lenken. Sie sollen besser geschützt werden."

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      Inhalte des Films werden am Karfreitag (2. April 2021) auch als Radio-Gottesdienst zu hören sein. Um 11 Uhr im Offenen Kanal (Radio) bei Lübeck FM, Kiel FM und Westküste FM.

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      Zum Lübecker Kreuzweg: 1493 wurde er auf Wunsch des Kaufmanns Hinrich Konstin angelegt und gilt damit als der älteste in Deutschland. Nach der Reformation geriet der Kreuzweg in Vergessenheit, erst 1994 entdeckte ihn der katholische Lübecker Propst Helmut Siepenkort (1937-2007) per Zufall wieder und belebte die Tradition neu. Seit 2002 gehen und beten katholische und evangelische Christen den Kreuzweg gemeinsam.

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      Honorarfreie Fotos von den Dreharbeiten © Marco Heinen: 
      Foto1 und Foto2.

    • Generalvikar Thim: „Den Gottesdienstbesuch gut abwägen" - 25.03.21

      Das Erzbistum Hamburg möchte auch zu Ostern Präsenzgottesdienste in den Gemeinden ermöglichen. Für die Gläubigen sei der Kirchgang und die Feier der österlichen Tage essentieller Bestandteil des eigenen Glaubenslebens und gerade in dieser Zeit ein großes Bedürfnis, schreibt Generalvikar Ansgar Thim in einem Brief an die Pfarrer und Verantwortlichen in den Gemeinden. „Wir gehen nicht leichtfertig oder sorglos mit der aktuellen Lage um", so Thim weiter. Das Infektionsgeschehen vor Ort werde im Blick behalten.

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      Der Generalvikar betont in seinem Schreiben die Bedeutung des bewährten Hygienekonzepts für Gottesdienste im Erzbistum. „Die dringende Empfehlung lautet, den eigenen Gottesdienstbesuch gut abzuwägen", schreibt Thim. Er verweist auf die Angebote des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und Onlineangebote. Auch aus dem Hamburger St. Marien-Dom werde es am Ostersonntag um 10 Uhr einen Livestream geben.

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      In den Gemeinden soll es möglich sein, mit einer begrenzten Zahl von Menschen und unter strenger Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln Gottesdienste in den Kirchen und im Freien zu feiern. Zu den wichtigsten Regeln gehören neben der Begrenzung der Teilnehmerzahl das Tragen einer medizinischen Mund-Nase-Bedeckung, der Verzicht auf Gemeindegesang und die Dokumentation der Anwesenden. Außerdem wird allen Teilnehmenden ein vorheriger Antigen-Schnelltest empfohlen.

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      Dem Schreiben des Generalvikars waren Gespräche mit den Landesregierungen Hamburgs, Schleswig-Holsteins und Mecklenburg-Vorpommerns sowie der Nordkirche und Beratungen in der Pfarrerkonferenz des Erzbistums vorausgegangen.

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      Hinweis für die Redaktion:
      Anbei finden Sie das Schreiben des Generalvikars im Wortlaut.

    • Generalvikar Ansgar Thim leitet das Erzbistum Hamburg - 19.03.21

      Am Donnerstag, 18. März, hat der Hamburger Erzbischof Stefan Heße Papst Franziskus seinen Amtsverzicht angeboten. Damit leitet jetzt Generalvikar Ansgar Thim kommissarisch das Erzbistum Hamburg. In der Leitung des Erzbistums wird er durch Alexander Becker, den Verwaltungsdirektor des Erzbistums, und Weihbischof Horst Eberlein unterstützt. Im Rahmen seiner neuen Aufgabe hat Generalvikar Thim bereits erste Termine wahrgenommen.

    • Persönliche Erklärung von Erzbischof Dr. Stefan Heße - 18.03.21

      Sehr geehrte Damen und Herren,

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      Professor Gercke hat vor wenigen Stunden seine Untersuchung für das Erzbistum Köln zum Umgang mit sexueller Gewalt der Öffentlichkeit vorgestellt.

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      Ich habe von Anfang an betont, dass ich die Aufarbeitung sexueller Gewalt im Erzbistum Köln ausdrücklich begrüße und konstruktiv unterstütze. Das galt für die Münchner Untersuchung und das gilt auch für die heute veröffentlichte Untersuchung von Professor Gercke. Da die Vorgänge zum Teil schon viele Jahre zurückliegen und ich nicht über eigene Akten dazu verfüge, erachte ich eine derartige Aufarbeitung für mein eigenes Handeln als sehr bedeutsam, weil es mir heute wie in einem Spiegel mein damaliges Tun vor Augen führt. Ein solcher externer Blick auf die einzelnen Fälle und das gesamte System ist für jede Aufarbeitung unverzichtbar.

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      Ich habe in meinen verschiedenen Verantwortlichkeiten bei der Aufklärung von sexueller Gewalt in der Kirche immer nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt. Ich habe diese schwierige Aufgabe aus der Überzeugung angenommen, dass wir als Institution und ich als Person die Pflicht haben, den Betroffenen Gehör zu verschaffen, die Täter zur Verantwortung zu ziehen und die systemischen Ursachen des sexuellen Missbrauchs aufzubrechen.

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      Aus dieser Verantwortung heraus habe ich viele Gespräche mit Betroffenen geführt, ihnen aufmerksam zuzuhören und sie zu verstehen versucht. Bei allem war und ist mir bewusst, dass ich dabei Fehler gemacht habe – denn niemand ist fehlerfrei, auch ich nicht. Erst recht mit dem Blick von heute werden mir damalige Fehler bewusst.

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      Nun liegt die Studie für alle auf dem Tisch. An ihren Feststellungen kann und will ich nicht vorbei. Ich habe die damalige Verantwortung bewusst übernommen und immer gesagt, dass ich mich den Untersuchungen stellen werde.

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      Ich bin fest davon überzeugt, dass die Übernahme von Verantwortung Teil unserer Aufgabe ist, um dieses dunkle Kapitel bestmöglich aktiv zu bearbeiten und für alle, zuerst die Betroffenen selber, in eine bessere Zukunft zu kommen. Ich habe mich nie an Vertuschung beteiligt. Ich bin dennoch bereit, meinen Teil der Verantwortung für das Versagen des Systems zu tragen.

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      Ich muss und will die Konsequenzen aus meinem damaligen Handeln und letztlich damit auch aus den mir zur Last gelegten Pflichtverletzungen ziehen. Ich bedaure sehr, wenn ich durch mein Handeln bzw. mein Unterlassen Betroffenen und ihren Angehörigen neuerliches Leid zugefügt haben sollte.

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      Vor wenigen Tagen konnte ich den Jahrestag meiner Bischofsweihe am 14. März 2015 hier in Hamburg begehen. Papst Franziskus hat mich in dieses Amt berufen. Um Schaden vom Amt des Erzbischofs sowie vom Erzbistum Hamburg abzuwenden, biete ich Papst Franziskus meinen Amtsverzicht an und bitte ihn um die sofortige Entbindung von meinen Aufgaben.

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      Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit.

    • Zentraler Gedenkgottesdienst für Leidtragende der Pandemie live aus dem Schweriner Dom - 12.03.21

      Gemeinsam erinnern – trösten – hoffen: Dafür bot der zentrale Gedenkgottesdienst im Land Mecklenburg-Vorpommern heute (12. März) im Schweriner Dom Raum. Eingeladen hatten ein Jahr nach Ausbruch der Corona-Pandemie die Nordkirche und die katholischen Erzbistümer Hamburg und Berlin sowie die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK MV). Damit möglichst viele im Land und darüber hinaus mit feiern konnten, wurde er live auf YouTube übertragen. Er ist abrufbar auf dem YouTube-Kanal der Nordkirche oder über www.erzbistum-hamburg.de.

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      Den Gottesdienst hielten gemeinsam Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt, Bischof Tilman Jeremias (Sprengel Mecklenburg und Pommern), der Berliner Erzbischof Dr. Heiner Koch und der Hamburger Erzbischof Dr. Stefan Heße. Manuela Schwesig, die Ministerpräsidentin des Landes Mecklenburg-Vorpommern, entzündete eine Kerze der Hoffnung und sprach ein persönliches Wort.

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      Über eine Geschichte aus dem Matthäusevangelium predigten Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt und der Berliner Erzbischof Dr. Heiner Koch: Jesus geht auf dem Wasser zu seinen Jüngern, deren Boot im nächtlichen Sturm zu kentern droht. Der Berliner Erzbischof griff die Erfahrung der Freunde Jesu auf, „die hilflos und ohnmächtig dem Unwetter auf dem See ausgesetzt waren: Nicht mehr weiter wissen, ratlos sein, ist auch die Erfahrung vieler Menschen heute in der Corona-Pandemie. Die Botschaft des Evangeliums aber lautet: Gott lässt uns in dieser Ratlosigkeit nicht allein. In unserem ‚nicht mehr weiterwissen' bleibt Gott an unserer Seite. In Christus teilt Gott die Dunkelheiten unseres Lebens mit uns. Er hält mit uns aus. Er löst die Ohnmacht und die Dunkelheit nicht auf, aber er lässt uns nicht allein."

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      Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt sagte in ihrem Predigtteil: „Der Glaube hat keine Patentrezepte bereit, was wir genau tun müssen, um unseren Lebensalltag zu gestalten oder um in einer Pandemie zu bestehen. Aber der Glaube hilft, angesichts des Unerklärlichen, auch und gerade angesichts von Leid und Trauer mit all dem zu leben, ohne sich damit abzufinden. Denn er verbindet sich mit der Hoffnung, dass Gott uns mit Leben überrascht. Immer wieder. Auch dort, wo wir es uns nicht vorstellen können." Sie fuhr fort: „Der Glaube hilft, auf die Liebe zu setzen. Auf Barmherzigkeit und Mitmenschlichkeit. Der Glaube hilft, das Leben nicht preis- und unser Miteinander nicht aufzugeben."

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      Kerzen als Zeichen der Hoffnung für besonders belastete gesellschaftliche Gruppen entzündeten die Stralsunder Heimleiterin Schwester Christine Wawrsich, Coco Plümer, Schauspielerin am Parchimer Theater und Henrike Regenstein als Vertreterin der diakonischen Einrichtungen im Land. Bischof Tilman Jeremias sagte: „Wir entzünden jetzt Kerzen für belastete Menschen unter uns. Wir tun dies, um zu zeigen: Wir sehen eure Not. Wir tun dies aber auch als Gebetsruf zu Gott, der die Finsternis in uns und um uns vertreiben möchte durch das Licht seiner liebenden Gegenwart. Der Kerzenschein durchbricht das Dunkel. Trost und Ermutigung erhellen und erwärmen unsere Herzen."

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      Am Ende des Gottesdienstes beteten die Beteiligten auch für die Menschen, die an und mit COVID-19 verstorben sind, und deren Angehörige. Henrike Regenstein sagte: „Wir beten für alle, die einen geliebten Menschen verloren haben. Heile ihren Schmerz. Schenk ihnen Wärme und Licht, Hoffnung und Kraft. Hilf ihnen, am Sinn ihres Lebens festzuhalten, ihn mit deiner Hilfe neu zu entdecken."

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      Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst von Domkantor Professor Jan Ernst.

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      Gottesdienste in den Sprengeln Schleswig und Holstein und in Hamburg:
      Am 13. März um 17 Uhr wird ein Gedenkgottesdienst in der Offenen Kirche St. Nikolai zu Kiel mit Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt, Bischof Gothart Magaard und Erzbischof Dr. Stefan Heße gefeiert.
      Eine interreligiöse Gedenkfeier mit Kirsten Fehrs, Bischöfin im Sprengel Hamburg und Lübeck, wird am 14. März um 16.30 Uhr in der Fritz-Schuhmacher-Halle in Hamburg-Ohlsdorf gefeiert.
      Auch diese Gottesdienste werden live übertrage auf www.nordkirche.de  oder www.erzbistum-hamburg.de .

    • Ökumenischer Gottesdienst für die Leidtragenden der Pandemie im Schweriner Dom - 10.03.21

      Unter dem Motto „Da wohnt ein Sehnen tief in uns" laden das Erzbistum Hamburg, das Erzbistum Berlin und die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) unter Beteiligung der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK MV) am Freitag, 12. März 2021, um 16 Uhr, zu einem ökumenischen Gottesdienst in den Schweriner Dom ein.

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      Erzbischof Dr. Stefan Heße (Erzbistum Hamburg), Erzbischof Dr. Heiner Koch (Erzbistum Berlin) werden gemeinsam mit der evangelischen Landesbischöfin Kristina-Kühnbaum-Schmidt und Tilman Jeremias, Bischof im Sprengel Mecklenburg, Fürbitte halten für Trauernde, Erkrankte und Belastete und diejenigen würdigen, die im Gesundheits- und Pflegebereich Leben retten und bewahren. Manuela Schwesig, die Ministerpräsidentin des Landes Mecklenburg-Vorpommern, wirkt ebenfalls mit. Musikalisch begleitet Domkantor Prof. Jan Ernst den Gottesdienst.

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      Erzbischof Dr. Stefan Heße sagt: „Wir haben uns daran gewöhnt, jeden Tag eine neue Zahl von den Todesopfern oder von den neu Infizierten zu hören. Das alles ist aber kein Zahlenspiel. Wir wollen mit den ökumenischen Gedenkgottesdiensten an die Toten erinnern und diese persönlich vor Augen haben."

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      Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt ergänzt: „Viele Menschen sehnen sich jetzt nach Trost, Heilung und Hoffnung. Die Trauer um die Gestorbenen braucht neben dem privaten auch einen öffentlichen Raum. Und auch das, was auf andere Weise von der Pandemie Betroffene bewegt, wollen wir vor Gott tragen, der an unserer Seite für das Leben eintritt - gerade angesichts unserer Ängste und menschlichen Leides.

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      Diesen Gottesdienst für die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern feiern wir in ökumenischer Verbundenheit und freuen uns, dass dabei auch Manuela Schwesig als Ministerpräsidentin dieses Bundeslandes mitwirken wird. Wir hoffen, möglichst vielen Menschen in unserem Bundesland auch auf diese Weise ein öffentliches Zeichen des Mitgefühls, des Trostes und der Hoffnung übermitteln zu können."

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      Eine Teilnahme an der Feier ist möglich entweder unter Beachtung der Hygieneregeln im Schweriner Dom (Anmeldung erforderlich per E-Mail an landesbischoefin@nordkirche.de) oder im Livestream auf www.erzbistum-hamburg.de .

    • Digitaler Gottesdienst für die Opfer und Leidtragenden der Pandemie - 09.03.21

      Seit März letzten Jahres wird das Leben der Menschen von der Corona-Pandemie begleitet und bestimmt. Viele sind erkrankt, sind in seelische oder existentielle Not geraten, viele Verstorbene sind zu beklagen. Anlässlich des Jahrestages laden das Erzbistum Hamburg und die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) unter Beteiligung der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK-SH) im Sprengel Schleswig und Holstein zu einem ökumenischen Gedenkgottesdienst am Sonnabend, 13. März 2021, um 17 Uhr ein. Der Gottesdient wird live aus der Offenen Kirche St. Nikolai zu Kiel gesendet und kann über das Internet verfolgt werden.

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      Erzbischof Dr. Stefan Heße sagt: „Wir haben uns daran gewöhnt, jeden Tag eine neue Zahl von den Todesopfern oder von den neu Infizierten zu hören. Das alles ist aber kein Zahlenspiel. Wir wollen mit den ökumenischen Gedenkgottesdiensten an die Toten erinnern und diese persönlich vor Augen haben."

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      Für die Landesbischöfin der Nordkirche, Kristina Kühnbaum-Schmidt, ist es ein besonderes Anliegen, dass in allen drei Sprengeln Gedenkgottesdienste gefeiert werden. Sie sagt dazu: „Es ist gut, dass wir an den aufeinanderfolgenden Tagen vom 12. bis 14. März in den Bundesländern auf dem Gebiet der Nordkirche der Gestorbenen gedenken, dass unsere Trauer um sie öffentlich Raum findet und wir sie und die auf andere Weise von der Pandemie Betroffenen in unserer Fürbitte vor Gott tragen. Viele Menschen sehnen sich nach Trost, nach Heilung und Hoffnung. Dass alles wollen wir vor Gott bringen, der an unserer Seite für das Leben eintritt –gerade angesichts unserer Ängste und menschlichen Leides."

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      Gothart Magaard, Bischof im Sprengel Schleswig und Holstein der Nordkirche, sagt: „Seit einem Jahr leben wir im Wechsel von Krisenmodus und scheinbarer Normalität. Viele Menschen sind sehr belastet. Gemeinsam wollen wir unsere Erfahrungen und die Hoffnung, die uns trägt, zur Sprache bringen. Ich freue mich, dass Menschen aus dem ganzen Land über das Internet an dem Gottesdienst teilnehmen können".

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      Neben den Genannten werden Helge Frey (ACK-SH) sowie einzelne Vertreterinnen und Vertreter aus verschiedenen beruflichen und gesellschaftlichen Gruppierungen den Gottesdienst mitgestalten und in Statements oder in Fürbitten auf die Sorgen und Belastungen der Leidtragenden und Betroffenen eingehen. Ministerpräsident Daniel Günther wird sich auf digitalem Weg beteiligen. Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes liegt in den Händen von Kirchenmusikdirektor Volkmar Zehner sowie Mitgliedern des SanktNikolaiChores.

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      Der Gottesdienst wird am 13. März um 17 Uhr live auf www.erzbistum-hamburg.de gestreamt.

    • 1.700 Jahre arbeitsfreier Sonntag - 02.03.21

      Das Erzbistum Hamburg, der Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt der Nordkirche und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di Nord), erinnern am morgigen 3. März 2021 gemeinsam an den arbeitsfreien Sonntag, der seit 1.700 Jahren gesellschaftlich wie politisch anerkannt ist.

      Gemeinsam mit dem Filmemacher Malte Blockhaus (www.malteblockhaus.de), wurde dazu im Norden ein konzeptioneller Kurz-Film zum Thema „Dein Sonntagsgefühl" erstellt. Der Film wurde aus einer Vielzahl kurzer Videobeiträge erstellt, die nach einem öffentlichen Aufruf der Initiatoren von vielen Menschen eingesendet wurden. Zusammengenommen zeigen sie ein Gesamtbild, was den Sonntag ausmacht und warum er so unersetzlich ist. Dieser Film ist u.a. auf www.erzbistum-hamburg.de zu sehen (www.youtube.com

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      Am 3. März im Jahr 321 war es, als Kaiser Konstantin die erste staatliche Sonntagsschutzregelung einführte: „Alle Richter, Stadtbewohner und Gewerbetreibenden sollen am ehrwürdigen Tag der Sonne ruhen!" lautete das kaiserliche Edikt.
      Seit dieser Zeit ist der grundsätzlich arbeitsfreie Sonntag eine Errungenschaft, die zwar häufig angegriffen wird, heute aber über das Grundgesetz (Art. 140 GG i.V.m. Art. 139 WRV) geschützt ist.

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      Der Sonntag ist nicht nur Tag der Arbeitsruhe, sondern auch der „seelischen Erhebung". Für die Kirchen ist es der Tag des Gottesdienstes, aber auch ein Tag, an dem viele Aktivitäten in den Kirchengemeinden stattfinden. Der Sonntag ist aber auch der Tag an dem gemeinsame Zeit für Familie, Kultur, Sport und Erholung ist. Gewerkschaften und Kirchen kämpfen immer wieder für den Erhalt des freien Sonntags. So zum Beispiel bei den Sonntagsöffnungen im Handel.

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      Im Zeitalter von Digitalisierung, Entgrenzung von Arbeit, 24/7 Onlinehandel und vielen Dingen mehr, entsteht ein erheblicher Druck, die Errungenschaften der letzten Jahrtausende zu verlieren. Deshalb engagieren sich Kirchen und Gewerkschaften gemeinsam, juristisch wie politisch, seit vielen Jahren gegen eine Aufweichung des Sonntagsschutzes.

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      Für Menschen im Gesundheitswesen, bei den Ver- und Entsorgungsunternehmen, im Bereich der Sicherheitsdienste wie Polizei, der Feuerwehr im öffentlichen Verkehr, in Kultur, Sport und Unterhaltung, bei Journalisten und in etlichen anderen Bereichen ist Sonntagsarbeit schon heute die gängige Praxis.

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      Eine Ausweitung, wie z.B. im Einzelhandel, würde dazu führen, dass es keinerlei Grenzen und Argumente mehr geben würde, warum nicht auch Versicherungen, Banken, Handwerk und alle anderen nicht mehr arbeiten sollten. Eine solche Veränderung würde auch bedeuten, dass Familien zukünftig keinen gemeinsamen freien Tag mehr haben, gesellschaftlich ein echtes Problem.

    • Heikendorfer Katholiken ziehen um - 02.03.21

      Nach 56 Jahren wird Ende Februar der letzte Gottesdienst in der katholischen Kirche STELLA MARIS gefeiert. „Das ist ein sehr schmerzlicher, aber leider unumgänglicher Schritt", sagt der katholische Pfarrer, Propst Dr. Thomas Benner. „Die finanzielle Lage der Pfarrei und ihre geringen personellen Kapazitäten, aber auch die demographische Entwicklung vor Ort machen diesen Schritt notwendig", begründet der Pfarrer die Entscheidung.

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      Im Mai 1964 wurde die Kirche STELLA MARIS im Laboer Weg 22 geweiht. Für viele der rund eintausend Gemeindemitglieder war das Gotteshaus mehr als nur ein Gebäude. „Viele verbinden mit Stella Maris schöne Erinnerungen an die Hochzeit, die Taufe der Kinder, Gemeindefeste und anderes mehr. Diese Erinnerungen bleiben für immer wertvoll und ein Teil Ihrer Lebensgeschichte", schreibt Pfarrer Benner in einem Brief an alle Gemeindemitglieder.

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      Am Samstag nach Aschermittwoch (20. Februar 2021) wird um 17 Uhr der letzte Gottesdienst gefeiert. Die Feier beginnt in Stella Maris im Beisein der evangelischen Gemeinde und wird nach einer Prozession durch den Ort in der ev.-luth. Kirche fortgesetzt. Pastor Joachim Pastor Thieme-Hachmann erwartet die katholischen Glaubensgeschwister bereits mit Vorfreude: „Wir heißen sie in unseren Räumen herzlich willkommen, und sind auf Grund der guten Erfahrungen, die uns in der ökumenischen Zusammenarbeit seit langem verbinden, zuversichtlich, dass unsere Kirche ihnen zu einem neuen Zuhause werden kann", so der Pastor.

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      Propst Dr. Thomas Benner hofft darauf, dass die ortsnahe Lösung und der Wille als Gemeinde zusammenzubleiben helfen werden, die Veränderungen mitzutragen. „So kann der Abschied schließlich ein Aufbruch in eine neue Zeit werden. Kommen Sie und beten Sie weiter mit uns bei unseren evangelischen Brüdern und Schwestern!"

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      TERMINE

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      • Aschermittwoch, 17. Februar, 17:00 Uhr,  Aschermittwochsgottesdienst, Beginn der Fastenzeit als Zeit der Einkehr und der Neuausrichtung auf Ostern hin.
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      • Samstag 20.2., 17:00 Uhr, Letzter Gottesdienst (ökumenisch) in Stella Maris mit Umzug in die ev.‐luth. Kirche
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      • Ab 27.2., 18:00 Uhr, Wort‐Gottes Feier (Hl. Messe und Wort‐Gottes Feier künftig im wöchentlichen Wechsel zu dieser Zeit) in der ev.‐luth. Kirche
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      • Karfreitag, 2.4., 9:30 Uhr, ökumenisches Kreuztragen
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    • Mary Hallay-Witte leitet Institut für Prävention und Aufarbeitung - 26.02.21

      Mary Hallay-Witte (51), von 2010 bis 2018 Leiterin der Fachstelle Kinder- und Jugendschutz im Erzbistum Hamburg, ist neue Leiterin des Instituts für Prävention und Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt (IPA) in Lantershofen. Erzbischof Stefan Heße gratulierte ihr und wünschte ihr für ihre „neue herausfordernde Aufgabe eine glückliche Hand in diesem wichtigen Arbeitsfeld". Der Erzbischof betonte, Mary Hallay-Witte habe im Erzbistum Hamburg wichtige und nachhaltige Aufbauarbeit im Bereich des Kinder- und Jugendschutzes geleistet. Sie habe wesentlich dazu beigetragen, dass die Kirche im Erzbistum Hamburg den Schutz von Kindern und Jugendlichen heute mehr denn je im Blick habe.

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      Hinweis:
      Nähere Informationen finden Sie in der beigefügten Medieninformation des IPA.

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    • Osterzeit im Norden - 25.02.21

      Unter der Adresse www.osterzeit-im-norden.de haben die katholischen Bistümer Hamburg, Hildesheim und Osnabrück eine neue Internet-Seite eingerichtet. Sie versammelt Ideen, Tipps und Links für die Gestaltung der Fastenzeit und der Osterzeit bis Pfingsten. Es gibt Impulse, Gottesdienstvorschläge für zuhause und kreative Angebote für jedes Alter. So werden etwa unterschiedliche Kreuzwege in Wort, Ton und Bild vorgestellt. Auch Hinweise auf Live-Übertragungen von Gottesdiensten sind dort zu finden. Die Seite wird laufend aktualisiert und durch interaktive Elemente ergänzt.

    • Erzbischof: „Sei gut zu dir, um Gottes Willen" - 19.02.21

      Der Hamburger Erzbischof Stefan Heße hat die Gläubigen in seinem Erzbistum ermutigt, sich Schönes für die Zeit nach dem „Corona-Verzicht" vorzunehmen. Unter dem Motto „Sei gut zu dir, um Gottes Willen" hat er einen Brief geschrieben, der jetzt zu Beginn der Fastenzeit an rund 295.000 Haushalte in Hamburg, Mecklenburg und Schleswig-Holstein verschickt wird. Darin ermuntert Heße die Menschen, sich in dieser „besonderen Fastenzeit Ihr Leben anzuschauen. Wofür leben Sie? Was gibt Ihnen in der Krise Sinn und Halt?"

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      Der Erzbischof bietet auch an, die Menschen an ihre Vorsätze und schönen Pläne zu erinnern, sobald die Corona-Beschränkungen das wieder zulassen. Dazu hat das Erzbistum Hamburg eine Internetseite (www.sei-gut-zu-dir.org) und eine Telefonhotline (040 / 24 87 74 44) eingerichtet.

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      Mit Blick auf die soeben begonnene Fastenzeit schreibt er, dass Verzicht und Fasten kein Selbstzweck seien: „Sollen wir in einer Zeit, die durch Einschränkungen geprägt ist, auch noch fasten und verzichten? Der Verzicht ist ja zum Normalen geworden. Es geht darum, Gewohnheiten und Verhaltensmuster zu unterbrechen, um uns verändern zu können."

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      Der Erzbischof betont, dass er die anhaltenden Corona-Beschränkungen aus voller Überzeugung mittrage. „Ich bin dankbar, dass so viele Menschen in unserer Gesellschaft bewusst zusammenhalten: um sich selbst und andere zu schützen und um das Leben ihrer Mitmenschen zu retten."

    • Bedenke, Mensch, dass du Staub bist - 15.02.21

      Mit dem Aschermittwoch beginnt am 17. Februar die Fastenzeit vor Ostern. Im Hamburger St. Marien-Dom werden an diesem Tag Gottesdienste um 12.30 Uhr mit Erzbischof Stefan Heße und 18.15 Uhr mit Dompropst Franz-Peter Spiza gefeiert.

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      Üblich ist es, dass katholische Christen sich an diesem Tag mit Asche ein Kreuz auf die Stirn zeichnen lassen. Es ist ein Symbol für die Vergänglichkeit des Lebens.

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      Der Asche-Ritus wird in Zeiten der Corona-Pandemie „kontaktlos" vollzogen. In den kirchlichen Regeln dazu heißt es: „Der Priester spricht das Segensgebet über die Asche, besprengt sie ohne weitere Begleitworte mit Weihwasser und spricht einmal für alle Anwesenden die im Römischen Messbuch enthaltene Formel: ‚Kehrt um und glaubt an das Evangelium' oder ‚Bedenke, Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst'. Die Asche wird dann den Mitfeiernden schweigend auf das Haupt gestreut bzw. aufgelegt. Mit der Asche ein Kreuz auf die Stirn zu zeichnen, ist in diesem Jahr nicht möglich."

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      Der Asche-Ritus ist seit dem 11. Jahrhundert belegt. Die geweihte Asche stammt von verbrannten Palmzweigen. Neben Karfreitag ist Aschermittwoch der einzige strenge Fastentag in der katholischen Kirche. Die Gläubigen sollen sich an diesen Tagen nur einmal satt essen und auf Fleischspeisen verzichten.

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      In der Fastenzeit, auch „Österliche Bußzeit" genannt, sollen Christen ihr Leben überprüfen und neu am Evangelium ausrichten. Viele verzichten dabei auf bestimmte Genussmittel oder Konsumgewohnheiten. Wichtige Elemente der Fastenzeit sind in der kirchlichen Tradition neben dem Fasten das Gebet und das Almosengeben. Ein zeitgemäßer Ausdruck des Almosengebens ist die Aktion Misereor, die 1958 als Beitrag der deutschen Katholiken zur Entwicklungshilfe gegründet wurde.

    • Erzbistum Hamburg veröffentlicht Finanzbericht - 11.02.21

      Das Erzbistum Hamburg hat seinen Finanzbericht für das Jahr 2019 veröffentlicht. Die wichtigsten Zahlen: dem Erzbistum standen rund 116,5 Millionen Euro aus Kirchensteuern und Kapitalerträgen zur Verfügung. Von den verfügbaren Kirchensteuermitteln erhielten die Kirchengemeinden mit 31,6 Millionen Euro und die Schulen mit 18,9 Millionen Euro den größten Anteil. 9,7 Millionen Euro gingen an die caritativen Dienste und weitere 1,9 Millionen Euro wurden für die katholischen Kindertagesstätten verwendet.

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      Der 34-seitige Bericht informiert detailliert über Einnahmen, Ausgaben und Vermögen des maßgeblichen Vermögensträgers der katholischen Kirche in Norddeutschland. Ebenfalls veröffentlicht werden die Finanzberichte der kleineren Körperschaften Erzbischöflicher Stuhl, Erzbischöfliches Amt Schwerin und Metropolitankapitel.

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      Das Erzbistum Hamburg veröffentlicht seit 2003 Geschäftsberichte, seit 2013 jährliche Finanzberichte. Alle Berichte sind im Internet unter www.erzbistum-hamburg.de/finanzbericht zu finden.

    • Heße: „Das Wichtigste im Leben sind die Beziehungen" - 05.02.21

      Das Leben ist nach den Worten des Hamburger Erzbischofs Stefan Heße „dort am schönsten, wo es beziehungsreich ist". Corona führe ihm vor Augen: „Das Wichtigste im Leben sind die Beziehungen", schreibt er in einem Hirtenwort an die katholischen Gemeinden in Hamburg, Mecklenburg und Schleswig-Holstein. Auch deswegen tue Corona so weh, weil auf viele Beziehungen und Begegnungen direkter Art verzichtet werden müsse. Jeder sehne sich nach zwischenmenschlichen Kontakten mit einem Handschlag, einem unverstellten Blick von Auge zu Auge oder einer Umarmung. „Vielleicht trifft uns diese physische und soziale Distanz nachhaltiger als alles andere", schreibt Heße. Deswegen appelliert er, „die Beziehungen zwischen uns Menschen an die oberste Stelle zu setzen".

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      Weiter schreibt der Erzbischof: „Auch unsere Gemeinden werden entscheidend davon abhängen, wie wir uns neu sammeln und in unseren Gottesdiensten, vor allem der Sonntagsmesse versammeln." Die Eucharistiefeier am Sonntag sei als Feier des Todes und der Auferstehung Jesu Christi die Versammlung der Kirche und jeder Gemeinde schlechthin. „Wir werden als Kirche vieles neu aufbauen müssen", so Heße. Das berge sicherlich neue Chancen. Er sei sehr froh über den Einsatz und die Kreativität, mit denen die Menschen in den Gemeinden schon jetzt das Beste aus der Situation machten und dabei auch wertvolle positive Kirchenerfahrungen sammelten.

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      Hinweis:

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      Der vollständige Text des Hirtenwortes, Übersetzungen und ein Video mit Erzbischof Heße ist auf www.erzbistum-hamburg.de/Hirtenwort zu finden.

    • Erzbischof ernennt Bergner und Mecklenfeld zu Domkapitularen - 04.02.21

      Der Schweriner Propst Georg Bergner (43) und der Hamburger Pfarrer Franz Mecklenfeld (67) werden in das Domkapitel des Erzbistums Hamburg aufgenommen. Erzbischof Stefan Heße ernannte sie jetzt zu Domkapitularen. In einem Gottesdienst am 25. Juni sollen sie in ihr Amt eingeführt werden.

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      Georg Bergner wurde 1977 in Hannover geboren und 2005 in Rom zum Priester geweiht. Er arbeitete zunächst als Kaplan, dann als Jugendseelsorger in Hamburg. Von 2011 bis 2014 leitete er die Pastorale Dienststelle des Erzbistums Hamburg. 2017 promovierte er mit einer Arbeit über den „Volk Gottes"-Begriff. Seit 2018 ist er Pfarrer in Schwerin und Dekan in der Region Mecklenburg.

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      Franz Mecklenfeld wurde 1953 in Bersenbrück geboren. 1980 empfing er in Osnabrück die Priesterweihe und arbeitete danach als Seelsorger in Kiel und Melle. Von 1989 bis 1999 war er Pfarrer in Kiel, danach leitete er bis 2006 die Gemeinde in Halstenbek. Von 2006 bis 2016 war er Propst in Lübeck, und seit 2017 leitet er die Entwicklung des Pastoralen Raumes Eimsbüttel, Harvestehude und Winterhude in Hamburg.

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      Stichwort: Domkapitel

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      Das Domkapitel ist das leitende Gremium an katholischen Bischofskirchen. Ist die Bischofskirche Sitz eines Erzbischofs oder Metropoliten, wird das Domkapitel auch als Metropolitankapitel bezeichnet.
      Vorsitzender des Domkapitels ist der Dompropst, der das Kapitel nach außen vertritt und die Kapitelssitzungen leitet. Das Domkapitel unterstützt den Bischof in der Leitung und Verwaltung des Bistums. Eine wichtige Aufgabe besteht darin, nach dem Amtsverzicht oder Tod eines Bischofs den neuen Bischof zu wählen.
      Zum Hamburger Domkapitel gehören Dompropst Franz-Peter Spiza, Generalvikar Ansgar Thim, Weihbischof Horst Eberlein und die Domkapitulare Thomas Benner, Berthold Bonekamp, Peter Mies und Leo Sunderdiek.

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      Fotonachweis: Mathias Scharf fotografierte Georg Bergner. Kathrin Erbe fotografierte Franz Mecklenfeld. Der Abdruck ist frei.

    • Die St. Ansgar-Woche fällt erstmals aus. Fast ganz - 25.01.21

      Die St. Ansgar-Woche der katholischen Kirche in Hamburg fällt in diesem Jahr zum ersten Mal aus. Der Grund dafür sind die coronabedingten Einschränkungen auch des kirchlichen Lebens. Die Woche, die seit 1974 jährlich begangen wird, hätte eigentlich vom 30. Januar bis 7. Februar stattfinden sollen.

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      Gefeiert werden lediglich zwei Gottesdienste mit Erzbischof Stefan Heße im St. Marien-Dom: am Sonntag, 31. Januar, um 10 Uhr und am Mittwoch, 3. Februar, dem Gedenktag des Heiligen Ansgar, um 12.30 Uhr.

    • Erzbischof Heße unterstützt Aktion #lichtfenster - 25.01.21

      Der Hamburger Erzbischof Stefan Heße unterstützt die von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier angestoßene Aktion #lichtfenster. Er sagt: „Es ist nur eine Kerze. Es ist nur ein Zeichen. Aber wir leben von solchen Zeichen der Solidarität und des Mitgefühls." Der Bundespräsident hatte dazu aufgerufen, ab heute abends ein Licht ins Fenster zu stellen, um an die Corona-Toten zu erinnern und an die Menschen, die um ihr Leben kämpfen, und um ein Zeichen der Anteilnahme für alle Angehörigen zu setzen.

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      Foto: Erzbischof Stefan Heße zündet eine Kerze an und stellt sie in ein Fenster des Bischofshauses (Foto: Andreas Hüser/Neue KirchenZeitung – Abdruck frei).

    • Bundesweites Jahr der Ökumene 2021/2022 eröffnet - 24.01.21

      Mit dem zentralen Gottesdienst zur Gebetswoche für die Einheit der Christen ist heute (24. Januar 20201) in der Hamburger St. Petri-Kirche das Jahr der Ökumene 2021/2022 eröffnet worden. Zu dem Gottesdienst hatte die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland gemeinsam mit der ACK in Hamburg eingeladen. Erzpriester Radu Constantin Miron, Vorsitzender der ACK in Deutschland, betonte in seiner Predigt, dass Glaube und Handeln für Christinnen und Christen untrennbar zusammengehören. Das Motto der Gebetswoche „Bleibt in meiner Liebe und ihr werdet reiche Frucht bringen" aus dem Johannesevangelium drücke diesen Zusammenhang deutlich aus.

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      Erzpriester Miron sagte, dies bilde die Grundlage dafür, dass sich die ACK in Deutschland im Jahr der Ökumene zum einen bei der Feier des ökumenischen Tags der Schöpfung engagiere oder sich für die Unterstützung nachhaltiger Projekte des Umweltschutzes einsetze. Zum anderen diskutiere die ACK auch über die theologischen Fragen von Abendmahl und Amt oder sei präsent auf dem 3. Ökumenischen Kirchentag in Frankfurt. „Frucht bringen heißt also beides für uns: das ganz konkrete Handeln an unseren Nächsten und das Wachsen im Heiligen Geiste, das diesem Handeln zugrunde liegt", so der ACK-Vorsitzende.

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      „Dieser Gottesdienst ist in jedem Jahr ein Gedenkpunkt auf dem langen Weg, den wir seit vielen Jahrzehnten gehen", sagte Weihbischof Horst Eberlein (Erzbistum Hamburg). „Er ermutigt und stärkt uns, den guten Weg zur Einheit weiter zu gehen. Gerade jetzt, wo die Coronakrise den Blick auf vieles andere verstellt, hilft er uns, einander wieder in den Blick zu nehmen. Er steht dafür, dass nicht jeder für sich allein betet. Wir haben den Auftrag, gemeinsam zu gehen", so Weihbischof Eberlein.

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      Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher erinnerte in seinem schriftlichen Grußwort daran, dass in Hamburg Menschen aus 180 Staaten der Welt leben. „Die Vielfalt an Kulturen und Religionen, die sich gegenseitig respektieren, ist ein fester Bestandteil unserer weltoffenen und internationalen Metropole. Die ACK, das interreligiöse Forum und viele Gläubige setzen sich dafür ein, dass Möglichkeiten der Begegnung, des Austausches und der Zusammenarbeit geschaffen werden. So finden sich die Grundsätze der Ökumene in vielen Bereichen unserer Stadtgesellschaft wieder. Wie vieles andere hat die Corona-Pandemie auch die Planungen zum Jahr der Ökumene durcheinandergebracht. Doch auch mit Abstand kann man zusammenstehen und Gemeinschaft erleben."

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      „Wenn die Vielfalt der Kirchen zu einem ökumenischen Gottesdienst zusammenkommt, dann lebt Ökumene", so Pastor Uwe Onnen, Vorsitzender der ACK in Hamburg. „Und wenn diese ökumenische Gemeinschaft zusammenkommt, um für die Einheit der Christinnen und Christen zu beten, dann ist das Ausdruck von Vertrauen untereinander und Anerkennung des einen Glaubens an Jesus Christus. Ökumene ist daher konstruktive Versöhnungsarbeit und zeigt bis hinein in die Gesellschaft, es lohnt sich miteinander zu reden, aufeinander zu hören und miteinander Wege zu gehen."

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      Bischöfin Kirsten Fehrs von der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland sagte: „Ich freue mich, heute diesen ökumenischen Gottesdienst zur Gebetswoche für die Einheit der Christen zu feiern – und zwar genau hier in der St. Petri-Kirche (unter dem achtsamen Blick des heiligen Ansgar, Brückenbauer par excellence), mitten in der Stadt und in der Gesellschaft. Gerade in diesen Zeiten, in denen die Pandemie Polarisierungen fördert, setzen wir damit auch international ein starkes Zeichen der Verbundenheit. Die Verstreuten zusammenzubringen, die Streitenden zu versöhnen, die Ängstlichen zu trösten und für die Nächsten nah und fern zu beten: Das ist unser gemeinsamer Auftrag, über konfessionelle und religiöse Grenzen hinweg."

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      Predigt von Erzpriester Miron (pdf)

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      Hintergrund:
      Die Texte für die Gebetswoche für die Einheit der Christen 2021 wurden von der monastischen Kommunität von Grandchamp (Schweiz) vorbereitet. Das Thema „Bleibt in meiner Liebe und ihr werdet reiche Frucht bringen" basiert auf der Bibelstelle im Johannesevangelium 15,1-17 und geht zurück auf die Berufung der Gemeinschaft von Grandchamp zu Gebet, Versöhnung und Einheit in der Kirche und der Menschheitsfamilie.

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      In den 1930er Jahren wurde die Bedeutung des Schweigens für das Hören auf Gottes Wort von einigen reformierten Frauen aus der französischsprachigen Schweiz wiederentdeckt, die sich die „Frauen von Morges" nannten. Heute gehören zur Gemeinschaft 50 Schwestern aus verschiedenen Generationen, kirchlichen Traditionen, Ländern und Kontinenten. In ihrer Vielfalt sind die Schwestern ein lebendiges Gleichnis der Gemeinschaft. Die ersten Schwestern erlebten den Schmerz der Spaltung zwischen den christlichen Kirchen. In diesem Kampf wurden sie durch ihre Freundschaft mit Pater Paul Couturier, einem Pionier der Gebetswoche für die Einheit der Christen, ermutigt. Daher stand das Gebet für die Einheit der Christen von Anfang an im Mittelpunkt des Lebens der Gemeinschaft.

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      Weltweit wird die Gebetswoche jedes Jahr entweder vom 18. bis 25. Januar oder in der Zeit von Christi Himmelfahrt bis Pfingsten gefeiert. Ihre Ursprünge gehen bis in das 19. Jahrhundert zurück. Seit 1968 wird die Gebetswoche gemeinsam vom Päpstlichen Rat zur Förderung der Einheit der Christen und dem Ökumenischen Rat der Kirchen verantwortet.

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      In den Jahren 2021 und 2022 stehen mehrere große Ereignisse bevor, darunter regionale und deutschlandweite Projekte, die das ökumenische Zusammenleben in Deutschland in seiner Vielfalt stärken sollen. Die ACK hat deshalb das „Jahr der Ökumene 2021/2022" ausgerufen, das mit dem heutigen Gottesdienst eröffnet wurde.

    • Erzbistum Hamburg: Zukunft sichern, Gebäudebestand verringern - 15.01.21

      Für die Vermögens- und Immobilienreform im Erzbistum Hamburg beginnt die Umsetzungsphase. Nach zweijähriger Vorarbeit einer Arbeitsgruppe und Rückmeldungen aus Gremien und Pfarreien hat Erzbischof Stefan Heße eine Rahmenordnung unterzeichnet, die am 25. Januar in Kraft tritt.

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      Ein wesentlicher Aspekt der Reform ist die Verringerung des Immobilienbestandes in den Pfarreien und auf Bistumsebene. Dabei stehen alle rund 800 Gebäude auf dem Prüfstand. Ziel der Reform ist es, die bilanzielle Überschuldung des Erzbistums zu verringern und wieder finanzielle Freiräume für die Seelsorge zu gewinnen. Außerdem wird es Veränderungen bei den finanziellen Zuweisungen für die Arbeit in den Pfarreien geben.

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      In der Präambel der Rahmenordnung heißt es: „Die Lebendigkeit unserer Kirche hängt von den Gläubigen und ihren Beziehungen ab. Strukturen, Institutionen, Finanzen und auch Gebäude sind für das kirchliche Leben stets Mittel zum Zweck. Die Vermögens- und Immobilienreform geht die notwendigen Schritte, um Lasten und Kosten gerade im Immobilienbereich zu minimieren und die Zukunftsgestaltung zu ermöglichen."

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      In einem Begleitschreiben an die Seelsorgerinnen und Seelsorger im Erzbistum betont der Erzbischof: „Es wird für uns als Kirche in der Diaspora darum gehen, die beste Lösung zu entwickeln, Kooperationen in der Ökumene und Partnerschaften im gesellschaftlichen Umfeld zu gestalten. Dies wird auch einhergehen mit Trauer und Abschied von liebgewonnenen, vertrauten und zur Heimat gewordenen Gebäuden, die von unseren Vorfahren errichtet wurden. Sicher werden dabei auch neue Orte und Weisen gefunden werden, um gastfreundlich zu sein, sich miteinander zu treffen, Gottesdienst zu feiern und einander im Glauben zu stärken."

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      Ab dem Sommer sollen alle rund 800 Immobilien der Pfarreien und des Erzbistums in Primär- und Sekundärimmobilien unterteilt werden. Dieser Entscheidungsprozess soll Ende 2022 abgeschlossen sein.
      Primärimmobilien sind demnach wichtig für die Arbeit der Pfarreien vor Ort und werden auch künftig finanziell berücksichtigt. Sekundärimmobilien sind nicht unbedingt notwendig. Sie sollen entwickelt, verpachtet oder verkauft werden. Der Prozess dieser Unterscheidung geschieht vor Ort in den Pfarreien. Das Ergebnis wird dem Erzbischof zur Entscheidung vorgelegt.

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      Vorgaben für die Reduzierung des Immobilienbestandes gibt es nicht. Es muss allerdings sichergestellt werden, dass die Instandhaltung der verbleibenden Primärimmobilien künftig und dauerhaft finanziert werden kann.
      Das Geld dafür und für die seelsorgliche Arbeit vor Ort soll ab Januar 2022 in einer Haushaltszuweisung an die Pfarreien zusammengefasst werden. Heute macht das Aufgabenfeld „Pfarreien und pfarreiliche Pastoralangebote" rund 39 Millionen Euro oder 40 Prozent des Bistumshaushalts aus. Dazu gehören die Gehälter der 330 Seelsorgerinnen und Seelsorger, die Dienstleistungen der Bistumsverwaltung für die Pfarreien, die direkten Zahlungen an die Pfarreien und die besondere Seelsorge etwa in den muttersprachlichen Gemeinden.

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      Der prozentuale Anteil am Gesamthaushalt soll auch künftig gleichbleiben. Er wird aber real durch die sinkenden Kirchensteuereinnahmen geringer werden. Außerdem wird ein pastoraler Innovationsfonds mit jährlich 500.000 Euro ausgestattet.

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      Hinweis für die Redaktion:
      Anbei erhalten Sie die aktuelle Ausgabe des Kirchlichen Amtsblatts mit der vollständigen Fassung der Rahmenordnung.

    • Gottesdienst zum 26. Jahrestag der Bistumsgründung - 04.01.21

      Am 7. Januar 1995 wurde das Erzbistum Hamburg (wieder-) gegründet. Zum Jahrestag der Bistumsgründung feiert Erzbischof Stefan Heße einen Gottesdienst am Donnerstag (7. Januar 2021) um 18.15 Uhr im Hamburger St. Marien-Dom.

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