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„SeSam geht mich gar nichts an“?! Episode 1

Typische Vorurteile zu SeSam - und was wirklich dahinter steckt.

Veröffentlicht am: 3. Juni 2026
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„Das Generalvikariat spart die Pfarreien kaputt“ oder „Wir in der Fläche werden abgehängt“ - solche und andere Vorurteile haben wir als Projektteam bei Info- und Austauschveranstaltungen zu SeSam und in diversen persönlichen Gesprächen oft gehört.

Wir finden: schade! Denn bei SeSam geht es doch um nicht weniger als die Gestaltung unserer Zukunft als katholische Kirche im Norden. Und die geht nicht nur uns alle was an, sondern wird Früchte tragen, wenn wir gemeinsam nach vorne denken und Herausforderungen angehen.

In mehreren Blog-Beiträgen möchten wir daher ein paar „Vorurteile“ und kritische Kommentare konstruktiv aufgreifen, die uns in den vergangenen Monaten im Zusammenhang mit SeSam immer wieder begegnet sind. Nach und nach werden wir diese auch ins FAQ einpflegen, damit Sie sich noch leichter einen Überblick über das Projekt schaffen können.

Ihnen fallen noch weitere kritische Kommentare oder Fragen ein? Dann schreiben Sie uns gerne an projekt-sesam@erzbistum-hamburg.de .

 

„Das Generalvikariat spart die Pfarreien kaputt“

Die Idee von SeSam ist nicht, so viel Geld zu sparen wie möglich. Vielmehr möchten wir unsere Kirche gestalten und zukunftsfähig machen, damit die Botschaft des Evangeliums auch weiterhin hier im Norden verkündet werden kann. Dafür versuchen wir, unsere Mittel möglichst zielgerichtet und nachhaltig einzusetzen.
Natürlich sehen wir uns auch mit finanziellen Herausforderungen konfrontiert. Und mit diesen müssen wir umgehen, um nachhaltige Strukturen zu schaffen, die auch mit weniger werdenden finanziellen Mitteln Bestand haben. Bei all dem möchten wir nichts „kaputt“ machen, sondern aktiv und mit unseren Möglichkeiten gestalten.

„Entscheidungen werden von oben herab gefällt“

Im Erzbistum Hamburg verstehen wir uns als synodale Kirche. Die Gestaltung unserer Zukunft lebt davon, dass sich alle Getauften auf Augenhöhe begegnen und an Entscheidungen und Entwicklungen beteiligt werden. Das zeigt sich unter anderem in unserer Haltung und der Art, wie wir einander begegnen. Bei der Entwicklung des SeSam-Fahrplans spielten die Resonanzen der Kirchenmitglieder eine große Rolle und wurden in verschiedenen Informations- und Gesprächsformaten oder dem Forum SeSam im Mai 2025 eingeholt.

Und auch jetzt, wo es um die Umsetzung geht, bleiben wir weiterhin im Gespräch: Mit Perspektivabenden, weiteren Infoveranstaltungen und der Möglichkeit, sich direkt an das SeSam-Projektteam zu wenden.

„Wir in der Fläche werden abgehängt und spielen in den Planungen des Erzbistums gar keine Rolle“

Es war ja einer der Auslöser für die Idee von SeSam, dass viele Aktive in den Pfarreien vor Ort und auch im Generalvikariat und der Bistumsleitung festgestellt haben: Wir werden unsere große Fläche im Erzbistum Hamburg mit unseren uns zukünftig zur Verfügung stehenden Mitteln und Möglichkeiten so nicht mehr bedienen und versorgen können.

Deshalb wollen wir das, was vor Ort aktuell lebt und stattfindet, stärken, wir wollen stärker vernetzen und schauen: Was ist vor Ort noch nötig, was läuft schon, was braucht Unterstützung und was kann neu wachsen? Und natürlich auch: Was wollen und können wir in Zukunft nicht mehr leisten?
Genau das steht hinter der Idee der Basisstationen: Wir wollen, dass Kirche, Pastoral, Begegnung und Glaube weiterhin vor Ort lebendig bleiben können. Deshalb sollen die Basisstationen Supportebenen sein, um Kirche in der Fläche weiterhin zu ermöglichen.

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