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„Macht euch die Hände schmutzig. Setzt euch ein“

Erzbischof zur ersten Enzyklika von Papst Leo XIV. 

Veröffentlicht am: 25. Mai 2026
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Andreas Sibler/ Erzbistum Hamburg

Erzbischof Dr. Stefan Heße macht in einer ersten Reaktion drei Schwerpunkte aus, die Papst Leo XIV. in seiner ersten Enzyklika „Magnifica humanitas“ setzt. „Von Anfang an spricht Leo eigentlich immer wieder über den Frieden. Er beklagt eine Normalisierung des Krieges. Wir haben uns irgendwie daran gewöhnt und dürfen uns aber damit nicht abfinden“, sagt Heße in einem Video auf der Bistumswebsite www.erzbistum-hamburg.de am Pfingstmontag. Der Papst fordere zu einem neuen Dialog auf, damit dem Frieden eine neue Chance geben werden könne.

Der zweite Punkt ist nach Ansicht Heßes ein aufmerksamer Blick des Papstes für die Kleinen, für die Armen, für die Verwundeten, auch für die Migranten. Am Umgang mit diesen Menschen sei zu erkennen, „ob wirklich die Menschlichkeit im Mittelpunkt unseres Handelns steht“, so der Erzbischof.

Der dritte Punkt sind die Überlegungen des Papstes beim Umgang mit Künstlicher Intelligenz. Er fordere ethische Maßstäbe, um angemessen mit diesen neuen Möglichkeiten umzugehen, sagte Heße. 
 
Der Papst lädt nach Auffassung des Erzbischofs ein, an der Wirklichkeit mitzubauen: „Haltet euch nicht raus, sondern engagiert euch. Setzt euch ein. Baut an der Wirklichkeit mit. Und dabei muss man sich die Hände schmutzig machen. Das heißt, man muss wirklich anpacken, damit etwas daraus wird. Papst Leo freut sich über jede Christin und jeden Christen, aber auch jeden Menschen guten Willens, der mit uns und mit ihm gemeinsam an dieser neuen Zivilisation der Liebe weiterbaut.“

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