Im Rahmen von Sendung und Sammlung (SeSam) sind oftmals Reflexionsfragen für Hauptamtliche sehr herausfordernd, da sie das eigene Berufsethos (Sorgfalt, Standesregeln, Verantwortung etc.) angehen:
a) Akzeptiere ich, dass alle „Getauften und Gefirmten“ die Kompetenz zum missionarischen Handeln mitbringen oder fühle ich mich hierarchisch doch unverzichtbar?
b) Könnte ich es ertragen, dass gewisse Projekte oder pastorale Formate anders realisiert werden, als ich es tun würde, wenn ich in der Verantwortung stünde?
c) Halte ich entsprechende „Versorgungslücken“ aus, um andere Menschen dabei zu unterstützen, ihre eigenen Lösungen und Verbündete zu finden?
d) Wie setze ich die dadurch gewonnene Zeit ein, um der „Sendung“ gerecht zu werden?
e) Inwieweit bin ich gerüstet und bereit, Begleiter und Ermöglicher zu sein, statt Drahtzieher oder Tatmensch?
f) Werden Meetings, beispielsweise Gottesdienste, als Orte erfahren, die Menschen im Sinne der Sammlung stärken und aufbauen oder eher als letzter Rückzugsort des Hauptamtlichen, seine eigene Spiritualität zu pflegen?
- Michael Veldboer, Pastoralreferent
Haben Sie Gedanken zu diesen Fragen, die Sie mit uns und mit anderen teilen mögen? Schreiben Sie uns doch gerne eine Mail an projekt-sesam@erzbistum-hamburg.de . Vielleicht dürfen wir als nächstes ja Ihren Impuls auf dem SeSam-Blog veröffentlichen?