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„Freue mich auf das, was wächst“ - Leitungsteam Schwerin im Gespräch

Wer sind die drei und welche Akzente wollen sie in der Region setzen?

Veröffentlicht am: 2. Juni 2026
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Für die Zukunft denken wir das Erzbistum Hamburg in fünf Regionen: Schwerin, Kiel, Lübeck, Rostock und Hamburg. Für die Region Schwerin, die mit ihrer Basisstation Anfang 2027 als erste an den Start gehen soll, steht inzwischen das künftige Leitungsteam fest: Pfarrer Heiko Kiehn und Pastoralreferent Matthias Bender übernehmen die Leitung gemeinsam mit Daniela Frese-Ihde, die die Verwaltungsverantwortung in der Region wahrnehmen wird.

Alle drei blicken mit Vorfreude auf ihre neue Aufgabe – und auf die Menschen, mit denen sie die Zukunft von Kirche in der Region gestalten wollen.
„Ich freue mich darauf, gemeinsam mit den Gläubigen in der Region zu überlegen, wie das kirchliche Leben unter den veränderten Voraussetzungen gestaltet werden kann“, sagt Matthias Bender.

Die Region Schwerin kennt der Pastoralreferent bereits seit vielen Jahren. Er bezeichnet sie als „doppelte Diaspora“: In Mecklenburg sind nur wenige Menschen christlich, noch weniger katholisch. Ökumene habe daher eine besondere Bedeutung: „Viele katholische und evangelische Christen sind ökumenisch aktiv und erfahren dadurch auch eine Stärkung, um sich ins Gespräch mit konfessionslosen Menschen einzubringen und Glaube in die Öffentlichkeit zu bringen“, berichtet Bender.

Daniela Frese-Ihde möchte zur Vernetzung der zur Region zugehörigen Pfarreien beitragen. „Dem einen positiven Rahmen geben“, möchte Frese-Ihde, die bislang Verwaltungskoordinatorin in drei Mecklenburger Pfarreien gewesen ist und auch für die neue Region die Verwaltungsaufgaben übernehmen wird. Wichtig ist ihr, dass die Pfarreien voneinander profitieren, aber in ihrem Wirken nicht begrenzt werden: „Die Eigenständigkeit und Besonderheiten der Pfarreien sollen nicht aufgegeben werden.“

Auch Pfarrer Heiko Kiehn freut sich auf den Neubeginn. Für ihn ist es zugleich eine Rückkehr an einen vertrauten Ort: Bereits vier Jahre war er Kaplan in Schwerin. „Ich freue mich auf die Begegnung mit den Menschen in der Region und auf die Möglichkeiten, gemeinsam mit anderen kreativ zu überlegen, wie wir den Glauben so ausbuchstabieren können, dass möglichst viele Menschen darin wirklich eine frohe Botschaft erkennen.“
Gleichzeitig fällt ihm der Abschied von seiner bisherigen Pfarrei Heiliger Martin nicht leicht. „Hin und wieder habe ich den Eindruck, so langsam etwas von dem aufgehen sehen, was ich vor einigen Jahren säen konnte“, sagt er.

Sendung und Sammlung – das sei für Pfarrer Kiehn wie Ein- und Ausatmen. „Der christliche Auftrag ist immer Mission, also Sendung. Christ bin ich für andere. Die Sammlung ist die immer wiederkehrende Konzentration auf Gott, ohne den Mission leer und nicht denkbar ist.“

SeSam fußt auf diesen Begriffen, sei laut Kiehn für viele im Bistum aber noch mit Unsicherheiten und Fragen verbunden. „Für mich ist SeSam ein Versuch einer Antwort auf die Herausforderungen unserer Zeit.“ Diese Antwort sei aber noch nicht fertig: „Sie wird sich weiter entfalten müssen und darf auch – wenn es nötig ist – korrigiert und neu formuliert werden.“

Für Matthias Bender geht es vor allem darum, vor Ort zu fragen: „Was braucht ihr in der Gemeinde? Wo können wir uns ergänzen, wo können wir unterstützen?“ Zugleich müsse man ehrlich schauen, „was schaffen wir noch und was geht nicht mehr?“.

Dazu möchte er zunächst mit den Menschen in der Region ins Gespräch kommen und sie so kennenlernen. Ähnlich geht es Pfarrer Kiehn, der so ergründen möchte, wie Gemeinschaft in der Region ermöglicht werden und beispielsweise die Gestaltung ansprechender Gottesdienste gelingen kann. Außerdem sei Kiehn wichtig, „dass die Menschen den Glauben als Mehrwert erfahren.“

Mut macht den drei Leitungsverantwortlichen vor allem das Engagement vieler Menschen in den Gemeinden. Matthias Bender erlebt „viele motivierte Christen, die sich ehrenamtlich in den Gemeinden und in der Gesellschaft einbringen“. Besonders freue ihn das wachsende Interesse von vielen Menschen, auch Jugendlichen und jungen Erwachsenen, an Glaubensgesprächen, Bibelkreisen und Gebet.

Für eine fruchtbare gemeinsame Arbeit haben die drei bei einem ersten Leitungsworkshops bereits die ersten Grundsteine gelegt und werden das nun weiter ausbauen. Daniela Frese-Ihde freue sich auf den „konstruktiven Austausch zwischen Pastoral und Verwaltung“ mit ihren neuen Kollegen. Und Pfarrer Kiehn spürt bereits eine Offenheit und Sympathie füreinander sowie die Lust, gemeinsam Verantwortung für die Region zu übernehmen.“

Oder, wie Daniela Frese-Ihde es zum Schluss formuliert: „Ich freue mich auf das, was wächst.“

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