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Erzbischof kritisiert Einschränkungen bei Integrationskursen

Veröffentlicht am: 12. Februar 2026
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Andreas Sibler/ Erzbistum Hamburg

Das vorläufige Aus für eine freiwillige Teilnahme an Integrationskursen stößt weiter auf Widerspruch. „Damit wird eine erhebliche Hürde zu gelingender Integration aufgebaut“, sagte der katholische Flüchtlingsbischof Stefan Heße am Donnerstag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Konkret habe die Entscheidung des Bundesinnenministeriums zur Folge, dass Geflüchtete aus der Ukraine oder auch EU-Bürger von Integrationskursen ausgeschlossen würden, so der Hamburger Erzbischof. Das halte er für kontraproduktiv: „Als Kirche haben wir immer wieder betont: Integration muss erleichtert und nicht erschwert werden.“

Integrationskurse richten sich an Menschen mit keinen oder geringen Deutsch-Kenntnissen. Zuletzt war bekanntgeworden, dass das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge seit Ende November keine Berechtigungsscheine für eine freiwillige Teilnahme an den Kursen mehr ausstellt. Das Innenministerium will laut eigenen Angaben Geflüchteten mit dauerhafter Bleibeperspektive bei der Teilnahme bevorzugen. Hintergrund sind demnach auch Einsparungen. Nach Angaben des Bundesinnenministeriums kostet ein Kurs für jeden Teilnehmer mehrere Tausend Euro.

Grundlagen des Zusammenlebens

„Wir alle wissen: Integrationskurse eröffnen einen Zugang zur deutschen Sprache und vermitteln die Grundlagen des Zusammenlebens in unserem Land“, so Erzbischof Heße, der innerhalb der Deutschen Bischofskonferenz Sonderbeauftragter für Flüchtlingsfragen und Vorsitzender der Migrationskommission ist.

Auch mit Blick auf die Perspektive, sich erfolgreich in den Arbeitsmarkt zu integrieren, seien die Kurse von Bedeutung, so Heße. Sie bildeten einen wichtigen Schlüssel zu gesellschaftlicher Teilhabe. „Mit gutem Grund haben sich die Regierungsparteien im Koalitionsvertrag das Ziel gesetzt, mehr in Integration zu investieren. An diesem Anspruch sollte sich die Bundesregierung weiterhin messen lassen.“

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