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Erzbischof Heße schreibt jüdischen Glaubensgeschwistern zu Rosch ha-Schana

Veröffentlicht am: 22. September 2025
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Andreas Sibler/ Erzbistum Hamburg

Anlässlich des heutigen jüdischen Neujahrsfestes Rosch ha-Schana hat Erzbischof Dr. Stefan Heße seinen jüdischen Glaubensgeschwistern und den jüdischen Gemeinden auf dem Gebiet des Erzbistums Hamburg seine Glück- und Segenswünsche übermittelt.

In seinem Brief wünscht der Erzbischof „Zuversicht sowie Freude am und Stärke im Glauben an G’TT, dessen Treue zum jüdischen Volk ewigen Bestand hat“. Heße betont, dass die Wiederkehr jüdischen Lebens in Deutschland nach der Shoa ein „unverdientes Geschenk“ sei – auch für die katholische Kirche in Deutschland und im Erzbistum Hamburg. Dieses Geschenk zeige sich in persönlichen Begegnungen, im vielfältigen Engagement der jüdischen Gemeinden für die Stadtgesellschaft und im lebendigen jüdischen Glauben.

Mit Blick auf das 60-jährige Jubiläum der Konzilserklärung Nostra aetate hebt Heße hervor, dass das Zweite Vatikanische Konzil „mit großer Hochachtung von der jüdischen Religion“ spreche. Der Erzbischof unterstreicht die Bedeutung von gegenseitiger Kenntnis, Solidarität und Achtung, „als Ausdruck tiefer Wertschätzung“, der „in Zeiten anwachsenden weltweiten Antisemitismus wichtiger denn je“ sei.

Dankbar äußert sich der Erzbischof über die bestehenden Kontakte zwischen der Jüdischen Gemeinde in Hamburg K.d.ö.R. und dem Erzbistum Hamburg. Besonders wertvoll seien Begegnungen junger Menschen, da sie zur Verständigung und zu einem solidarischen Miteinander beitrügen.

Zum Schluss seines Schreibens erinnert Heße an den gemeinsamen Glauben von Judentum und Christentum: „Das Christentum und das Judentum teilen den Glauben an den EINEN G’TT, der kein Ferner ist, sondern sich immer wieder der Welt zuwendet und dabei auf unsere Hinwendung zu IHM hofft. […] Möge das neue Jahr ein süßes, gesundes, friedenbringendes und glückliches sein. Shana tova u’metuka!“

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