Fünf Tage, 900 Veranstaltungen, 74.000 Menschen. Der Katholikentag in Würzburg war das größte Christentreffen in Deutschland 2026. Und nach Ansicht der Veranstalter alles andere als eine innerkirchliche Nabelschau.
Nach dem Katholikentag in Würzburg haben die Veranstalter und andere Kirchenvertreter eine erste positive Bilanz gezogen. Das gelte vor allem mit Blick auf die Inhalte, doch zufrieden sei man auch mit der Resonanz, betonte das veranstaltende Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK). Insgesamt seien rund 74.000 Menschen zu dem fünftägigen Christentreffen an den Main gekommen.
ZdK-Präsidentin Irme Stetter-Karp sprach von einem "großartigen Katholikentag des Engagements und Zusammenhalts als Signal gegen Hass, Hetze und Unmenschlichkeit". Die Teilnehmenden hätten gezeigt, dass man eine gerechte, offene und demokratische Gesellschaft sein wolle und diese Werte auch mit aller Kraft verteidige.
Auch der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Heiner Wilmer, blickte auf einen "wunderbaren Katholikentag" zurück. Er verwies auf die alte Mainbrücke in Würzburg, die man auch als Symbol dafür verstehen könne, wie Kirche in die Gesellschaft wirken wolle: Sie verbinde die Menschen und lasse sie bei Gesprächen, Tanz und Wein Freude, Tiefe und Schönheit des Lebens spüren.
Der Katholikentag sei auch sehr politisch gewesen mit dem treffenden Motto "Hab Mut, steh auf", fügte Wilmer hinzu - auch mit Blick auf kritische Stimmen zu diesem Aspekt: "Unsere Kirche ist politisch, denn das Evangelium ist Politik pur!"
Zum Abschluss wurde zum nächsten Deutschen Katholikentag eingeladen, der 2028 in Paderborn stattfinden soll. Bereits 2027 ist der Deutsche Evangelische Kirchentag in Düsseldorf geplant. KNA
Der Erzbistum Hamburg präsentierte sich gemeinsam mit den Bistümer Osnabrück, Hildesheim und Münster in einem Zelt auf der Kirchenmaile des Katholikentags. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Erzbistum luden zum Gespräch, zum Kaffee und zur Begegnungen ein. In einem interaktiven Quiz konnten Besucherinnen und Besucher Projekte, Menschen und Orte im Erzbistum Hamburg kennenlernen.