Eine Woche, 34 Teilnehmende, ein Thema: Wie kann SeSam im Norden gelingen?
Anfang März ging es beim ersten Slot des Qualifizierungsprogramms für alle Mitarbeitenden der Region Nord mit Basisstation in Kiel genau um diese Frage. Da es sich um die erste von insgesamt vier Einheiten dieses Qualifizierungsprogramms handelte, standen vor allem erst einmal das Kennenlernen im Vordergrund. Die Region Nord umfasst ein großes Gebiet und viele Pfarreien, daher begegneten sich einige der Mitarbeitenden in Rendsburg zum ersten Mal.
Nach Abschluss der Woche in Rendsburg haben mehrere Teilnehmende von ihren Eindrücken berichtet und geschildert, was sie daraus für ihre Arbeit im Projekt SeSam mitnehmen.
Kollegium schaut motiviert in die Zukunft
- Ein Nachbericht von Ulrike Imbusch (Pfarrei Sankt Ansgar), Christoph Mainka (Pfarrei St. Knud) und Werner Schröder (Pfarrei Franz von Assisi)
In der ersten März-Woche hat in Rendsburg der erste Teil der Qualifizierungskurse für das Bistums-Projekt „SeSam - Sendung und Sammlung“ stattgefunden. Angesicht der in den kommenden Jahren zu erwartenden gesellschaftlichen und kirchlichen Entwicklungen möchte Erzbischof Stefan Heße mit dem Projekt SeSam - wie er sagte - „vor die Welle kommen“, einen deutlichen Sprung vorwärts machen, um aktiv zu gestalten, statt immer wieder nur auf die Entwicklungen zu reagieren zu können. Wie werden die Engagement-Felder in Zukunft aussehen? Die Sichtweise der Überlegungen muss sich „drehen“. Es wird nun mehr vom Jahr 2040 her gedacht, in dem der personelle Umbruch am deutlichsten zu Tage tritt: Was können wir ab heute vorbereiten, um als Christen in 14 Jahren unseren Glauben leben und feiern zu können?
Aus der SeSam Region Nord mit der geplanten Basisstation in Kiel waren alle hauptberuflichen Mitarbeitenden aus Pastoral und Verwaltung der fünf nördlichen Pfarreien Schleswig-Holsteins, eingeladen, sich in den Zukunftsprozess SeSam einführen zu lassen und dabei auch näher kennenzulernen. Gemeinsam mit dem Erzbischof, der während der ganzen Woche aktiv dabei war, wurde die Gelegenheit gegeben, sich zu vernetzen und die weiteren Schritte in den Blick zu nehmen. SeSam wird als Prozess gestaltet. So wurde auch während dieser Woche auf die Überlegungen und Rückmeldungen der knapp 40 Teilnehmenden situativ reagiert und das Programm gegebenenfalls entsprechend umgestaltet und angepasst. Diese Gruppe versteht sich als eine Art „Kollegium“, das motiviert in die Zukunft schaut und SeSam in der Region Nord miteinander gestalten will. Den Teilnehmenden ist es dabei wichtig, dass auch die Ehrenamtlichen und Engagierten so früh wie möglich mit einbezogen werden.
Als nächste Schritte sind Veranstaltungen auf regionaler Ebene angedacht, bevor das hauptberufliche „Kollegium“ ab Januar 2027 zu weiteren Fortbildungsmodulen zusammenkommen soll.
Für viele der Teilnehmenden hat sich mit diesem durchaus anspruchsvollen Treffen der Nebel auf dem Weg „vor die Welle“ an einigen Stellen gelichtet.
„Ein ‚Wir machen so weiter wie immer‘ kann es nicht geben“
- Ein Kommentar von Stephanie Nischik (Pfarrei Franz von Assisi)
Mit einem grummelnden Magen, mehr Fragen als Antworten und ganz viel Skepsis bin in persönlich nach Rendsburg gefahren. Zumal in der Woche vorher bekannt wurde, dass es nicht gelungen ist, die beiden Leitungsstellen für die Basisstation zu besetzen. Der Bischof hat dies zum Anlas genommen, den Start für unsere Region um ein Jahr zu verschieben. En Jahr für Antworten oder für noch mehr Fragen.
Es gilt nun, die Zeit und die Chance zu nutzen, alles Mögliche vorzubereiten, abzuklären, Weichen zu stellen. Denn eins habe ich in der Woche in Rendsburg verstanden, ein: „Wir machen so weiter wie immer“, kann es nicht geben. Alle verfügbaren Zahlen sprechen dagegen und schlagen Alarm.
Vor allem aber ist mir mein Glaube und seine Weitergabe an die nächste Generation so wichtig, dass ich bereit bin, mich auf das Wagnis und Abenteuer SeSam einzulassen. Mitzugestalten und mein Bestes zu geben, um den Glauben lebendig zu halten.
Wie Erzbischof Stefan Heße und weitere Begleiter_innen des Qualifizierungsprogramms den Auftakt in Rendsburg erlebt haben und welche weiteren Themen dort im Vordergrund standen, erfahren Sie im nächsten Blogbeitrag.