Schleswig-Holstein wird 80 Jahre alt. Aus Anlass des Landesgeburtstags feiern das Erzbistum Hamburg und die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) am Sonntag, 23. August 2026, um 10 Uhr einen festlichen ökumenischen Gottesdienst im St.-Petri-Dom zu Schleswig. Der Gottesdienst bildet den geistlichen Höhepunkt der Feierlichkeiten zum 80. Geburtstag des Landes Schleswig-Holstein. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Kirche, Politik und Gesellschaft wird an die Geschichte des Landes erinnert und zugleich der Blick auf seine Zukunft gerichtet. Die Predigt halten Nora Steen, Bischöfin im Sprengel Schleswig und Holstein der Nordkirche, und der emeritierte Weihbischof Horst Eberlein aus dem Erzbistum Hamburg.
Blick in die Zukunft und Vergangenheit
Der Gottesdienst steht unter dem Motto: “Echt glücklich!”. Für Bischöfin Nora Steen beschreiben diese Worte sowohl einen Gemütszustand als auch eine Einstellung zum Leben hier im Land zwischen den Meeren:
„80 Jahre Schleswig-Holstein erzählen von Menschen, die nach schweren Zeiten gemeinsam Zukunft gestaltet haben. Dieser Geburtstag erinnert uns daran, dass Zusammenhalt, Vertrauen und die Bereitschaft, Verantwortung füreinander zu übernehmen, unser Land bis heute prägen. Dafür sind wir dankbar, und daraus schöpfen wir Zuversicht für das, was vor uns liegt.“
Mit Blick auf die vergangenen acht Jahrzehnte sagt Weihbischof em. Horst Eberlein: „Wir bedenken und feiern 80 Jahre eines Weges. Es ist der Weg des Bundeslandes Schleswig-Holstein. Es hat nie an Menschen gefehlt, die die Hinwendung zum Nächsten gelebt, Verantwortung für Gesellschaft und Land übernommen und Frieden und Miteinander gestärkt haben.“
Im Anschluss an den Gottesdienst lädt Ministerpräsident Daniel Günther alle Besucherinnen und Besucher zu einem Empfang mit Kaffee und Kuchen in den historischen Kreuzgang (den sogenannten „Schwahl“) des St. Petri-Doms ein.
Teilhabe als gesellschaftliches Selbstverständnis
Der Gottesdienst spiegelt in seiner Gestaltung und den mitwirkenden Personen wider, was Schleswig-Holstein als Land auszeichnet: die Teilhabe von unterschiedlichen Menschen, Sprachen, Kulturen und Religionen, die nicht nur miteinander leben, sondern in vertrauensvoller Zusammenarbeit ihr Land gestalten. An der Liturgie und den weiteren Gottesdienstelementen wirken unter anderem Vertreterinnen und Vertreter der dänischen Minderheit, der friesischen Volksgruppe sowie des Verbandes Deutscher Sinti und Roma mit. Durch einen interreligiösen Friedensgruß wird das religionsnsübergreifende Miteinander im Land ebenso sichtbar wie die ökumenische Verbundenheit der christlichen Kirchen. Die musikalische Gestaltung übernehmen unter der Leitung von Domkantorin Mahela T. Reichstatt der St.-Petri-Chor Schleswig und der Posaunenchor Schleswig.