Die katholische Kirche hat in Mecklenburg-Vorpommern eine Kampagne zur Landtagswahl 2026 gestartet. Unter dem Motto „Mit Herz und Haltung für Demokratie und Nächstenliebe“ sollen die Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen als Orte des Dialogs und der Demokratie erkannt und verstanden werden. „Ziel ist es, die Menschen zu ermutigen, ihre Wahlentscheidung zu reflektieren und diese verantwortungsbewusst und wertegeleitet zu treffen“, sagte Birgit Stollhoff, Beauftragte der Erzbischöfe von Berlin und Hamburg, am … in Schwerin. Die Pfarreien und Einrichtungen würden entsprechende Banner und Plakate für die Gemeindezentren, Kitas, Schulen, Caritas-Pflegeeinrichtungen und Sozialstationen erhalten. „Dialog wirkt stärker als Ausgrenzung. Kirchliche Räume können sich so als Orte der Begegnung und der Verständigung profilieren. Und Kirche nimmt so eine konstruktive Rolle im demokratischen Diskurs ein“, sagte Stollhoff.
Auch Diözesancaritasdirektor Matthias Timmermann betont die sozialpolitische Verantwortung im Wahljahr: „Unsere Dienste und Einrichtungen sind täglich nah an den Menschen. Demokratie lebt vom Schutz der Würde jedes Einzelnen – gerade der Schwächsten in unserer Gesellschaft. Mit dieser Kampagne setzen wir ein klares Zeichen gegen Spaltung und für ein solidarisches Miteinander.“
Die Kampagne wurde von Bistumsgremien in den Erzbistümern Berlin und Hamburg und den jeweiligen Caritasverbänden initiiert.
Position der katholischen Kirche
Die gegenwärtige Ordnung Deutschlands ist grundsätzlich eine religionsfreundliche, die nicht nur die christlichen Kirchen in den Blick nimmt, sondern sich allen anderen Religionen und Religionsgesellschaften gegenüber als offen erweist und zudem die Weltanschauungsgemeinschaften nicht ausschließt.
In Deutschland übergibt der Staat einige Aufgaben an freie Institutionen (unter diesen auch den Kirchen). Hierzu gehören z.B. Kitas und Schulen, Beratungsstellen und Krankenhäuser. Der Staat übernimmt je nach Bundesland einen mehr oder weniger großen Teil der Kosten für diese Dienste. Die Kirchen und andere Freie Träger übernehmen die entsprechende Finanzierungslücke durch den Einsatz von Einnnahmen aus Kirchensteuern, Mitgliedsbeiträgen und Spenden.
Die Katholische Kirche versteht sich als eine der gesellschaftlichen Kräfte. Sie entfaltet ihre Dienste in Loyalität zum Staat, die sich u.a. im Bekenntnis zum Grundgesetzt und zur freiheitlich-demokratischen Ordnung äußert.
Position der SPD
Position der AfD
Position der CDU
Position der Linken
Position der Grünen
Position der FDP
Position des BSW
Position der katholischen Kirche
In dem Dokument Dignitas humanae erkennt die Katholische Kirche 1965 die Religionsfreiheit an. Sie setzt sich nicht nur für die Religionsfreiheit ein, sondern auch für ein gutes Miteinander der Religionen. Sie unterstützt weltweit die Religionsfreiheit und setzt sich für verfolgte Christinnen und Christen ebenso ein wie für Verfolgte anderer Religionsgemeinschaften.
Position der SPD
Position der AfD
Position der CDU
Position der Linken
Position der Grünen
Position der FDP
Position des BSW
Position der katholischen Kirche
Das Leben zu schützen vom „ersten bis zum letzten Herzschlag“, ist eine zentrale Aufgabe der ganzen Menschheitsfamilie, der sich die Katholischen Kirche in besonderer Weise verpflichtet weiß.
Sowohl der Glaube an Gott, ohne dessen schöpferische Kraft kein Leben möglich wäre, als auch ethische Überzeugungen von der Würde jedes Menschen – unabhängig von seiner Leistungsstärke – sind die wesentlichen Grundlagen für die Haltung der Kirche.
Zentral ist die Überzeugung, dass in jedem Menschen, unabhängig von Alter, Kultur, Staatsangehörigkeit, Religion und Status Jesus lebt und wirkt. (vgl. z.B. Matthäus-Evangelium 25, 40)
Position der SPD
Position der AfD
Position der CDU
Position der Linken
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Position der FDP
Position des BSW
Position der katholischen Kirche
Die Katholische Kirche betrachtet den Bildungsauftrag sowohl im Sinne der Bildung jedes einzelnen Menschen als auch der sozialen Bildung der Gesellschaft. Sie geht davon aus, dass jeder Mensch von Gott Gaben empfangen hat, die er durch Bildung entdecken und entfalten kann. Sie tritt dafür ein, dass auch im Bildungssystem - schulisch wie außerschulisch - Menschen lernen sollen, mit der Vielfalt aufgrund von Herkunft, Veranlagung und Biografie konstruktiv umzugehen, Schwächere nicht auszugrenzen, sondern sie soweit wie möglich zu integrieren und zu fördern.
Ein Kern der kirchlichen Bildungsarbeit ist es, die Menschen erfahren zu lassen, dass Gott alle Menschen liebt - mit ihren Stärken - und nicht wegen ihrer Stärken - und mit ihren Schwächen.
Position der SPD
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Position des BSW
Position der katholischen Kirche
Die Position der Katholischen Kirche findet sich u.a. in der Erklärung des Sonderbeauftragten für Flüchtlingsfragen und Vorsitzendend er Migrationskommission der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Stefan Heße (Hamburg). Auf dem sogenannten Katholischen Flüchtlingsgipfel sagte er am 5. Mai 2026:
„Auch unter schwierigen Bedingungen setzen wir uns für einen Flüchtlingsschutz ein, dessen Maßstab die Menschenwürde und die Menschenrechte sind!“Trotz vieler Schwierigkeiten und teils auch Anfeindungen engagieren sich weiterhin zahlreiche Menschen im Raum der Kirche für Schutzsuchende: Allein im Jahr 2025 konnten durch den Einsatz von über 5.000 Hauptamtlichen und 34.000 Ehrenamtlichen mindestens 443.000 Geflüchtete unterstützt werden. Erzbischof Heße: „Es ist wieder und gerade jetzt nötig, die fortgeltenden verbindlichen rechtlichen und ethischen Grundlagen des Umgangs mit Geflüchteten aktiv und öffentlich in Erinnerung zu rufen und danach zu handeln. Andernfalls droht eine fortschreitende Schwächung des demokratischen und rechtsstaatlichen Systems; unpopuläre Positionen zu verschweigen, stellt keinen Weg zu gesellschaftlichem Frieden dar, sondern stärkt die extremen Randpositionen.“
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Position des BSW
Die Erzbistümer Hamburg und Berlin wollen in Mecklenburg-Vorpommern mit einer Kampagne den Dialog und die Demokratie stärken. Birgit Stollhoff ist Leiterin des Katholischen Büros in Schwerin und erklärt im Gespräch mit DOMRADIO.DE den Ansatz der Kirchen.
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