Kirchen und soziale Organisationen leisten täglich viel für Menschen vor Ort. Damit das auch in Zukunft gelingt, braucht es Menschen, die dieses Engagement ermöglichen und finanziell mittragen. Gerade jetzt, da Mitgliederzahlen und Kirchensteuereinnahmen zurückgehen, wird die Frage, wie sich Unterstützung gewinnen und tragfähige Beziehungen zu Spenderinnen und Spendern aufbauen lassen, drängender. Darum ging es am 29. und 30. September bei der faith+funds 2026 in der Katholischen Akademie Hamburg, der bundesweiten Fachtagung für Fundraising in Kirche, Caritas, Diakonie und Orden.
Unter dem Motto „Auf Kurs im kirchlichen Fundraising?“ richtete die faith+funds den Blick auf die Veränderungen, vor denen kirchliche und gemeinnützige Organisationen stehen. Voneinander lernen, gemeinsam Antworten entwickeln und Erfahrungen teilen: Genau dafür ist die faith+funds seit vielen Jahren der zentrale Treffpunkt im deutschsprachigen Raum.
Schon der Auftakt setzte ein ökumenisches Zeichen. Mit digitalen Grußworten wandten sich Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt von der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland und Erzbischof Dr. Stefan Heße vom Erzbistum Hamburg an die Teilnehmenden.
Auch das Fachprogramm nahm Impulse aus dem gemeinnützigen Sektor auf. Die Keynote hielt Sina Nägel, Head of Fundraising bei Amref Health Africa und zuvor bei Greenpeace Deutschland. Sie sprach darüber, wie gemeinnützige Organisationen jüngere Generationen für das Spenden gewinnen und welche Ansätze sich auf Kirche, Caritas, Diakonie und Orden übertragen lassen.
In zahlreichen Masterclasses, Kurzsessions und Pecha-Kucha-Impulsen ging es anschließend um konkrete Herausforderungen aus der Praxis. Auf dem Programm standen unter anderem Fundraising für den Erhalt kirchlicher Gebäude, Fördermittel und Stiftungen, Großspenden und Social Media, datenbasiertes Arbeiten, Mitgliederkommunikation und kirchlicher Datenschutz. Ein Workshop widmete sich etwa der Sanierung und Umnutzung kirchlicher Gebäude aus katholischer und evangelischer Perspektive und machte damit greifbar, was die Tagung insgesamt prägt: das gemeinsame Lernen über Konfessionsgrenzen hinweg.
„Kirchliches Fundraising steht heute an einem Wendepunkt. Wer die Transformation gestalten will, braucht starke Netzwerke und den offenen Austausch über das, was funktioniert. Die faith+funds ist der Ort, an dem genau das möglich wird“, so Larissa Probst, Geschäftsführerin des Deutschen Fundraising Verbands.
„Ohne Fundraising könnte in vielen Teilen der Welt Kirche überhaupt nicht funktionieren." betonte Erzbischof Heße und dankte den Teilnehmenden für ihren Einsatz.
Save the Date: Die nächste faith+funds findet am 29. und 30. September 2027 in Ludwigshafen am Rhein statt.
Die faith+funds ist die bundesweite Fachtagung für Fundraising in Kirche, Caritas, Diakonie und Orden. Sie bringt ehren- und hauptamtliche Fundraiser*innen aller Erfahrungsstufen zusammen, um aktuelle Entwicklungen und Zukunftsfragen des kirchlichen Fundraisings zu diskutieren. Verantwortet wird sie von der Fachgruppe Kirche im Deutschen Fundraising Verband e.V.