Es glänzte und funkelte im Europaparlament, als am frühen Mittwochnachmittag 19 Sternsingerinnen und Sternsinger aus Deutschland, Ungarn, Rumänien, Italien, Österreich und Belgien - darunter Annalena, Jakob, Sam und Emily aus der Pfarrei St. Knud in Husum - mit ihren Kronen, Sternen und in ihren festlichen Gewändern Einzug hielten. Zu Gast waren die Königinnen und Könige bei Sabine Verheyen, Vizepräsidentin des Europaparlaments. „Ihr bringt uns den Segen, den wir für unsere politische Arbeit sicherlich brauchen können. Vielen Dank für euer Engagement“, machte die Europapolitikerin aus Aachen bei der Begrüßung der Kinder und Jugendlichen deutlich. „Ihr strahlt Hoffnung, Zuversicht und Hilfsbereitschaft aus. Mit eurem Engagement zeigt ihr, wie wichtig es ist, sich füreinander einzusetzen, unabhängig von Herkunft, Sprache oder Religion. Es ist großartig, dass ihr dieses Jahr darauf aufmerksam macht, dass jedes Kind das Recht hat zur Schule zu gehen. Wir brauchen große Veränderungen weltweit, wenn es darum geht, Kinderrechte zu schützen. Die Aktion lädt auch zum Hinschauen ein und zum Verantwortung übernehmen. Und das habt ihr an uns Abgeordnete gerichtet, dass wir mit unseren Entscheidungen diese Verantwortung wahrnehmen, dass sich die Situation von Kindern verändert in aller Welt.“
Sabine Verheyen empfing in ihrer Funktion als EU-Vizepräsidentin zum zweiten Mal Sternsingerinnen und Sternsinger in Brüssel. Verheyen, selbst 25 Jahre lang Begleiterin der Sternsingerinnen und Sternsinger in ihrer Heimatstadt, lobte die Aktion Dreikönigssingen, die getragen sei „von einem unendlich großen Einsatz von Kindern und Jugendlichen, die bereit sind, bei Wind und Wetter loszuziehen von Tür zu Tür, die bereit sind, sich auf den Weg zu machen, um anderen zu helfen. Und Sternsinger zeigen, dass Hilfe und Solidarität nicht halt machen an Grenzen“.
Segensreiche Besuche im Herzen Europas
Passend zum deutschen Aktionsthema „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“ stellten die Mädchen und Jungen im Alter von neun bis 15 Jahren im Europaparlament die Lebenssituation arbeitender Kinder aus verschiedenen Ländern der Einen Welt vor und formulierten ihre Wünsche an die Europapolitik zum Einsatz gegen Kinderarbeit. Bereits zum 18. Mal seit 2008 schrieben die Königinnen und Könige ihren Segen an ein europäisches Parlamentsgebäude. Die Vertretung der deutschen Sternsingerinnen und Sternsinger hatten Annalena (15), Jakob (13), Sam (13) und Emily (13) aus der Pfarrei St. Knud in Husum (Nordfriesland, Erzbistum Hamburg) übernommen.
Während des Empfangs begrüßte auch EU-Parlamentspräsidentin Roberta Metsola die Sternsingerinnen und Sternsinger und bedankte sich ebenfalls für deren Einsatz. Im Anschluss segneten die Kinder und Jugendlichen die Büros der Abgeordneten ihres jeweiligen Heimatlandes. Am Vormittag hatten die Sternsingerinnen und Sternsinger aus sechs Nationen bereits traditionell das Sekretariat der COMECE (Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft) besucht.
Bereits am Tag zuvor sind die Sternsingerinnen und Sternsinger aus den verschiedenen Ländern in Brüssel angereist, um für den großen Auftritt im Europaparlament und in der Europäischen Kommission gemeinsam zu proben.