Mit einem deutlichen Aufruf zu einem Christsein „für die anderen“ hat Erzbischof Dr. Stefan Heße sein diesjähriges Bischofswort an die Gläubigen im Erzbistum Hamburg gerichtet. Unter dem Leitbegriff der Proexistenz erinnert der Hamburger Erzbischof daran, dass der christliche Glaube nicht selbstbezogen, sondern, dem Vorbild Jesu Christi folgend, bedeute, für andere da zu sein. „Die Kirche ist immer extrovertiert. Es gibt sie für die anderen, für die Welt, für die Menschheit und nicht zum Selbsterhalt“, betont Heße.
Aus dieser Haltung ergebe sich die Sendung der Kirche. Der Begriff der „Mission“ sei lange belastet gewesen, er bedeute aber genau das: als Christinnen und Christen hinaus in die Welt zu gehen und sie aktiv mitzugestalten. Erzbischof Heße richtet in seinem Bischofswort ganz konkrete Fragen an die Gläubigen: „Zu wem fühle ich mich gesandt?! Wem könnte ich hilfreich zur Seite stehen? Was könnten wir in unserer Gemeinde gemeinsam angehen, z.B. alte Menschen besuchen oder Einsame?“
In Verbindung mit dem Sendungsbegriff unterstreicht Heße die Bedeutung der Sammlung, also der Gemeinschaft im Gebet und im Gottesdienst. Für das Zukunftsprojekt des Erzbistums Hamburg, „SeSam – Sendung und Sammlung“ sind diese beiden Begriffe namens- und richtungsgebend. „SeSam“ möchte die anstehenden personellen und finanziellen Herausforderungen im Erzbistum aktiv angehen. Erzbischof Heße ermutigt die Gläubigen dazu, sich auf diesen Zukunftsweg einzulassen und ihn mitzutragen – als Christen, die Proexistenz leben und, indem sie sich missionarisch und mutig senden lassen.
Das Bischofswort 2026 von Erzbischof Heße kann in Kurzform als Video angeschaut und in voller Textlänge auch in anderen Sprachen nachgelesen werden. Auf der Website des Erzbistums Hamburg finden sich außerdem weitergehende Informationen zum Projekt SeSam.