Die erste Schulstunde für Erzbischof Stefan Heße am Dienstag (22. September 2026) hatte es in sich: War Albert Einstein gläubig? Wofür steht Eugen Drewermann? Was ist überhaupt Religiosität? – Antworten musste nicht der Erzbischof parat haben, sondern sollten die Schülerinnen und Schüler des evangelischen Religionskurses der 11. Klasse finden. Texte wurden gelesen und diskutiert und der Erzbischof war mittendrin.
Es war der erste offizielle Schulbesuch von Heße an der katholischen Schule in Schwerin. Auf dem Programm standen neben Unterricht auch Gespräche mit Lehrerinnen und Lehrern oder mit den Schülervertretungen der Grund- und weiterführenden Schule. Die beschrieben ihr Engagement, dass sie meist in den Schulpausen fordert: Da gehe es dann meist um aufgeräumte Spielbereich bei den Grundschülern oder Veranstaltungsplanungen an der Schule für die größeren Schüler oder auch mal um sauberere Toiletten. Grundsätzlich ist aber den Klassen- und Schülersprechern klar: „Wir lernen hier Demokratie im kleinen Rahmen.“
Die zweite Unterrichtsstunde war auch wieder Religion – diesmal in der Klasse 1a der Grundschule. Das Thema war der Hirte und das verlorene Schaf. Passend dazu hatte der Erzbischof seinen Bischofsstab mitgebracht. Den konnten sich die Kinder von oben bis unten genau anschauen. Und sie entdeckten so einiges – einen Stern, Jesus, die heiligen drei Könige und am unteren Ende des Stabes auch eher unheimliche Figuren.
Nach dem Mittagessen in der Mensa der Schule ging es dann zur Bernostiftung, dem Schulträger der katholischen Schulen in Mecklenburg. Auf dem Weg kam der Erzbischof auch an der Baustelle für die neue Sporthalle vorbei. Erst kürzlich gab es dort den ersten Spatenstich für den Neubau. Der Plan ist, dass das Gebäude im Schuljahr 2027/28 fertig wird und genutzt werden kann.
Ein weiterer Termin für die Einrichtung ist der Tag der offenen Tür in der weiterführenden Schule am 26. September 2026 von 10 bis 13 Uhr. Es wird ein abwechslungsreiches Programm mit Musik und Theater sowie Präsentationen und Ausstellungen aus dem Unterricht und Schulleben geben. Außerdem besteht die Möglichkeit, mit Lehrer*innen, Schüler*innen und Eltern ins Gespräch zu kommen und die Räumlichkeiten der Schule zu besichtigen. Für das leibliche Wohl wird ebenfalls gesorgt.
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