In diesem Jahr beginnen die christliche Fastenzeit und der muslimische Fastenmonat Ramadan am selben Tag: am Mittwoch, den 18. Februar. Für viele Christinnen und Christen markiert der Aschermittwoch den Auftakt der vierzigtägigen Vorbereitungszeit auf Ostern; für Musliminnen und Muslime ist der Ramadan eine Zeit des Fastens, des Gebets und der geistlichen Erneuerung.
Generalvikar Pater Sascha-Philipp Geißler SAC hat aus diesem Anlass ein Grußwort an die muslimischen Brüder und Schwestern gerichtet. Er wünscht darin „Ramadan Mubarak!“ und bezeichnet den gemeinsamen Beginn beider Fastenzeiten als „ein schönes Zeichen“. Für Glaubende beider Religionen seien die kommenden Wochen eine wichtige Zeit der inneren Einkehr, der bewussten Hinwendung zu Gott, der Gemeinschaft und der tätigen Nächstenliebe. „Auch wenn wir im Glauben Unterschiede haben, teilen wir diese Haltungen“, so Geißler.
„Gerade in einer Zeit, in der oft das Trennende betont wird, ist dieses Verbindende wichtig“, sagt Generalvikar Geißler. Muslimische Mitmenschen erlebten mitunter ungerechtfertigte Vorurteile und Ausgrenzung. Dies widerspreche dem christlichen Verständnis von Würde, Respekt und Glaubensfreiheit.
„Als Erzbistum Hamburg stehen wir für ein friedliches Miteinander und einen vertrauensvollen Dialog.“ Man pflege guten Kontakt zu vielen Muslimen, die sich ebenfalls für ein friedliches Zusammenleben engagierten, so Geißler. Abschließend wünscht Generalvikar Geißler allen Musliminnen und Muslimen einen gesegneten Ramadan und den Christinnen und Christen eine gesegnete Fastenzeit: „Mögen uns die kommenden Wochen im Glauben stärken und mit neuer Hoffnung erfüllen.“
Zum Beginn der Fastenzeit feiert der Hamburger Erzbischof Dr. Stefan Heße am Mittwoch, 18. Februar, um 12.30 Uhr einen Mittagsgottesdienst im St. Marien-Dom in Hamburg. In diesem Gottesdienst wird den Gläubigen das traditionelle Aschekreuz auf die Stirn gezeichnet – ein Zeichen der Vergänglichkeit, der Umkehr und der Hoffnung auf Gottes Erneuerung.