Vor 800 Jahren verstarb Franziskus von Assisi. Bereits ein Jahr zuvor erwarben „seine“ Franziskaner in Lübeck ein Grundstück, auf dem sie gut einhundert Jahre später eine große Kirche und eine Klosteranlage mit doppeltem Kreuzgang errichteten. Der Altbestand der Lübecker Stadtbibliothek geht im Kern auf ihr Wirken zurück.Das ist für uns ein Anlass, mit einem Festgottesdienst und einer anschließenden Lesung daran zu erinnern.
Der Gottesdienst beginnt am Samstag, dem 3. Oktober 2026, um 10 Uhr in der Herz-Jesu-Kirche (Parade 4, Lübeck).
Im Anschluss wird der neue Band „Vor 800 Jahren: Zum heiligen Franziskus († 1226) und zur Ankunft der Franziskaner in Lübeck (1225)“ aus der Zeitschrift Nordalbingensia sacra präsentiert. Beginn ist um 11 Uhr im Gemeindesaal im Haus der Begegnung. Renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben einen Aufsatzband zusammengestellt, der das Wirken des heiligen Franziskus von Assisi in vielen Facetten näher beleuchtet und anregende Details zu seinem Leben und Sterben vermittelt.
Danach sind alle zum gemeinsamen Mittagessen eingeladen. Außerdem ist ein Gang zur Katharinenkirche in Lübeck geplant.
In Kiel laden die Franziskanerinnen am Samstag, dem 3. Oktober, zu einer Jubiläums-Transitusfeier ein.
Die Feier beginnt mit einem Lichtergottesdienst um 18 Uhr in der Lichtfrauenkirche (Krusenrotter Weg 35). Lichtfeier, Lebensbeschreibungen und Texte des heiligen Franziskus, darunter der Sonnengesang, tragen durch diesen Abend. Auch der evangelische Altbischof Gothart Magaard feiert den Gottesdienst mit.
Anschließend sind alle zu einem Imbiss und zur Begegnung eingeladen.
Am Sonntag, dem 4. Oktober, wird in Liebfrauen um 9:30 Uhr der Sonntagsgottesdienst zum Patronat „Franz von Assisi“ gefeiert – mit franziskanischen Impulsen und besonderer musikalischer Gestaltung. Die Schwestern der Ordensgemeinschaft des Klosters Haus Damiano erneuern an diesem Jubiläumsfesttag ihre Profess.
Foto: Seit November 2021 besitzt die Pfarrei Franz von Assisi eine Franziskus-Skulptur des Bildhauers Karlheinz Oswald, der auch die Statue des heiligen Ansgar auf dem Domplatz sowie die Stelen der Lübecker Märtyrer auf dem Domherrenfriedhof neben dem Hamburger St. Marien-Dom geschaffen hat.