Dicke Regentropfen prasseln auf die gut 300 Gläubigen auf der Ansgarmemoria, einem Gedenkort an den Heiligen Ansgar zwischen dem Wikingermuseum Haithabu und der Sankt Andreaskirche in Haddeby. Aus nahezu allen Kirchengemeinden in Schleswig-Holstein haben sich Katholikinnen und Katholiken am vergangenen Sonnabend auf den Weg hier her gemacht, um auf den Spuren des Heiligen Ansgar zu sein.
Anlass für den Pilgertag war die Missionsreise des Heiligen, die Ansgar vor 1.200 Jahren in den Norden gemacht hat. Nach einem Start auf der Wiese neben der Memoria ging es für die Gläubigen in verschieden Richtungen. Für Kinder und Jugendliche gab es eine Kanutour auf der Schlei, andere machten sich ins benachbarte Wikingermuseum Haithabu auf und lernten dort etwas über das Leben zur Zeit des Heiligen Ansgars kennen. Die allermeisten begaben sich jedoch auf den etwa 3,5 Kilometer langen Ansgarweg. An elf Stationen gab es Impulse, Fragen und Bibelverse. Die Teilnehmer waren eingeladen durch das Natur- und Denkmalschutzgebiet des Welterbes Haithabu und Danewerk zu pilgern und Neues zu entdecken: über die Gegend, über die eigene Geschichte und den eigenen Weg und über Gott.
Nach einer Mittagspause mit Picknick ging es für die Pilgerinnen und Pilger nach Schleswig. Hier gab neben einer szenischen Lesung über Ansgar gab es auch ein Gespräch über den heutigen Missionsauftrag und Führungen durch den Schleswiger Dom. Auch probte hier ein Projektchor für den Gottesdienst am Nachmittag im Schleswiger Dom. Prior Bruder Johannes Tebbe aus dem Kloster Nütschau predigte während des Gottesdienstes und Dekan Christoph Giering erteilte mit einer Reliquie des Heiligen Ansgars einen Segen für die Rückfahrt der Pilgerinnen und Pilger.