Rund 200 Menschen kamen am 3. Oktober zum ökumenischen Gottesdienst an der kleinen Waldkapelle in Mönkloh zusammen. Bei herbstlicher Atmosphäre wurde dort nicht nur der Tag der Deutschen Einheit gefeiert, sondern auch ein besonderes Jubiläum: Zum 25. Mal fand der Gottesdienst an diesem Ort statt.
Vor 25 Jahren hatte Hans-Jürgen Frese die Waldkapelle errichtet. In seinen Erinnerungen spielte dabei auch eine ungewöhnliche Frage eine Rolle: „Kaufe ich mir einen Ferrari oder baue ich eine Kapelle?“ Seine Entscheidung fiel auf die Kapelle. Seit einem Vierteljahrhundert ist sie nun ein Ort für Gebet, Begegnung und ökumenisches Miteinander.
Den Jubiläumsgottesdienst gestalteten Erzbischof Dr. Stefan Heße, Pröpstin Simone Pottmann, Dompropst Berthold Bonekamp, Domkapitular Peter Wohs, der evangelische Pastor Jörg Möller-Ehmcke sowie die katholische Gottesdienstbeauftragte Sabine J. Schilling. Damit wurde die ökumenische Ausrichtung des Gottesdienstes sichtbar, die ihn seit seinen Anfängen prägt.
In seiner Predigt stellte Erzbischof Heße die Verbundenheit der Menschen untereinander, mit der Schöpfung und mit Gott in den Mittelpunkt. Mit Blick auf die Verantwortung für die Umwelt sagte er: „Wir sind untrennbar mit der Schöpfung verbunden und tragen deshalb die Verantwortung, ihre Ressourcen so zu bewahren und zu nutzen, dass auch kommende Generationen in Würde und Frieden leben können.“ Dabei verwies er auf den heiligen Franziskus und dessen Verständnis der Schöpfung als Teil einer umfassenden Verbundenheit.
Auch die deutsche Einheit sei eine bleibende Aufgabe, betonte Heße. „Setzen wir ein Zeichen, dass wir gewillt sind, daran weiter zu arbeiten: durch unsere Verbundenheit untereinander, mit der Schöpfung und mit unserem Schöpfer, Gott.“
Für die Fürbitten waren Kinder aus Mönkloh beteiligt. Auch die musikalische Gestaltung griff das Thema Frieden und Verbundenheit auf. Neben weiteren Liedern erklangen „Wir ziehen in den Frieden“ und „Hevenu shalom alechem“.
Mit dem Gottesdienst wurde zugleich auf 25 Jahre ökumenisches Leben an der Waldkapelle zurückgeblickt. Aus einer persönlichen Entscheidung von Hans-Jürgen Frese ist ein Ort entstanden, an dem Menschen regelmäßig zusammenkommen. Im Anschluss lud die Familie Frese zu Kaffee und Kuchen ins Dorfhaus in Mönkloh ein. Dort klang der Jubiläumstag bei Gesprächen und Begegnungen aus.