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Schnell mal eine RKW machen
Bildquelle: Erzbistum Hamburg Archiv / A. Hüser

Gemeinden in ME laden Kinder und Jugendliche ein

Müssen wir die Religiöse Kinderwoche in diesem Jahr (wieder) vergessen? Das haben sich viele Gemeinden in Mecklenburg gefragt. Aber dann haben sich viele spontan entschlossen: Wir machen es, wenn auch mit viel Improvisation.

Endlich mal wieder spielen und zusammen sein – wie sehr haben sich das die Kinder gewünscht. Mit Beginn der Sommerferien beginnt in Mecklenburg-Vorpommern auch wieder die Zeit der RKW – der Religiösen Kinderwoche. Anders als sonst findet nicht überall das gleiche Programm statt.

Denn normalerweise gibt es in jedem Jahr neues Material und ein eigenes Thema. Die Vorlagen werden abwechselnd von den ostdeutschen Bistümern (einschließlich Berlin und Hamburg) erstellt – in jedem Jahr ist ein anderes Bistum dran. Im Coronajahr 2021 ist kein neues Thema entstanden.

So nehmen sich die einen, wie etwa die Pfarrei St. Anna Schwerin und die Pfarrei St. Laurentius Wismar, einfach das Thema vom vergangenen Jahr. „Helden gesucht" hieß es da. Den Kindern stellen sich mutige und starke Helden der Bibel vor wie Ester und Simson. Aber auch die mitfühlende Veronika und der erste Märtyrer Stefanus kommen vor, ebenso wie Vorbilder in der Seelsorge und Mission der Gegenwart.

Helden gesucht, das ist immer noch ein passendes Thema, findet die Gemeindereferentin Anna Rotermann aus Schwerin. Im vergangenen Jahr wurde die RKW der Schweriner innerhalb von nur eineinhalb Wochen auf die Beine gestellt, alles sei sehr kurzfristig gewesen, so Rotermann. Sie ist froh und dankbar, dass Eltern wie Kinder alle Ungewissheit in Kauf genommen hatten. In diesen Ferien geht es für an die 100 Kinder aus Schwerin und Umgebung nach Mölln in die Jugendherberge. Mit Corona-Test, das lasse sich nicht vermeiden, erklärt Rotermann. „Die Kinder nehmen das ganze Drumherum einfach hin, weil sie sich so sehr freuen, sich endlich wieder treffen zu können." Die Gemeindereferentin empfindet es als besonderes Glück, dass auf Masken und Abstand verzichtet werden kann. „Wir werden viel draußen machen", erklärt sie.

„Ab ins Freie" heißt die Devise

Ab ins Freie ist auch für viele andere Pfarreien in diesem Jahr bei der Religiösen Kinderwoche die Devise. So veranstaltet die Pfarrei St. Antonius in Bützow einzelne Tage im Rahmen der RKW. „Gemeinsam unterwegs" heißt es für die über 16-Jährigen am Ende der Ferien, es gibt einen Wandertag für alle zwischen 13 und 16, Kinderbibeltage für die Jüngeren und sogar einen Tag für die Firmbewerber. Bei allem soll die Begegnung mit Gott und untereinander im Mittelpunkt stehen. Die Ludwigsluster Kinder wandeln bei der RKW auf Elisabeths Spuren und fahren dafür nach Dreilützow. „Elisabeth, weil Du es bist..." ist das Thema. Die Religiöse Kinderwoche ist für alle Teilnehmer und Verantwortlichen in der Region ein Lichtblick. „Es ist eine bereichernde Zeit für die Kinder, die Eltern und uns", das findet auch die Gemeindereferentin aus Schwerin, Anna Rotermann.

Das gilt sicher auch für die Neubrandenburger Mädchen und Jungen, die ähnlich wie die Bützower „gemeinsam unterwegs" sind mit einer RKW, die teilweise vor Ort und auch am Computer stattfindet. Die Kinder werden sich rund um ihre Kirche auf Entdeckungstour begeben. So machen es auch die Rostocker. Auf dem Gelände der Christuskirche gibt es zwei unterschiedliche RKWs für die Fünftklässler und für die Grundschüler. Neues entdecken – das gilt für alle Verantwortlichen der RKW in Mecklenburg-Vorpommern in diesem Jahr – mutig und kreativ traut man sich, neue Wege zu gehen und ist glücklich, dass es möglich ist.

Die Religiösen Kinderwochen werden unterstützt vom Bonifatiuswerk, dem Diasporawerk der deutschen Katholiken. Das Material erscheint im Benno-Verlag.
Mehr Informationen im Internet: www.religioesekinderwoche.de

Text: Katja Schmid / Neue Kirchenzeitung

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