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Caritas im Norden
Bildquelle: Bildschirmfoto / M. Schatz

Merkel äußert sich zu Obdachlosigkeit

„Ich war sehr positiv angetan." So lautet ein Fazit, das Claudia Merten von der Hamburger Caritas nach dem Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel am Mittwoch vergangener Woche zieht. Merkel hatte im Rahmen der Reihe „Die Bundeskanzlerin im Gespräch" zu einem Online-Dialog mit Ehrenamtlichen verschiedener Organisationen und Projekte geladen. Merten stellte darin ein bundesweit einmaliges Containerprojekt für obdachlose Frauen vor, bei dem die Hamburger Caritas mit der Hochschule für Angewandte Wissenschaften kooperiert.

„Ich hatte den Eindruck, dass sich die Kanzlerin Gedanken über das Thema macht", sagte Merten. Es sei ein Zeichen der Wertschätzung, dass sie das Gespräch suche. Auf Nachfrage der Kanzlerin meinte Merten, es gelte, leichtere Regelungen für die Unterstützung obdachloser Frauen zu finden. Viele hätten keine Leistungsansprüche, beispielsweise weil sie aus Bulgarien oder Rumänien kämen. Die Jobcenter könnten da nicht helfen.

Merkel entgegnete, trotz der Arbeitnehmerfreizügigkeit in der EU sei man hierzulande „darauf angewiesen", „dass möglichst nur die zu uns kommen, die eine Arbeit haben." Gründe für Obdachlosigkeit seien zudem sehr individuell. Gleichwohl sieht sie einen Lösungsansatz in mehr sozialem Wohnungsbau. Sie dankte Merten und den Studenten des Projekts für ihr Engagement.
Ein Video der Online-Konferenz ist auf der Website www.bundesregierung.de zu sehen.

Text: Matthias Schatz / Neue Kirchenzeitung

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